Ist das Gedicht "Der Bauer an seinen durchlauchtigen Tyrannen" in Prosa geschrieben, wenn ja, warum?

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1 Antwort

Das ist nicht Prosa, sondern ein sehr strenger Rhythmus mit ganz bestimmten Verslängen,  aber reimlos. 

Lies es laut, dann merkst du den Rhythmus:

Wer bist du, Fürst, daß ohne Scheu
Zerrollen mich dein Wagenrad,
Zerschlagen darf dein Roß?

Wer bist du, Fürst, daß in mein Fleisch
Dein Freund, dein Jagdhund, ungebleut
Darf Klau'und Rachen hau'n?

Wer bist du, daß, durch Saat und Forst,
Das Hurra deiner Jagd mich treibt,
Entatmet, wie das Wild? –

usw.

Es steht jedem Dichter frei, ob oder wann  er in seinem Schaffen auch den Reim verwenden will!

Andererseits ist beileibe nicht alles, was sich reimt, auch ein Gedicht (a be bu und drauß bist du ...; 1,2,3,4,5,6,7, eine alte Frau kocht Rüben...)

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