Sprachliche/Stilistische Mittel?

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2 Antworten

Die Parabel ,,Der Nachbar" von Franz Kafka, im Jahre 1917 erschienen handelt von Vorurteilen eines Ich-Erzählers gegenüber seinem Nachbarn. Der Ich-Erzähler führt sein eigenes kleines Geschäft, auf welches er stolz ist. Doch eines Tages mietet ein Mann, namens Harras, die Nebenwohnung und macht ein ,,ähnliches Geschäft" auf, und löst somit beim Ich-Erzähler Unzufriedenheit aus, da dieser zu lange gezögert hatte die Wohnung selbst zu mieten. Von da an sieht der Ich-Erzähler den Neuen als seinen Konkurrenten und stellt lauter unbegründete Vorurteile auf und zieht übereilte Schlüsse über einen Mann, den er kaum kennt, sondern nur flüchtig begegnet. Es lässt sich die Deutungshypothese aufstellen, dass der Autor die Menschen darauf hinweisen will keine Vorurteile aufzustellen über Menschen, die man nicht kennt, und, dass man ihnen keine Eigenschaften zuweisen sollte, da diese meist nicht der Realität entsprechen. Schon der Titel führt den Leser auf eine falsche Spur. Unter Nachbarn versteht man meistens Personen, welche nicht fremd sind aber auch keine Freunde, sondern einfach hilfsbereite Menschen von neben an mit denen man gerne Informationen austauscht. Jedoch ist das Verhältnis des Ich-Erzählers und des Nachbarn von Anfang an gestört. Die Wiederholung in Zeile 5 (,,Ich klage nicht, ich klage nicht.") vermittelt den Eindruck, dass der Geschäftsführer mit sich und seinem Geschäft zufrieden ist. Jedoch wird dann in den nächsten Zeilen klar, dass die ,,heile Welt" des Ich-Erzählers zerstört wird. Die Unzufriedenheit und Eifersucht des Ich-Erzählers gegenüber Harras wird ausgelöst, als dieser die Nebenwohnung mietet und auch ein selbstständiges Geschäft eröffnet. Der Ich-Erzähler tretet mit dem Nachbar nicht persönlich in Kontakt, sondern zieht Erkundigungen ein( ..es sei ein Geschäft ähnlich dem meinigen. z 14f. ). Dadurch, dass der Nachbar selbst mit dem Ich-Erzähler nicht redet, sondern die Anonymität bewahrt, kommt dies dem personalen Erzähler verdächtig vor und er bekommt es mit der Angst zu tun. In Zeile 22f. vergleicht er den Neuen mit einer Ratte, einem hinterhältigen aber doch recht geschicktem und intelligentem Tier. dadurch wird die Abneigung gegenüber dem Nachbar verdeutlicht und auch die Angst vor dessen Absichten. Der Ich-Erzähler glaubt, dass der Neue ,,unehrlich" ist und böse Absichten verfolgt. Somit hat der Ich-Erzähler Angst um seine Existenz als Geschäftsmann und sieht den Nachbar als einen bösen Konkurrenten, der ihn ausschalten will( ...ist er vielleicht schon daran, mir entgegenzuarbeiten. z 45f.). Der personale Erzähler steigert sich in seiner Unwissenheit immer mehr in Vorurteile herein, und seine Gedanken, welche in einem inneren Monolog geschildert werden, grenzen sehr stark an Wahnsinn bzw. Paranoia (vgl z 36-42). Er gibt Harras die Schuld an der Unsicherheit in seinen geschäftlichen Entscheidungen (,,Natürlich werden dadurch meine geschäftlichen Entscheidungen unsicher.. z 35f.). In der Parabel gibt es keinen Konflikt zwischen zwei Individuen, es scheint eher als führe der Ich-Erzähler einen Konflikt mit sich selbst. Er ist aufgebracht und schon fast besessen von der Idee, dass das Geschäft seines Nachbars erfolgreicher sein könnte. Seine Gedanken kreisen praktisch nur um das eine Thema: der Nachbar. Meine Deutungshypothese sehe ich bestätigt, da der personale Erzähler von Anfang an Vorurteile gegenüber seinem Nachbar hat und ihm Eigenschaften zuschreibt (hinterhältig) ohne den Mann persönlich zu kennen. Ich mag diese Parabel, weil sie eine Lehre enthält, welche besagt, dass man sich von Menschen kein Bildnis machen sollte ohne sie zu kennen. Hier ist eine finde ich ziemlich gute Analyse von mir geschrieben

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  1. In Franz Kafkas Erzählung "Der Nachbar" wird der Verfall des Selbstwertgefühls eines Menschen geschildert. Der Auslöser für diesen Abstieg ist eine Veränderung im persönlichen Umfeld dieser Person.

  2. Der Titel "Der Nachbar" grenzt die Thematik des Werkes ein und bietet Spielraum für Spekulationen.

  3. Als Perspektive der Erzählform wurde der "Ich-Erzählers" gewählt. Der "Ich-Erzähler" formuliert seine Erkenntnisse in Form eines Berichtes. Daraus resultiert, dass der Bericht auch "ausschnittweise" erbracht werden kann

  4. Ab der 6. Zeile ist ein schlagartiger Umschwung zu verzeichnen. Von anfänglicher Unruhe bzw. Nervosit�t steigert sich die Handlung bis zur Depression am Ende.

  5. Kafka schrieb die Erzählung ohne Zeitangabe. Daraus entwickelt sich eine Zeitlosigkeit. Doch gerade diese Zeitlosigkeit ermöglicht es, die Erzählung in die Gegenwart zu übertragen.

  6. Eine Parabel ist eine Geschichte.......die abschliessend eine Lehre ertwilt!!!

7. Ansonsten findest du in diesem Link weitere Antworten auf deine Frage: http://www.hoegy.de/wiki2/index.php/FranzKafka/DerNachbar

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Kommentar von naddel12345
03.10.2011, 12:37

Ich meine mit sprachlichen Mitteln etwas wie Inversion, Wiederholung, Entgegenstellung, Ellipse ect.

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