Nun fragt sich ein aufmerksamer Leser natürlich, um was für eine Schule es sich handeln mag. Ich gehe mal davon aus - was für Schulen sollten sonst ein Interesse an der Intelligenz ihrer Schüler haben - dass es sich um eine Art LGH handelt. Demzufolge wäre bei deinem Intelligenztest die Frage zu klären, ob bei dir eine Hochbegabung vorliegt. Ich kann mir vorstellen, dass das einen gewissen Druck aufbaut, weil du vielleicht das Gefühl hast, dass von dir erwartet wird, diesen "Aufnahmetest" zu bestehen. Erstens besteht die Aufnahme nicht nur aus einem IQ-Test und zweitens ist es ja vielleicht schon ein postives Zeichen, dass dir überhaupt schonmal jemand vorgeschlagen hat, dich da zu bewerben - da meint's jemand gut mit dir, weil dich jemand als sehr intelligent einschätzt, aber wird sicherlich nicht von dir persönlich enttäuscht sein, wenn es wirklich an diesem Kriterium scheitern sollte, für deine Intelligenz kannst du ja nix. Sieh's mal so: Bei vielen sehr intelligenten Schülern, die locker auf einem LGH landen könnten, kommt das Umfeld nicht einmal auf die Idee, dass sie außergewöhnlich intelligent sein könnten. Ich habe auch eine Regelschul-Karriere hinter mir, zwar mit Bestnoten, aber eine Begabungsdiagnostik oder gar -Förderung stand bei meinen Eltern nie zur Debatte.

Versuch', im Vorfeld in dich hineinzuhören: Wer erwartet von dir, dass du auf diese Schule kommst? Wäre es für dich schlimm, auf deiner bisherigen Schule zu bleiben? Gibt es Alternativen, wie du deinen Alltag zu deiner persönlichen Zufriedenheit gestalten könntest, falls du das Kriterium für diese Schule nicht erfüllst? Es ist immer chillig, vor einer Prüfung einen Plan B zu haben. Und in diesem Fall erscheint mir ein Plan B nicht als wesentlich schlechter als dein Plan A.

Grundsätzlich kann man bei Intelligenztests aber nicht bestehen oder durchfallen. Auf gute Intelligenztests sollte man sich nichtmal vorbereiten können. Außer mit ausreichend Schlaf und einer halbwegs leichten Ernährung, um nicht während des Tests aufs Klo zu müssen, ins Fresskoma zu fallen oder Heißhunger zu bekommen. Ich habe mal den Gruppen-Intelligenztest von Mensa gemacht. Klar war ich da auch nicht ganz unnervös, aber als dann endlich die Aufgaben vor mir lagen, war ich für den gesamten Test in einem solchen Flow, dass ich alles um mich herum vergaß und erst nach Ende des Tests bemerkte, wie viel Energie ich da verbraucht hatte (im Kopf war ich zwar weiterhin klar, aber ich hatte einen Bärenhunger). Wenn du also bei dem Test erstmal was zu tun bekommst (knifflige Aufgaben bearbeiten), die ja auch nicht gleich superschwer anfangen, dann kommst du idealerweise ganz von alleine in ein Gefühl hinein, in dem du deine Angst vergisst. Ähnlich wie Leute, die Höhenangst haben und klettern: Während die beim Klettern nach Griffen und Tritten suchen, merken die gar nicht, dass sie eigentlich Angst vor der Höhe haben sollten. Normalerweise sorgt auch die Testleitung dafür, dass die Atmosphäre entspannt ist. In einem Einzelsetting kann man dabei deutlich besser speziell auf dich eingehen als in einer Gruppensituation, aber so, wie es klingt, steht der Testmodus in deinem Fall schon fest?

Zu guter letzt: Ab April nimmt die ESA Bewerbungen für eine neue Generation Astronauten an. Ich werde mich auch bewerben, obwohl ich mir mit einer Chance von 1:10000 niemals eine reale Hoffnung machen sollte, da genommen zu werden. Aber was soll's? Was ich sicher weiß, ist, dass ich nicht dümmer aus der Bewerbung rauskomme als ich reingehe, ich hoffe, dass ich wenigstens ein bisschen mehr über mich selbst erfahre. Und das allein lohnt sich doch schon, auch wenn's am Ende nicht mit dem Job klappt, oder?

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Um eine echte AMS (acute mountain sickness) sollte es sich nicht handeln. Das ist zwar auf dieser Höhe schon bei 10, 15 Prozent der Leute zu erwarten und damit gar nicht so selten, da wären die Symptome aber eher Kopfweh und Übelkeit. Das ist ja doch ein bisschen anders als Schwindel.

Der niedrige Sauerstoffgehalt in der Höhenluft macht natürlich automatisch kurzatmig und je nachdem, wie schnell man aus moderaten Höhen aufsteigt (bspw. aus 1000, 1500 m per Seil oder zu Fuß), kann einem erstmal kurz die Puste wegbleiben und schwindelig werden. Normalerweise hat sich die Atmung ein paar Minuten nach der Ankunft mit der Seilbahn jedoch auch an den höheren Bedarf angepasst. Beim Wandern merkt man den Unterschied eigentlich gar nicht, man atmet ja eh schwerer als am Schreibtisch.

Allerdings kann bei solchen Ausflügen ins Gebirge vieles zu Schwindel führen. "Seekrankheit" vom Gondeln, Druck auf den Ohren (hier sitzt ja bekanntlich das Gleichgewichtsorgan), thermische Erkrankungen (Sonnenstich, Hitzeerschöpfung), der Weitblick ohne nahen Fixpunkt im Gesichtsfeld, einer Freundin von mir wird bspw. auch beim Skifahren schwindlig, wenn der Wind den Schnee so über den Boden treibt, dass man die feststehenden Bodenstrukturen nicht mehr sieht. Bei unserem ersten 4000er hat ein Kumpel von mir im Abstieg auf den Gletscher gekotzt, das war vermutlich auch keine Höhenkrankheit (wir waren ja schon wieder mehrere 100 m unter dem Gipfel) sondern ein Resultat von Erschöpfung (zuvor 4 Stunden Kletterei), starker Sonne im Nacken, beim Gehen dem ständigen Blick auf die nächsten 2, 3 Meter Strecke und dem plötzlichen Heben des Kopfes, um die Aussicht zu "genießen".

Für Anfänger ist das Hochgebirge eine komplett ungewohnte und manchmal sogar unwirtliche Umgebung. Man sollte sich Zeit nehmen und sich selbst in ihr sorgfältig beobachten. Schwindel ist nichts Ungewöhnliches, kann aber an ausgesetzten Stellen sehr gefährlich werden.

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Das kann man in unserer Kultur nur sehr bedingt sagen. Zu sehr hängt der eigene Beruf noch vom Beruf der Eltern ab. Ich wurde bspw. von meinen Eltern auch auf eine Realschule geschickt, weil es das war, womit sich meine Eltern vor ihrem eigenen Bildungshintergrund sicher fühlten. Auch meine spätere Entscheidung zum Studium musste ich gegen einen mehr oder weniger energischen Widerstand durchsetzen. Ich kann mir gut denken, dass es an dieser Stelle schwerer für begabte Kinder von Nichtakademikern ist als für weniger begabte Kinder von Akademikern, sich für ein Studium die Unterstützung der Eltern zu sichern. Noch dazu sind viele Handwerker Unternehmer, die sehr tief in dem Narrativ leben, dass ihre Kinder den Betrieb einmal übernehmen werden, sodass dort der Widerstand wahrscheinlich noch stärker ist als bei mir, wo meine Eltern Angestellte sind.

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Freeride

Je nachdem, was du mit "Freeriden" meinst. Für 90% der Skifahrer ist damit gemeint, irgendwo im Tiefschnee neben den Pisten runterzufahren. Gesichertes Gelände wird dabei aber meistens nicht verlassen.

Ich gehe oft auf Skitour, weit abseits der Skigebiete. Dort ist es natürlich schon gefährlich. Man muss die Lawinengefahr und das Gelände einschätzen und danach die Abfahrtsrouten anlegen. Aber wenn man sich ausgiebig damit beschäftigt, dann hat man zumindest das Wissen, die Risiken zu reduzieren. Dieses Jahr war die Lawinengefahr wegen Altschnee zum Beispiel relativ hoch, sodass ich von meinen >12 Skitouren eigentlich nirgends steiler als 30° unterwegs war. Mit dem kommenden Wochenende setzt sich der Schnee sehr stark, sodas sich vielleicht auch mal wieder etwas steileres probieren kann - aber immer mit der entsprechenden Vorsicht.

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K2!!

Der K2 ist nicht nur unter Anfängern eindeutig der schwerere Berg. Die technischen Schwierigkeiten und objektiven Gefahren sind ungleich höher. Außerdem liegt der K2 weiter vom Äquator weg als der Everest, womit es auch nicht selten vorkommt, dass der Luftdruck am K2 niedriger ist als am Everest. Trotz geringerer Seehöhe ist die Luft also manchmal dünner. Hinzu kommt, dass der K2 viel abgelegener ist als der Everest.

Am Everest hingegen ist inzwischen das kommerzielle Bergsteigen angekommen. Mit Sauerstoff und Hochträgern schaffen viele das.

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Bin ich Schlau oder Dumm? Sagt die Schulische Leistung etwas über die Intelligenz aus?

Ich habe eine frage und zwar möchte ich wissen ob schulische Leistung etwas mit der Intelligenz zutun hat oder nicht. Ich bin ein eher durchschnittlicher Schüler mit meistens 3ern oder 4ern. Natürlich aber auch mal 1ern oder 2ern aber auch mal 5ern 6er eher selten. Ich will ehrlich sein ich lerne nicht so viel für die Schule. Es macht mir einfach kein Spaß irgendwie, ich brauche schon etwas was mich Interessiert damit ich mir mühe gebe, deswegen bin werde unter meinen Freunden eher als dummer Junge (natürlich nur freundschaftlich) abgestempelt. Aber ich habe manchmal das gefühl das ich garnicht so dumm bin. Wenn ich Strategiespiele spiele oder Brettspiele mit meiner Familie spiele gewinne ich zu etwa 80%. Ich Konzentriere mich dabei auch immer (was meine Eltern nervt weil ich manchmal teilweise 2 min brauche). Wie bei Schach oder Dame oder so. Ich überlege teilweise 2 Minuten lang über mein nächsten Zug. Oder wenn ich spiele Spielen die was mit strategie zu tun haben. Ich überlege mir eine Strategie die allen anderen überlegen ist. Ich analysiere Gegner auch gerne um ihn so zu durschauen und eine gegentaktik gegen ihn zu errichten (fragt nicht warum). Oder wo ich z.B. im Escape Room war. Ich habe etwa 70% der Rätsel gelöst. Ich habe sogar mal aus Fun im internet ein IQ test gemacht (ich weiß die sind nicht ganz so genau aber ja). Es kam raus das ich einen IQ von 116 habe was ja schon zu dem überdurchschnittlichen gehört.

Puh ich hoffe das ich von euch nette und gute antworten bekomme. Btw falls jemand fragt bin 13.

LG

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Sagt die Schulische [sic!] Leistung etwas über die Intelligenz aus?

Intelligenz ist für die schulische Leistung nichts anderes als eine Musikerin in einem Orchester. Sie spielt eine wichtige Rolle und vielleicht auch viele Soli, aber das Konzert kann sie allein keinesfalls spielen.

Bin ich Schlau [sic!] oder Dumm [sic!]?

Es ist offensichtlich schlau von dir, dir bei Strategiespielen die Zeit zu nehmen, gute Entscheidungen zu treffen. Vielleicht gibt es manche Menschen, die dank ihrer Intelligenz gleich gute Entscheidungen schneller treffen können. Das heißt aber nicht, dass sie's tun. Ich finde deine Herangehensweise an solche Strategiespiele sehr schlau, nimm' diese Angewohnheit unbedingt mit in dein Leben.

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Der Intelligenzquotient misst nicht die Intelligenz sondern die Intelligenzunterschiede zwischen verschiedenen Probanden, von denen aber grundsätzlich ausgegangen wird, dass sie intelligent sind. Ist jemand mit einem IQ von 73 intelligent, obwohl der Durchschnitt bei 85-115 ist? Schließlich ist auch so jemand in der Lage zu lernen, dass eine Herdplatte heiß sein kann und das so erlernte abstrakte Konzept der Verbrennungsgefahr auf Herdplatten in anderen Haushalten zu übertragen.

Dass jemandes Intelligenz positiv oder negativ hervorsticht, passiert meist, wenn man das statistische Rauschen nach oben oder nach unten deutlich verlässt. Und hier fängt es an, schwierig zu werden. Der Intelligenzquotient sagt ja nur etwas darüber aus, wie häufig es vorkommt, dass jemand auch so stark vom Durchschnitt abweicht. Das ist keine lineare Skala. Die Körpergröße wäre eine lineare Skala. Jemand, der 2 m groß ist, ist 1/3 größer als jemand, der 1,5 m groß ist. Jemand mit einem IQ von 133 ist aber nicht zwangsläufig 1/3 intelligenter als jemand, der 100 hat sondern einfach nur sehr selten. Um jemanden als "auffällig intelligent" zu bezeichnen, muss man also auch immer die Gruppe betrachten, die man gewohnt ist. Die Durchschnittsbevölkerung hat IQs zwischen 85 und 115. Ich selbst mit einer festgestellten Hochbegabung werden in diesem Umfeld als intelligent wahrgenommen. Die Leute, mit denen ich die meiste meiner Freizeit verbringe, sind aber größtenteils natur- oder ingenieurwissenschaftliche Akademiker, haben Master- oder Doktorgrade und dürften (gemessen oder nicht gemessen) entsprechende IQs jenseits der 110 haben (ich würde jetzt mal den Erwartungswert bei 125 ansetzen, freilich nicht jeder promovierte Physiker ist gleich hochbegabt, von einigen weiß ich, dass sie's nicht sind). In diesem Umfeld steche ich keineswegs hervor und gelte demnach auch nicht als "intelligent".

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Ja auch ohne Mutationen

Dass die Intelligenzunterschiede zwischen Menschen genetisch bedingt sind, heißt nicht zwangsläufig, dass sie vererbt werden.

Man darf das nicht so verstehen wie die Mendelschen Regeln, die man im Biounterricht anhand der Fellfarbe von Meerschweinchen lernt.

Intelligenzunterschiede sind (neben einem umweltbedingten Beitrag von 30-50%) das Resultat von hunderten von Genen. Diese werden bei jedem Menschen von den Eltern neu gemischt, d.h. es gibt zahlreiche Chancen, dass Gene ausgedrückt werden, die bei den Eltern rezessiv versteckt waren. Dadurch sind Intelligenzunterschiede eher ein Produkt des Zufalls, zwar auch basierend auf den mendelschen Regeln, aber von einer sehr umfangreichen Kombinatorik bestimmt. Dieser Effekt führt ja auch dazu, dass der Intelligenzquotient mithilfe einer Normalverteilung beschrieben werden kann.

Darüber hinaus spricht man immer von Intelligenzunterschieden. Das Intervall, in dem sich die Intelligenz von Menschen bewegt, ist sehr klein. Ein erwachsener Mensch, der die Intelligenz unserer nächsten Verwandten, den Menschenaffen besitzt, ist extrem selten (vielleicht einer von tausend). Ein "Rauschen" innerhalb dieses Intervalls von einer Generation zur nächsten ist nicht ungewöhnlich.

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An den anderen Kommentarverläufen habe ich gesehen, dass es um eine improvisierte Rettungsaktion geht.

Der technisch beste Knoten ist der Bulin, bzw. Palstek/ Pfalstich / Rettungsknoten / Schertauknoten. Es handelt sich jeweils um ein und den selben Knoten. Ich kenne ihn vom Segeln (Palstek) und vom Bergretten/Bergsteigen (Bulin) Eine Anleitung dazu findest du im Link. Das mit dem "nicht zuziehen" könnte fehlerhaft interpretiert werden, er ist auch nicht der einzige Knoten, der den Sicherheitsstandard erfüllt, ist jedoch für geübte Knotenbinder die schnellste sichere Variante.

Man könnte für so eine Schlaufe, die man über die Schulter legt, auch einen Achterknoten verwenden. Dieser ist Laien eher geläufig, könnte aber in so einem Anwendungsfall schwerer so zu knüpfen sein, dass die Schulterschlaufe gut anliegt.. Der Sackstich ist auch eine Option, die noch mehr Laien kennen, aber nicht die Sicherheit eines Achters oder Bulins bietet. Ich kenne Alpinisten, die verwenden den Sackstich noch, rate davon jedoch jedem Neuling ab.

Zum Sichern durch den Partner kann ein sogenannter Halbmastwurf verwendet werden. Diesen kann man um eine metallene Geländerstange (Treppengeländer, vielleicht hat der Brunnenschacht ein Geländer) legen. Deser Sicherungsknoten fixiert das Seil nicht sondern bremst das Seil bspw. beim Ablassen einer Person. So muss man als Sicherer viel weniger Kraft aufwenden als wenn man das Seil einfach nur umlenken würde. Vielleicht findet dein Romanheld ja ein solches Geländer in der Nähe.

Beim Umlenken um einen Baum (20 cm Durchmesser) wird es wahrscheinlich sehr schwer, bei 15 jährigen normalgewichtigen oder gar schmächtigen Kids, dass das Seil überhaupt daran entlang rutscht. Baumrinde ist sehr rauh und ich glaube, da müsste man mit dem Umlenkwinkel weit unter 90° gehen, dass das zu rutschen anfängt. Ich habe diese Technik schon über Felsköpfe gemacht und muss sagen, dass hier wirklich sehr viel Reibung (und Abnutzung) auf das Seil wirkt.

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Slalomski sind kürzere, drehfreudige Ski, etwas sportlicher als Funcarver, aber nicht so laufruhig wie Racecarver. Sie kommen aus dem Slalomsport, also der Race-Disziplin mit den kleinsten Kurvenradien. Sie sind also eigentlich optimal zum Carven bei mittleren Geschwindigkeiten.

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Ja, schonmal gemacht. Die Nockspitze bei Innsbruck ist ein beliebter Ort dafür, aber man kann das an vielen Bergen machen. Wichtig ist, dass in Richtung des Sonnenaufgangs gute Sicht ist. Die Richtung des Sonnenaufgangs variiert im Jahresverlauf. Man muss halt im Vorfeld ein paar Sachen beachten. Ganz wichtig beim Aufstieg in der Nacht ist, dass man sich orientieren kann. Entweder kann man gut mit GPS, Karte und Kompass umgehen oder man kennt den Berg schon von Besteigungen bei Tageslicht (oder am besten beides). Dann muss man natürlich auch sehr sicher laufen können, weil man erstens im Kegel der Stirnlampen nicht so viel sieht wie bei Tageslicht und man deshalb ganz besonders hingucken muss, wo man hintritt, zweitens kann man auch nicht so schnell gerettet werden, wenn man einen Unfall hat, weil die meisten Rettungshubschrauber bei Nacht nicht fliegen können (klar, auf Rettungshelis sollte man sich eh nicht verlassen. Eine Bergrettung dauert meistens mehrere Stunden und ist auch für die Patienten kein Spaß, also lieber immer safe unterwegs sein!).

Das ist eine sehr schöne Erfahrung. Ich bin sehr oft an höheren Bergen sowieso vor Sonnenaufgang schon unterwegs, weil z.B. die Spaltensturzgefahr auf einem Gletscher vormittags geringer ist, beim Skibergsteigen die Schneequalität zu einer bestimmten Tageszeit am besten für die Abfahrt ist oder einfach der Aufstieg sehr lang ist. Es ist nicht unüblich, dass man in den Westalpen um 4 Uhr in der Früh schon die Hütte in Richtung Gipfel verlässt. Kurz vor Sonnenaufgang ist normalerweise der kälteste Moment im Tagesverlauf, vor allem in klaren Nächten. Du merkst sofort, wenn die ersten Strahlen anfangen, dich zu wärmen. In der Morgendämmerung zeigen sich immer mehr Details deines Wegverlaufs und deines Tagesziels. Du schaust irgendwann zurück und realiserst überrascht, wie weit du schon gekommen bist. Ab und zu kann man auch Tiere beobachten. Generell sollte man hierbei aber vorsichtig sein, dass man die Tiere nicht unnötig aufschreckt und lieber sehr weit Abstand von Bereichen halten, von denen man weiß, dass dort geschützte Tiere (z.B. Rauhfußhühner) leben.

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Meine Freundin hat neulich von ihrer Diplomarbeits-Kollegin eine Sternenkarte von ihrem Kennenlerntag als Poster bekommen. Google nach "Sternenhimmel poster personalisiert", das sollte etwa 20 € kosten.

Günstige und teilweise ganz nette Ideen findest du auch auf astromedia.de

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Beim waagerechten Wurf hast du zwei Komponenten:

Die Vorwärtsbewegung ist gegeben durch die Abwurfgeschwindigkeit. In diesem Fall sind keine weiteren Angaben gemacht und du nimmst am besten an, dass die Absprunggeschwindigkeit nicht im Fahrtwind abnimmt. Somit kannst du relativ leicht ermitteln, wie weit der Skispringer bei 90 km/h Geschwindigkeit in 2,4 Sekunden kommt.

Die Vertikalbewegung ist ein wenig komplizierter. Hier musst du überlegen, was überhaupt dafür sorgt, dass der Skispringer eine Vertikalbewegung macht. Tipp: Es handelt sich um eine Kraft, die auf seine Masse beschleunigend wirkt. Diese Beschleunigung ist unabhängig davon, ob es sich um einen Skispringer oder einen Ball handelt und kann gegoogelt werden. Mit dieser Beschleunigung und der gegebenen Zeit kannst du sowohl die senkrechten Wege als auch den Vertikalanteil der Aufsetzgeschwindigkeit berechnen. Dafür würde ich mich in der Formelsammlung im Kapitel "Beschleunigung" mal genauer umschauen.

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Das ist generell richtig: Tourenski haben in der Regel deutlich weniger Camber als bspw. Pistencarver. Teilweise verkehrt sich das sogar noch ins Gegenteil, nämlich dass Freeride-Ski eine Rocker-Geometrie haben, d.h. eine "negative" Vorspannung besitzen. Das bedeutet, die Skispitze will nicht in den Schnee ein- sondern aus dem Schnee auftauchen. Mit den entsprechenden Vorteilen für das freie Gelände.

Generell kann ein Rocker Vorteile auf der Piste bieten, bspw. kriegst du vor allem bei langsamen Kurvenfahrten effektiv mehr Kante in den Schnee. Bei höheren Geschwindigkeiten und der Geradeausfahrt kann der Ski aber ein bisschen schneller instabil werden (flattern).

Beim Fell gibt es zwei Haupt-Varianten: Vakuumfelle oder Klebefelle. Im Fall von Klebern empfiehlt es sich tatsächlich, eine Folie dazwischenzutun. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn man das Fell einfach so zusammenfaltet. Ich krieg' schon die Krise, wenn meine Felle an einer kleinen Stelle zusammenkleben, weil die wirklich gut kleben... Vakuumfelle sind da etwas anders, ich habe persönlich keine Erfahrung damit. Eine knappe Mehrheit der Leute, die ich kenne, rät von Vakuumfellen ab. Der Rest ist nicht abgeneigt.

Der Seitenhalt des Fells kommt im Wesentlichen von der Haftwirkung des Klebers / der Vakuumfläche. Ist diese zu schlecht, solltest du darüber nachdenken, den Fellkleber zu erneuern oder die Vakuumflächen (auch am Ski) zu reinigen. Die Klammer hinten wird beim Völkl 100 eight wohl einfach über den Ski geklemmt. Hier ist vielleicht eine kleine Kerbe für die Klammer, dass sie nicht seitlich wegrutschen kann. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Länge des Fells von Klammer zu Klammer gut an die Skilänge anzupassen. Bei den ersten paar Touren kann ich mir vorstellen, dass sich das Fell noch ein bisschen durch den Zug längt, sodass du von Zeit zu Zeit die Länge nachstellen solltest (normalerweise kannst du die Position der Klammer auf einem Kunststoffband ein wenig einstellen können)

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Nein

Ob ein Mensch intelligent ist oder nicht, zeigt sich nicht durch die beschriebenen Verhaltensweisen. Bei deiner Beschreibung steht ein ganzheitlicher Charakter im Fokus, die Intelligenz ist jedoch nur eine von vielen Eigenschaften, die einen Menschen so oder anders handeln lässt. Daher muss ich deine Frage mit "nein" beantworten.

Auch bei den weiteren Fragen sehe ich Klärungsbedarf: Es gilt zu unterscheiden zwischen Klugheit und Intelligenz, beides in den gleichen Topf zu werfen ist zu kurz gedacht und verursacht womöglich volkswirtschaftliche Schäden, bzw. versaut Einzelschicksale. Jemand, der intelligent ist, ist nicht automatisch klug, hat aber viel Potential dazu, es zu werden und damit der Gesellschaft gutes zu tun, Anerkennung zu bekommen und sich dadurch auch selbst gut zu fühlen. Wenn die Gesellschaft jedoch a priori davon ausgeht, dass jemand, der intelligent ist, automatisch eine Klugheit entwickelt und dadurch sowieso auf sich aufmerksam macht, ist das falsch und kann Leute sehr unglücklich machen. Identifikation und Förderung sind die Schlüssel dazu, intelligente Leute klug zu machen. Andererseits ist es auch sehr starken ideologischen Moden unterworfen, was jemand für klug hält. Ist es nicht klug, katholischer Mönch zu werden? Vor 400 Jahren war das das höchste der Gefühle für begabte Kinder aus einfachen Verhältnissen.

Das mit der Vererbung ist ein weiteres komplexes Thema. Intelligenz ist generell einmal ins Erbgut hineingeschrieben. Das heißt, unsere gesamte (100%) Intelligenz fußt auf irgendwelchen physiologischen Prozessen, die bereits feststanden, bevor wir geboren wurden. Die Anteile (50%/50% oder 60%/40% oder was auch immer man als Quelle gerade heranziehen mag) gelten für die Intelligenzunterschiede. Man darf ja nicht vergessen, dass die Menschheit intellektuell eigentlich ziemlich einförmig ist. Viele Tierarten, die wir für sehr intelligent halten, vergleichen wir ja "durchschnittlich" mit Menschen im dritten, vierten oder fünften Lebensjahr. Selbst ein geistig behinderter Mensch verlässt diesen Status nach der alten Binet-Methode in einem Alter von sieben (Binet-IQ von 70) bis zehn (Binet-IQ von 50) Jahren (hierbei sei erwähnt, dass die Binet-Methode bereits seit längerem veraltet ist, aber so hat das damals mit dem IQ angefangen, von daher sehe ich es nicht ungerechtfertigt, diesen Vergleich heranzuziehen). Folglich sind unsere Intelligenzunterschiede von Mensch zu Mensch sehr klein, beruhen aber auf hunderten von Genen, die bei allen Prozessen, die bis zur Befruchtung passieren, sehr zufällig zusammengewürfelt werden. Ein genetisches Phänomen ist nicht immer gleich "halbe halbe von Mama und Papa" vererbt sondern unterliegt wie bei der Intelligenz sehr starken statistischen Effekten, beispielsweise der "Regression zur Mitte". Hinzu kommt eine Funktion in unserer Entwicklung, die sich "Epigenetik" nennt: Wie wir wissen, werden viele Informationen auf unserem Erbgut von vornherein gar nicht gelesen und physiologisch umgesetzt. Manchmal führen aber Umwelteinflüsse dazu, dass die Umsetzung mancher Informationen überhaupt erst getriggert wird. Das heißt, die Umwelt muss nicht ausschließlich einen direkten Einfluss auf die kristalline Intelligenz haben sondern kann auch über den Umweg der Epigenetik die fluide Intelligenz beeinflussen. Wir haben also nicht nur einen komplexen Sachverhalt sondern auch eine relativ schmale Bandbreite, die uns nicht dazu verleiten darf, diesen Sachverhalt überzuinterpretieren. Jemanden, der einen sehr hohen IQ hat, ist nicht um Weiten intelligenter als der Durchschnitt sondern einfach relativ selten.

Viele solcher Fehlinterpretationen führen dazu, dass Intelligenz gleichzeitig über- und unterschätzt wird und einen ausgeglichenen Umgang damit sehr schwierig.

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Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du den "Normalsterblichen" als jemanden betrachtest, der keine dezidierten Bergschuhe an hat und allenfalls mit einer Schneehose und einer dicken Jacke vom Schlittenfahren daherkommt.

Hier hast du diverse (Seil-) Bahnen zur Verfügung. Die höchste Luftseilbahn Europas geht zum Klein Matterhorn auf 3820 m Höhe. Die höchste Eisenbahn Europas führt aufs Jungfraujoch auf 3454 m. Beide liegen in der Schweiz.

Andere interessante Seilbahnen findest du in Chamonix (Aiguille du Midi, 3777 m) oder auch im Saastal (Mittelallalin, 3454 m).

Bei all diesen Seilbahnen dürfte man die Höhe schon durch Kurzatmigkeit merken und ggf. auch Kopfweh und/oder Übelkeit erleiden. Das sind die normalen ersten Symptome einer Höhenkrankheit, sollten nicht unterschätzt werden und lassen sich vermeiden, indem man sich im Vorfeld für ein paar Tage "einwandert" auf Höhen um die 2500 m, idealerweise auch etwas höher.

Was richtige Wanderungen / Besteigungen angeht, ist das total schwierig zu sagen, da sehr viel "Normalsterblichkeit" von den persönlichen Faktoren wie Physis und Psyche abhängt. Es gibt aber einige 3000er, die ohne besondere Ausrüstung wie Bergschuhe, Steigeisen oder Seiltechnik, aber mit der entsprechenden physischen und moralischen Konstitution möglich sind. Man darf aber keinesfalls davon ausgehen, dass ein "leichter" 3000er leichter sei als "sehr schwierige" Wege im Schwarzwald, im Harz oder im Fichtelgebirge. Vor drei Jahren habe ich mich auch schon auf einem ausrüstungstechnisch normalerweise leichten 3000er, der Verpeilspitze, nach einer Kaltfront im Hochsommer durch knietiefen Schnee gewühlt. mit Rutschgefahr und Orientierungsschwierigkeiten (weil sämtliche Markierungen unter der Schneedecke waren und wir die ersten und einzigen waren, die an diesem Tag hoch sind). Wer da nicht gewaltige Kompetenz- und Ausdauerreserven hat, sollte sich unbedingt einen Bergführer nehmen.

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Generell ist es äußerst schwierig, einen Intelligenztest von der Krankenkasse finanzieren zu lassen. Gesetzliche zahlen zwar, wie man immer wieder hört, so einen hahnebüchenen Schwachsinn wie Globuli, einen IQ-Test in der Regel jedoch nicht.

Ansonsten ist das Vorgehen ziemlich straightforward: Du suchst eine auf Begabungsdiagnostik spezialisierte psychologische Praxis heraus und meldest dich da. Kannst dir ja auch gleich schonmal ein Angebot machen lassen, wenn es nur um den Test geht. Mehrere 100 € dürftest du dafür investieren müssen.

Es gibt auch eine billigere Alternative im Gruppentest beim Hochbegabtenverein Mensa. Wenn dein Umfeld eh schon von einer Hochbegabung spricht, könnte dieser Test eine Option sein. Wenn die Ausgangslage eher eine durchschnittliche Intelligenz wäre, würde der Mensa-Test keine ganz so belastbaren Ergebnisse bringen, weil er bei der Schwelle zur Hochbegabung maximal scharf misst. Aber für deine Fragestellung sollte dieser Test zunächst ausreichen. Wäre halt ein Gruppen- und kein Einzeltest, dafür aber deutlich billiger.

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Ist nicht mehr möglich (nennt gerne Gründe!)

Ich gehe mal davon aus, dass du mit "Skifahrerin" meinst, an professionellen Rennen teilzunehmen. Da ist die Konkurrenz, die in deinem Alter bereits auf echt gutem Niveau fährt, viel zu groß. Würdest du jetzt einsteigen, hättest du einen Rückstand von Jahren, den man nicht so einfach aufholt. Und je schneller du diesen Rückstand aufzuholen versuchst, desto höher wird das Risiko, dass du dir ernsthafte Verletzungen zufügst.

Es gibt durchaus andere Professionen im Skisport, auf die du dich auch in deinem Alter noch vorbereiten kannst. Skilehrer oder Berg- und Skiführer. Man kann sich auch als Soldat bei den Gebirgsjägern bewerben. Während du als Skilehrer- oder Bergführeranwärterin schon einiges an Können mitbringen musst, kann es sogar sein, dass die Gebirgsjäger vieles auch noch auf einem niedrigeren Niveau lernen, weil die nicht davon ausgehen, dass man schon perfekt skifahren kann.

Ich persönlich wurde im Skiclub einige Jahre auf Skilehrer ausgebildet und war Anwärter, bevor ich im Studium nicht mehr die Zeit dafür aufwenden konnte (zwei, drei Saisons mit 20-30 Skitagen im Jahr sollte man schon schaffen, bevor man sich zur Prüfung anmeldet). Nach dem Studium habe ich angefangen, mich auf die Winterrettungsprüfung der Bergwacht vorzubereiten, die ist aber jetzt einmal wegen Versäumnissen unserer Bereitschaftsleitung und einmal wegen Corona ausgefallen... Ansonsten fahre ich halt zum Spaß und bin damit ohne Druck zufrieden.

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Man könnte sich ein adäquates soziales Umfeld schaffen. Durch ein Studium, Vereine mit intellektuell anspruchsvollen Zwecken (Sternwarte, Schachclub, High-IQ-Societies) sowie über die Arbeit (Promotion anstatt Industrie, Teilnahme an wissenschaftlichen Forschungsprojekten, etc.). Wenn man Grund zu der Annahme hat, ein Genie zu sein, dann sollte die Aufnahme in solche Gruppen keinerlei Schwierigkeiten bereiten. Mir ist es ja auch gelungen und ich bin kein Genie.

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Ja klar. In Deutschland zum Beispiel haben 30 % der Leute einen Bachelor-, Master-, Diplom- oder Doktorabschluss. Im OECD-Schnitt sind dies sogar 37 % (Stand 2019). Mit einem IQ von 129 gehört man zu den intelligentesten 3 % einer Vergleichsgruppe (bspw. Land). Folglich sollte das Studium auch bei einem niedrigeren IQ noch kein Problem sein. Wenn du dein volles intellektuelles Potential ausschöpfen könntest, könntest du dieser Statistik nach im Bachelor sogar zu den top 10% deines Jahrgangs gehören.

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