Erklärung zu bild von Escher

...komplette Frage anzeigen zeichnende Hand - (Kunst, Prüfung, m.c. escher)

1 Antwort

die zeichenfläche enthält jeweils an der manschette eine strichzeichnung, die deutlich als flache zeichnung zu erkennen ist. sobald jedoch die hand aus dem hemd herausschaut, wird sie dreidimensional gezeichnet durch deutliche modulation und schatten. bei der modulation wird das nahe hell und das ferne dunkler gezeichnet, so dass der eindruck der dreidimensionalität entsteht. denn unser auge nimmt bei objekten in der nähe mehr reflektiertes licht wahr als bei formen, die sich vom auge entfernen. an er stelle, wo die zeihnende hand den zeichenstift hält, ist die hand völlig plastisch moduliert und wirft zusammen mit dem eichenstift ihren schatten auf die fläche, auf der nur die flache strichzeichnung der manschette gezeichnet ist. die optische täuschung kommt also durch die zunehmende modulation samt gezeichnetem schatten zustande. das flache der zeichenfläche wird neben der unmodulierten strichzeichnung der manschetten noch verstärkt durch die zeißzwecken oder nägel, die die zeichenfläche auf die unterlage heften. und dadurch, dass die zeichenfläche nicht bis zum rand geht, sondern kleiner ist als das gesamte bild und schräg in das format eingefügt ist. dadurch wird eindeutig klar, dass die beiden gezeichneten hände nicht zu einem echten zeichner gehören, sondern selber nur gezeichnet sind, weil sie aus der abgeschnittenen zeichenfläche herauswachsen.

soweit das, was mir dazu einfällt. ein anderer ratgeber wird sicher noch weitere gesichtspunkte zur erklärung der optischen täuschung finden.

druckfehler zu spät gemerkt, können behalten werden. die hände werfen schatten nach links oben, werden also von einer gedachten lichtquelle rechts unten beleuchtet, einer lichtquelle, die sich rechts nebem dem betrachter befindet.

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perfekt dankeschön!!!! :) seeeeehr hilfreich bringt mich aufjedenfall weiter

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@DreamerKing

noch ein weiterer effekt macht die hände plastisch: die manschetten sind innerhalb der zeichenfläche, die hände aber werden nicht nur plastisch moduliert, sondern ragen auch über die ränder der zeichenfläche hinaus. also können sie nicht nur auf die zeichenfläche gemalt sein, sondern müssen "echt" und lebendig sein. schließlich halten sie ja auch den stift, der auf der fläche das hemd malt. die überschneidung der ränder ist ein weiteres stilmittel, um etwas plastisch erscheinen zu lassen.

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