Frage von Gylfie02, 78

Wie stand Napoleon Bonaparte zu der Revolution und den Idealen?

Brauche dringend Hilfe von euch, da ich im Internet nichts dazu finde. Und fand er die Revolution gut oder nicht? ( Wenn es geht nicht so mega lange Antworten ;) ) danke

Antwort
von DrSchmitt, 42

Gleichheit

Napoleon hatte nichts gegen die Revolution - er stammte aus dem niederen Adel, wäre die Revolution nicht gewesen, wäre er wahrscheinlich nie so weit gekommen (vor der Revolution konnten sehr hohe Adlige in die entscheidenden Positionen kommen).

Napoleon hat während seiner Regierungszeit auch alles getan, um die Gleichheit zu erhalten. Für Napoleon war der Hauptgrund der Revolution die Eitelkeit - das Bürgertum wollte genauso viel gelten wie der Adel, es wollte die
Gleichheit mit dem Adel, und deshalb war die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz DIE Errungenschaft der Revolution, noch vor der Freiheit.

Die Gleichheit ermöglichte es jedem Soldaten, bis zum General aufzusteigen, dem kleinsten Beamten Minister zu werden. Zwar hat Napoleon, um sich mit dem alten Adel zu verbünden, die Adelstitel wieder eingeführt, verteilt hat er sie aber an Bürger bescheidener Herkunft, die sich durch ihre Leistungen ausgezeichnet hatten.

Freiheit

Napoleon hatte etwas gegen die Unordnung - er sprach sich gegen die Herrschaft des Volkes aus (das Volk durfte den Kaiser zum Herrscher wählen und dann sollte es still sein), genauso hatte er Angst vor einer mächtigen Parlament das ihn kontrollieren könnte. Für Napoleon hatte die Revolution Tod und Massaker über Frankreich gebracht, für Napolen war die Freiheit gefährlich.

Napoleon ließ den Menschen ihre persönliche Freiheit - man konnte glauben was man wollte (Religionsfreiheit), man konnte im Bett machen was man wollte (Legalisierung der Homosexualität und des Inzestes), man konnte heiraten und sich wieder scheiden lassen.

Aber es gab unter Napoleon keine politische Freiheit. Napoleon zensierte die Presse sehr stark, es gab keine freien Zeitungen. Napoleons Herrschaft war eine Diktatur, daran gibt es keinen Zweifel. Insofern hat Napoleon die Menschenrechte und die Freiheit durchaus verraten.

Kommentar von Gylfie02 ,

Also fand er die Revolution gut oder?

Kommentar von DrSchmitt ,

In der Schule (ich nehme an dass das eine Schulaufgabe ist) musst du ein DIFFERENZIERTES Urteil abgeben (zumindest für die eins).

Und da sagst du: Einerseits fand er es gut, dass er dadurch aufsteigen konnte und fähige Offiziere aus allen Schichten erhielt, andererseits hatte er Angst vor dem Chaos und vor Aufständen.

Antwort
von soissesPDF, 33

Er hat sie abgelehnt, für ihn war die Revolution Anarchie, die es zu beenden galt.
Gleichwohl war er ein Kind dieser Anarchie.

Aber er war nunmal Millitär, jeder Art von Unordnung war ihm zuwieder.
Seine Karriere wurde nur in der Revolution möglich und diese trug ihn.
Er wußte um die Auslöser der Revolution und er wußte um die Feinde der Revolution.
Selbst auf seinen Feldzügen war es ihm wichtig was "Paris" sagte und was der Brotpreis machte.

Antwort
von Fairy21, 53

Er fand sie gut, auch wenn er sich hinterher selbst zum Kaiser krönte. 

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