Frage von Dougles1978, 19

Trotz attest muss ich persönlich zur Scheidung?

Ich habe ein Attest von meinem Psychiater dass ich psychisch so instabil bin das ich meine Frau bei der Scheidung besser nicht antreffen sollte weil es mich wieder zurück werfen könnte. Antrag auf fern bleiben, und das nur mein Anwalt zur Scheidung geht, wurde abgelehnt. Darf ein Gericht einfach ein Attest so ignorieren ohne Begründung?

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst, Gesundheit, Psyche, ..., 14

Hallo Dougles1978,

ja, das kann das Gericht. Du könntest zwar noch Widerspruch einlegen, aber ehrlich gesagt halte ich es für besser, wenn Du diesen Termin persönlich wahrnimmst.

Zum einen könnte es sein, dass Dein Anwalt Deine 'Unterstützung' brauchen könnte, denn nur Du kennst alles im Detail.

Zum anderen ist es vielleicht eher heilsam, als dass es Dich zurückwerfen könnte. Ein Scheidungstermin ist ein Abschluss, etwas zu Ende gebracht zu haben, und das kann evtl. sogar einen positiven Einfluss ausüben.

Du könntest Dir vielleicht ein leichtes Beruhigungsmedikamet oder etwas zur Stärkung von Deinem Behandler verordnen lassen, so dass Du etwas leichter durch diesen Termin kommst.

Alles Gute

Buddhishi

Antwort
von Yrusb, 17

Ich kenn mich was Jura angeht leider nicht so aus, aber ich denke du kannst Widerspruch einreichen. Red noch mal mit deinem Psychiater und deinem Anwalt, vielleicht können die dir da noch irgendwie weiterhelfen.

Antwort
von sassenach4u, 11

Trotzdem musst du persönlich erscheinen. Nimm ein Beruhigungsmittel, das Ganze dauert 30 Minuten, nicht länger und mach im Anschluss einen Termin bei deinem Therapeuten.

Antwort
von Erdianer, 9

Also bei dem Familiengericht, wo ich  arbeite,  werden  in solchen  Fällen zwei Anhörungstermine gemacht.

Das läuft in der Praxis so ab, dass d. Richter/in  Dich auch in einem eigenen Zimmertermin  vorab  anhören kann. Danach wird der offizielle Scheidungstermin bestimmt, wo  es Deiner Seite nur erscheinen,  wenn er einen Rechtsmittelverzicht abgeben möchte. Deine Aussage wird dort verlesen und das Protokoll mit dem Scheidungsendbeschluss  wird dann Deinem Anwalt zugestellt. Dagegen hast Du die theoretische Möglichkeit ggf. innerhalb 1 Monats ein Rechtsmittel einzulegen.

Ich wundere mich, warum Dein Anwalt nicht solches beantragt hat.

Antwort
von antwortbittejap, 16

Natürlich darf das ein Gericht. Hör auf so zu tun, als wärst du ernsthaft gesundheitlich beeinträchtigt.

Kommentar von Yrusb ,

Alter. Du kennst ihn nicht mal. Woher willst du wissen, inwiefern er beeinträchtig ist? Menschen wie du sind genau die Leute, die in so einer Situation am besten wortlos gehen, weil sie Alles nur schlimmer machen.

Kommentar von antwortbittejap ,

Das Gericht hat das Sagen und nicht der Fragesteller.

Kommentar von Yrusb ,

Ich zitiere: "Hör auf so zu tun, als wärst du ernsthaft gesundheitlich beeinträchtigt." Darauf hab ich mich bezogen, denn das können weder du noch ich beurteilen. Aber wenns stimmt, dann hast du dadurch gerade jemandem, dem es sowieso schon schlecht geht, noch mal Salz in die Wunde gekippt. Und Salz in der Wunde tut verdammt weh.

Und klar kann das Gericht nein sagen, ob das Gericht dadurch aber etwas Gutes bzw. Sinnvolles tut, ist eine andere Frage.

Antwort
von josef050153, 5

Ja, das darf ein Gericht. Der Richter will ja beide Parteien erleben, um sich ein Urteil bilden zu können.

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