Frage von AnnaMariaPferde, 148

Wie oft muss der Hufschmied kommen (ohne Eisen)?

Hallo, ich möchte mir ein Pferd kaufen wie oft muss der Hufschmied kommen ( ohne Eisen) Wäre nett wen ihr mir eine antwort giebt. Danke schonmal.

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 47

wenn Du stets gleichmäßig reitest, dann im Sommer öfter und im Winter weniger, weil mdie Hufe dann weniger wachsen,

 aber

jedes Roß ist anders und für meinen Isländer brauche ich z.B. die Hufbearbeitung jetzt nur noch 2-3mal im Jahr, früher, in seiner Jugend dageben alle 6 Wochen, außer im Winter

reitest Du viiel Straße, schleifen sich die Hufe oft von selbst ab, hat dein Roß weiches langsam wachsendes Horn, wird der Huf dabei ggf sogar zu kurz und Du brauchst Hufschuhe, bis sich das Horn nach ca 1 Jahr dran gewöhnt hat, hat es raschwachsendes Horn und Du hast nur Naturboden ohne Steine können 4 Wochen passend sein

usw usw usw

dazu kommt aber folgendes: läuft sich dein Pferd die Hiufe ungleichmäßig ab, ist die regelmäßig und häufige (4-6 Wochen) Hufpflege Pflicht, damit an den Beinen (Gelenken und Sehnen/Bänder) keine Folgeschäden entstehen

Du siehst: man kann's nicht verallgemeinern

und

 ein Hufkurs für Dich ist sicher sinnvoll,
damit Du Kleinigkeiten zwischendurch einigermaßen fachgerecht ausführen kannst

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 63

Ich würde keinen Schmied nehmen, sondern einen Barhufbearbeiter. Wie oft es nötig ist, entscheidet letztlich das Pferd. Zwischen acht Wochen und vier Wochen.

Ich habe eine Barhufbearbeiterin, die bei Biernath die Ausbildung gemacht hatte. Sie kommt alle vier Wochen. Zu allen Pferden, die sie macht,  das ist ihre Bedingung. Ich glaub, alle Biernathleute machen das.  Ich zahle jeweils 45 Euro, das heißt, also es kommt mich kaum billiger als ein Beschlag alle acht Wochen.

Vorher hatte ich eine Barhufbearbeiterin, nach welcher Schule weiß ich nicht, auf jedenfall aber nicht Strasser (die kommen mir nicht ans Pferd), die alle 7 Wochen kam. Das war auch in Ordnung. Aber mein Pferd ist auch ein korrekt gebauter Araber, also ein natürlicher Barfußläufer, wo man nicht allzu viele Anstrengungen unternehmen muss, damit das geht.
Als sie mit dem Beruf aufhörte, ihr Rücken hielt es nicht durch, musste ich halt jemand Neuen finden. Einen Schmied wollte ich nicht. Ich habe aber selbst mal zwei Kurse bei Biernath gemacht, fand das sehr gut,  und habe dann einfach nach Leuten gegoogelt, die bei ihm die Ausbildung abgeschlossen hatten. Und bin fündig geworden.



Kommentar von Punkgirl512 ,

Die 4 Wochen machen nicht alle Biernat-Leute. Habe selbst eine Huforthopädin dran, die kommt so alle 6 Wochen etwa. Sie macht ihre Sache aber auch unheimlich gut!

Kommentar von Aristella ,

Das macht man normalerweise abhängig vom Pferd und der Situation. Wenn ich einen Huf saniere, komm ich die ersten 2-3x nach 4 Wochen wieder, bei Extremfällen sogar alle 2 Wochen, und wenn ich dann merk dass nach 4 Wochen noch nicht wirklich was zu tun ist, schieben wir den Termin wochenweise raus. Im Falle einer handwerklich begabten Besitzerin mit 4 Pferden mit guten Hufen komm ich vielleicht 3x im Jahr vorbei und korrigiere das, was sie sich nicht traut. Klappt auch gut.

Die meisten Pferde pendeln sich nach der Anfangszeit irgendwo bei 6-8-Wochen-Intervallen ein. Wenige kommen mit längeren aus, und noch weniger brauchen definitiv kürzere, damit sich die Situation nicht wieder verschlechtert. Da hab ich genau einen Langzeitler, bei dem 4 Wochen schon fast zuviel sind.

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde, 63

Bei mir gar nicht, so lange mir niemand einen wirklich guten Schmied-Huf zeigen kann, der nicht Folgeerkrankungen wie Arthrosen oder Sehnenüberlastungen hervorruft. Die einzigen, die einen gesunden Huf hinbringen, sind die Huforthopäden. Die nehmen um die 45 bis 50 Euro und kommen alle 4 Wochen.

Natürlich bekommt man immer alles billiger, einige Schmiede bieten an, alle 8 Wochen für 20 Euro ... aber wenn davon die Pferde Verschleißerkrankungen bekommen, zahlt man das alles wieder drauf. Daher: Huforthopäde und regelmäßig (sollte ein Pferd soooo gleichmäßig belasten, dass es wirklich seltener gemacht werden kann, sagt der das schon) ist ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge.

Kommentar von Punkgirl512 ,

Durch dich hab ich damals übrigens umgedacht - meiner hat auch recht unkomplizierte Hufe, habe inzwischen keinen Schmied mehr dran, weil da ein Schmied murks gemacht hat und ne Fehlstellung reingeschnitten hat. 

Bei unserer Huforthopädin ist die Fehlstellung fast weg und sie freut sich immer über seine Hufe. 

Konnte mir jetzt schon einige Barhufer vom Schmied bearbeitet ansehen, puh, bei manchen wirklich grenzwertig. Ein Pferd im Stall, vorne Eisen, hinten barhuf, hat dermaßen Risse in den Hinterhufen, der Schmied sagt, da muss eigentlich wieder ein Eisen drauf. Ich hoffe, die Besitzerin überlegt sich jetzt nochmal, doch zu einer Huforthopädin zu wechseln. Der Schmied macht dieses Pferd schon sein Leben lang, von der Rennbahn an - und hat die Hufe und damit auch die Gelenke ruiniert. Meine Huforthopädin hat erstmal geschluckt, als ich ihn ihr vorgestellt habe... 

Kommentar von Baroque ,

Ja und das blöde ist, je mehr man sich mit den Huforthopäden unterhält, je mehr man sich selbst mal mit Literatur zum Thema befasst - desto mehr leidet man mit den anderen Pferden, die nicht das Glück haben auf so guten Hufen zu stehen.

Bei meinem ist leider nur noch ein Teil zu retten gewesen. Der belastet so blöd, da hätte man im Fohlenalter was machen müssen. Wenn ich Pferde sehe, die aus seiner Vaterlinie stammen, laufe ich denen immer gleich nach, um mir deren Hinterhand anzusehen und dummerweise scheint sein Großvater das wirklich mit durchschlagendem Erfolg vererbt zu haben. Sowas korrigiert man am leichtesten, bevor die Tiere ausgewachsen sind und ich fürchte, bei meinem wurde da gar nichts gemacht. Aber trotz schief und krumm läuft er pannenfrei und - das wichtigste für mich! - seine zu mir mitgebrachten Arthrosen haben sich nicht mehr verschlimmert und die seinerzeit oft überlastete Sehne ist nun wieder heil.

Expertenantwort
von MissDeathMetal, Community-Experte für Pferde, 53

Je nachdem wie Abrieb, Hufstellung, Hornwachstum usw sind. Meine steht z.Z. nicht so gut da, daher kommt der Huforthopäde alle 4 Wochen. Kostet mich 40-45€. Wenn die Hufe dann stimmen strecken wir das auf 6 Wochen, länge wirds vermutlich nicht, außer ich lerne das selber und raspel zwischendurch. Wenn ein Pferd von Natur aus absolut korrekt steht, Abrieb und Wachstum stimmen und das Pferd einfach gute Hufe hat dann können 8 Wochen schon mal ausreichend sein. Das ist allerdings bei den wenigsten Pferden so

Antwort
von Sharij, 79

Das Lehrbuch sagt 6-8 Wochen. Es kann aber auch passieren, dass du nach bereits 4 Wochen den Hufschmeid holen musst. Es kommt auch auf Boden, Rasse, Pferd-individuell, Nutzung und Alter des Tieres an, sowie auf den generelleren Gesundheitszustand. Aber mit mindestens alle 6 Wochen würde ich rechnen!

Kommentar von Baroque ,

Welches Lehrbuch? Das derer, die gesunde Barhufe hinbringen, definitiv nicht, deren Regelintervall sind 4 Wochen.

Kommentar von Sharij ,

Beruf Pferdewirt, Handbuch Pferd, ... das was du in den BFK lernst als Pferdewirt. Deswegen habe ich aja auch gesagt, dass es auch nach 4 Wochen soweit sein kann :-)

Antwort
von Hannybunny95, 68

Es kommt auf den Boden, auf das Pferd und auch auf die Aktivität an. Am besten beredest du das mal mit dem Schmied, damit er dir erklärt, ab wann er kommen sollte.

Antwort
von Isildur, 25

Hallo,

das kommt auf das Pferd an. Bei meinen Isländern brauch ich ca. alle 8 Wochen den Schmied, beim Spaninchen früher, momentan läuft sie noch schief ab. Wir haben seit über 20 Jahren ein und den Selben Hufschmied. Der hat uns immer schon zu barhuf geraten, auch schon bevor es modern wurde^^

Antwort
von TabeaXP, 50

Um die 6-8 Wochen kommt immer drauf an

Antwort
von LyciaKarma, 32

Kein Schmied, sondern ein Huforthopäde.

Alle 4 Wochen, nimmt 45€.

Antwort
von Farridio, 68

so oft wie nötig. da gibts keine pauschale antwort.. kommt drauf an, was mit dem pferd gemacht wird, auf welchem untergrund es hauptsächlich läuft etc. pp....

Antwort
von Boxerfrau, 25

Alle 4 Wochen.

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