Reitplatz steht unter Wasser, was machen?

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5 Antworten

Hallo!

Das Wasser muss abfließen können. Dies ist die einzige Lösung. Teppichschnipsel sind zwar nicht schlecht, führt das angestaute Wasser aber trotzdem nicht ab.

Wie schon richtig erwähnt, ist eine gut ausgeführte Drainage aufwendig und muss korrekt ausgeführt werden. Des Weiteren kostet die auch was.

Der Sportwart unsere Fußballs hatte ein ähnliches Problem. Der Fußballplatz stand regelmäßig unter Wasser. Die Lösung war am Ende, dass der komplette Fußballplatz mit eine dünnen Erdbohrer wie ein schweizer Käse durchbohrt wurde (alle 50 cm; ca. 1,50 + 2,00 tief). Diese Bohrlöcher wurden anschließend mit feinem Sand aufgefüllt. Damit wurde erfolgreich gewährleistet, dass das Regenwasser die Möglichkeit hat, in tiefere Erdreich zu versickern.

Mein Tipp: Platz "durchbohren" und die Löcher mit Sand auffüllen. Danach den Platz mit Teppichschnippsel auffüllen. Entsprechende Erdbohrer gibt es in Baumärken zu leihen.

Gruß
Falke

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Kommentar von HuberHansl
07.02.2016, 10:10

Wenn der Sand in den Löchern nachsackt, entstehen optimale "Beinbrecher". Sowas kann für die Pferde tötlich Enden.

Warum auf einem Roundpen Textilboden?

Quarz reicht föllig, ich hab für den Sondermüll nur auf Springplätzen begrenzt verständnis. Ein guter Reitplatz kommt ohne dem giftigen Zeugs aus.

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Auch wenn es etwas teurer ist,aber nit Teppichschnippselplätzen haben ich super Erfahrungen gemacht :))
Die Plätze vereisen nicht,überfluten nicht,usw..
Evtl. wöre das ja eine Alternative,damit wenigstens ein Roundpen benutzt werden kann? :))

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Kommentar von ponys1234
06.02.2016, 19:01

Das mit den Teppichschnippseln kann ich nur bestätigen :)

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Die Drainage, also der Aufbau des Bodens ist sicher nicht OK. Und dann beim Neuaufbau eine leichte Neigung einarbeiten zu einer Wasserablaufrinne.
Tiefer ausschachten dann sand, groben Kies, feinen Kies und zuletzt sand. Und alle schichten verdichten.

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Wenn ihr da ne fachgerechte wetterfeste Drainage drunter bringen wollt, müsst ihr mit ner 4-stelligen Summe rechnen!

Ihr braucht zum Ausheben nen Minibagger, die Drainage als solches, dazu einen Brunnenschacht oder Zugang zur Kanalisation als Ablauf. Dazu dann die Aufschüttungen (die einzeln planiert und festgerüttelt werden müssen) und die unerlässliche Trennfolie zwischen Kiesschüttung und eigentlichem Platzbelag.

Alternativ könnt ihr folgendes Langzeitprojekt starten:

Seite für Seite vernünftig mit stabilen Pfosten versehen. Pfosten mit Erdlochbohrer mindestens 50cm tief versenken,, über der Erde mindestens 1,50m hoch. Ideal sind viereckige Pfosten (Kantholz) mit sog. Pyramidendach. Da läuft das Regewasser besser von ab! Muss man einbuddeln mit Erdlochbohrer, weil man die wegen der Dachform nicht rammen kann.

Abstand idealerweise 2 m. Warum? wegen der Platzrundung!

Als seitliche Begrenzung nehmt Kantholzriegel, dreireihig. Solide verschrauben, nicht nur nageln! Und: INNEN anbringen! Sonst bleibt ihr beim Reiten an den Pfosten hängen mit der Kniescheibe und das tut WEH.

Das Ganze dann streichen! Klassisch weiß oder halt unauffällig dunkelbraun.

Ja, kostet PRO Holzteil 10-15€, aber das ist ein wirklich dauerhafter stabiler Zaun! Am Boden sehr breite (!) Baubohlen als Seiten-Begrenzung, setzen, dabei um 5-10 cm tief versenken...dann könnt ihr auf dem Platz hellen Bausand aufschütten. (keinen gelben!)

Der läuft dann nicht aus dem Platz raus.

Mit der Zeit, wenn ihr den dann fertig habt, habt ihr einen brauchbaren Platz zum Reiten/Longieren und auch als behelfsmäßigen Winterauslauf. Ihr müsst nur regelmäßig die Äpfel absammeln und den Hufschlag begradigen. Und ja, das wird ne Menge Geld kosten!

So geht das auch ohne Drainage....Bausand verschlammt nicht so wie Naturboden.


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Kommentar von ponyfliege
06.02.2016, 19:12

nur der bausand ist nicht ideal für pferdebeine. 

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Kommentar von HuberHansl
07.02.2016, 10:16

Bausand ist nicht "elastich" und daher als Trettschicht nicht geeignet. Er absorbiert die Stöße nur schlecht und beschädigt auf dauer Sehnen und Glenke. Zudem wird dann zwar kein Wasser an der Oberfläche mehr sichtbar sein, dieses ist jedoch dann im Sand gebunden und dieser wird umso rutschiger. Der Boden ist dan ebenfals nicht bereitbar. Das ganze ist zwar eine bessere Lösung als im Moment. Ich glaube jedoch das das für ungefähr das gleiche Geld noch besser geht. (Siehe meine Antwort)

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Der "Reitplatz" auf dem Foto, hat meiner Meinungnach diese Bezeichnung nicht verdient. Ihr braucht auf jeden fall eine vernünftige Tretschicht (Sand, Sand-Textil, etc.) einfach nur Erde und Kies, verklebt nach kurzer Zeit, das Wasser kann nicht mehr nach unten ablaufen. Zudem würde ich ein Drainagesystem empfehlen. Ich weis das solche Systeme sehr teuer sind, desshalb rate ich zu Folgender lösung.

Versenkt den Reitplatz ca. einen halben Meter im Boden. Meist kommt nach 50 cm Erde eine Kiesschicht. Diese Kiesschicht braucht ihr nur zu glätten und anschließend die Tretschicht aufbringen. Habt ihr auf eurem Hof einen Lader? Ansonsten könnt ihr euch sicher einen Minibager ausleihen. Ich denke ein Loch solcher ausmase ist sicher an einem Tag ausgehoben. Die Erde kann man soglich als Umrandung hügelförmig aufschütten, so läuft kein Wasser von ausen in den Roundpen. Zusätzlich müsst ihr eine kleine Rampe runter zum Reitplatz graben. Diese würde ich auf der Hangseite, also da wo die Umgebung sowieso am tiefsten ist, anlegen, damit kein Wasser von Außen eindringt. Ich glaube das ist bei euch da, wo der kleine Baum steht.

Als Tretschicht, würde ich Quartzsand empfehlen, dieser ist verhältnismäsig günstig und gut zu pflegen. Von Textilböden, vor allem auf kleinen Plätzen, würde ich abraten,da:

- Die feinen Textilfassern vermutlich äuserst schädlich für die Lungen von     Pferd und Reiter sind. (Leider gibt es hierzu keine Studien)

- Der Sand mit Textilfasern bei einer späteren Entsorgung als Sondermüll gilt. (Die Entsorgung von 30t Sondermüll dürfte nicht ganz billig werden)

- Ein Sand-Textilgemisch wesentlich teurer als Quarzsand ist.

Grob überschlagen komme ich auf folgende Kosten:

Minibager (Ich habe mir damals den eines Bekannten aus einer Baufirma über das Wochenende gelihen.) Ca. 50-100€

Tretschicht (Quarzsand): 26t (müssten eigentlich ausreichen) kosten bei uns 220€ plus ungefähr 280€ für Transport (abhängig von km).

So komme ich auf dei relativ überschaubaren Kosten von 500-600€. Ich denke, günstiger kann man einen Reitplatz nicht bauen. Zum Vergleich: Unser Springplatz soll von einer Baufirma um ein 10x30 Meter langes Stück verlängert werden. Da wir hier den Platz nicht versenken können und eine Drainage benötigen, wird das zwischen 30.000 und 40.000€ kosten (Das zu verlängernde Stück ist nur doppelt so groß wie dein Platz).

Viel Erfolg beim Bauen.

PS: Schraubt bitte die Isolatoren von der Umrandung nur auf der Aussenseit ein. Alles andere (wie im Bild) ist Gefährlich für Reiter und Pferd.

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Kommentar von Amira2013
07.02.2016, 17:07

Dieses Bild ist enstanden, als er fertig war. Heute sieht er etwas anders aus. Warum wie auf dem Bild?

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