Heißrotte anlegen

2 Antworten

Also, der biologische Abbau scheint bei Deinem Kompost ja zu klappen, wenn aus Laub, Baumschnitt und Küchenabfällen schon nach einem Jahr nur so etwas Feinkrümeliges wie "Sand" übrigbleibt. (Ist natürlich kein Sand, sondern eben Kompost. Sand ist feinkörniges mineralisches Gestein - wo soll das im Kompost herkommen? Kompost sind hochkomplexe organische und mineralorganische Verbindungen, und die Farbe ist doch bestimmt nicht sandgelb, sondern schwarz, oder?)

Ein Jahr Abbauzeit ist bei Deinem sehr einseitigen Kompostiergut auch nicht ungewöhnlich lange. Vor allem Laub von Eichen und Buchen braucht ewig.

Ein Abbau in nur sechs Wochen gelingt nur bei idealem Kompostiergut (also z.B. auch Beimischung von Grasschnitt) und idealen Bedingungen hinsichtlich Feuchte und Sauerstoff. Bei diesen Idealbedingungen wird die Rotte durch die Abbauaktivität der Mikroorganismen automatisch heiß.

Das Kompostiergut kannst Du nicht ändern. Was Du verbessern kannst: Setze den Haufen regelmäßig um oder grabe ihn um. Wichtig ist, dass Luft drankommt und dabei automatisch auch die Feuchte reguliert wird, ansonsten kann es passieren, dass Du entweder zu trockene Bereiche bekommst (vor allem bei schwerkompostierbarem Material wie z.B. Eichen- oder Buchenlaub), oder bei zu feuchtem Gut bilden sich anaerobe Bereiche, d.h. das Zeugs fault, matscht und stinkt.

Danke für die tolle antwort. und die heißrotte kann man nicht irgentwie anschieben? außer mit grasschnitt? der haufen ist fast 2 m² groß, das umzusetzen ist richtig arbeit :-(

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