Modemanagement studieren?

4 Antworten

Hey blairlion :) Also generell kann ich den Antworten der anderen nicht zu 100% zustimmen. Das Ding ist dass die meisten Hochschuleinrichtungen die diesen Studiengang anbieten Studiengebühren haben, vor allem wenn es um Modemanagement und nicht Modedesign oder handwerklich orientierte sondern Managementorientierte Studiengänge sind! :/ Meine Schwester studiert auch Modemanagement - Dieses aber in London! Da ist es natürlich viel teurer als hierzugegen in Deutschland und die deutschen Alternativen können defintiv mithalten. Es kommt natürlich auf deine erwünschten Schwerpunkte im Modebizz an. Meine Schwester zB wollte keine handwerklichen Fähigkeiten erlernen sondern eher den Managementteil der Modebranche. Sie selbst möchte managen, planen organsieren - Trends erkennen und/oder welche erschaffen ohne dabei den Faktor nähen etc. An meiner Uni gibt es Mode-Trend- und Markenmanagement. Ich studiere am EC Europa Campus in Frankfurt. Du hast am Anfang eine Grundausbildung in den Management-Basics wie zB BWL, Jura, Unternehmensführung, etc. - Dadurch bekommt man natürlich eine gute Grundlage für jegliche Managementberufe und dazu hast du dann pro Semester noch die spezfischen Module für die Mode- und Trendbranche. Ich denke dass solche Berufe nie aussterben, im Gegenteil - Heute dreht sich doch alles um Trends und wenn du lernst diese zu erkennen und dann umzusetzen ist das auf keinen Fall ein "überflüssiges Studium" :)) Also falls du in diese Richtung gehen magst kann ich dir das Studium nur empfehlen - gibts auch in Mannheim und Karlsruhe, aber kannst dir ja mal die Homepage selber angucken :D

Spontan fällt mir für Modemanagement die LTD in Nagold ein. Dort gibt es auch die Möglichkeit ein duales Studium zu machen. Schau dir am besten einfach mal den Link an:

http://www.ldt.de/

Also ich hatte in meiner beruflichen Laufbahn mit Modefirmen zu tun. Das ist ein knallhartes Management - oft durch die Kurzfristigkeit viel stressiger als Waschmittel zu verkaufen. Am besten fahren die Firmen, die es schaffen, Kreativität und Wirtschaftsmanagement zusammenzubringen. D.h. Kreative und Wirtschafts- und Marktmanagement müssen gut kooperieren. Das fällt den Kreativen oft am schwersten, weil sie ihre Kreativität innerhalb strenger Vorgaben umsetzen müssen. Das ganze ist Geschäft, knallhartes Geschäft von weltweiten Beschaffungsmärkten angefangen bis zu weltweiten Absatzmärkten. Auf der Schuhmesse in Düsseldorf hatten erfolgreiche italienische Modefirmen Extrapräsentationen für Russland, für Fernost, für die arabischen Länder und für Deutschland. Die "italienische" Kollektion zeigten sie in Mailand, die französische in Paris. Wer glaubt, sich im Modemanagement kreativ austoben zu können, sollte es lassen. Er sollte einen (wandelbaren) Sinn für Ästhetik haben und viel Fingerspitzengefühl für Statistik und Sensibilität für "modische Vorzeichen". Das braucht dann vor allem Durchsetzungsvermögen, weil immer alle (vor allem der Handel) erst am Alten, Bewährten hängen. Rot, rot soll kommen. Haben wir nie verkauft. Ein Fehlgriff, und sie fallen über Dich her und zerfleddern Dich. Das ist alles, nur kein ruhiger Job und ein Vielfliegerjob, von Fernost, diversen Regionen in China bis Südamerika. Immer auf Achse, am besten ohne Familienanbindung. Das Geld ist nicht leicht verdient.

Das ist auch nur so ein Wunschstudium für reiche Kinder und kein richtiges Studienfach. Private Hochschulen bieten das an, was irgendwelche Kinder machen wollen - nicht das, womit man tatsächlich einen Job bekommt. Du kannst BWL studieren und dich später in Richtung Mode spezialisieren.