Indogermanische Sprachen

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Die Bezeichnung "Indogermanische Sprachen" impliziert, dass der Ursprung aller Sprachen, die in Europa gesprochen werden, die germanischen Sprachen sind. Da das aber nicht so ist, spricht man heute von "Indoeuropäischen Sprachen". Dazu gehören 3 große Gruppen: 1. die germanischen Sprachen wie Deutsch, Englisch, alle skandinavischen Sprachen, Niederländisch, Isländisch, Schweizerisch, 2. die romanischen Sprachen wie Italienisch, Spanisch, Räteromanisch in der Schweiz, Rumänisch, Französisch, 3. die slawischen Sprachen wie Polnisch, Tschechisch, sorbisch, slowakisch, alle Sprachen des ehemaligen Jugoslawiens, Russisch.

Die vierte Gruppe in Europa bilden die Finno-ugrischen Sprachen wie Ungarisch und Finnisch. Das sind keine indoeuropäischen Sprachen, da sie ihren Ursprung in Asien haben. Dass beide Sprachen trotz der großen Entfernung beider Länder zueinander sehr viel Gemeinsames in ihren Sprachen haben, liegt daran, dass sich asiatische Völker bei ihrem Auszug in den Westen irgendwo geteilt haben müssen und ein Teil nach Norden, der andere nach Süden gezogen ist.

Griechisch,Albanisch, Baskisch z. B. gehören in keine dieser Gruppen.

In allen 3 Gruppen der indoeuropäischen Sprachen findet man Gemeinsamkeiten, die auf den Einfluss der "toten" lateinischen Sprache zurückzuführen ist.

Wenn man sich intensiver mit den europäischen Sprachen befasst, erkennt man, dass jede Sprache die Elemente anderer Sprachen der indoeuropäischen Sprachgruppe aufweist.

Es gäbe noch sehr viel dazu zu sagen, aber vielleicht reicht das erst einmal. Gruß mable

Bei den slawischen Sprachen habe ich Bulgarisch vergessen zu erwähnen.

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