Frage von starato, 48

Pferd einschläfern, wie bereite ich mich vor?

Meine Reitbeteiligung wird in den nächsten Tagen eingeschläfert. Lange Geschichte wieso, weshalb, warum aber es ist besser für ihn. Und das weiß ich. Ich komme aber trotzdem nicht damit klar. Obwohl er nicht mein Pferd war, war ich die einzige die ihn geritten ist und sich um ihn gekümmert hat. Es ist also wie mein eigenes. Ich könnte nur noch heulen und habe jetzt schon Angst vor dem Tag. Es ist schon alles "geplant" aber ich weiß nicht wie ich mich an dem Tag verhalten soll. Soll ich ihn einfach holen und ihn den Tod führen? Morgens noch mal spazieren gehen? Noch mal die Lieblingsleckerlis? Ich habe einfach Angst vor dem Moment wo er von uns geht, ich will die Zeit bis dahin genießen... Habt ihr Erfahrungen und Tipps? Was mache ich mit Dingen die ihm gehört haben? Der neue Sattel kann für ein anderes Pferd genutzt werden aber zum Beispiel die Schabracke mit seinem Namen? Lg und vielen Dank

Antwort
von HihihiMeee, 35

Ich wusste es bei meiner ersten rb 14 Tage vorher... da ich ihn nicht so lange hatte war die Bindung nicht so krass aber trotzdem war/ist es schwer. Ich war 2 Tage vorher da und wollte eigentlich dabei sein. Nach diesem Traumhaften Tag habe ich ihn nicht mehr gesehen und es sein lassen.
Bei meinem eigenen Pferd nun wäre ich definitiv dabei da ich die richtige Bezugsperson bin.
Raten kann ich dir nur jeden Tag zu genießen und vor allem die schönen Momente zu behalten. Schiebe den Gedanken, dass es bald vorbei ist beiseite dann werden er auch schöne Tage. Wir haben nochmal gaaanz viele Bilder gemacht und viel gelacht.. ich war auch selten allein da um Spaß zu haben und nicht traurig zu sein. Planen kannsr du es jetzt noch nicht was du an diesem Tag tust. Vertraue da auf dein Gefühl. Wenn du morgens spazieren willst mach das, willst du nicht fahren mach das. Wenn du das Gefühl hast dein Pferd nicht holen zu können oder das nicht möchtest ist auch das total okay. Da findet sich bestimmt jemand der das macht.
Tipps die ich noch für dich habe:
- sei nicht allein da... wenn nur jemand iwo im Stall auf dich wartet
- fahr recht zügig danach nach hause, sonst ist es unerträglich
- schneide dir vorher Schweif ab und öass dir ein Armband machen, das wird dich immer begleiten
- als letztes setzt abgeblich der Hörsinn aus... also rede ganz ganz viel mit deinem Pferd
- geb deinem Pferd die Sicherheit, dass alles gut ist was da passiert, es braucht diese Sicherheit um ruhig einschlafen zu können... danach kannst du alles rauslassen
- mir half es schreiend auf dem Platz zu liegen wo mein Pony einen Tag vorher lag ... iwie brauchte ich das
- nimm dir jeden Tag danach erstmal 5min nur für dein altes Pferdi... dann kannst du unbeschwerter durch den Tag gehen

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Soweir dazu, wenn du nicht klarkommst damit oder noch iwas wissen magst etc schreib einfach, kenne diese Situation nur zu gut. Du schaffst das, bald hast du einen Traumhaften Engel der bei dir ist und das spürt man ... deine RB soll mir bloß meinen Leo grüßen ;)

Antwort
von Viowow, 30

wenn du die einzige bist, die sich wirklich um ihn gekümmert hat, sei für ihn da. sei nicht traurig, sondern sei stark. er wäre sicher traurig, wenn du nicht da bist. auch wenns hart klingt, reiß dich zusammen. wenn er eingeschlafen ist, kannst du immernoch zusammenbrechen....
kennst du den text von der regenbogenbrücke? lies ihn dir sonst mal durch und denk daran, wenn es soweit ist.

Antwort
von M4ETHOR, 32

Hallo!

Also eines meiner Pferde wurde auch schon mal eingeschläfert. Ich kann dir nur als Tipp geben, dass du die Zeit wirklich genießen solltest, sofern es dem Tier keine Schmerzen bereitet. Mach was mit ihm, aber lass es nicht spüren dass es etwas besonderes ist, das Pferd spürt so oder so dass irgendwas nicht stimmt. Führ dir vor Augen dass es besser so ist und nimm dir ruhig Zeit dich zu verabschieden.

Kommentar von Mayatuk ,

Genau das selbe hätte ich auch geschrieben kuscheln, spazieren wenn es für ohn nicht so schmerzhaft ist. Den Tag genießen einfach. Koppel mit ihn 

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 31

hi,

wenn er noch so gut laufen kann - geh in jedem fall mit ihm dann noch spazieren - und natürlich - füttere seine lieblingsleckerlie.

mach vor allem fotos - und abzüge davon. zum erinnern reichen digitale daten einfach nicht aus.

ein paar schweifhaare und ein stückchen vom schopf (von unten, da wo auch der flaum sitzt... die schabracke solltest du aufheben.

wie die trauer sein wird, kann man natürlich unmöglich jetzt schon sagen.

vielleicht hockst du stundenlang da und starrst auf die fotos, vielleicht magst du erst mal gar nichts mehr von den fotos oder erinnerungsstücken wissen, weil du es einfach nicht aushältst, vielleicht bist du auch unnatürlich fröhlich und versuchst dich abzulenken, vielleicht schreist du auch alle an und bist unausstehlich.

du hast das recht zu allem, denn jeder mensch trauert unterschiedlich.

du hast für das pferd getan, was du konntest. wenn du es über dich bringst, stehe ihm bei, wenn er über die regenbogenbrücke geht. wenn du das nicht kannst, ist es auch gut...

ich wünsche dir viel kraft!

und - eines tages wird wieder ein pferd, das deine seele berührt in dein leben treten. das kann recht schnell gehen oder so lange dauern, dass du selber nicht mehr daran glaubst, dass es jemals wieder so was gibt. bei mir hat es 25 jahre gedauert - und seit dem dies törchen wieder offen ist, sehe ich die ganze welt mit anderen augen.

in der hauptsache hast du angst vor deiner eigenen trauer. niemand kann seine gefühle voraussehen.

Antwort
von 27tinchen27, 30

Hi,erstmal mein Beileid:(
Ich würde versuchen dem Pferd noch schöne letzte Tage zu schenken,spazieren gehen,putzen,kuscheln,lieblingsleckerlies, etc. was ich als schönes Andenken finde ist es wenn man sich ein paar Schweifhaare abschneidet und daraus dann ein Armband machen lässt.

Antwort
von trabifan28, 37

Ich kann vollkommen nachvollziehen wie du dich fühlst. Habe ich auch schon durchgemacht. Mehrmals. Das ist immer extrem traurig und sehr schwer, aber wenn es für das Pferd besser ist, bevor es sich mit Schmerzen quält o.ä. dann ist das, auch wenn eine sehr schwere, aber eine gute Entscheidung.

Ich würde mit ihm Zeit verbringen. Aber ich würde nicht plötzlich alles anders machen und mich anders dem Pferd gegenüber verhalten. Sei wie immer. Putz ihn schön ordentlich, geh spazieren, mach Bodenarbeit usw.

Auch wenn das jetzt vielleicht hart klingt, aber rumheulen bringt da leider auch nichts. Weder dir noch dem Pferd. Da musst du dich zusammen reißen und stark sein, weinen kannst du nacher immer noch.

Das Zubehör würde ich aufbehalten. Entweder für ein anders Pferd, oder einfach als schönes Andenken. Von meiner Isländer Stute, die vor 2 Jahren gestorben ist (wurde allerdings nicht eingeschläfert), habe ich auch noch ein, zwei schöne Halfter als Andenken aufgehoben. Den Rest hat unsere alte Isi Dame "bekommen" oder es liegt im Keller/auf dem Dachboden. Man könnte es zwar auch verkaufen, aber ich behalte sowas lieber. Außerdem weiß ich nie, wann ich es mal wieder für ein Pferdchen brauchen könnte, deshalb lager ich das meiste immer ;-)

Viel Kraft in der schweren Zeit, das packst du schon!

Denk immer daran, dass er es bis dahin sehr gut gehabt hat und ein tolles Leben geführt hat!

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 28

Als mein Pferd, mit 28, eingeschläfert wurde, hat mich der Gedanke getröstet, dass er bis dahin ein verdammt gutes Leben gehabt hat, getröstet.

Antwort
von Mayatuk, 30

Mit dem Zeug entweder als Errinerung behalten oder trotzdrm füt anderes Pferd verwenden. Ist ja eig. Egal ob das nicht der Name des Pferdes ist

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