Stiefvater, mit dem ich gemeinsam wohne, will mich verklagen, nachdem er mir für eine Therapie Kindheitsunterlagen gegeben hatte?

Hallo zusammen,

ich meine es todernst, ich kann echt nicht fassen, was gerade passiert:

ich wohne (leider) seit fast 18 Jahren zusammen mit meiner Mutter und meinem Stiefvater (mein Verhältnis zu ihm war bisher immer sehr gut, BIS....) noch zu Hause.

Ich wurde seit meiner Kindheit von Therapeut zu Therapeut geschickt, weil ich ein auffälliges Verhalten zeigte, Ängste und Panikattacken hatte, und - betont - und sein Geschlechtsteil angefasst hatte. Nun weiß ich, nach 20 Jahren, woher diese Ängste kommen. Nach ca. der 18. Therapiestunde hatte mir mein Stiefvater einen "Bericht"(!!), in dem er über mein Verhalten abwertend berichtete, ausgehändigt und ich habe diesen meiner Therapeutin vorgelegt und wir haben ihn gemeinsam besprochen.

Dort hat sich der Verdacht, dass ich sehr sicher von ihm sexuell missbraucht wurde, erhärtet (in welcher Form auch immer; meine Therapeutin meinte erstaunt, sie verstehe nicht, wieso er mir den Bericht gab, denn das sei sein "Todesurteil" ).

Nun werde ich psychisch stark unter Druck gesetzt, diesen Bericht herauszurücken, wovon mir meine T. strikt abriet, mit der Begründung, dass es meine Unterlagen wären und nicht seine. Und dass dieser Bericht mein einziger Beweis gegen ihn ist.

Daraufhin habe ich diese versteckt, denn mein Stiefvater hat mir gedroht, sie zu verklagen und mich in Beugehaft zu schicken, sollte ich diesen Bericht nicht an ihn aushändigen. Er muss versuchen, irgendetwas zu verheimlichen/vertuschen, weil er diesen Bericht so plötzlich von mir wiederhaben möchte.

Meine Mutter schaut nur zu und tut nichts (und setzt mich ebenfalls unter Druck, aber im Großen und Ganzen hält sie sich raus und schaut nur zu!!!!!).

Ich zitiere mal aus seinem Schreiben:

Zitat:
Klage auf Herausgabe
In dem Rechtsstreit
x
-Kläger-
gegen
x
-Beklagter-
wird beantragt:
Der Beklagte wird verurteilt, an denKläger die Aufzeichnungen über sein kindliches Verhalten, die im Rahmen des Sorgerechtstreits vom Kläger erstellt worden sind (Blatt 2 ff mit Anlagen ) herauszugeben.
Die Kosten des Rechtstreits werden dem Beklagten auferlegt.
Begründung
Die vorgenannten Aufzeichnungen, die Eigentum des Klägers sind, hat dieser dem Beklagten Mitte Mai 2021 übergeben, um ggf. sich eine Kopie zur Verwendung für seine Psychotherapie zu machen. Der Beklagte ist der wiederholten Aufforderung des Klägers, ihm das Original zurückzugeben, nicht nachgekommen. Er behauptet, die Unterlagen versteckt zu haben. Diese Einlassung ist irrational und vermag den Herausgabeanspruch nach § 985 BGB nicht zu tangieren.

Habt ihr da einen Rat? Ich bin derweil arbeitssuchend (Praktikum für ein Studium nächstes Jahr) und verdiene kein Geld. Wegen dieser groben Umstände, dass ich dort nicht mehr leben will und mich nicht wohl fühle, möchte ich schleunigst ausziehen. Ja, es ist echt so. Wahrscheinlich ein Versuch, mich einzuschüchtern.

LG

Schule, Familie, Missbrauch, Recht, Familienrecht, Eigentum, Kindesmissbrauch, Klage, Stiefvater