Frage von Nepomuk22, 217

Sind Reiche/vermögende Menschen automatisch bessere Menschen?

Reiche Menschen haben meistens :

----> weniger Krankheiten, -sind Intelligenter, -sehen besser aus, -haben gute laune, -viele Freunde, -gesundes Essen, -wenige Probleme usw.

Wenn amn den Kriterien folgt sind Reiche Menschen, die Vorbilder eines guten Menschen.

So fern sind arme Menschen etwas schlechtes, welche :

-Krankheit, -Hunger, -Elend, -Probleme -usw.

Verdient haben ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JaniXfX, 66

Moin!

Jetzt ma Butter bei die Fische und lassen wir mal diese Wunschwelt von wegen "die Armen und bescheidenen Menschen sind die Besseren" sein. Zunächst muss man sich klar machen, dass es in Deutschland die sozial anerkannte Norm ist, dass wir alle gerne möchten, dass wir Menschen und den Wert der Menschen nicht anhand von Geld bewerten. Wir mögen es, uns um Arme zu kümmern, alle möglichen Leute spenden usw. usw... Aber das beantwortet Deine Frage nicht.

Du hast (leider) Recht, auch wenn das keiner sehen will und sich alle heftig gegen wehren. Ich bin Statistikdozent für Wirtschaftspsychologen an einer Hochschule und kann Dir sagen:

- Es gibt einen Starken Zusammenhang zwischen Gesundheit/ Intelligenz/ Erfolgswahrscheinlichkeit/ etc und Einkommen der Eltern. Reiche Eltern investieren mehr in gute Bildung/ Erziehung/ Ernährung der Kinder.

- Es gibt einen Starken Zusammenhang zwischen Attraktivität und Intelligenz. Das liegt daran, dass wir mit Intelligenz manchmal die Nerds mit einer schmalen Begabung vorstellen, wie z.B. Die Figuren aus The Big Bang Theory. IQ ist aber ein Faktor über mehrere Dimensionen. Und ein steigender IQ (wie auch die Fremdeinschätzung der Intelligenz) korreliert stark mit der Attraktivität. Und Attraktivität übrigens auch mit Einkommen.

- Haben gute Laune: eingeschränkt. Sie leisten sich viel. Das ist wie ständige Belohnung. Natürlich scheint es ihnen besser zu gehen, dennoch sind tiefe emotionale Berührungen selten. Das ist wie Koks.

- viele Freunde: je reicher man wird, desto schwieriger werden soziale Kontakte. Jeden auf den Prüfstand zu stellen, ob es nun wegen des Geldes ist, ist anstrengend. Vor ein Paar Tagen wollte ich in Reykjavik, Island, zu einem Geburtstag, wusste jedoch nicht, wo ich klingeln sollte. Ein Typt hat mir aufgeschlossen und noch gemeinsam mit seinem Mitbewohner in seiner Wohnung mir geholfen, die richtige Adresse herauszufinden. Es war John Grant, ein ziemlich populärer Musiker, der nicht mal seinen Namen an die Tür schreibt aus Angst, falsche Freunde zu bekommen - in dem Moment, ging es aber nicht um seinen Rum oder Namen, nicht mal um ihn... hab ihn auch nicht erkannt, sondern erst im Nachgang davon erfahren

- weniger Probleme stimmt nicht ganz. Sie kommen tatsächlich mit weniger Hürden durchs Leben. Dennoch haben Sie häufiger psychische Erkrankungen. Das liegt zum Einen daran, dass Kinder reicher Familien häufig schwierige Familienkonstellationen haben bzw. durch mangelnde Zeit der Eltern unglücklich erzogen werden oder in starken Regelkorsetts stecken. Das liegt aber zum anderen auch daran, dass wohlhabendere (häufiger übrigens Akademiker) eher zu einem Psychologen gehen, als Ärmere. Einerseits aus finanziellen Gründen, andererseits auch dem Geschuldet, dass es unter Maurern weniger angesehen ist ein psychisches Problem zu behandeln, als unter z.B. Akademikern. 

Unterm Strich würde ich jedoch nicht sagen, dass es "besser" geht. Sie haben keine existenziellen Ängste, die unsereins vielleicht hat. Sie gehen mit ganz anderen Summen um und haben verzerrte Vorstellungen von "viel" oder "wenig". Sie haben jedoch andere Probleme und Sorgen, als wir sie haben. Sie können die Entscheidung zwischen zwei paar Schuhen genau so belastend empfinden, wie wir unsere Entscheidungen manchmal wahrnehmen...

Antwort
von Enzylexikon, 43

So fern sind arme Menschen etwas schlechtes, welche : -Krankheit, -Hunger, -Elend, -Probleme -usw. Verdient haben ?

Wenn man von "besseren Menschen" und "verdient haben" spricht, ist das meist eine moralische Wertung, die zunächst nichts mit dem höheren Lebensstandard zu tun hat.

Lebensstandard ist keine Belohnung

Ein hoher Lebensstandard ist nach meiner Ansicht keine Form von "Belohnung" für moralisch richtiges Handeln, genau so wenig wie schlechte Lebensumstände eine Strafe für moralisch falsche Handlungen sind.

Das ist meiner Meinung nach eine idealisierte Wunschvorstellung, denn viele Vorteile im Leben lassen sich auch auf moralisch fragwürdige Weise gewinnen.

Existenz des Belohnungssytems

Außerdem müsste man auch erst einmal wissen, wie der angebliche Belohnungsmechanismus überhaupt funktioniert, um seine hypothetische Existenz nachvollziehbar zu machen. Wer oder was ist es, dass da Belohnungen in Form von komfortablen Lebensumständen austeilt?

Kriterien des Belohnungssystems

Welche Eigenschaften ein Individuum aufweisen muss, um als "guter Mensch" zu gelten, ist gesellschaftsabhängig. Welche Maßstäbe setzt das hypothetische Belohnungssystem an? Humanistische? Evolutionäre?

Lebensstandard als Ungerechtigkeit

Du siehst also, ich halte nicht besonders viel von der Theorie des "gutes wird belohnt, böses wird bestraft" - egal ob man Gott, das Schicksal, oder Karma als Erklärung heranzieht.

Person A ist nun einmal in einem friedlichen, wohlhabenden Land aufgewachsen und erfreut sich aufgrund seines hohen materiellen Lebensstandards einfach gewisser Privilegien.

Person B ist dagegen in einem armen, sozial zerrütteten Land aufgewachsen, weist einen niedrigen materiellen Lebensstandard auf und muss um alltägliche Dinge fürchten. Von Privilegien kann er nur träumen.

Möglicherweise ist es der ersten Person sogar gelungen, durch Intrigen und Korruption noch weiter aufzusteigen, während die immer redliche und ehrliche Person ewig in Armut bleibt.

Scheint das gerecht? Nein - aber es hat ja auch niemand behauptet, dass das Leben irgendeine Form von Gerechtigkeit aufweist.

Die "höhere Gerechtigkeit" und das "Belohnungssystem" sind ein Wunsch vieler Menschen, um dem Leiden und der Ungleichheit einen Sinn zu geben und viele Religionen versprechen die Sinnhaftigkeit - auch wenn es diesen Sinn vielleicht gar nicht gibt.

Lebensqualität und Lebensstandard.

Irgendwelche "Glücks-Studien" zeigen angeblich immer wieder, das Menschen, die in Ländern mit niedrigem materiellen Lebensstandard glücklicher sind, als die Bürger wohlhabender Industrienationen.

Die emotionale Lebensqualität ist dort trotz der materiell schlechten Verhältnisse offenbar höher.

Das mag daran liegen, dass es für einen Menschen am untersten Ende der gesellschaftlichen und sozialen Nahrungskette irgendwann nur noch aufwärts gehen kann - selbst ein Reiskorn ist besser, als kein Reiskorn.

Dagegen fürchten die Bürger wohlhabender Staaten, in Krisenzeiten ihren scheinbar so selbstverständlich hohen Lebensstandard zu verlieren und an Lebensqualität einzubüßen.

Ein hoher Lebensstandard ist also nicht automatisch der Garant dafür, psychisch und emotionale Lebensqualität zu erfahren. Wer sein Glück und seine Zufriedenheit vom Lebensstandard abhängig macht, wird leiden - und sei es nur an der Angst, alles zu verlieren.

Sonstiges

Jetzt könnte man theoretisch über eine Neubewertung zahlreicher Sprüche, Redensarten und Binsenweisheiten nachdenken:

  • "Jeder ist seines Glückes Schmied"
  • "Jedem das seine"
  • "Geld macht nicht glücklich, beruhigt aber ungemein"
  • "Die Ersten werden die Letzten und die Letzten die Ersten sein"
  • usw...

Ob das allerdings irgendeinen besonderen Wert hat und sich positiv auf das eigene Leben und seine Umgebung auswirkt, muss jeder selbst entscheiden.

Antwort
von putzfee1, 78

Lauter Klischees, die du da aufzählst. Ich kenne persönlich reiche Leute, die

  • unheilbar krank sind (merke: Gesundheit kann man nicht kaufen)
  • dumm wie Brot sind (auch Intelligenz kann man nicht mit Geld bezahlen)
  • potthässlich sind (selbst nach Schönheitsoperationen kann man hässlich sein, weil wahre Schönheit von innen kommt)
  • mies drauf sind (Geld macht nicht glücklich, es beruhigt höchstens)
  • keine (zumindest keine echten) Freunde haben
  • sehr ungesund essen (teuer ist nicht grundsätzlich mit gesund gleichzusetzen)
  • und einen Haufen Probleme haben (gerade Reichtum bringt oft ungeahnte Probleme mit sich)
  • und sich ganz sicher nicht als Vorbilder eignen (es soll reiche Leute geben, die ihren Reichtum auf nicht legale Weise erworben haben).

Ebenso kenne ich Leute mit wenig Geld, die weder krank sind noch hungern noch im Elend leben noch größere Probleme haben und mit Sicherheit auch keine schlechten Menschen sind.

Woher nimmst du nur diese ganzen Vorurteile?

Kommentar von JaniXfX ,

Hallo Putzfee, es ist schön, dass Du uns von Deinem sozialen Umfeld erzählst - allerdings hat der Nepumuk Recht, wenn er diese Frage stellt. Auch wenn es möglicherweise Deine Klischees bedient und Dir etwas weh tut, weil es gegen soziale Normen verstößt, darüber zu sprechen...

Kommentar von putzfee1 ,

Was meinst du mit "deine Klischees"? Ich denke Gott sei Dank eben nicht so in Klischees wie der Fragesteller, sondern betrachte jeden Menschen einzeln. Dann kommt man erst gar nicht auf solche Klischees. Jeder Mensch ist ein Individuum und man kann seine Eigenschaften nicht an seinem Besitz festmachen.  Das wollte ich damit sagen und nichts anderes.

Deine Antwort ist dagegen zum Teil tatsächlich reiner Bullshit. 

- Es gibt einen Starken Zusammenhang zwischen Gesundheit/ Intelligenz/ Erfolgswahrscheinlichkeit/ etc und Einkommen der Eltern. 
 

Wer reicher ist, ist automatisch intelligenter? Ich war in meinem ganzen Leben noch nicht reich (bin aber auch nicht arm). Meine Eltern, die waren arm. Trotzdem waren sie kultivierte, gebildete Menschen und haben uns Kindern trotz des fehlenden Geldes eine gute (Schul)Bildung ermöglicht. Und jedes von uns Kindern ist bisher erfolgreich durchs Leben gekommen, sei es beruflich oder privat.

Was du genau wie der Fragesteller machst, ist verallgemeinern.

"Es gibt einen Starken Zusammenhang zwischen Attraktivität und Intelligenz." 

Das kommt natürlich darauf an, was man unter Attraktivität versteht. Wenn man hier die Klischees bedienen möchte, ist das oberflächliche dumme Blondchen auf jeden Fall attraktiver (rein äußerlich gesehen) als ein intelligenter Mensch, der möglicherweise nicht so viel Wert auf reine Äußerlichkeiten legt.

Für mich macht die Ausstrahlung eines Menschen den größten Teil der Attraktivität aus; die hat natürlich bis zu einem gewissen Grad etwas mit Intelligenz zu tun, aber mehr mit emotionaler Intelligenz als mit geistiger (falls du den Unterschied kennst). Und auch hier kann man nicht verallgemeinern. Es gibt intelligente Menschen, die diese Ausstrahlung haben, und es gibt welche, die sie nicht haben. Mit der finanziellen Situation des Menschen hat aber weder das Eine noch das Andere zu tun.

Antwort
von voayager, 49

wie kommst du eigentlich auf den seltsamen Gedanken, dass reiche Leute bessere Menschen seien? Dann wäre zuudem noch zu klären, was eigentlich "bessere Menschen" bedeutet.

Ein nicht geringer Teil der reichen Leute haben sich ihren Reichtum entweder durch Ausbeutung anderer, mitunter gar durch Gaunerei erworben. Was soll daran nun gut sein? Erfahrungsgemäß vertreten viele Reiche ausgesprochen reaktionäre Positionwen, sind allem Sozialen ausgesprochen feindlich gesonnen. Ein gewisser Teil von ihnen sonnt sich in Eigenliebe und Selbstbezogenheit, so als wenn es nur sie als Menschen gäbe. Es kommt recht selten vor, dass sie sich zum Wohle ihrer Mitmenschen einsetzen. Dabei ist es schwerpunktmäßig das Geld als Solches, das Menschen übermütig und überheblich machen kann.

Da in unswerer bürgerlichen Gesellschaft Geld der wahre Gott ist, kann mit ihm nahezu entgrenzt gelebt werden. Damit ist für etliche Reiche Willkür und Allüren der Weg geebnet, denn schließlich ist ja fast Alles mit Geld zu machen, wenn es denn um die Lebensgestaltung als solche geht. Wer keine materiellen Probleme kennt, kann sich dann kaum vorstellen, was es heißt in Not zu leben, daher tritt oftmals dann Verständnislosigkeit und Geringschätzung gegenüber jenen ein, die nicht auf der Straße der Sieger "lustwandeln".

Fazit: Geld veredelt meist nicht den Menschen, Armut allerdings meist auch nicht.

Antwort
von Suboptimierer, 79

Bevor ich auf die einzelnen Punkte eingehe: "besser" kann man auf so viele verschiedene Facetten beziehen, dass eine Bewertung unter einem gedachten Schlussstrich gar nicht möglich ist.

  • weniger Krankheiten: reiche Menschen haben nicht weniger Krankheiten, haben aber bessere Möglichkeiten zur Vorsorge, teurere Medikamente und die bestn Chirugen.
  • sind Intelligenter: Ist ist die Frage, wie rum man es sieht. Ich würde eher sagen, dass Intelligenz zu Reichtum führen kann, nicht aber dass der Reichtum intelligent macht. Intelligenz folgt nicht aus Reichtum. Die am besten bezahlten Menschen auf der Welt sind keine Wissenschaftler, sondern Geschäftsleute, die sich oder ein Produkt gut an den Mann bringen können.
  • sehen besser aus: Ich bitte dich. Das liegt doch wirklich im Auge des Betrachters. Ich finde zum Beispiel, dass viele Stars sich durch Schönheits-OPs verunstalten. Klamotten und Kosmetik machen nicht Menschen schön, sondern setzen sie in Szene
  • haben gute Laune: Lass dich nicht blenden. Vielleicht können sie es sich nicht leisten, schlecht gelaunt zu sein(!)
  • viele Freunde: Sie können schwerer unterscheiden, wer "echte" Freunde sind, denn man neigt dazu, jemanden, der beliebt ist, zu mögen, weil er beliebt ist.
  • gesundes Essen: Stichwort Gesundheit siehe oben
  • wenige Probleme: Ich würde eher sagen, dass sie andere Probleme haben. Stell dir mal vor, du jettest ständig um die Welt und hast zu Hause Familie mit Kindern. Selbst wenn ihre Arbeit an sich stressfrei wäre, wenn sie nur irgendwo Däumchen drehen würden, so können sie sich nicht teilen.
    Sie haben Probleme: Wie wirke ich auf andere? Wie kriege ich das zeitlich hin? Wann kann ich mal wieder jenen alten Freund besuchen? Wie geht es meinen Eltern? Ist mein Partner glücklich? Schaffe ich es zur Taufe (Hochzeit,...)? Kann ich das essen, ohne aus meinen Trainingsplan zu kommen? Schaffe ich es langfristig, meine Ponyfarm zu unterhalten?...
    Ich sehe nicht, weshalb diese Probleme bei Reichen wegfallen sollen.

Insgesamt finde ich, dass keiner der Punkte, die du aufgezählt hast, einen Reichen zu einen besseren Menschen macht.

Manche der Punkte machen das Leben aber angenehmer.

Man muss auch der Typ für so etwas sein. Wenn du z. B. eine Couch-Kartoffel bist, wird es dich wahrscheinlich ziemlich unglücklich machen, müsstest du um die Welt reisen oder ins Fitnessstudio, damit du die passende Figur für deinen nächsten Film hast.

Ich will nicht sagen, dass Stars und Reiche es besonders schwer haben. Ich will sagen, dass man der Typ für so etwas sein muss.

Geld kann glücklich(er) machen, wenn man der Typ dafür ist.

Es wäre eine Dreistigkeit, zu behaupten, jemanden würden z. B. dicke Goldklunker nicht glücklich machen. Genauso dreist wäre es aber, zu behaupten, dass sie jeden glücklich machen würden.

Das ist doch mit allem so. Den einen macht Briefmarkensammeln glücklich, der andere daddelt lieber am Telefon, andere schreiben lieber auf GuteFrage. :)

Antwort
von 2354cannes, 72

Reichtum soll angeblich beruhigen. Schauen Sie mal aufs englische Königshaus,wie alt die Queen und ihr Gatte sind. Sie brauchten sich wegen Geld nie Sorgen zu machen,hatten die besten Ärzte. Aber man sollte nie sagen, dass reiche Leute bessere Menschen sind, natürlich können sie auch krank werden,z.B.Mildred Scheel,Ärztin und Gattin des ehemaligen Bundespräsidenten,sie starb an Darmkrebs. Es gibt auch einfache Frauen,die über 90 geworden sind.Nur Menschen mit Geld haben es einfacher und besser,aber man hat es eben nicht so.

Antwort
von mike499, 66

Kann man so nicht sehen. 

Reiche Menschen haben oft weniger sorgen und mehr Mittel sich Gesundheitstechnisch zu versorgen. Es heißt auch nicht das alle Menschen die Reich sind Intelligent sind--> siehe die meisten Topmodels

Ja gesundes Essen werden die meisten auch haben, aber auch weil sie genug Geld haben um sich dieses zu kaufen. 

Außerdem gibt es viele Arme Menschen die größere Vorbilder sein sollten als Reiche. Die Meisten Armen geben im Verhältnis mehr Geld an noch Ärmere als Reiche. Ob man nur 200€ hat und davon 20 hergibt oder 20000 und 100 hergibt ist ein großer unterschied. 

Geld verdirbt oft. 

Antwort
von Hegemon, 55

Was Du hier propagierst, ist Sozialrassismus vom Feinsten.

Dazu ein paar Beispiele.

Einer meiner Kunden hat grad 'ne große Villa gebaut - in einer pikfeinen Gegend. Als das Teil fast fertig war, ist er an Krebs gestorben. Demnächst zieht seine Witwe mit dem Kind dort ein.

Ein anderer Kunde - hat mehrere große Häuser mit mir gebaut - er hat als Abschluß Realschule und Kaufmannslehre. Als besonders gebildet oder intelligent würde ich ihn nicht bezeichnen. Zudem hat er einen Geschmack, wie ein Pferd. Die Ehe läuft so lala... Seine "Freunde" hat er nur, weil er so viel Kohle hat. Sein Vermögen hat er nicht erarbeitet sondern geerbt.

Meine neuen jungen Mieter sind zwar ziemlich arm und haben ein schwerkrankes Kind, aber sie machen trotzdem einen glücklichen Eindruck. Sie sind kommunikativ, immer freundlich und packen gerne mit an, wenn hier was zu erledigen ist. Ich bin froh, daß ich sie hier habe.


Kommentar von JaniXfX ,

Hallo Hegemon, um Fragen wirklich auf den Grund zu gehen, müssen wir uns von unseren sozialen Normen mal lösen. Kann ja nicht sein, dass wir ständig den Zensus und Keuschheitsgürtel der sozialen Erwartungen tragen... und der Fragesteller hat übrigens Recht...

Kommentar von PeVau ,

So, so, wir sollen darüber befinden, wer die besseren Menschen sind, indem wir uns von unseren sozialen Normen lösen.

Welche Normen sollen stattdessen für die Beurteilung herangezogen werden? Wirtschaftliche?

Kommentar von Hegemon ,

Soso. Der Fragesteller hat also Recht? "Reiche sind die Vorbilder eines guten Menschen"?

Wenn Krupp sein Geld durch Zwangsarbeiter verdient, und neben Auschwitz das Bertha-Werk errichten läßt, dann sicher, weil Reiche "Vorbilder eines guten Menschen sind". Oder wenn Leute wie Quandt und Schickedanz ihr Vermögen durch Ausrauben vom Juden machen, dann sind das "Vorbilder eines guten Menschen."

Glaubst Du wirklich, Vermögen anzuhäufen, geht per se mit Ethik und Moral einher? Glaubst Du wirklich, wenn heute Geld gemacht wird, ist das grundsätzlich ethisch sauber? Paralleluniversum?

Komisch, wenn ich Geld mache, bin ich regelmäßig gezwungen, meine Ellenbogen einzusetzen oder arme Schweine für mich arbeiten zu lassen. Das Gesetz des Stärkeren läßt also die "guten Menschen" gewinnen? Sorry, aber diese Position ist genauso abartig wie die Gesellschaft, der sie entstammt.



Antwort
von Maimaier, 51

Das kommt darauf an, woher der Reichtum stammt. Wessen Reichtum auf Kosten anderer basiert, ist wie ein Parasit, schlecht. Wer viel mehr hat als er braucht und nicht teilt mit Menschen die in Not sind ist auch nicht viel besser. Es ist schwer den Reichtum zu lieben und den Nächsten wie sich selbst.

Antwort
von georgiaaa, 63

Schein.

Gute Laune? Nach außen hin, ja.
Ansonsten haben sie genau so ein Leben, mit Höhen und tiefen, wie du auch.
Meistens ist es sogar so: mehr Geld, mehr Probleme.

Antwort
von Eselspur, 39

Ich gebe dir in keinem Punkt recht und finde es erschreckend, was du unter "besser" verstehst.

Antwort
von maxivonl, 24

Reiche Leute haben sehr sehr viele Probleme ! Ich erinnere mich nur an meinen Großvater der ein sehr teuren italienischen Sportwagen hatte , der einen Spoiler hatte einmal waren wir Fisch essen in München und dann ging der Spoiler nur noch runter .

Antwort
von waldfrosch64, 19

Also diese Attribute die du hier den Reichen und den Armen zuordnest entsprechen zu mindestens nicht meiner Erfahrung und Beobachtung im Leben .Und ich bin lange keine 20 mehr .

Ich habe alles überall angetroffen ,ich war selbst unter Reichen in Grossen Villen und auf der Strasse bei Obdachlosen Menschen ,und bin selbst weder das eine noch das andere ,sondern ein stinknormaler Mensch und habe hier wie dort Intelligente und dumme Menschen getroffen . Gesunde und Kranke .Gute und schlechte Menschen .

Hier eine Regel aufzustellen finde ich höchst problematisch .

Zumal diese Attribute je nach Weltanschauung zwar inhaltliche andere  Ursachen haben können ,aber doch wohl kaum objektiv gelten können .



Antwort
von TimeosciIlator, 30

Eher andersrum. Materialistisch geprägte Menschen neigen zum Geiz --> Dagobert Duck-Syndrom. Außerdem besitzen sie häufig auch nicht die Empathie, welche weniger begüterte Menschen auszeichnet.

Es ist ja so: Ist man reich, dann macht man sich keine großartigen Gedanken bei Problemen. Man kann ja einfach jemanden zur Problemlösung beauftragen. Und das fördert natürlich die Selbstgefälligkeit.

Individuen, denen nicht alles in den Schoß fällt, weil sie nicht so begütert sind, erleben das Leben wie es ist. Mit Licht und Schatten. Und können sich nach erlebten Schatten auch wieder richtig glücklich über etwas Positives freuen. Und dieses Glück wird dann an andere Menschen viel besser ausgestrahlt.

Fazit: Geld macht einfach nicht glücklich !

Kommentar von TimeosciIlator ,

Und wofür ist der negative Pfeil jetzt gedacht ? Begründung bitte !

Antwort
von lesterb42, 25

Wenn man es richtig anstellt, hast du mit Geld weniger Probleme als ohne. Deswegen ist man aber kein besserer Mensch.

Antwort
von Machtnix53, 20

Reiche Menschen sind automatisch besser Verdienende.

Wer hätte das gedacht?

Kommentar von Inkonvertibel ,

.-)))

Antwort
von meliglbc2, 23

Deine Frage ist ehrlich gesagt, etwas durcheinander.

Natürlich leben reiche Menschen besser als arme Menschen, aber das macht sie nicht gleich zu besseren Menschen, die auch gutes tun!

Meine Definition von einem guten Menschen, ist es was die Taten von dieser Person sind. Sind sie schlecht, dann ist es kein guter Mensch.

Einen besseren Menschen oder guten Menschen, kannst du nicht von seinem Reichtum erkennen, sondern von seinen Taten!

Antwort
von Omnivore08, 49

Was habt ihr eigentlich alle immer mit euren "besseren Menschen"? NIEMAND ist besser nur weil dies und das tut, dies und das isst, dies und das macht.

Wer Menschen pauschal in besser und schlechter klassifiziert anhand von Aussehen, Geld, Essen, Verhalten, Herkunft, politische Ansichten, Körpermerkmale und und und, so jemand betreibt in meinen Augen Rassismus und kann sich mit den Menschen in eine Reihe stellen, die in den 20er Jahren angefangen haben eine bestimmte Gruppe (oder damals genannte "Rasse") für alles Übel verantwortlich zu machen. 

Alice Schwarzer und Uli Hoeneß haben beide viel Geld. Aber weder sehen sie gut aus, sehen gesund aus und wären praktisch Problemlos. Und mit fug und recht kann ich behaupten, dass diese beiden Verbrecher ganz sicher nicht bessere Menschen sind als ich!

Kommentar von lesterb42 ,

Auch wenn ich die Schwarzer nicht mag und das auch nicht in dein Weltbild passt: Im Gegensatz zum Uli hat sie es geschafft eine strafbefreiende Selbstanzeige zu stellen. Sie ist deshalb kein Verbrecher und ich finde es auch nicht gut, wenn du soetwas behauptest.

Kommentar von Omnivore08 ,

Liebe(r) lesterb42,

Ich möchte dir das gerne Erläutern:

Rein juristisch muss ich dir zustimmen. Alice Schwarzer hat ca. 200.000 Euro steuern hinterzogen. Nach dem BGH-Urteil vom 02.12.2008 BGHZ 53, 71 kann bei einer Höhe von mindestens 1 Million Euro die Strafe nicht mehr zu Bewehrung ausgesetzt werden (sprich: Mindestens 2 Jahre). Ab 50.000€ gilt es nach §370  Absatz 3 AO als besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung. Die Strafbemessung liegt hierbei bei mindestens 6 Monaten. Straftaten, die mit einem Mindestmaß von einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht sind sind juristisch gesehen nach §12 Absatz 1 StGB ein Verbrechen.

Juristisch gesehen hätte sie auch 100 Millionen Euro steuern hinterziehen können. Rein juristisch stuft man diese Straftat nicht als Verbrechen ein, ja! Rein von der höhe kommt es aber auf ein Mindestmaß von einem Jahr Freiheitsstrafe hin. Und deswegen sagte ich auch Verbrecherin. Solche Summen sind nicht mehr normal. Und ob Selbstanzeige hin oder her....: Sie hat sich nicht selbst angezeigt, weil sie Gewissensbisse gehabt hat und voll die "moralische" Person ist, sondern weil sie sich mit Steuer-CDs unter Druck gefühlt hat! Ansonsten hätte sie sich ganz sicher nicht angezeigt! Und ich halte, wie viele andere Juristen auch, die enorme Strafmilderung bzw. Straflosigkeit bei Selbstanzeige für ganz großen juristischen Mist!!

Moralisch gesehen ist sie daher für mich eine Verbrecherin, auch wenn es juristisch nicht dazu langt. Hinzu kommt noch ihre sinnlose und polarisierende Hetze gegen Kachelmann...das ist genauso bedenklich und macht diese Tante nur noch unsympatischer.

Ich hoffe du kannst das nachvollziehen

Gruß
Omni

Antwort
von MonkeyKing, 30

Ist nicht dein Ernst, oder?

Antwort
von bingo00, 51

Stille Wasser sind tief.

Antwort
von Haschkeks0209, 59

Reiche Menschen sind weder intelligent, noch sind sie BESSERE Menschen und die sog. "Freunde" sind nur Freunde des geldes

Kommentar von JaniXfX ,

ja, das hätten wir gern so.

Kommentar von maxivonl ,

Das stimmt nicht es hat nichts mit Geld zu tun wie intelligent man ist. Noch dazu haben auch reiche Menschen echte Freunde!!

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