Derealisation Depersonalisation Tipps?

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3 Antworten

Derealisation/Depersonalisierung sind Schutzfunktionen, mit denen sich die Psyche vor nicht aushaltbaren Situationen schützt und somit das Überleben sicher. Wenn die Ursache in einem frühen Trauma liegt, kann man das höchstens "heilen", indem man genau dieses überwindet. Aber das ist nicht immer möglich.

Man kann aber lernen, mit der Symptomatik umzugehen, was allerdings Durchhaltevermögen benötigt. Der wichtigste Schritt ist es, seinen Zustand erkennen und mit dem Verstand erfassen zu können, wenn man gerade wieder einen "Ausfall" hat. Wenn die Welt dann um einen herum verschwimmt und man alles nur noch hölzern wahrnimmt, muss man sich selbst sagen und selbst daran erinnern, das das jetzt ein Derealisationszustand ist und mit welchen Symptomen das einhergeht. Dann ist das irgendwann nicht mehr so bedrohlich, sondern ähnlich "normal" wie eine Verletzung, Kopfschmerzen, Kälte, Hunger oder körperliche Erschöpfung nach dem Sport. Also alles Empfindungen, bei denen man als Kind noch in Panik verfallen ist und geschrien hat, aber während des Erwachsenwerdens gelent hat, diese Zustände auszuhalten, Ruhe zu bewahren, sich zu überlegen, was man nun dagegen tun kann. Das heißt nicht, dass man die Gefühle bekämft, sondern sie im Gegenteil akzeptiert und einen sachlichen, überlegten Umgang damit pflegt. Man lernt praktisch, die Derealisation als einen ganz normalen Wahrnehmungszustand und Teil der eigenen Persönlichkeit zu akzeptieren und in den Alltag zu integrieren.
Gut sind einige Notfallstrategien, die man sich vorher zurechtlegt. Wenn man ungewohnte Orte betritt, kann man schon im Vorfeld schaun, ob man im Fall der Fälle an einen ruhigen Platz "fliehen" kann. Vielleicht gibt es Entspannungstechniken, auf die man gezielt zurückgreifen kann, etwa Sport, um sich vor besonderen Herausforderungen wie unbekannten Situationen aufzulockern. Oder man nimmt einen Gegenstand mit (Stofftier, Bild von einer nahestehenden Person, etc.), der einem etwas bedeutet. Man kann praktisch eine Art "sicheren und schützenden Raum" in seiner Fantasie oder in Form eines Gegenstandes mitnehmen, den man jederzeit "betreten" kann.

Langfristig würde ich dennoch schauen, ob du mit Psychotherapie das Problem bei der Ursache packen kannst. Erwarte keine Wunder, aber mit etwas Glück (der richtige Therapeut und die richtige Therapierichtung - beides muss zu einem selbst passen) kann man vielleicht das Problem auf ein Minimum reduzieren.

Ich wünsche dir gute Besserung. Es erfordert Kraft, mit wiederkehrender Derealisation auf Dauer umzugehen, aber es ist möglich und mit dem Älterwerden wird es besser.

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Kommentar von kugelgnu
23.07.2016, 16:39

Erstmal danke!!!!!

Leidest du selber an dr dp?`


denke bei mir hat es mit der angst die kontrolle zu verlieren verrückt zu werden zu tun und mit gedanken übers leben an sich wie wer bin was ist das alles usw ;D


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Die überwindest Du, indem Du Dich von Deinem Körper ablenkst. Da draußen gibt es auch noch eine Welt. Falls Du eher zurückgezogen lebst, solltest Du Dir soziale Kontakte suchen. Zudem brauchst Du viel Geduld. Diese Symptome verschwinden nicht von heute auf morgen. Bist Du in Behandlung?

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Kommentar von kugelgnu
23.07.2016, 14:54

habe dadurch agoraphobie durch angst die kontrolle zu verlieren usw... 

ne leider zzt nicht mehr da ich kaum aus dem haus gehen kann da mir dieses gefühl so angst macht und ich da ich 4 5 jahre nicht wusste was es ist die angst entwicklet habe verückt zu werden und die kontrolle zu verlieren


also meinst du aufmerksamkeit auf die umwelt richten obwohl die umwelt irgendwie befremdlich wirkt bei derealisation dadurch bekomm ich immer noch mehr angst :D


mein psychloge hat mir empfholen darauf zu achten was um mich herum passiert dinge zählen berühren usw aber wen alles fremd wirkt macht mir das nur noch mehr angst  :D


leidest du selber unter dr dp?

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Hast du es noch?

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