schlange als haustier, tierquälerei?

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3 Antworten

Unsinn, Schlangen werden durch die Haltung nicht aggressiv und Tierquälerei ist es sicher auch nicht.

Ich habe seit gut 12 Jahren ein Pärchen südliche Madagaskarboas(Deutsche Nachzuchten) und den geht es sichtlich gut.
Sie baden zusammen, dösen unter der Infrarotlampe, fressen gut und sind total auf mich geprägt.

Sie liegen regelmäßig beim Fernseh gucken, abends ruhig auf meiner Brust unter der Kuscheldecke und liegen dort ganz still.

In Natur wird es sie wohlmöglich in ein paar Jahren gar nicht mehr geben, von daher ist die Frage, was für die Schlangenart das kleiner Übel ist, wohl auch klar beantwortet.

Was die Lebendfütterung angeht:
Lebendfütterung ist bei Schlangen die Mäuse bekommen artgerechter und mit Vorteilen verbunden. Die Mäuse sind frischer, die Akzeptanz ist höher...
Bei einer gewissen Größe von Futtertieren(XXL- Ratten, Meerschweine, Kaninchen..) ist prekilled oder Frostfutter die bessere Wahl, da diese Tiere sehr wehrhaft sind.
Aufgrund der Platzverhältnisse und der Fütterungssituation ist dann die Lebendfütterung lebensgefährlich für die Schlange, weil das Futtertier ins Terrarium gegeben wird und aufgrund seiner Intelligenz(z.B. bei Ratten) schneller begreift, dass da eine Schlange ist, als umgekehrt. Ratten begreifen dann durchaus recht schnell, dass eine Flucht aussichtslos ist und gehen blitzschnell zum Angriff über. Die Schlange, die in natura ein Lauerjäger ist, wird dann schnell überrumpelt und wenn die langen Zähne der Ratte ein wichtiges Blutgefäß der Schlange durchbohren, stirbt selbige ratzfatz an inneren Blutungen.

Wenn du also Teil der Generation Ponyhofmentalität, vegan leben wegen schlechtem Gewissen usw. bist, mit schlechtem Gewissen gegenüber einer Maus, bei keiner Schlachtung eines Schweines zusehen könntest etc. dann lass die Schlange lieber in der Zoohandlung, beim Züchter, auf der Messe oder beim aktuellen Besitzer.

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Kommentar von Xineobe
22.01.2016, 21:53

Ohje bitte einmal Infrarot und Schlangen googln. Genau so wie Taktile Reize und Thermoregulation.

Die Tiere haben nichts,a ber auch absolut nichts vor dem Fernseher in der Wohnung zu suchen.

Sie bleiben liegen weil sie keine andere Wahl haben und sonst noch schneller auskühlen.

Das ist leider falsch verstandene Tierliebe

Terraristik bedeutet die Natur für ein Wildtier mit allen natürlichen Parametern zu imitieren.

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Ich fange mal von hinten an...

Nein sie werden durch Gefangenschaft nicht aggressiver. Ganz im gegenteil, sie kennen nichts anderes wenn du eine deutsche Nachzucht kaufst. Sie sind sogar ruhiger als in der Natur lebende Schlangen wenn sie gut gehalten werden und den Umgang mit dem Menschen kennen lernen. Sie entwickel dann sowas wie Vertrauen / Akzeptanz.

Wie du fütterst ist fast egal. Alle Methoden haben so ihre vor und nachteile.

Ich persönlich füttere nur Frostfutter. Da kann ich sicher sein das alle Bakterien usw. durch das frosten getötet wurden. Das auftauen macht zwar etwas arbeit, aber alles in allem finde ich es besser.Ich habe ebenfalls Riesenschlangen und das Argument mit dem Wehrhaften Futtertier ist absolut richtig. Grade Ratten sind im Überlebenskampf nicht zimperlich...

Wenn du alles richtig machst ist Terraristik keine Tierquälerei. Das Terrarium sollte ausreichend groß sein (lieber etwas größer), auch das Klima sollte stimmen.Bei solchen Sachen also nicht zu genau auf das Geld achten. Das wohl des Tieres geht vor. 

Wenn du dann noch verstehst das eine Schlange kein Kuscheltier ist mit dem man abends auf dem Sofa liegen kann. Dann bist du auf einem sehr guten weg.

Eine solche Situation ist für das Tier IMMER Stress. Schlangen wollen ihre ruhe sie brauchen keine Aktion und interessieren sich kein Stück für das Dschungelcamp oder Bauernfrau gesucht.

Sie brauchen ein Versteck in dem sie sich Sicher und wohl fühlen.

An welche Art hast du denn so gedacht?

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Leider sieht man hier auch direkt wieder Beispiele, wie Terraristik nicht gehen sollte. Dass es schon so viele Jahre gemacht wird, macht es nicht besser, im Gegenteil.

Du kannst einer Schlange, ein schönes naturnahes Heim bieten.

Heißt Terraristik ist nicht ein Tier in einem Kasten, sondern einem Wildtier ein Stück Natur zu imitieren, mit allen positiven Parametern.

Dafür immer die Natur als Vorbild nehmen. Gerade was Einrichtung, Bodengrund, event Bepflanzung, Klimazonen, Helligkeit usw. angeht.

Auch muss man weg von Mindestmaßangaben, die man gerne findet. Die angegebenen Maße sind eben meist auch nicht mehr .... nur ein "Kleinst Möglich"

Schlangen sind und bleiben Wildtiere, durchaus am Geschehen interessiert, aber sie mögen keine Berühung, kein Kuscheln und gehören nicht aufs Sofa

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