Frage von Annika001, 139

Ohne Hocker aufsteigen?

Hallo Ich habe momentan das Problem das meine Reitlehrerinn sich jede Woche so ein wenig lustig macht da ich nicht ohne Hocker aufsteigen kann das Pferd ist nicht groß und ich weiß das ich hochkommen würde (z.b. wenn ich im Gelände stürzen würde oder so) aber aufjedenfall steig ich jetzt immer mit hocker auf .Ich bin nunmal nicht die dünnste und wahrscheinlich der unsportlichste Mensch der Welt und außerdem hab ich mal gelesen das aufsteigen ohne Hocker ( also wenn man sich so hochzieht ) total ungesund für den Pferderücken ist und ich möchte dem Pferd auch nicht wehtun . Kennt ihr vielleicht Tipps wie ich gelenkiger werde oder einfach wie ich besser hochkommen könnte ?

Danke im Vorraus :D

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Feivel93, 76

Hallo Annika,

es ist tatsächlich viel gesünder für das Pferd, wenn man über eine möglichst hohe Aufsteighilfe aufsteigt. Außerdem schont man den Sattel.

Ich finde es unverschämt von deiner Reitlehrerin, dass sie sich darüber lustig macht. Und genau das würde ich ihr auch sagen!

Und ganz ehrlich: Wenn diese Art von Lästerei ihr Humor ist, würde sie sich was anderes zum Lästern suchen, wenn du anfängst "normal" aufzusteigen. Dann hat das Pferd verloren (Rückenschmerzen), du quälst dich unnötig und die RL lästert trotzdem...

Wenn du generell Übungen machen möchtest, um gelenkiger zu werden empfehle ich dir Bewegungssport wie Joggen, Schwimmen, Radfahren.

Im Alltag kannst du deine Beweglichkeit z.B. verbessern, indem du beim Treppensteigen immer 2 Stufen auf einmal nimmst, viel hüpfst (Bordstein hoch), tanzt, kurze Strecken läufst statt fährst und versuchst Fahrstühle und Rolltreppen zu meiden ;)

VLG - Feivel

Antwort
von michi57319, 67

Beweglichkeit ist eher eine Frage von Übungen, denn von Sport.

Wenn du Schwierigkeiten hast, dein Bein hoch zu bekommen, kannst du das zu Hause trainieren. Einfache Gymnastik reicht dazu ja aus, es muß kein Leistungssport sein :-)

Abgesehen davon ist dein Weg der richtige. Für das Pferd vor allem.

Aber da nichts dagegen spricht, die eigene Beweglichkeit zu verbessern, fang doch mit einem kleinen Workout im Wohnzimmer an. Das ist für das gesamte Leben gut, weil die Verletzungsgefahr in allen Situationen geringer ist, wenn du über eine gute Körperbeherrschung verfügst.

Wenn du dich also ernsthaft verbessern möchtest, dann auch in erster Linie für dich und dein Wohlbefinden. Nicht für eine unwissende und lästernde Reitlehrerin, die wohl das falsche Ideal eines Menschen im Kopf hat.

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 40

Such Dir einen neuen Trainer ... Dass sich jemand als Reitlehrer bezeichnet, der so wenig Ahnung von Biomechanik und Materialkunde hat, dass er ZULÄSST, dass man ohne Aufsteighilfe aufsteigt, zeugt von seiner fehlenden Qualifikation.

Du sollst nicht lernen, hoch zu kommen, denn dadurch verziehst Du den Baum Deines Sattels, belastet die Wirbelsäule des Pferdes stark über auf der jeweiligen Seite ... ich würde mich von NIEMANDEM dazu überreden lassen, Pferd und Sattel nachhaltig zu schaden. Lieber gehe ich ein paar km zu Fuß. Neulich hatte ich tatsächlich eine Jackentasche nicht richtig zu gemacht und mir ist was raus gefallen. Also bin ich abgesessen und so weit gelaufen, bis was mit sinnvoller Höhe kam, wo ich wieder aufsitzen konnte.

Kommentar von friesennarr ,

Hier bin ich nicht deiner Meinung - ich finde man muß vom Boden aus aufsteigen können. Man muß es ja nicht immer machen, aber man sollte es können.

Kommentar von Baroque ,

Wenn das Voraussetzung wäre, hätte ich wohl ein anderes Hobby, denn dann wäre vor 34,5 Jahren meine Wahl vielleicht auf Pferde gefallen, aber reiten würde ich bis heute nicht können. Selbst als ich noch im Leistungssport war in mehreren Sportarten, kam ich nicht gut ohne auf's Pferd und wannimmer wir es als Kinder versucht haben, wurden wir geschimpft, wir sollen uns gefälligst das Mäuerchen oder einen Stuhl nehmen - von den Pferdebesitzern oder dem Reitlehrer. Selbst seinerzeit in den 80ern wusste man schon, dass es schonender ist, nicht ohne aufzusteigen.

Ich reite nun also sooo lang und nein, ich klettere nicht ohne hoch. Die ganzen Jahre nicht. Dennoch reite ich mehrmals pro Woche, auch unsere beiden Pferde und auch Fremdpferde und das gerne und wenn jemand meine Reiterei bewertet, geht es nie darum, wie ich da rauf komme, sondern immer nur darum, was ich tu, wenn ich oben bin ;-)

Antwort
von meinkid, 52

Es ist nicht schödluch für den pferde rpcken wenn du es richtig machst nimm dir einfach mal zeit und üb

Kommentar von horselife22 ,

und du solltest dir mal die Zeit nehmen und in die schule gehen

Kommentar von meinkid ,

ich hab ferien...

Antwort
von ichglaubsnich, 77

seilspringen vllt? hilft glaub ich sehr (wenn mans denn regelmäßig macht) dabei schlanker und fitter zu werden - und wenn du erstmal "drin bist" hast du bestimmt auch mehr Energie, um dich aufs Pferd zu schwingen :)

ähm.. abgesehen davon.. wenn du das gelesen hast (dass das eigentlich ungesund für den Pferderücken ist, hochziehen) - könntest du das deiner (Reit)lehrerin ja auch mal sagen? Dass du dem Pferd nicht schaden willst - und dran arbeitest sportlicher zu werden  - aber bis dahin, eben besser mit?

wär mein tipp

liebe grüße

Kommentar von friesennarr ,

Ob ungesund oder nicht - man macht so viel mit dem Pferd was ungesund ist - ist nicht das wichtige an dieser Übung.

Man sollte auch von unten aufsteigen können, darum geht es, und ich schätze so meint es die RL auch.

Kommentar von ichglaubsnich ,

die Fragestellerin sagte ja auch, dass sie es kann (im Notfall, im Gelände), aber eben nicht gerade gut bzw schwungvoll - oder anscheinend ohne dem Pferderücken dabei zu schaden..

entschuldige, aber dein Argument.." - man macht so viel mit dem Pferd was ungesund ist - " - das ist doch keine Rechtfertigung? ein Fehler rechtfertigt niemals einen anderen.. (nach dem Motto: ach habe ich dir schon deinen Arm gebrochen, da macht's auch nichts mehr, wenn ich dir noch den kleinen Finger breche!? - sorry, als Beispiel jetzt..)

Kommentar von friesennarr ,

So habe ich das auch nicht gemeint, aber was glaubst du wie viele Pferde Eisen an den Hufen tragen, keinen passenden Sattel haben, keine ordentliche Ernährung sonder Müüüsssllliii.

Ich habe meinen Pferden noch nie geschadet im Gegenteil. Diese Einseitige Belastung dauert 0,5 Sec. - muß man halt ab und zu auch von der anderen Seite aufsteigen.

Kommentar von Feivel93 ,

Aufsteigen ist für ein Pferd schon nicht sehr angenehm, schon gar nicht, wenn die Reiter noch untrainiert und/oder schwer sind. Daher laufen auch viele dabei los.

Ich gebe dir völlig recht, dass man von unten aufsteigen KÖNNEN sollte, und zwar von beiden Seiten. Das aber an einem lebenden Schulpferd zu üben, empfinde ich persönlich als Tierquälerei, da unnötig. Beim Reiten lernen braucht man ein "lebendes Pferd", auch wenn das für das Tier auch nicht gesund ist.

Für die reine "Gymnastikübung" ist ein Holzpferd (wie beim Volti) wesentlich geeigneter! Das steht still (safety first) und man kann üben so viel man will.

Und was machen ältere Reiter, die mal aufsteigen konnten, dazu körperlich aber nicht mehr in der Lage sind? Soll man sich über die auch lustig machen und Sprüche machen wie, "ey Opa, verkauf dein Pferd"?

Der Ton macht die Musik. Wäre die RL zur Fragestellerin gegangen und hätte gesagt: "Mir ist aufgefallen, dass du vermeidest ohne Hocker aufzusteigen. Für einen Reiter ist es aber wichtig das im Ernstfall auch zu können. Wollen wir das mal gemeinsam trainieren? Ich zeige dir Übungen für zu Hause..." Dann würde sich die Fragestellerin jetzt nicht schlecht fühlen!

Kommentar von friesennarr ,

Komisch so hat die Fragestellerin das aber nicht bezeichnet, sondern so.:

das meine Reitlehrerinn sich jede Woche so ein wenig lustig macht da ich nicht ohne Hocker aufsteigen kann

so ein wenig ist da das Schlüsselwort.

Antwort
von Boxerfrau, 31

Besser mit dem Hocker aufsteigen als dem Pferd zu schaden. Deine Rl sollte eigentlich wissen das es für das Pferd absolut ungesund ist, wenn man vom Boden aufsteigt. Natürlich ist es von Vorteil wenn man es kann. Aber selbst im Gelände gibt es 10000000 Wege um aufs Pferd zu kommen.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 39

Ich bin mein Leben lang von unten aufgestiegen und hat noch keinem Pferd geschadet.

Jetzt wo ich älter bin steige ich aus bequemlichkeitsgründen von der Aufstiegshilfe aus auf.

Wie bei allem, wenn man gelenkiger werden will, dann muß man üben - dehnen - Muskeln aufbauen und schon klappt alles viel leichter.

Antwort
von Viowow, 64

deine rl macht sich darüber lustig, das du den rücken deines pferdes schonen möchtest?
die würd ich rausschmeissen.

oder sie fragen, ob sie eigentlich ahnung von ihrem job hat.
das ist frech und unnötig und dafür bezahlst du sie nicht...
steig einfach weiter mit dem hocker auf.
für das pferd ist es das beste was du machen kannst.
bei YT gibt es videos in slowmotion, die zeigen, wie die wirbelsäule zur seite ruckt, wenn man ohne aufsteigehilfe aufsteigt...

Kommentar von friesennarr ,

Ja, aber da ist auch zu bedenken, das dieser Zustand gerade mal 3 Sec. anhält. Hatte noch nie ein Pferd mit Rückenproblemen wegen dem Aufsteigen vom Boden aus.

Ich finde man sollte schon auch vom Boden aus auf sein Pferd steigen können. Es ist total öde wenn man mal im Gelände absteigen muß und für die nächsten 800 m kein Baumstamm herumliegt, oder ein Parkbänkchen bereit steht, wo man das Pferd auch noch gescheid einparken kann.

Wenn ich absteige, dann steige ich da auch wieder auf, egal wo ich gerade bin. Man ist ja schließlich reiter und nicht läufer, grins.

Kommentar von Viowow ,

ja, das stimmt schon, aber wenn die möglichkeit gegeben ist, von einer erhöhung aufzusteigen, kann man es nutzen:) ich finde aber das verhalten einfach frech. egal obs nun so ist oder nicht. wenn sie meint, mann solle ohne aufs pferd kommen, kann sie es ja auch nett erklären;) richtig, wenige sekunden. wenn ich jeden tag wenige sekunden einen ruck immer in die selbe richtung bekomme, habe ich trotzdem irgendwann rückenschmerzen;)

Kommentar von friesennarr ,

Warum? Sie beschreibt es so:

das meine Reitlehrerinn sich jede Woche so ein wenig lustig macht da ich nicht ohne Hocker aufsteigen kann

ich sehe da nichts dramatisches dran.

Und ich finde auch, das man von unten ohne Hilfe aufsteigen kann für sehr wichtig und würde einem Schüler das auch anraten zu üben. Trockenübungen kann man machen und dann hin und wieder auch am Pferd üben. Man bekommt irgendwann einen richtig guten Trick raus, wie das besser geht als man das kennt.

Meine Pferde hatten noch niemals in über 20 Jahren Rückenweh und ich bin immer von unten aufgestiegen (einfach in Ermangelung einer Aufstiegshilfe) - man kann ja abwechselnd aufsteigen - mal links mal rechts, das gleicht das dann wieder aus.

Wenn ich manchmal sehe, welche Verrenkungen die Pferde auf der Weide machen können.

Es geht ja nicht darum, das man immer vom Boden aufsteigt, nur das man es auch gut kann wenn man es mal tun muß. Gut können ist wichtig, weil dann geht das so einfach, das das Pferd nicht viel einseitig belastet wird.

Da ist ein Unterschied dabei.

Kommentar von Viowow ,

wahrscheinlich denke ich schon wieder zu viel an den pädagogischen effekt... aufstiegsthilfe hin oder her(kann ja auch jeder finden und machen wie er meint;) ich finde es bedenklich, das die rl sich über eine etwas kräftigere statur, die es eben von unten einfach noch nicht hinbekommt, lustig zu machen scheint... das war eher mein kritikpunkt:) wie gesagt, sehe dann da eher die pädagogische seite.... (die im übrigen meiner erfahrung nach bei den meisten rls zu wünschen übrig lässt...)

Kommentar von friesennarr ,

Da hättest du mal meine Reitlehrer kennen lernen sollen, vor 40 Jahren, wenn man da was falsch gemacht hat, dann haben die dich teilweise vom Pferd gezogen und du durftest den Rest der Stunde nur noch zugucken.

Bei uns gab es kein: "Ich kann nicht mehr" - dann hättest du gleich für immer gehen können. Und wenn du von unten nicht aufs Pferd gekommen bist, dann hast du das eine Stunde lang üben dürfen am Holzpferd.

Und weist du was, das hat mir pädagogisch überhaupt nicht geschadet. Ich halte heute immer noch durch wenn es schwer wird, ich komm immer noch auf den Gaul ohne Aufstiegshilfe und ich habe gelernt, das man sich keine Fehler beim Pferd erlaubt.

So schlecht war das nicht.

Wenn ich heute bei einer Reitstunde zugucke bekomm ich die Kriese. Stunden sind nur noch 30 Minuten. Nach 2 Minuten Traben kommt schon das erste - "puh ich kann nicht mehr". Und die Reitschüler bekommen schon von Anfang an die Zügel in die Hand.

Kommentar von Viowow ,

XD, ohje. "ich kann nicht mehr" gibts bei mir schonmal, aber bei der ersten stunde zügel in die hand?! neee. nein, du hast recht, es schadet absolut nicht, mal auf den pott gesetzt zu werden. aber, wie beim pferd: einschätzbar, konsequent und freundlich aber bestimmt. kein unterschwelliges rumgezicke;)

Antwort
von kathiyy, 42

hi :) also prinzipiell soltte man auch ohne Aufsteighilfe aufs Pferd kommen, das lässt sich auch mit seilspringen oder knie beugen trainieren. das musst du halt ab und an mal üben. nach ner zeit gehts dann schon. allerdings sollte man grundsätslich mit hocker oä. aufsteigen da es wie du aichs chjon gesagt hast fürs pferd  besser ist

lg

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten