Hallo,

ich kann nicht erklären, warum oder wie es als Antidepressivum wirkt, aber ich nehme es seit einer Weile und merke eine deutliche Verbesserung damit, mehr als bei einem "richtigen" Antidepressivum. Mir persönlich hat es allgemein gegen die schlechte Stimmung geholfen, aber auch sehr gegen Aggressionen. Laut meinem Psychiater ist es da ein sehr gutes Medikament, auch wenn es eigentlich kein Antidepressivum ist; dem kann ich von dem, was ich bei mir merke, auf jeden Fall zustimmen.

Du kannst es ja einfach mal ausprobieren, wenn es nicht hilft, versuchst du halt ein anderes.

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Wieso macht meine beste Freundin einen auf "Emo"?

Meine "beste freundin" ist seit den sommerferien oder so in einer gruppe für kinder mit problemen (sie meint, sie ist nur wegen ihren Rückenschmerzen da, weil sie kinderräuma und sämtliche allergien hat). Sie hat so ziemlich alles geheim gehalten und mir nie erzählt was sie dort machen. mitkommen darf ich auch nicht. das einzige, was sie mir erzählt hat ist, dass in ihrer gruppe nur "depressive" sind, die sie 'natürlich' alle so doof findet. Habs ihr von anfang an nicht geglaubt. irgendwann hab ich sie auf instagram entdeckt, und sie hat mir immer wieder ins gesicht gelogen, von wegen sie hat kein insta usw... Naja, ich hab ihr nicht erzählt, dass ich davon weiß. Sie hat so komische bilder hochgeladen, ihre emo-freunde makiert und immer wieder herzen und sachen wie "Hab euch lieb, freue mich schon wieder auf nächste woche mit euch" unter deren bilder kommentiert. einmal hab ich ihr einen ganz kleinen hinweis über whatsapp geschrieben. Ohne zu antworten hat sie alle ihre bilder auf ihrem insta-konto gelöscht. es war so lustig anzusehen, wie sie jedem einzelnen entfolgt ist... Für ne kurze zeit hieß ihr konto dann irgendwie sowas wie "gelöscht für unsere freundschaft". Wir haben weder darüber geredet, noch geschrieben, wir haben alles normal weitergemacht, ohne irgendeinen streit oder ähnliches. So. Etwas später hab ich noch etwas entdeckt. Ich konte ihr profil nicht mehr finden, jedoch war sie auf einem bild ihrer emo-freunde immer noch makiert, deswegen habe ich mal vorbeigeguckt und gesehn, dass sie sich umgenannt hat. SUIxZIDGIRL. Was zum... sie hat bilder hochgeladen auf denen sie sich gerizt hat oder eine raucht und hat das alles mit einem dermaßen schlechten englisch kommentiert. in der schule war alles normal, sie war so wie immer. dann hat sie sich irgendwann ein zweites konto gemacht. Sie hat mir davon erzählt und tut jetzt so als ob das ihr richtiger und einziger account wäre. Heute hat sie mich gefragt, ob ich ihren namen von dem account weiß, sie hat ihn anscheinend vergessen. soll ich ihren emo-account-namen schreiben???? ich weiß, diese frage ist müll und ihr denkt jetzt bestimmt, dass ich eine schreckliche person bin, weil sie anscheinend probleme hat und wieso reden wir nicht darüber. meine meinung dazu: 90% aller emo-instagrammer sind so was von FAKE. Niemand, der depressiv ist, würde dies ins internet stellen und nicht mit texten beschriften in dem sie jedes einzelne gefühl so genau beschreiben. das alles kootzt mich grad so an und ich würde ja gerne mit ihr reden, weil ich es dumm finde, dass sie versucht wie ihre depri-freunde zu sein, aber ich bin wahrschinlich zu feige. hab mich noch nie getraut meine eigene meinung zu sagen... ich will bald die schule wechseln, ohne sie. aber ich will, dass sie weiß, dass sie mich grade richtig anpisst weil sie ein emo sein möchte, was ja mal das aaaaaller dümmste ist, was ich mir vorstellen kann. wieso? WIESO? wieso ist das ein trend geworden? ich weiß, dass sie kein emo ist. Danke.

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Hallo,

eigentlich wollte ich nicht antworten, aber das muss jetzt doch einfach sein. Entschuldigung, aber: Das ist wirklich bescheuert.

Erstmal haben Probleme wie Selbstverletzung und Suizid absolut nichts mit Emos zu tun, das ist was vollkommen anderes. Das eine sind psychische Probleme, das andere ist eine Szene; der Zusammenhang dazwischen ist auch eher ein Klischee.

Dann wurde zu dem Satz, dass niemand mit echten Problemen darüber im Internet schreibt, ja schon was gesagt; ich kann dem nur zustimmen. Wenn man zum Beispiel niemand hat, mit dem man reden kann, aber einfach mal alles rauslassen muss, ist das Internet eine gute Möglichkeit dazu. Wie sinnvoll es ist, Fotos von Selbstverletzungen zu posten, sei jetzt mal so dahingestellt, aber auf jeden Fall kannst du ganz sicher nicht sagen, dass sie keine ernsthaften Probleme damit hat, nur, weil sie nicht alles verheimlicht. Ich habe auch alles lange verheimlicht, ja, aber mittlerweile gehe ich ziemlich offen damit um, verstecke meine Narben kaum noch und rede auch offener über solche Themen - was aber nicht heißt, dass ich keine Probleme hätte. So ist das bei vielen, wenn man offener damit umgeht, heißt das meist  nur, dass man das gewissermaßen akzeptiert hat und damit umgehen kann, zum Beispiel auch keine Lust auf das Verstecken hat etc. Trotzdem sind die Probleme auf jeden Fall ernst zu nehmen!!

Zu guter Letzt möchte ich noch sagen, dass du meiner Meinung nach eine sehr schlechte "beste Freundin" zu sein scheinst. Dir ist es egal, dass sie sich verletzt und eventuell sogar suizidal ist, du spielst das runter, du spionierst ihr nach, nur um wieder schlecht über sie zu reden etc. - was ist das bitte für eine "beste Freundin"?! Du scheinst keine wahre Freundin zu sein, und erst recht mal ganz sicher nicht ihre "Beste". Sie kann wahrscheinlich froh sein, wenn du die Schule wechselst; mit Leuten, die sich so verhalten, muss man echt nichts zu tun haben.

Entschuldigung, aber das musste einfach mal raus. Es ist mir auch egal, was du jetzt davon hältst und was du vielleicht dazu schreibst, meine Meinung dazu steht fest und ich denke, dass mir da einige Leute zustimmen werden.

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Hallo,

ich kann gut nachvollziehen, dass du nicht wieder dorthin möchtest, wenn du dort negative Erfahrungen gemacht hast. In einem Kommentar schreibst du von sechs Wochen "Verwahrung" statt Therapie; bei Krisenaufenthalten ist das ganz normal. Ich weiß jetzt nicht, was das bei dir für ein Aufenthalt war, aber wenn man keine Therapie macht, sondern zur Krisenintervention kommt, ist es normal, keine Therapien zu haben.

Das ist erstmal echt nicht schön, vor allem, wenn es einem schlecht geht, aber manchmal geht es nicht anders. Ich habe einige Monate in einer solchen "Verwahrung" ohne Therapien und ohne Ausgang verbracht, noch dazu eine sehr viel längere Zeit in Therapie. Ich fand das auch echt nicht einfach, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass es nicht anders geht.

Bei dir scheint es ähnlich zu sein; du schaffst es nicht draußen, oder hast es zumindest nicht geschafft, als du aufgenommen werden musstest, es war wohl der einzige Weg. Wenn du dich aber darauf einlässt und Hilfe annimmst, kann es dir vielleicht doch helfen! Die können dich nämlich "aufbewahren", bis es dir besser geht; dann hast du keine Gelegenheit, dir was anzutun, bis es dir so weit besser geht, dass du entlassen werden kannst.

Und bevor du das jetzt sagst - doch, das ist möglich. Ich selbst dachte auch, es würde mir nie besser gehen, weil die Probleme seit dem Grundschulalter bestehen, nach jahrelanger Therapie kann ich aber sagen, dass es nicht so ist. Wenn man sich auf Hilfe einlässt und auch schwierige Zeiten durchsteht, kann es sich wirklich alles zum Besseren wenden! Wenn dazu die Klinik nötig ist, ist das zwar erstmal nicht angenehm, aber vielleicht der richtige Weg.

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Hallo,

du darfst normalerweise nur an den Wochenenden nach Hause und das nur nach Absprache. Die Klinik kostet ja Einiges, da können sie es sich nicht leisten, jemanden länger als über die zwei Tage Wochenende draußen zu haben; das wäre einfach zu teuer.

Allerdings besteht eventuell unter Absprache die Möglichkeit, entlassen und neu aufgenommen zu werden. Ich weiß nicht, ob sowas grundsätzlich möglich ist und habe es nur zwei Mal mitbekommen, aber das könntest du ja erfragen.

Dass du aber während der Therapie längere Zeit in den Urlaub darfst, würde mich überraschen.

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Hallo,

hast du keinen Zettel bekommen, wo das Nötige drauf stand? Als ich in die Klinik zur Therapie kam, gab es sowas.

Grundsätzlich solltest du alles einpacken, was du im Alltag brauchst, nur eben nichts Gefährliches oder Verbotenes. Dazu gehören verschiedene scharfe oder spitze Gegenstände, aber auch Alkohol und Drogen und auf vielen Stationen internetfähige Geräte. Wie genau die Regeln sind, kannst du wahrscheinlich erfragen.

Packe auch noch etwas für die Freizeit ein, zum Beispiel Bücher, Zeitschriften, Rätsel, was zum Malen oder Ähnliches, je nach dem, was du gern tust. Es kann langweilig werden, wenn man gerade keine Therapieangebote hat oder falls man am Wochenende da bleiben muss.

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Sind Suizidversuche ein Trend geworden?

Guten Abend.

Immer öfter lese ich in letzter Zeit von vielen Mädchen, aber auch einigen Jungs, die ..depressionsbedingt" mit dem Ritzen anfingen, sich versuchten das Leben zu nehmen und und und. Damals, und ich spreche hier von höchstens 5-10 Jahren, traten solche Fälle nur bedingt auf, die Themen wurden sehr ernst genommen und so ziemlich jeder bemühte sich darum, den Betroffenen zu helfen. Heutzutage ist es jedoch so, dass es schon beinahe in ist sich zu ritzen, jeder der weniger als 300 Instagram Abonnenten hat kündigt offiziell an Selbstmord begehen zu wollen etc. pp. Ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, dass es eine Vielzahl an ernstzunehmenden Fällen gibt und diese Frage soll auch niemanden angreifen, ich habe nur langsam das Gefühl, die heutige Jugend von 12-15 Jährigen feiert diese ganze Selbstverletzung als Trend. Wer mir erzählt will, die Kinder von heute machen eine schwierigere Zeit durch als ich vor 10, meine Eltern vor vielleicht 35 und meine Großeltern vor beinahe 60 Jahren, der möchte diesen Hype von Suizid, Selbstverletzung und erzwungender Depression nur unterstützen.

Was mich interessiert ist nun, ob solche Dinge wie Selbstmordversuche und Ritzen bei den Kindern von heute wirklich als cool angesehen werden. Ich hoffe zwar, dass der Großteil der 12-15 Jährigen schon schläft, aber dennoch würde ich mich über Antworten und Meinungen aller Alterstufen freuen.

Liebe Grüße & allen noch eine gute Nacht, einefrage321.

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Hallo,

ich glaube nicht, dass man da von einem Trend sprechen kann; es stimmt schon, dass immer mehr Leute betroffen sind, aber ein  Trend ist ja etwas, was man cool findet, wo man gern mitmacht, vielleicht auch froh darüber ist oder stolz darauf, wenn man dem Trend folgt etc. Bei der Selbstverletzung ist das aber nicht so, zumindest bei den meisten (hoffe ich mal, ich kann hier nur von mir sprechen und von einigen, die ich kenne, aber ich denke, dass das bei den Meisten so sein sollte). Wer sich selbst verletzt, findet das meistens selbst nicht gut, würde gerne aufhören oder möchte nicht, dass jemand davon erfährt. Wenn man aber einem Trend folgt, will man doch, dass Leute das sehen; es sieht aber niemand, wenn man zum Beispiel täglich seine Narben versteckt oder sich Ausreden einfallen lässt.

Es ist aber schon so, dass viele Jugendliche sich selbst verletzen oder es zumindest mal ausprobiert haben. Bei vielen bleibt es aber zum Glück beim Ausprobieren; viele machen das mal, hören aber schnell wieder auf. Diejenige, die damit weitermachen und ein großes Problem damit entwickeln, haben meist auch wirklich ernstzunehmende, psychische Probleme. Ich war lange Zeit in der Jugendpsychiatrie und habe dort sehr viele Jugendliche kennen gelernt, die sich auch selbstverletzten; (fast) jeder davon hatte wirklich Probleme, aus denen er eben auch in die Klinik kam. 

Mit den Suizidversuchen ist es ähnlich, wenn auch längst nicht so schlimm, finde ich. Ich habe während meiner Klinikzeit auch sehr viele Jugendliche kennen gelernt, die Suizidversuche hinter sich hatten; bei den meisten war es wie bei mir, dass sie wirklich Probleme hatten, die sie nicht mehr aushielten. Zwar gibt es Ausnahmen, ich habe auch von ein paar Leuten gehört, die das nur so gemacht haben, aber das sind Ausnahmen. Zum Beispiel hat mir jemand erzählt, dass eine Freundin von ihr einen Suizidversuch vorgetäuscht hat, um in die Klinik zu kommen wie sie und damit auch "cool" zu sein. So eine Sichtweise ist aber wirklich eine Ausnahme. Wahrscheinlich ist es schon so, dass Leute, die mit sowas prahlen, das wirklich aus einer Art "Trend" tun; aber genau sagen kann man das nicht. Die meisten suizidalen Menschen erzählen das ja nicht gleich jedem und halten das lieber geheim, ich zum Beispiel erzähle das auch nicht gern Leuten, die nicht ähnliche Probleme haben, und kenne es von vielen anderen auch so. 

Jetzt habe ich aber viel geredet. Also, ich denke nicht, dass man sagen kann, dass Suizidalität und Selbstverletzung ein Trend sind, zwar gibt es mehr Fälle als früher und es gibt schon einige Leute, die vor Allem das SVV als cool ansehen, aber das sind verhältnismäßig wenige. Die meisten Leute, die Probleme damit haben, sind wirklich psychisch krank und brauchen Hilfe; warum sie sowas tun, ist bei jedem anders, aber ein Trend ist es bei den Wenigsten, zumindest bei denen, die das häufig oder über einen längeren Zeitraum tun. 

Letztendlich sollte es aber immer ernst zu nehmen sein, weil sich bei jedem ein richtiges Problem damit entwickeln kann; ob man es jetzt tut, weil man wirklich psychisch krank ist oder weil man cool sein will, ist dabei egal, auch jemand, der es nur aus einem Trend heraus macht, kann irgendwann an einem Punkt ankommen, wo er nicht mehr aufhören kann. Deswegen sollte sowas immer ernst genommen und, wenn es nicht aufhört, behandelt werden. Das ist zumindest meine Meinung.

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Das passt zwar nicht ganz in die Beschreibung, aber es geht um ein Mädchen und einen Jungen, die beide gemobbt werden; das Mädchen verletzt sich selbst und beide haben später Streit mit ihren Eltern. Von einem Mann gesungen ist es auch.

https://www.youtube.com/watch?v=lVEXHkeP4mQ
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Hallo,

das Meiste wurde ja schon gesagt - Bekleidung, Waschzeug etc. Aber nimm auch was zur Beschäftigung mit, zum Beispiel ein Buch, einen MP3 Player, wenn erlaubt, oder Ähnliches; es kann schon mal langweilig werden.

Handtücher musst du teilweise nicht selbst mitbringen, das scheint unterschiedlich zu sein; bei mir wurden die einem geliehen. Da kannst du ja mal nachfragen. Das Wäsche waschen war bei mir auch kostenlos, das scheint auf die Klinik drauf anzukommen. Frag am Besten einfach mal nach.

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Hallo,

also bei mir wurde am Anfang des Aufenthaltes ein Test gemacht, egal, ob man damit ein Problem hatte oder nicht; manchmal auch zwischendurch mal bei allen, ohne es anzukündigen. Wer sowieso ein Problem mit Drogen hatte, musste das aber teilweise regelmäßig testen lassen.

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