Frage von nessa9692, 188

Warum beschlagen meine fenster?

Antwort
von Wissensdurst84, 115

Guten Abend,



Es gibt zwei physikalische Faktoren, die erfüllt sein müssen, damit Fenster beschlagen:

  • die Scheiben sind deutlich kälter als die Umgebungstemperatur

  • die Temperatur der Fenster sinkt auf den sogenannten "Taupunkt",in der Umgebungsluft ist Luftfeuchtigkeit vorhanden. 

Wenn beide Faktoren zutreffen, bildet sich Tauwasser auf den kalten Scheiben. Denn die Luft kann bei einer bestimmten Temperatur nur eine bestimmte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen - je wärmer, desto mehr. Trifft nun die warme und feuchte Luft auf einen kalten Gegenstand - z. B. auf eine schlecht isolierten Fensterscheibe - kühlt sie ab und verliert einen Teil ihrer Feuchtigkeit. Die Folge: Das Fenster beschlägt.

Wissensdurst84

Antwort
von napoloni, 96

Beschlagene Fenster zeigen eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Also am besten etwas öfter kurz Lüften. Fenster ganz auf (ggf. mit Durchzug). Nach wenigen Minuten aber wieder komplett zu, damit nicht so viel Wärme verloren geht. Die frische Luft erwärmt sich dann schnell wieder an Wänden und Möbeln.

Jetzt, wo es endlich winterlich kalt ist, ist das Lüften besonders effektiv.

Kommentar von Onki73 ,

In meinen alten Kastenfenstern beschlägt die äußere Fensterscheibe auch des Öfteren trotz 25% rel. Luftfeuchte im Raum. Hab ich nun eine zu hohe Luftfeuchte im Raum?

Kommentar von nessa9692 ,

Bei mir sind es immer so 50-57% ist das zu viel?

Kommentar von alex0387 ,

nein überhaupt nicht. bis zu 60% ist völlig normal.. alles was drüber ist, sollte mit einem Luftentfeuchter behandelt werden um Schimmelbildung

 vorzubeugen

Kommentar von Ingeborganni ,

Du hast nur undichte Fenster. Ich hatte das früher auch.

Kommentar von Onki73 ,

Richtig, diese Antwort hatte ich eigentlich von Napoloni erwartet. Das innere Fenster ist undicht und lässt Raumluftfeuchte in den Zwischenraum des Kastenfensters. Hier würde eine Abdichtung am inneren Fenster helfen, die Betauung der äußeren Scheiben zu vermindern, bzw. zu verhindern. Die rel. Luftfeuchte von 25% ist ein sehr guter Wert, aber Napoloni kann immer nur auf ein verbessertes Lüftungsverhalten hinweisen, was nicht immer das Kondensat am Fenster verhindern kann.

Kommentar von napoloni ,

@ Onki: Dann verschwendest du jedenfalls Energie in unglaublichem Ausmaß. Bei normalen Raumtemperaturen müssten deine Fenster dann an der Innenseite schon Minusgrade aufweisen. Naja, kannst ja auch Heizspiralen in die Fenster bauen.


@ ingeborganni: Eine gewisse Undichtigkeit ist an der Stelle möglich, es ist ja die kälteste Stelle im Raum. Allerdings ist zu bedenken: Die Luftfeuchtigkeit wäre tatsächlich höher, wenn am Fenster nicht bereits Feuchtigkeit kondensiert wäre.

Kommentar von Onki73 ,

Energieverschwendung im unglaublichen Ausmaß.

Napoloni, schon klar, wenn durch Raumluftfeuchte von 25% die Wände staubtrocken sind und damit eine hohe Dämmfähigkeit sicher gestellt ist...

Kastenfenster haben nicht nur zwei Glasscheiben und eine sehr lange "Wärmebrücke" am Mauerwerksanschluss, was Schimmel in den Fensterlaibungen verhindert.

Nein, Kastenfenster haben auch noch zwei Rahmen, durch die die Wärme nach außen abfließen muss.

Wahrlich, welch eine Energieverschwendung...

Napoloni, Kastenfenster können es in Bezug auf den Wärmeschutz mit modernen Fenstern durchaus aufnehmen. In Sachen Schallschutz sind sie wegen der zwei Rahmen, die unabhängig voneinander in Schallschwingungen geratene können, deutlich besser als viele moderne Fenster.

Kommentar von napoloni ,

Du sagst, du hast bei diesen Fenstern bei 25% Luftfeuchtigkeit kondensat. Also müssen sie eiskalt sein. Minusgrade aufweisen. Also totaler Schrott. Und wenn das nicht zutrifft, war dein obiger Kommantar totaler Schrott. Was Kenner nicht weiter überraschen dürfte.

Kommentar von Onki73 ,

Hast Du mal die Temperatur der Innenseite der äusseren Scheibe bei Isoglas-Fenster gemessen? Gibt es da vielleicht auch Minusgrade?

Die äussere Fensterscheibe am Iso-Glas hat an der Innenseite mit Sicherheit bei knackigem Frost draussen auch Minusgrade. Nur bemerkt man es da nicht, weil der Scheibenzwischenraum so gut wie wasserfrei ist und sich deshalb weder Kondensat noch Reif an der äusseren Fensterscheibe bilden kann. Hast Du an diesen Umstand bei Deinen Überlegungen gedacht?

Beim Kastenfenster ist die Luft im Scheibenzwischenraum nicht wasserfrei. Das geht technisch auch nicht.

Nur aus diesem einen Punkt der höheren Luftfeuchte im Scheibenzwischenraum muss das Fenster aus energetischer Sicht nicht gleich Schrott sein.

Die höhere Luftfeuchte im Scheibenzwischenraum sagt hier am Fenster auch wenig über die Energetik aus.

Im Umkehrschluss könnte man ja sonst auch behaupten, Wohnungen mit 60% rel. Luftfeuchte sind Schrott gegenüber Wohungnen mit 40% rel. Luftfeuchte. Da der Dämmwert der Umfassungswände aber bei der Wohnung oft feuchteabhängig ist, würde das auf die Wohung wohl eher zutreffen, als auf das Fenster.

Der Vorteil des Kastenfensters ist aber noch, dass man in der Übergangszeit (zu Beginn und am Ende der Heizperiode) die inneren Fenster tagsüber bei Sonnenschein öffnen kann und somit mehr solare Wärme zur Raumerwärmung gewinnen kann, als beim Isoglasfenster. Jede Fensterscheibe nimmt etwa 10% des Lichts weg.

Und für eine gute Energetik eines jeden Fensters gehört ein Rolladen oder ein Fensterladen aus wärmespeicherfähigem Holz aussen davor. Das wird aber leider nicht publiziert, weil ja dann sehr viele alte Fenster montiert bleiben könnten und die Energetik nur mit der Installation von Fensterläden, etc. verbessert werden könnte, was nun wirklich nicht im Interesse der Fensterindustrie sein dürfte.

Kommentar von napoloni ,

Da isser wieder, der Onki. Die Leute haben ein Problem, das mit einfachen Mitteln zu beheben ist. Und du? Du willst das ganze Haus mit Heizspiralen, Gedönsfenstern und Gedönsrolladen neu bauen. Wem hilft sowas? Du müllst hier meine Antwort zu, du müllst die jeweiligen Fragen zu, du müllst Gutefrage.net zu. Aber du hilfst niemandem. Wirklich niemandem.

Kommentar von Onki73 ,

Du wirst immer sehr unsachlich, wenn Dir die Argumente ausgehen. Aber wie sehr die Kommentare helfen, bewerten immer noch die Fragesteller.

Die Heizleiste, die Du hier unsachlich als Heizspirale betitelst, erspart die Außenwärmedämmung (durch deutliche Dämmwertverbesserung des Bestandsmauerwerks), ersparen die dadurch benötigten neuen, kleineren Fenster, ersparen die professionelle Trocknung von ggf. nassem Mauerwerk, was natürlich auch eine entsprechende Reduzierung der Raumluftfeuchte nach sich zieht und machen damit die Lüftungsanlage überflüssig, reduzieren das notwendige manuelle Grundlüften auf ein Mal täglich, reduzieren die Staubbelastung der Atemluft für eine bessere Gesundheit, sie sorgt für einen wärmeren Fußboden und die Heizleiste spart obendrein auch noch bis zu 30% Heizkosten bei verbessertem Wohnkomfort, mit Investitionen von Pi mal Daumen 5.000,-EUR pro Einfamilienhaus, wogegen die Außenwärmedämmung plus neue Fenster mind. 30.000,-EUR kosten.

Welche Maßnahmen/Investitionen letztendlich der Fragesteller für sinnvoll als erachtet, überlasse ich ihm. Ich zeige Alternativen auf. Du dagegen behauptest, wenn man so handelt, wie Du es vorschreibst, ist man das Problem XY für immer los. Das ist anmaßend und Du bevormundest damit den Fragesteller.

Kommentar von napoloni ,

Mit meiner Antwort ist der Fragesteller das Problem auch für immer los. Kostenlos. Sogar mit Ersparnis von Kosten.

Da braucht er nicht warten, bis der Besitzer des Hauses Onkis Antworten sucht und das Haus komplett umbaut. Und da braucht er auch nicht den ganzen Tag im gleichen Mief sitzen, wie es bei deinem Vorschlag (muss man nur einmal lüften) nachher aussieht.

Man tauscht die Luft ja nicht nur wegen Feuchtigkeit aus, sondern auch, weil sie verbraucht und belastet ist.

Wie gesagt: Dein Schwadronieren ist substanzlos, es hilft nicht. Und deine Motive bleiben für mich unklar.

Antwort
von holgerholger, 98

Das Fenster ist meist die kälteste Stelle der Aussenwand. Wenn die Luftfeuchtigkeit (innen) zu hoch ist, kondensiert die überschüssige Feuchtigkeit an der Scheibe.

Abhilfe schaffst Du durch regelmässiges lüften, um die Feuchtigkeit nach aussen zu schaffen.


Kommentar von nessa9692 ,

Ist 50% luftfeuchte denn zu viel?

Kommentar von holgerholger ,

Eigentlich nicht. Wenn die 50 % bei 20 - 22 Grad Raumtemperatur gemessen sind und die Fenster heutigen Standard entsprechen. 

Kommentar von nessa9692 ,

Ja, habe immer um die zwanzig grad und 50-57% Luftfeuchtigkeit. Fenster sind doppelt verglaste kunststofffenster ...

Antwort
von pharao1961, 61

Luftfeuchtigkeit zu hoch und/oder Raumtemperatur zu niedrig.

Antwort
von xFeatchx, 111

Weil die kalte Luft an deiner warmen Scheibe kondensiert. Eigentlich passiert das nur, wenn du das Fenster öffnest von einem relativ warmen Raum.

Kommentar von nessa9692 ,

Also es ist nur am unteren Rand und da ist es dann zwischendurch richtig nass... 

Kommentar von Onki73 ,

Andersrum wird es besser:

Weil die Feuchte der warmen Luft an der kalten Scheibe kondensiert.

Antwort
von dietar, 79

Weil der Wasserdampf der Innenluft  an den kalten Scheiben kondensiert und so Wasser bildet.

Kommentar von nessa9692 ,

Bedeutet also ich muss quasi noch öfter lüften und dann wirds wieder? :)

Antwort
von HorstBayerV, 77

Also es ist nur am unteren Rand ....

Da wird wohl durchs Kippen, die Dichtung schon etwas abgenutzt sein. 

Kommentar von Onki73 ,

Der untere Rand der Fensterscheibe wird durch die anströmende Warmluft schlecht erreicht. Die sich an der Scheibe abkühlende Luft fällt nach unten. Beides sorgt dafür, dass die Scheibe am unteren Rand am kältesten ist, dort fängt die Kondensation an. Das hat nichts mit abgenutzter Dichtung zu tun. Im Gegenteil: Leichte Undichtigkeiten am Fenster führen durch einen beständigen Raumluftaustausch zu einer geringeren rel. Luftfeuchte im Raum, was der Kondensation am Fenster entgegen wirkt.

Kommentar von HorstBayerV ,

Ich  glaube diese Theorie gilt nur bis zu einem bestimmten Punkt.

Durch hereinstroemende kalte Luft, bei undichten Dichtungen oder Verglasungen, kuehlt der Rand der Scheibe einfach schneller ab, weshalb dort dann auch schneller der Taupunkt erreicht wird.

Man sieht ja auch oft, dass ringsrum der Rand der Scheibe beschlagen ist. Da schafft dann eine neue Versiegelung Abhilfe.

Kommentar von Onki73 ,

Als erstes bezogst Du Dich auf die Dichtung Fensterflügel-Fensterrahmen, worauf ich antwortete.

Nun beziehst Du Dich auf die Dichtung Fensterflügel-Glaseinsatz.

Undichtigkeiten am Glaseinsatz sind aber nun aber wirklich eher selten anzutreffen. Es kommt durch Alterungsprozesse dazu, dass Luft in die Isolierglasscheibe eindringt und somit zwischen den Scheiben für Kondensat sorgt. Das lässt sich dann natürlich nicht mehr weg wischen.

Einfachgläser sind in ein Kittbett eingebettet, Isolierglasfenster haben eine Gummiabdichtung (Kunststofffenster) oder sind mit Silikon (Holzfenster) abgedichtet. Hier gibt es kaum in den Raum hinein Undichtigkeiten, wo Kaltluft einströmen kann.

Bei Isolierglasfenster floss durch das eingelegte Metallprofil am Rahmen (Abstandshalter zwischen den beiden Glasscheiben) früher oft verstärkt die Wärme ab, was für schlechtere U-Werte am Glasrand sorgte und dadurch für eine kühlere innere Oberfläche mit Kondensat.

In meiner ehemaligen Mietwohnung wurde die Kondensatbildung am unteren Fensterglasrand (Iso-Glas) verhindert, durch die Entnahme von etwas Dichtgummi, was für eine bessere Feuchteabfuhr aus dem Raum sorgte. Eine abgenutzte Dichtung wirkt der Kondensatbildung also entgegen.

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