Wieviel Brutto für eine Miete von 760 Euro?

15 Antworten

Transparenz bei den Kosten und Eigenverantwortung beim Bezahlen schützt vor Missverständnissen und Ärger!

Grundregel:

Gemeinsame Kosten werden gemeinsam beglichen

Eigene Kosten bezahlt jeder für sich

Das heißt:

Jeder zieht von seinem Netto-Einkommen die bereits bestehenden festen Ausgaben ab.

Was bei der Wohnungsmiete zu beachten ist:

Die Wohnungsmiete setzt sich aus einer Kaltmiete zzgl. einer Nebenkostenvorauszahlung zusammen.

Wichtig zu wissen:

Bei den Nebenkosten handelt es sich lediglich um eine Vorauszahlung auf die Jahresabrechnung.

Das heißt: Um so niedriger die Nebenkosten berechnet wurden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Mieter am Jahresende nachzahlen müssen.

Realistisch sind: Kaltmiete + 30% Nebenkosten

Beispiel 1: 600,- EUR Kaltmiete + 180,- Nebenkosten (30%) = 780,- Warmmiete.

Tricks der Vermieter: Niedrige Nebenkosten

Beispiel 2: 650,- EUR Kaltmiete + 130,- EUR Nebenkosten = 780,- EUR Warmmiete.

Fazit:

Obwohl die Warmmiete in beiden Fällen gleich ist, zahlt der Mieter aus Beispiel 2 übers Jahr 600,- EUR weniger an Nebenkostenvorauszahlung. Nicht selten werden diese dann in der Jahresabrechnung als Nachzahlung fällig.

Getrennte und gemeinsame Kosten:

Zu den gemeinsamen Kosten gehören z.B. Miete, Versicherungen, Internetanschluss, Renovierungskosten, Lebensmitteleinkäufe usw.

Zu den eigenen Kosten zählen z.B. Handyverträge, Fahrzeugunterhalt, Klamotten, Urlaub, usw.

Warmmiete oder Kaltmiete? Tanken ist nicht reingerechnet, genauso wie Haushaltsversicherung, Strom, ev Heizung. Bei uns gibt es da eine Faustregel die besagt, dass eine Miete maximal ein Drittel des Lohnes ausmachen sollte. Ich find das etwas überzogen, aber wie auch immer.

Ich denke mal du meinst netto (also nach Steuern) und nicht Brutto. Brutto sagt nämlich durch verschiedene Steuerklassen, Freibeträge u.a. wenig aus, wenn es um Lebenshaltungskosten geht.

In welchem Verhältnis steht ihr zueinander? So blöd es klingt, ich würde immer so rechnen, dass einer alleine die Wohnung zur Not 3 oder 4 Monate (ggf. mehr, je nach Kündigungsfrist) alleine zahlen kann.

Ich habe mich nun gerade nach 7 Jahren getrennt, wäre ich ausgezogen hätte er die Miete nicht mehr zahlen können (daher ist er gegangen).

Was ist in den 760€ denn schon enthalten? Wasser, Strom, Internet, Rundfunkbeitrag (17,5€ pro Monat pro Wohnung), ggf. Gas usw. kommen da ggf. noch zu. Dazu auch Versicherungen und was ihr sonst noch alles für die Wohnung nutzt (z.B. auch Netflix und Co.)

Außerdem habt ihr vermutlich ja noch andere laufende Kosten für Benzin, Hobbys und Co. Wie hoch diese sind könnt nur ihr Wissen.

Zudem wie wollt ihr das mit den Kosten machen? Jeder zahlt die Hälfte oder anders? Gerade bei ihr mit geringerem Gehalt wird es dann nämlich ggf. schon eng.

Wenn man nun davon ausgeht, dass ihr alles einfach zusammen schmeißt, dann habt ihr 2.881€. Die von dir aufgezählten Ausgaben (inkl. Sparen) betragen nach deinen Angaben 1.177,66 pro Monat, wobei da ja ggf. noch Ausgaben (wie z.B. der Rundfunkbeitrag, Benzin, Hobbys) fehlen. Ob das am Ende reicht könnt also nur ihr Wissen.

Mache dir doch einfach mal eine Aufstellung (egal ob am PC oder auf Papier), wo du alle Einnahmen und Ausgaben aufschriebst, die ihr habt. Da kannst du auch gucken, was ihr z.B. in den letzten 3 oder 6 Monaten für Kleidung/Schuhe ausgeben habt und dafür einen Wert ansetzen. Einfach dann die Summe ziehen und ihr seht schnell, ob es eng wird oder ob es funktioniert.

Rechnet doch mal was ihr zusammen rausbekommt.

rechnete die Miete ab, Nebenkosten nicht vergessen.

schreibt alle eure Ausgaben auf, Versicherungen, Verträge, Lebenshaltungskosten etc und schon wisst ihr, ob ihr euch die Wohnung leisten könnt

Ich verdiene 1596 Euro, Sie verdient etwa 1285 Euro raus.

Netto nehme ich an?!

Miete plus Nebenkosten. Haftpflichtversicherung, ggf. noch die Hausratversicherung.

Macht euch mal einen Haushaltsplan und rechnet auch KFZ Steuer hinzu und ARD/ ZDF Fernsehgebühren, Internet etc.

So hat man einen Überblick was tatsächlich Ende übrig bleibt.