Lichschutzfaktor 25 oder 50?

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3 Antworten

Hi,

der LSF verlängert die Eigenschutzzeit unserer Haut um den angegebenen Faktor.

Die chemischen und/oder physikalischen Filterstubstanzen in der Sonnencreme verringern die UV-Belastung und verlängern somit die Eigenschutzzeit der Haut.

Die Eigenschutzzeit ist der Zeitraum, den man ungeschützt (ohne Creme, ohne Kleidung) in der Sonne verweilen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Je nach der Grundausstattung unsere Haut mit braunem Pigment und ihrer Fähigkeit bei Bedarf zusätzliches Pigment zu bilden, haben wir individuell unterschiedliche Eigenschutzzeiten. Dunklere Hauttypen können sich besser vor der schädlichen UV-Strahlen schützen als hellere Hauttypen.

Um zu wissen, wie lange die individuelle Eigenschutzzeit ist, muss man seinen Hauttyp bestimmen. Dazu beantwortet man lediglich 10 Fragen zur Pigmentierung der Haut, der Augen, der Haare und zu den bisherigen Erfahrungen mit der Sonne, wie z. B. hier:

http://www.my-uv.de/so-bestimmen-sie-ihren-hauttyp/

Der Hauttyp ist ein Maß für die UV-Empfindlichkeit der Haut. Aus der unterschiedlichen Empfindlichkeit ergibt sich die Eigenschutzzeit.

Beispiel-Rechnung:

Eine Person mit Hauttyp III hat eine Eigenschutzzeit von ca. 3o Minuten. Das bedeutet: Bleibt sie länger als 30 Minuten in der Sonne, wird sie einen Sonnenbrand erleiden. Möchte sie sich länger in der Sonne aufhalten, kann sie mit Hilfe einer Sonnencreme die Eigenschutzzeit um den angegebenen LSF verlängern.

Verwendet sie eine Sonnencreme mit LSF 10, kann sie 10 x 30 Minuten = 300 Minuten bzw. 5 Stunden in der Sonne verweilen, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Dies gilt allerdings nur unter folgenden Voraussetzungen:

Dass man bei der Hauttypbestimmung keinen Fehler gemacht hat.

  • Dass der lokale UV-Index (ein Maß für die UV-Intensität der Sonnenstrahlung) nicht höher als 8 ist. Ist der UVI höher z. B. am Meer oder am Gletscher ziehen Sie von der erlaubten Zeit zur Sicherheit 40 % ab.

Dass die Sonnencreme in

 

AUSREICHENDER MENGE

 

(3 - 4 Esslöffel/Erwachsenem) und an

 

ALLEN

 

besonnten Körperstellen aufgetragen wird.

Achtung:

  • Die Zeitrechnung beginnt mit der Besonnung.
  • Die Schutzzeit gilt nur für EINE Besonnung innerhalb 24h.   Durch mehrmaliges Auftragen von Sonnencreme kann sie nicht verlängert werden. Nichtsdestotrotz sollte man mehrfach nachcremen, um den Schutz zu erhalten.
  • Diese Regeln gelten nur für Erwachsene, deren körpereigene Schutzmechanismen schon voll ausgeprägt sind. Kinderhaut ist sehr empfindlich; sie gilt generell als HT I oder HT II und sollte durch Sonnencreme und/oder entsprechende Kleidung geschützt werden. Kinder sollte mit LSF 25 oder höher eingecremt werden. Kinder gehören im Sommer oder/und südlichen Breitengraden mittags in den Schatten!
  • Hautärzte empfehlen zur Schonung der Haut und zum Ausgleich der lokalen Unwägbarkeiten  der UV-Intensität wie z. B. reflektierenden Flächen, die Eigenschutzzeiten nur zu 60 % auszunutzen! In unserem Beispiel wären dies 180 Minuten bzw. 3 Stunden.

    Die allgemeine Formel zum Rechnen mit der LSF lautet:

    EIGENSCHUTZZEIT X LSF = möglicher Besonnungszeitraum ohne einen Sonnenbrand zu erleiden.

    Sie möchten eine bestimmte Zeit in der Sonne bleiben und suchen den dazu passenden Lichtschutzfaktor? Dann stellen Sie die Formel um.

    Beispiel-Rechnung:

    Sie sind Hauttyp III und möchten die nächsten 4 Stunden auf Ihrem Balkon bräunen. Welchen LSF sollte Ihr Sonnencreme mindestens aufweisen?

    Die Formel lautet:

    LSF = Zeitraum der Besonnung/Eigenschutzzeit

    D. h. 4 Stunden Besonnung entspricht 240 Minuten. Dividiert durch die Eigenschutzzeit für Hauttyp III (30 Minuten) erhält man einen Wert für den LSF von 8. Die Sonnencreme sollte also mindestens den LSF von 8 aufweisen.

    Bitte beachten Sie:

    Sowohl der LSF, als auch die Eigenschutzzeit beziehen sich NUR auf den Schutz vor Sonnenbrand!

    Der LSF bezieht sich NUR auf den Schutz vor UV-B Strahlen, den Hauptauslösern des Sonnenbrandes.

    Der LSF sagt nichts darüber aus, ob die Sonnencreme auch vor den UV-A Strahlen schützt, welche die Hautalterung beschleunigen. Zum UV-A Schutz von Sonnencreme lesen Sie hier.

    Der LSF macht keine Angaben zum Schutz vor Hautkrebs. Die Filtersubstanzen in der Sonnencreme halten wohl  Anteile der UV-Strahlung von der Haut fern. Man geht davon aus, dass sie deshalb auch vor Hautkrebs schützen.  Aber kein Sonnencreme-Hersteller wird sich mit Zahlen festlegen, wie hoch der Schutz vor den verschiedenen Arten von Hautkrebs ist.

  • Mehr Infos zum  risikoarmen Bräunen finden Sie unter www.my-uv.de
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Lichtschutzfaktor 50 bietet einen deutlich höheren Schutz wie 25. Mit dem Faktor 50 kannst Du also (deutlich ?) länger in der Sonne bleiben, ohne dass Du einen Sonnenbrand bekommst. 

Die höheren Lichtschutzfaktoren sind in der Regel für Menschen konzipiert, die tendenziell schneller einen Sonnenbrand bekommen wie andere, weil sie zum Beispiel eine helle Haut haben. Dennoch kann eigentlich prinzipiell jeder auch einen höheren Lichtschutzfaktor nehmen.

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Kommt auf dein Hauttyp an... aber im Prinzip egal... die Sonne an der Reviera is brutal...

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Kommentar von Tahir1986
27.07.2016, 20:20

nochmal etwas genauer.. Durch den Lichtschutzfaktor (LSF, englisch: Sun Protection Factor, SPF) wird angegeben, wie viel länger man sich bei Verwendung des entsprechenden Produktes in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Je nach Hauttyp unterscheidet sich die Eigenschutzzeit der Haut erheblich. Die Eigenschutzzeit liegt zwischen 3 Minuten für sehr helle und 90 Minuten für schwarze Haut. Die Basis für diese Werte der Eigenschutzzeit ist eine Messung in Mitteleuropa im Sommer in der Mittagszeit. Die Eigenschutzzeit kann durch vorbräunen erhöht werden.

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