Analyse Ich hab' im Traum' geweinet - Heinrich Heine?

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"Ein raffiniert simples, diabolisch perfektes Gedicht! 

Dreimal ,,Ich hab im Traum geweinet", dreimal ,,Mir träumte", dreimal ,,Ich wachte auf", dreimal - kaum merklich gesteigert - ,,noch", ,,noch lange",
,,noch immer" und schließlich - in dramatischer Klimax - ,,die Träne
floß", ,,ich weinte bitterlich", ,,Strömt meine Tränenflut". 

Scheinbar konterkariert die Klimax den Anlaß der Trauer: zuerst liegt das
Mädchen ,,im Grab", dann ,,verläßt" es 'nur' das lyrische Ich, dann
,,bleibt" es ihm 'sogar' ,,gut". 

Doch als stufenweise heraufgeholte Erinnerung
an glückliche Zeiten gelesen, enthüllt die scheinbare Paradoxie
das Unglück des lyrischen Ich. 

Ein meisterhaft gebautes Gedicht."

http://www.presse.uni-augsburg.de/publikationen/unireden/unireden\_pdfs/UR\_34\_Hartmann1998\_Heine.pdf

Außerdem findest du im Netz noch jede Menge zu diesem Gedicht, wenn du "heinrich heine ich hab im traum geweinet analyse" eingibst.

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