Frage von iwantu, 55

Was muss man für das reitabzeichen 5 alles können?

Heey, Ich habe eine kleine Frage:) Ich mache bald mein reitabzeichen 5 ODER 6( ist noch nicht ganz klar : )).. Und ich würde gerne wissen, was man so ungefähr theoretisch und auch reiterlich( springen und Dressur) können muss.

Und habt ihr vll Tipps wie ich meine Prüfungsangst beim vorreiten und bei der Theorie überwinden kann? 😋

Lg Iwantu

Antwort
von CharlieLoveU, 32


Google kann helfen. ;-)

(Quelle: http://www.pferd-aktuell.de/reitabzeichen/abzeichen-im-ueberblick/reitabzeichen-...)

Voraussetzungen für das Reitabzeichen 5 sind:



- die Mitgliedschaft in einem Pferdesportverein, der einem der FN angeschlossenen Landes- und/oder Anschlussverbände angehört,
- der Besitz des Basispasses Pferdekunde oder der Reitabzeichen 7 und 6 und die Teilnahme am Vorbereitungslehrgang.
- Die Pferde, die in der Prüfung vorgestellt werden, müssen mindestens 5 Jahre alt und in der Ausbildung so weit sein, dass sie den Prüfungsanforderungen genügen.
- Das Alter ist egal, wenn man das Reitabzeichen 5 nicht spezifisch ablegen will (dressur-, gelände- oder springspezifisch, dafür muss man 21 sein).


1. Teilprüfung Dressur

Dressurreiteraufgabe in Anlehnung an Klasse E (einzeln oder zu zweit)
- Hilfszügel sind zugelassen
- Reiten ohne Bügel in allen Gangarten

2. Teilprüfung Springen
a. Überprüfung des Reiten im leichten Sitz
b. Stilspringen Klasse E: Beurteilt werden Sitz und Einwirkung
des Reiters, die harmonische Bewältigung der gestellten Aufgaben und derGesamteindruck während der Teilprüfung.

Die Teilprüfung  Geländereiten kann zusätzlich erfolgen, sofern es nicht die Teilprüfung Springen ersetzen soll. Die Anforderungen werden in Anlehnung an einen Geländereiterwettbewerb/Stilgeländeritt Klasse E abgeprüft.

3. Teilprüfung Stationsprüfungen


Station 1: Prüfungsgespräch in Bezug auf die eigene/n praktische/n Teilprüfung/en, Reitlehre gemäß den Anforderungen der Klasse E
Station 2: Kenntnisse zum Einstieg in den Turniersport
Station 3: Kenntnisse zur Unfallverhütung
Station 4: Bodenarbeit: Vorführen auf der
Dreiecksbahn, Training mit Stangen (z. B. Halten über der Stange, vielseitiges Stangenkreuz, Stangenlabyrinth), systematische Desensibilisierung (Umweltreize)


Fürs Reitabzeichen 6 gilt dann folgendes (Quelle: http://www.pferd-aktuell.de/reitabzeichen/abzeichen-im-ueberblick/reitabzeichen-...)

An der Prüfung zum Reitabzeichen 6 dürfen alle Reiter ohne Altersbeschränkung teilnehmen, die einen entsprechenden Vorbereitungslehrgang besucht haben. Die Reitabzeichen 10 bis einschließlich 6 dürfen in beliebiger Reihenfolge abgelegt und auch mehrfach wiederholt werden.

1. Teilprüfung Dressur
Dressurreiteraufgabe in Anlehnung an Klasse E (einzeln oder zu zweit). Reiten ohne Bügel in den drei Grundgangarten.


2. Teilprüfung Reiten im leichten Sitz und über Bodenricks

Die Teilprüfung Geländereiten kann zusätzlich erfolgen, sofern sie nicht die Teilprüfung Teilprüfung Reiten im leichten Sitz und über Bodenricks ersetzen soll. Die Anforderungen werden in Anlehnung an einen Geländereiterwettbewerb abgeprüft.

3. Teilprüfung Stationsprüfungen


Station 1
Grundkenntnisse Pferdehaltung, Fütterung und Pferdegesundheit
Station 2
Bodenarbeit: Ansprechen und Annähern an das Pferd, Führen und Halten an einem vorgegebenen Punkt, Anbinden, Sicherheit auf der Stallgasse, zusätzlich Führen geradeaus von beiden Seiten, das angebundene Pferd zur Seite weichen lassen, Sicherheit auf der Stallgasse, Passieren anderer Pferde,  Slalom, Gangmaßwechsel im Schritt, zusätzlich Führen von Hufschlagfiguren, Traben auf gerader Linie, Rückwärtstreten lassen, zusätzlich Traben auf gerader Linie,
Rückwärtstreten lassen, Dreiecksvorführung, Grundsätze zur Sicherheit beim Verladen.



Antwort
von HappyGurl02, 9

Hey! :)

Für das RA5 für die Leistungsklasse 6, mit der du anfangen darfst, neben WBO Turnieren nun auch auf LPO zu starten, brauchst du folgendes:

-Du musst den Anforderungen einer E-Dressur und den, eines E-Springens genügen. 

Es gibt, wie du wahrscheinlich weißt, zwei Teilprüfungen der Klasse E, einmal die im Springen und einmal die in der Dressur. Dabei wirst du von den Richtern bewertetet, wie auf einem ganz einfachem Turnier, nur in diesem Fall wahrscheinlich höher. In der Dressur wirst du wahrscheinlich die RE1 durchreiten müssen, die ist aber so einfach, dass wirklich jeder sie schaffen sollte! Anschließend, so war es bei mir, musst du noch einen kurzen Teil ohne Bügel durchreiten, um deinen Grundsitz zu verdeutlichen und damit die Richter somit sehen können, wie du in solchen Situationen handelst, denn einen Bügel, während einer Prüfung oder auch allgemein, zu verlieren, ist niemals ausgeschlossen! Wie in der E-Dressur wird dir, sowie beim RA4 auch, die Aufgabe vorgelesen. Beim RA4, der Leistungsklasse 5 muss das ganze auf A-Niveau durchgeritten werden und das RA5 bereits gemacht und beantragt sein. Beim E-Springen wirst du einen vereinfachten Parcours durchreiten müssen und ebenfalls vorher auf dem Zirkel, sowie zwischendurch, deinen leichten Sitz demonstrieren. Der Parcours ist aber bei jedem anders und du wirst ihn vorher oft genug durchreiten, bevor es ums eingemachte geht. Übrigens drücken die Richter öfters beim Abzeichen auch mal ein Auge zu, wenn etwas nicht ganz so klappt. Du solltest nur ein Pferd reiten, dass den Anforderungen entspricht und dir sichtlich Mühe geben. Um eine Teilprüfung zu bestehen, musst du eine Mindestwertnote von 5,0 erzielt haben, andernfalls kannst du die Prüfung nach einem bestimmten Zeitraum wiederholen.

-Du musst in der Theorie so fit sein, dass du alle Fragen des Richters beantworten kannst.

Beim RA5 wirst du zwar einiges abgefragt, jedoch musst du dir keine Gedanken machen, falls du etwas falsch machst oder etwas nicht weißt. Meistens wirst du einfach korrigiert und es wird weitergemacht. Auch auf die Theorie wird übrigens eine Wertnote vergeben, auch hier musst du mindestens die 5,0 erreicht haben, um diese Teilprüfung zu erzielen. Übrigens wurde ich, beispielsweise, auch über meine Prüfung der Dressur-E ausgefragt, sprich musste diese analysieren und sagen was gut war und was nicht. Im Nachhinein kommentieren die Richter dies und das wars dann auch schon. ;)

-Du musst vormustern können, sprich ein Pferd vorstellen können.

Mit Hilfe eines kleinen Parcours wirst du ein Pferd vorführen und zuvor dein Pferd vorstellen müssen, wie z.B. Name, Alter, Rasse, Abstammung, usw. Wichtig ist, dass dein Pferd geschlossen steht, sobald du es vorstellst und die Richtige Position sowie Zügelhaltung einnimmst. Und denke immer daran, nur deinen rechten Arm beim führen zu verwenden, ebenso den linken hinter deinem Rücken angewinkelt anzulegen. 

Das alles klingt deutlich komplizierter, als es tatsächlich ist, vor jedem Abzeichen wird jedoch ein Kurs angeboten, indem dir alles beigebracht wird, oder auch alles kontrolliert wird, was du können musst, z.B. wird dir unter anderem auch das Vormustern richtig erklärt, was in diesem Fall etwas schwierig war. :D

Ich z.B. habe mir ebenfalls Lernbögen im Internet ausgedruckt und mit einem bestimmtem Buch gelernt, wo ebenfalls alles extra beschrieben wurde. 

Und denk daran: Du musst zuvor den Basispass bestanden haben, bevor du das RA5 machen kannst!

Ich hoffe ich konnte dir helfen und wünsche dir viel Glück beim Abzeichen!

LG! :)

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für reiten, 27

Bitte schau mal bei Wikipedia unter " Leistungsabzeichen Reiten" nach. Da steht alles sehr schön aufgelistet, was Du jeweils können mußt.

Für die Theorie gibt es eigens  für diese Prüfungen geschriebene Bücher. Es würde etwas zu weit gehen, den Inhalt hier wiederzugeben. Es geht recht viel um Reitlehre, aber auch andere Fragen rund ums Pferd.

Antwort
von xXlaraleinXx, 15

Ich hab vor einer Ewigkeit das RA5 gemacht und da war alles etwas lockerer als im Internet beschrieben. Man musste den Basispass haben der aus Pferdepflege wie putzen, satteln, bandagieren etc, sowie dem longieren und einigen kleinen theoriefragen bestand. Beim RA5 selbst musste man eine normale E-Dressur reiten (nix mit reiten ohne steigbügeln etc, hilfszügel waren aber nicht erlaubt), ein E- Springen (bei uns 4 Hindernisse auf E Niveau, nur Steilsprünge, aus trab und Galopp anzureiten) und eine Theorieprüfung die es, wie ich fand, in sich hatte. Da musste man schon einiges lernen weil man sich um solche Sachen wie Fütterung, medizinische versorgung etc noch nie so den Kopf gemacht hatte (zB eine Frage bei mir: Um wie viel Grad liegt die Körpertemperatur eines Fohlens höher, als die der Mutter - öhhh keine Ahnung, Hauptsache gesund??? xD) Da wir jedoch hauptsächlich ein dressurstall waren und nur wenig gesprungen wurde, gab es auch die Möglichkeit anstatt einer E Dressur und einem E Springen nur eine A Dressur zu reiten. Anderseits könnte man auch die Dressur durch ein A Springen ersetzen (obwohl natürlich jeder springreiter auch die Grundlagen der Dressur beherrschen sollte) Ach so und ich glaube man durfte in keiner der Teilprüfungen eine Note unter 5,0 haben und man musste glaube ich insgesamt eine durchschnittliche endnote über 6,0 haben (aber besser noch mal nach lesen). Und ich habe die Teilprüfungen mit 2 verschiedenen Pferden abgelegt, man muss also keinen allrounder haben :)

Kommentar von xXlaraleinXx ,

Also bei uns kamen die sogenannten Stationsprüfungen wie oben beschrieben überhaupt nicht vor... auch beim springen wurde einfach nur ein normaler Parcour gesprungen, keine vorherige Abfrage des leichten sitzen oder dergleichen. Naja und ein Vorbereitungsseminar? Das wurde bei uns auch unter den Tisch gekehrt und war wohl der normale Unterricht mit ein bisschen anschließendem zusammensitzen für die theorievorbereitung xD

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