Frage von Panaque, 101

Warum löst bei mir im Keller der FI-Schalter aus?

Moin, zunächst Danke für die schnellen und zahlreichen Antworten meiner gleichen Frage von gestern. Dort fehlte allerdings aus mir unerklärlichen Gründen die Fehlerbeschreibung. Also: Ich habe im Keller einen Stromkreis mit eingener Sicherung nebst FI-Schalter. Dieser Schalter scheint mir entweder irgendwie defekt oder höchst sensibel zu sein. Ich habe einen Doppelleuchtbalken angeschaltet - alles ok. Als ich ihnausschaltete flog der FI raus. Dieses Phänomen tritt in allen anderen Stromkreisen nicht auf, da kann ich an- und ausschalten so viel ich will... Und nun? Ich will ja die Lampe in dem Kellerraum leuchten lassen...

Antwort
von fuji415, 56

Um ungewollte Auslösungen zu verhindern, werden Fehlerstrom-Schutzschalter mit Kurzzeitverzögerung verwendet. Ursachen für ungewollte Auslösungen können sein:

Überspannungen durch Schalthandlungen und atmosphärischen Einwirkungen Ladevorgänge nach dem Zuschalten bzw. einer Laständerungen von kapazitiv bzw. induktiv wirkenden Betriebsmitteln also Leuchtstoff und der gleichen .

FI Schalter sollten nur für Nass und Feuchträume eingesetzt werden  also Küche und Bad .  Keller ist so was fast gar nicht notwendig wen da er nicht dauert bewohnt ist . 

https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstrom-Schutzschalter

zum nachlesen 

Kommentar von Panaque ,

Ok, Danke. Der Kellerraum ist ein Aquarienkeller, also feucht.

Aber warum löst der FI nur da aus und in den anderen Räumen nicht. Und warum lösen die anderen Leuchtbalken - im gleichen Stromkreis - den FI nicht aus? Hat das was mit damit zu tun, ob das ein elektr. Vorschaltgerät ist oder nichtt?

Kommentar von Chefelektriker ,

Überprüfen,ob der Null mit dem PE verbindung hat oder durchs ausschalten Verbindung bekommt.Denn dann löst der FI aus.

Antwort
von Susanne88, 49

Zunächst mal: Ein FI löst aus, wenn der sog. Fehlerstrom des FI überschritten  wird. Das hat mit Spannungen und Kondensatoren, Trafos usw. erst mal nichts zu tun. Alle diese Komponenten lassen sich grundsätzlich mit FI betreiben.
So wie du den Fehler beschreibst, liegt ein Problem mit der Drossel der Leuchte vor. Diese wird beim Ausschalten der Leuchte vermutlich einen Funken gegen das Gehäuse der Leuchte erzeugen. Nimm die Lampe mal auseinander und reinige sie von Staub oder Feuchtigkeit oder was auch immer, überprüfe die Kontakte. Wenn alles sauber ist, wieder installieren.
Wenn der Fehler immer noch auftritt, dürfte die Drossel intern beschädigt sein (Isolationsfehler). Dann hilft nur der Tausch derselben, was aber gewöhnlich auf Beschaffungsschwierigkeiten stößt.

Du kannst aber auch, wenn du noch andere Lampen installiert hast, einfach mal zu Fehleeingrenzung eine andere Leuchte an diesen Schalter anschließen, was passiert. Oder die "defekte" Leuchte mit einer problemlosen Leuchte tauschen.

Antwort
von pwohpwoh, 59

Die Drossel einer Neonleuchte erzeugt - wie der Zündtrafo im Auto - beim
Ausschalten eine hohe Spannungsspitze, die den FI-Schalter auslöst. Ein
(oft schon einbauter) parallel geschalteter Entstör-Kondensator behebt
das Problem. Es kann aber auch sein, dass dieser bereits gegen das
Gehäuse geschaltet ist, um das Knacken z.B. in Radios zu unterdrücken.
Dann brauchst du ihn nur zu entfernen.

Kommentar von Panaque ,

ok, verstanden, aber warum löst der FI nur in dem Keller aus und nicht den anderen Räumen?

Kommentar von pwohpwoh ,

Weil dein neuer FI-Schalter näher dran ist und/oder empfindlicher auf Spannungsspitzen reagiert.

Kommentar von Chefelektriker ,

Eigendlich alles richtig...nur die Neonleuchte ist falsch.Das ist garantiert eine Leuchstofflampe.Eine LS-Lampe hat eine Brennspannung von ca.70V.Eine Neonleuchte brennt mit etwa 18.000V und hat nicht selten eine Zündspannung von>50.000V.Ich glaube nicht das es eine Neonleuchte ist.

Neon leuchtet rot und nicht weiß.

Antwort
von pwohpwoh, 53

Der Trafo einer Neonleuchte erzeugt - wie der Zündtrafo im Auto - beim Ausschalten eine hohe Spannungsspitze, die den FI-Schalter auslöst. Ein (oft schon einbauter) parallel geschalteter Entstör-Kondensator behebt das Problem.

Kommentar von Panaque ,

ok, danke. Aber warum ist das nur bei dem FI und bei den anderen FI's nicht?

Kommentar von Chefelektriker ,

Der Trafo einer Neonleuchte erzeugt beim Ausschalten eine hohe Spannungsspitze von ca.80.000V und mehr.

Kaum jemand hat eine Neonleuchte im Keller,Neon leuchtet rot mit einer Brennspannung von ca.18.000 V.

Er hat eine Leuchtstofflampe,keine Neonleuchte.

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