Huskies sind lauffreudige Arbeitshunde, die bei mangelnder körperlicher und geistiger Auslastung ganz, ganz schnell zur Nervensäge werden und dann auch gerne mal das eine oder andere auseinander nehmen. Stell Dir also ehrlich die Frage: hast Du Lust und Zeit jeden Tag bei jedem Wetter nach einem vielleicht auch mal anstrengenden Tag noch 2-3 Stunden zu laufen, radeln, etc.? Nein? Dann Finger weg! Huskies brauchen das - sie sind quirlig, lauffreudig, voller Energie.

Und … ja, der Jagdtrieb ist vorhanden. Es gibt solche und solche Exemplare. Den einen kannst Du von der Leine lassen, den nächsten nicht. Mit dem Gehorsam ist das auch so eine Sache … Die Erziehung dieser Hunde ist anstrengend, zeitaufwendig und nicht einfach. Sie sind sehr selbständig und wenn ein Nordischer nicht hören WILL, dann WILL er nicht. ;)

Alleine bleiben ist für viele Nordische Hunde ebenfalls ein großes Problem … Aber selbst zu zweit, ist es keine Garantie, dass Eure Einrichtung noch heile ist, wenn Ihr heimkommt.

Es sind wunderbare Hunde, besitze selbst einen Alaskan Malamute, aber man sollte vorab wissen, worauf man sich einläßt. Zu viele dieser Tiere sitzen im Tierheim, unüberlegt angeschafft und dann ganz schnell wieder abgeschafft, weil Herrchen oder Frauchen ihrem Powerpaket nicht gewachsen war.

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Bei fremden Hunde wäre ich da vorsichtig, beim eigenen ist es immer was Anderes. Er kennt Dich und wird es akzeptieren bzw. es sogar nutzen. Es gibt sogar Rassen, die Blickkontakt suchen und dies als weitere Kommunikationmöglichkeit sehen, Staffs, Bulls aber auch die nordischen Rassen zählen dazu. Ich kommuniziere mit meinem auch über die Augen … und nichts weiteres ist es für uns, ein Kommunikationsmittel eben. Bei einem mir fremden Hund würde ich dies nicht tun - es gibt Hunde, die sehen das durchaus als Bedrohung.

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Also der Wolf hat Euren Hund garantiert nicht gerissen. Fragt mal den Jäger … Waldnähe, alleine unterwegs … Durchaus wahrscheinlich, dass der Jäger ihn abgeknallt hat, wenn er so gar nicht auffindbar ist (Tierheim, Tasso, Nachbarn gefragt?).

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Siberian Malamute? Noch nie von gehört, YarlungTsangpo. Es gibt nur den Siberian Husky oder den Alaskan Malamute. Letztere sind vom Wesen her vielleicht nicht ganz so wie ein TWH oder SWH, aber meiner reicht da schon nah ran.

Im Allgemeinen kann man sagen, Wolfhunde sind sehr eigenständig, freiheitsliebend und stehen dem Wolf sehr nahe. Viele sind fremden Situationen und Menschen gegenüber sehr scheu bis ängstlich, was dann zu einem Problem werden kann, wenn man z. B. auf Öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Überall mit hinnehmen ist für die meisten Vertreter dieser Rassen ein Alptraum - weil sie einfach zu scheu sind. Und für die Stadt gar nicht geeignet. Sinnvoll wäre zudem ein sicher eingezäuntes großes Grundstück, denn - wie oben erwähnt - sie sind sehr freiheitsliebend. Allein bleiben … auch das oftmals ein Problem.

Was die Erziehung angeht, da hast Du ja sicherlich Deine Erfahrungen mit dem Kangal gemacht. Sie haben halt ihren eigenen Kopf. Hauptproblem ist hier, anders als bei Herdenschutzhunden, m. E. vor allem der ausgeprägte Jagdtrieb - ein Ableinen wird außerhalb eines sicher eingezäunten Areals nur bei Ausnahme-Exemplaren möglich sein. Mit Einsetzen der Flegelphase ist Vorsicht bei der Begegnung mit anderen Hunden geboten - viele Rüden werden mit der Geschlechtsreife unverträglich gegenüber Gleichgeschlechtlichen. Hier ist eine frühe Sozialisierung unbedingt erforderlich, auch damit es später nicht zu Mißverständnissen in der Kommunikation kommt. Viele "normale" Hunde können die feinen Signale der Wolfhunde und Nordischen nicht "lesen"/"verstehen", daher ist es umso wichtiger, dass Dein Wolfhund oder Nordischer lernt, dass andere Hunde ein bedeutend geringeres Repertoire an Mimiken und Gestiken haben.

Es sind wunderbare Hunde, aber man muß bereit sein, sich auf sie einzulassen. Bedingungslose Unterordnung, Gehorsam, darf man nicht erwarten. Man muß sie nehmen wie sie sind.

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HILFE Tollwut bei meinem Hund? HILFEEE WICHTIG

Hallo ich habe da mal ein paar fragen, und zwar hab ich vor vier tagen einen welpen gekauft, der hund war bei ebay kleinanzeigen inseriert, wir riefen den mann an um uns den hund anzusehen.. er traf sich dann eine stunde später mit uns auf einem kinderspielplatz.. da dachte ich schon Hm.. irgendwas stimmt nicht.. Laut vorbesitzer wäre der Hund angeblich entwurmt und Kern gesund. Angegeben hatte er der hund wäre ein Labrador schäferhund mix.. als ich fragte warum er ihn abgeben würde, kam dann die antwort der sohn hätte eine hundehaaralergie..Ich vermittelte dem Besitzer dann das ich noch eine nacht drüber schlafen würde und mich dann melde.. Laut vorbesitzer wäre der hund 6 wochen alt..ein tag später entschieden wir uns dafür den hund zu kaufen (300 euro) wir riefen den besitzer an und teilten mit das wir den hund nehmen würden, er bestellte uns erneut auf irgendeinem parklpatz als wir dort ankamen kam leider keiner, erneut riefen wir an um zu fragen was den los sei, der besitzer meinte dann er hätte kurzfristig ins krankenhaus gemusst..da seine tochter ja die hundehaaralergie hätte !! Erst der Sohn jetzt die Tochter ?? Komisch !! also fuhren wir nach Hause. 10 minuten später klingelte das telefon wo er dann meinte der hund wäre bei seinen eltern wir sollten nochmals zu dem parklpatz kommen, die eltern würden ihn dahin bringen.. das taten sie dann auch.. wir nahmen den hund mit und fuhren erstmal zum TA, Dort wurde uns mittgeteilt der hund sei schon 8 wochen alt er wurde dann vom TA erstmal geimpft und gechipt, desweiteren stellte sich raus das es kein Labrador schäferhund mix ist, sondern evtl ein Kangal mit drin steckt, nun gut alles erledigt wir sind dann nach hause.. dort fiel mir auf das der Hund sich unheimlich viel kratzt und beißt, also wieder zum TA der untersuchte flöhe und milben, Nix !. Ein tag später er kratze sich immer noch ohne ende, also bin ich wieder zum TA, er drückte ihm dort die Analdrüsen aus und gab ihm Antibiotika sowie Anti juck Spritze, leider wieder Vergebens, der hund Kratzt sich immer noch, also bin ich ein tag danach wieder zum TA und teilte mit das der hund sich immer noch ohne ende kratzt und beißt, er nahm ihm blut ab um genau zu schauen wegen milben, Negativ der hund hat keine milben.. 4 Tage später der hund kratzt sich immer noch ohne ende.. Jetzt ist es so das der hund sich sehr Merkwürdig verhält, Spielen tut er so gut wie gar nicht im gegenteil wenn ich mit ihm spielen will beisst er mich in hände und füße.. er beisst sich richtig fest !!! auch wenn er irgendwo liegt und ich an ihm vorbei will springt er auf um mich zu beissen, sie hat sogar schon mehrfach versucht mich ins gesicht zu beissen.. Also sie Beisst nur ! Jetzt habe ich Bedenken der Vorbesitzer hat mich ja ohne ende Belogen.. Vielleicht hat er den hund aus dem Ausland & vielleicht hat der Hund Tollwut ? und verhält sich deshalb so.. Sicher hat er mich auch schon Gebissen und Gekratzt, daher auch wunden. Was mache ich den jetzt ? Danke im vorraus

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Sorry, aber die ganzen Schuldzuweisungen und Anfeindungen bringen jetzt gar nichts - der Hund ist nun mal da. Und wenn hätte ihn irgendwer anders gekauft und das gleiche Problem. Dass der Threadersteller auf einen skrupellosen Tiervermehrer/Geschäftemacher reingefallen ist, hat er außerdem längst selbst bemerkt. Jetzt geht es doch vielmehr darum, ihm hilfreiche Tipps zu geben, wie er den Alltag mit dem "Würmchen" am Besten meistern kann.

Okay … Punkt 1 … Tollwut denke ich nicht, klingt für mich fast nach ner Futtermittelallergie. Laßt bei Eurem Tierarzt einen Allergietest machen, kostet ca. 100 Euro. Allergien sind bei Hunden leider heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Es gibt gute Futterhersteller, die sich darauf spezialisiert haben … VetConcept, Wolfsblut, etc. Barfen wäre auch eine Möglichkeit. Aber zunächst laßt ihn testen, damit Ihr Klarheit habt.

Auch das Beißen ist bei Welpen nicht ungewöhnlich. Und wenn kein anderer Hund da ist, wird halt das genommen, was sich anbietet. Die Akita-Hündin meiner Eltern hat z. B. in schöner Regelmäßigkeit mit ihren Milchzähnen in die Hinterläufe und den Schwanz meines Malamute-Rüden gebissen, gezogen, etc. Teilweise so extrem, dass er blutig war. Sie daran zu hindern war anfangs mehr als schwer. Und für die, die hier gleich sonst was vermuten: diese Hündin stammt aus einer seriösen Zucht von einem dem FCI angeschlossenen Züchter, hat vollständige Papiere. Das Beißen hat also weniger was mit Aggressivität zu tun, denn mit Kräftemessen, austesten, etc.

Euer Welpe hat vermutllich bereits sehr viel durchgemacht … dass er davon einen bleibenden Schaden davon trägt ist bei liebevoller und konsequenter Aufzucht und Erziehung eher unwahrscheinlich, sollte aber dennoch beobachtet werden. Außer einen viel zu kleinen Käfig wird er nichts kennen.

Problematischer dagegen könnte die Tatsache werden, dass ein Kangal mitgemischt hat. Der Kangal steht im übrigen - anders als so einige hier behaupten - in keinem Bundesland auf der Rasseliste A!!! Auf der B-Liste taucht er u. U. auf - aber da stehen auch Rottweiler, Doberman, Bulldogge und Co. Die überhöhte Steuer gilt dagegen in der Regel nur für Liste A-Hunde wie Staff, Pitti und Co. Kangals sind Herdenschutzhunde und als solche gewohnt, selbständig zu arbeiten. Einen Gehorsam wie ihn z. B. der Deutsche Schäferhund zeigt, darfst Du bei einem Kangal nicht erwarten. Und sie brauchen eine Aufgabe … sind Arbeitshunde. In ihrer Heimat, der Türkei, sind sie für die Bewachung der Herden zuständig - und erfüllen diese Aufgabe anders als ein Hütehund selbständig. Sie haben keinen "Will to Please". Ihr solltet also von Anfang an konsequent sein und aufpassen, dass der Hund nicht die Position des Chefs innerhalb Eurer Gemeinschaft beansprucht.

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Regulär verboten ist es nicht - die Pilzsammler bewegen sich ja auch gerne abseits der Wege. Wenn Schilder drum bitten, ist es auch als solche zu sehen. Wenn jeder abseits der Wege unterwegs ist, wird halt auch viel zerstört. Anders sieht es aus, wenn richtige Verbotsschilder aufgestellt sind - dann hat man sich auch dran zu halten.

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Gekochtes oder gebratenes Schweinefleisch kann der Hund fressen - nur roh sollte es ihm nicht verabreicht werden. Dagegen ist rohes Rindfleisch, Geflügel, Fisch, etc. kein Problem - damit wären wir dann schon beim Thema Barfen.

Ansonsten schadet es keinem Hund (ausgenommen es liegen Unverträglichkeiten vor), wenn er auch mal ne Scheibe Wurst oder Essensreste bekommt. Daran ist noch kein Hund erkrankt, ganz geschweige gestorben. Heutzutage wird aus allem eine Wissenschaft gemacht - willkommen in der modernen Welt. Ich bin ohnehin der Meinung, dass die ganzen Unverträgllichkeiten bei den Haustieren durch das ganze industriell hergestellte Futter kommen.

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Shibas sind keine Huskies, Akitas auch nicht, Malamutes auch nicht. Der Shiba Inu ist eine eigenständige Rasse, genauso wie der Akita Inu, der Alaskan Malamute und eben der Sibirian Husky. Alle Hunde sind in die FCI-Gruppe 5 "Spitze & Hunde vom Urtyp" eingeordnet - das ist die einzige Gemeinsamkeit.

Es gibt zwar auch nordische Jagdhunde wie z. B. der Norwegische Elchhund, der Shiba Inu ist jedoch keiner. Trotz alledem sind es Hunde, deren Instinkte ausgeprägter und ursprünglicher sind als bei den meisten europäischen Haushunderassen. Sie sind eigenständiger und damit i. d. R. auch schwerer zu erziehen.

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Ist ja schon alles gesagt worden …

Klimatisch gesehen kein Problem - auch in den nordischen Ländern wird es im Sommer für kurze Zeit über 30°C warm. Die Hunde werfen dann ihre Unterwolle ab, und gut ist. Sie leiden also hierzulande auch nicht mehr als z. B. ein Deutscher Schäferhund.

Aber … und jetzt das Aber: Huskies sind Arbeitshunde, sie brauchen Auslastung - körperlich wie geistig, sonst werden sie zu Nervensägen. Wir hatten in der Nachbarschaft mal zwei davon - die sind am Tag einmal um den Block gegangen, wurden die übrige Zeit im Zwinger gehalten. Am Ende hagelte es Anzeigen wegen nächtlicher Ruhestörung, weil die Hunde permanent am Heulen waren. Hinzu kam, dass die Halter mit diesen Hunden komplett überfordert waren.

Huskies brauchen eine konsequente Erziehung - konsequent, nicht hart. Sie sind sehr eigen-/selbständig und treffen Entscheidungen auch gerne mal über den Kopf ihres Menschen hinweg. Darauf wurden sie gezüchtet. Im Norden hing davon das Überleben der Nomaden ab. Neben der Zugarbeit wurden diese Hunde u. a. auch für die Jagd eingesetzt - was die Frage nach dem Ableinen selbst beantwortet. In Einzelfällen mag es tatsächlich mal gelingen, einen wenig jagdlich interessierten Husky abzuleinen - das sind aber die Ausnahmen. Die meisten von ihnen haben einen ausgeprägten Jagdtrieb, was ein Ableinen unmöglich macht.

Auslastung heißt nicht zwangsweise Zughundesport. Es gibt sogar unter den nordischen Hunden Exemplare, die dafür nicht zu begeistern sind. Auslastung heißt: was Spaß macht. Das muß nicht das Ziehen von Schlitten oder Wagen sein, sondern Radtouren, Wandern, Joggen, etc. Es gibt unzählige Möglichkeiten. Am Rande sei noch erwähnt, dass sich den Zughundesport wohl die wenigsten Normalverdiener wirklich leisten können - er ist und bleibt ein teures Hobby.

Bevor man sich einen Husky bzw. generell einen nordischen Hund anschafft, sollte man sich überlegen, ob man diesem Hund ein Hundeleben lang gerecht werden kann und ggf. seine eigenen Interessen hinter die des Hundes stellt. Faszinierende Tiere, aber kein Hund für Jedermann!

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Ist ja schon alles gesagt worden … komme ich zu spät. lol Angeborene Rudelstellungen sind Humbug und vor allem Geldschneiderei einiger Möchtegern-Trainer. ;)

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Wenn Deine Familie komplett hundeunerfahren ist, würde ich zu einem Hund ausm Tierschutz raten. Bei erwachsenen Tieren sind deren Macken bekannt und ihr bekommt kein "Überraschungspaket". Die Tierheimmitarbeiter können Euch genauso sagen, welcher Hund zu Euch und Euren Geflogenheiten paßt.

Vor allem ein Welpe - gleich welcher Rasse - stellt viele Anforderungen an seine Halter. Er muß anfangs alle 2 Stunden rausgebracht werden (auch nachts), er muß erzogen werden, und und und Ob der Welpe eines Tages ein großer Schmuser wird oder nicht, kann Euch der Züchter auch nicht vorher sagen. Jeder Hund ist verschieden. Es gibt Hunde, die sind halt geborene Schmusebacken, und dann gibt es solche, die möchten eine gewisse Individualdistanz haben. "Überraschungspaket" halt.

Von einem Shiba, jedem anderen nordischen Hund und den Wolfshunden rate ich einem Anfänger dringendst ab. Diese Hunde stellen an ihre Halter ganz andere Ansprüche als ein "normaler" Haushund - schon alleine die Erziehung eines solchen Hundes wird beinahe jeden Anfänger überfordern und verzeifeln lassen … die Naturtalente mal ausgenommen.

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Einflechten oder Papilotten. Geht beides auch gut im trockenen Haar - ganz ohne Fön. Wenn es intensiver sein soll, Schaumfestiger vorher rein ins Haar.

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Wolfsblut und VetConcept kann ich empfehlen. Die Zutaten sind ganz genau abrufbar - gut auch, falls man nen Allergiker hat.

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Nichts weiter als Aufregung - mach Dir keinen Kopp.

Mein 4 Jahre alter Malamute ist beim Geschirr-/Halsband anlegen immer total klein … geduckt … fällt manchmal dabei fast um. Als Außenstehender würde man denken, er hat tierische Angst. Kaum ist alles um, explodiert er förmlich, pest wie nen Irrer durchs Haus, knurrt und "meckert". Die ersten 100 Meter brubbelt und brabbelt und knurrt er vor sich … Da hat schon so mancher Spaziergänger verängstigt geschaut. Dabei ist das pure Aufregung und Freude bei ihm.

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