Frage von asane2012, 68

Möchte mit fotografieren anfangen. Was brauche ich?

Hallo ich möchte mit dem fotografieren anfangen, habe aber ein paar Fragen

Mit welchen Motiven sollte ich beginnen? Welche Kamera ist für Anfänger die richtege ? Welche Objektive brauche ich ?

Bitte helft mir ich habe keine Ahnung von fotografieren finde aber dieses Hobby richtig toll. Am lebsten würde ich Naturaufnahmen machen. Mein Budget liegt zwischen 2000 - 2500 Euro.

Gruß Sanne

Antwort
von Tasha, 65

Ich empfehle Dir dringend, erst mal noch keine Kamera zu kaufen! Wenn es geht, leihe Dir eine aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis. Nimm an einem Fotokurs teil (Anfänger).

Vor allem aber: Lies diverse Fotoblogs und melde Dich bei Fotoportalen wie Flickr oder 500px an. Dort kannst Du Favoriten sammeln (Bilder, die Dir gefallen, speichern) und Dich in diversen Gruppen anmelden mit thematischem Schwerpunkt. So bekommst Du viele Ideen, was man denn in verschiedenen Interessensgebieten fotografieren könnte. Ich bin bspw. bei Flickr in mehr als 60 Food-bezogenen Gruppen, da gibt es Gruppen für Obst- und Gemüsestilleben, für Backbilder, Brotbilder, herzhafte Gerichte, Pies, Beeren, Nachtisch, Frühstück, Mittagessen, gesundem Essen usw.

Diese Unterteilung kann man für jeden Fotobereich machen, man kann sich also immer weiter spezialisieren. Wenn sich spezialisiert, wird man bestimmte Ausrüstungsgegenstände brauchen, und je nach Spezialisiserung werden die anders aussehen.

Daher wäre es besser, vorher eine Idee zu haben, in welche Richtung es denn genau (erst mal) gehen soll, und dann passend dazu Kamera, Objektiv/e, Tasche und ggf., weitere Sachen wie Fotolampen, Softbox, Stativ, Graufilter, Polfilter, Regenschutz für die Kamera etc. auszusuchen.

Meine Erfahrung war folgende: Angefangen mit 18-105er Objektiv, Wunsch nach Tele. Dann nach 4 Monaten Tele (70-300er Tamron = "günstige" Version für 300 €) gekauft, ein paar Mal benutzt und festgestellt, dass die angestrebte Vogelfotografie mangels Geduld doch nicht wirklich mein Schwerpunkt ist. Dann Ultraweitwinkel für Landschaft gewünscht, gespart, gekauft, selten benutzt. Dann 40/2,8er Makro gewünscht, gekauft, ein paar Mal benutzt, aber selten für Makro. Dann Makro gewünscht, gekauft, aber günstig, da ich schon wusste, dass ich es nicht übermaäßig oft (meist ja nur im Sommer) verwenden werde. Fazit: Meist benutzte Objektive sind das 18-105 und das 40er. Das UWW kommt hin und wieder zum Einsatz. Das Tele nur selten. Das Makro ebenso. Heuer würde ich eher ein 50/1,8 dazu kaufen. Hätte ich vor dem Fotografieren länger Lieblingsbilder gesammelt, Foren- (weniger) und Blgogartikel lesen, in Foren und auf Fotoportalen Beispielbilder ansehen (auf Fotoportalen wird immer Kamera und benutztes Objektiv sowie Brennweite genannt), viele Lieblingsbilder sammeln, Videos zum Thema ansehen und am besten vor dem Kauf mal mit einer geliehenen Kamera (ggf. und deren Besitzer) losgehen. Dann Minimalausrüstung (Kamera + 1 Objektiv, das darf auch ein Spezialobjektiv sein) kaufen und damit erst mal mindestens einen Monat üben. Wenn ein zweites hinzu kommen soll, am besten erst mal ein bis zwei Monate überlegen, ob Du das wirklich haben willst und wie intensiv Du es nutzen würdest. Bei Deinem Budget ist noch eine Frage "Vollformat (Kleinbild) oder Cropkamera". Bei dieser Frage spielt der höhere Preis der Kleinbildobjektive eine Rolle. Lies dazu mal im DSLR-Forum diverse Therads zu diesem Thema ("Vollformat ja oder nein?"). Dort verkaufen viele User nach einem halben Jahr ihre Kameras wieder um "upzugraden". Wenn Du das vermeiden willst, warte lieber mit dem Kauf, bis Du ganz sicher bist, dass Du bestimmte Ausrüstung für bestimmte Interessen längefristig benutzen möchtest.

Erste Frage für Dich: Wie viel möchte ich für die Kamera, wie viel für Objektive ausgeben? Mein Tipp: Wenn es geht, nicht gleich alles ausgeben, sondern noch etwas zurück legen, falls doch ein überraschender Wunsch kommt, der sich aus einem neuen Interesse ergibt. Bei der Foodfotografie stellte ich fest, dass man plötzlich kein Fotozeugs mehr kauft, sondern Teller, altes Besteck, Bretter, Farbe, Deckchen usw., was auch ins Geld gehen kann.

Sammele Motivideen und Fototipps, so dass Du nach und nach schon weißt, was Du wo wie fotogrfieren würdest. Wenn die Motive draußen sind, gehe auch schon mal ohne Kamera los und schaue nach Motiven, welche Du wie fotografieren würdest. Gerade bei Landschaftsfotografie "sammelt" man auch Orte, sowie passende Tages- und Jahreszeiten.

Antwort
von Skinman, 57

Bei diesem Budget kannst du problemlos den "klassischen" Weg beschreiten wie auf photo.net skizziert:

http://photo.net/equipment/35mm/building-an-slr-system#body

Empfehlenswert wäre beispielsweise die Fuji X-T1 mit dem Zeiss Touit 32mm 1.8, das ist nicht ganz billig für ein Standard-Objektiv. aber von der Leistung her über jeden Zweifel erhaben. Günstiger wäre das Fujifilm XF 35mm 2.0 R WR. Dann hast du noch genug Luft für ein gutes Stativ mit gutem Kopf und guter Schnellkupplung.

Es gibt in dem System günstige und attraktive Weitwinkelobjektive, nicht ganz so günstige, aber sehr sehr gute Portrait-Teleobjektive, und wenn du auf Event-Fotografie gehst, kannst du später auch ein sehr interressantes Telezoom bekommen mit dem XF 50-140mm 2.8 R LM OIS WR. Das einzige, was in dem System so richtig fehlt, sind Superteles. Da könnte man sich eventuell mit dem Metabones Adapter behelfen und eins von Nikon nehmen, wenn man so was mal braucht.

Kauf kein Zoom-Objektiv, bevor du nicht verstanden hast, wozu verschiedene Brennweiten wirklich gut sind (will sagen wie der Abstand die Perspektive beeinflusst). Und guck dir mal die Objektivtests auf photozone.de an.

Ich würde nicht mit einem Sensor unterhalb APS-Format einsteigen, weil erst ab dieser Größe das Arbeiten mit selektiver Schärfe so richtig gut geht (je größer der Sensor, desto weniger Tiefenschärfe).

Und ich würde keinesfalls ein Gehäuse ohne 100%-Sucher wählen.

Antwort
von Fragentierchen, 37

2000 Ist ein bisschen Overkill, besonders wenn du noch nicht weiß, was du genau fotografieren willst.

Für den Einstieg würde ich erstmal eine gute gebrauchte halb-professionelle Kamera, wie die Canon 20D oder Nikon D90 kaufen und den Rest erstmal auf die hohe Kante legen.

Ich kenne mehr als genug Leute, die sich sofort eine neue teure Kamera gekauft haben nur um später festzustellen, dass sie das komplett falsche System / Hersteller / Anschluss / Blitzsystem an der Backe haben.

Kauf dir ne Canon 20D mit nem Canon 28-90mm f4-5.6, nen gute Reisestativ, ne Spirtzwasser geschüzte Tasche und jede menge Bücher. Meine Lieblinge sind Feiningers große Fotolehre und die Guides von National Geographic. Fotografier am besten in RAW und lad dir einen freien Converter runter. 

Außerdem empfehle ich immer noch eine günstige gebrauchte analog Kamera von Ebay. Besser kann man die Fotografie in ihrem Grundsatz kaum erfahren.

Antwort
von habakuk63, 17

Da du Interesse hast, aber der absolute Anfänger im Bereich Fotografie bist, jedoch relativ viel Geld an den Start bringen möchtest gibt es zwei Wege.

1. Du kaufst dir eine preiswerte Kamera mit einem "immer- drauf -Zoom" mit sehr großem Zoombereich. Nach einigen tausend Fotos und mehreren Monaten mit jeder Kamera hat sich deine Interessenlage was Motive und Situationen betrifft gefestigt und du kannst die Gedanken zu den nächsten Objektiven machen.  Beim Hersteller der Kamera solltest in ein Fachgeschäft gehen und verschieden Modelle der Hersteller probieren.

Wie liegt die Kamera in der Hand, wie gut erreicht DU die Bedienelemente, wie intuitiv ist die Menüstruktur und die Bedienung.

2. Möglichkeit, du suchst dir erst einen Hersteller und eine passende Kamera dieses Herstellers aus (kein Einsteigermodell, sondern schon etwas besseres). Danach kaufst du ein (1) Megazoom z.B. Tamron 16mm -300mm, auch hier wird nach ein paar tausend Fotos und mehreren Monaten dein Motiv und Situationsinteresse klarer sein. Somit kannst du jetzt passende (Fest)brennweiten für deine Kamera kaufen und sowohl das Megazoom als auch den Body weiter nutzen. Du hast kein Geld umsonst ausgegeben.

Viel Spaß, es ist ein geiles Hobby, egal mit welcher Kamera.

Antwort
von bonsaiblogger, 31

Die Grundlagen für das Fotografieren sind Grundwissen über die Fototechnik und Aufnahmtechnik.

Das Thema ist je nach Genre sehr vielfältig. Entsprechend vielfältig können die Fotogeräte und das Zubehör sein.

Naturfotografie ist sehr pauschal. Für Landschaftsfotografie, Makrofotografie, Tierfotografie ... brauchst du zum Teil unterschiedliche Objektive.

Fange mit einer Kamera an die Wechselobjektive und Zubehör in großer Auswahl bietet.

Mache Fotokurse oder Workshops um von Profis schnell effizientes und erfolgreiches Fotografieren zu lernen.

Erst in der Praxis wirst du feststellen, welcher Ergänzungen für dich sinnvoll sein werden.

Die Kamera ist nur das Werkezug des Fotografen.

Antwort
von sweetheart444, 25

Hello!

Wenn du mit dem Fotografieren noch überhaupt keine Erfahrungen sammeln konntest, würde ich dir raten vielleicht für den Anfang eher mal mit einem entsprechenden Kurs zu starten. Bei http://www.fotografie-workshops.com/ findest du die Möglichkeit an Workshops zum Thema Fotografie teilzunehmen. 

Von Anfängern über Fortgeschrittene bis hin zu Quereinsteigern ist für jeden was dabei. 

Antwort
von prelude89, 27

Für Sonys APSC DSLMs

zB alpha A6000
Kitobjektiv: 18-55mm
Weitwinkel: Samyang 12mmf2
Portraitlinse: 50mmf1.8

damit wäre großer Sensor vorhanden. Ein lichtstarkes Autofokusobjektiv. Ein lichtstarkes manuelles Weitwinkel
Und ein Standardzoom

Reisestativ zB Hama

Auf extra Blitz wurd ich am Anfang verzichten. genauso wie auf riesige Zooms Aber definitiv nen Fotokurs mitmachen.

Grüße

Antwort
von migebuff, 41

Man müsste das Anwendungsgebiet noch etwas eingrenzen, um eine genaue Empfehlung geben zu können. "Naturaufnahmen" kann alles von Landschaft mit Weitwinkel über Makroaufnahmen bis hin zu Vogelfotografie mit 1200mm Brennweite sein.

Kommentar von asane2012 ,

Ich gehe von Landschafts und Vogelfotografie aus. Weil das meine Region so hergibt. Also Weitwinkel - und Telezoom Objektive.

LG

Kommentar von migebuff ,

Schade, genau die beiden Gegensätze, sonst wärs recht einfach gewesen.

Für Landschaften würde sich eine rauscharme Vollformatkamera wie die 6D mit 16-35mm f/4 sehr gut eignen, für Vögel wiederum wäre eine Apsc-Kamera wie die 7D2 wegen dem Cropfaktor, der hohen Serienbildgeschwindigkeit und dem schnellen AF optimal, dazu ein Sigma 150-600C o.ä.

Kommentar von Skinman ,

Für Vögel brauchst du allerdings zwingend ein Supertele, besser noch ein Telezoom.

In dem Moment solltest du vielleicht eher auf Micro Four Thirds (MFT) gehen, und zwar eins der Gehäuse mit dem "Fünf-Achsen"-Stabilisator, dazu einen Metabones Adapter und ein Canon Tele, beispielsweise das EF 100-400/4,5-5,6 L IS USM. Wobei ich noch nicht sicher bin, was der Stabi auf dem Stativ dort so bringt.

Bei den restlichen Objektiven in diesem System hadere ich noch etwas, die sind in der Regel sehr schlecht auf Verzeichnung korrigiert, mitunter auch schlecht auf chromatische Aberrationen, und das wird dann hinterher vom RAW-Konverter rausgerechnet - ein Ansatz, mit dem ich mich nur bedingt anfreunden kann. Im Grunde ist MFT mehr ein System für erfahrenere Fotografen, die wissen, was sie wollen und welche Schwächen sie wofür in Kauf nehmen beziehungsweise wie sie die kompensieren können.

Aber ich halte die MFT/Canon-Kreuzung zugleich aktuell für das erschwinglichste Supertele-System, wenn man etwas Ansprüche hat.

Wieder andererseits ist Supertele- und Tierfotografie allgemein eigentlich ebenfalls etwas, wofür man sehr viel Erfahrung braucht ;-) um so mehr, je kleiner und scheuer die Tiere.

Antwort
von schreiberhans, 32

Hattest du schon eine Kamera?

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