Frage von Ebero, 82

Kann man Zwergbärblinge mit Guppys oder Schwertträgern zusammen setzen -54l Becken geplant sind 2 Welse 5 Zwergbärblinge und 5-10 Guppys oder schwertträger -?

Expertenantwort
von Daniasaurus, Community-Experte für Aquarium, 49

Hallo,

Die Tiere passen weder von der Beckengröße noch von den Wasserwerten zusammen.

Boraras brauchen weiches, saures Wasser (Ph Wert ca 6,5 Gh maximal 10), während Guppys und Schwertträger hartes Wasser brauchen (Ph über 7 Gh ab 10)

Zudem sind Guppys, sofern es keine Endler Guppys sind und Schwerträger absolut Ungeeignet für die Grundfläche eines 54ers (Für ein 54Liter Cube noch weniger). Guppys sollten ein Becken mit min 80cm Kantenlänge haben und Schwertträger 1m. Einzig Endlerguppys könntest du zu einer geringen Anzahl drin halten.

Was für Welse sind es denn? Es gibt etliche Arten. Mit "Wels" kann man leider nicht viel anfangen.

Mein Rat: Ein Boraras Artenbecken aus dem 54er machen und die Zwergbärblinge auf min 10 Aufstocken.

Auf Grund ihrer Größe werden sie, wenn nicht von den Guppys, auf jeden Fall von den Schwertträgern gefressen. 

Lg

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Aquarium & Fische, 52

Hallo,

erstens wären das viel zu viele Fische in einem viel zu kleinen Aquarium. Ein 54 l AQ fasst ja nur rein rechnerisch 54 Liter Wasser, tatsächlich befinden sich nur ca. 40 - 45 l Wasser darin.

Nun sollten sich Anfänger immer an folgende Faustregeln halten:

- ein Fisch sollte ausgewachsen niemals größer als 10 % der AQ-Kantenlänge werden. In deinem Fall also niemals größer als 6 cm werden.

- die Gesamtfischlänge (also alle Fische aneinandergereiht) sollte niemals mehr Zentimeter betragen als der tatsächliche Wasserinhalt - in deinem Fall also nicht mehr als 40 - 45 cm.

Weiterhin muss dringendst beachtet werden, dass die unterschiedlichen Fischarten auch ganz verschiedene Wasserwerte benötigen, also Gesamthärte, Karbonathärte, PH-Wert, Temperatur.

- Die von dir gewünschten Zwergbärblinge sind empfindliche Pfleglinge, da sie sehr sehr weiches Wasser benötigen und einen PH-Wert in sauren, höchstens im neutralen Bereich. So ein Wasser kommt NIRGENDWO einfach aus der Wasserleitung. So ein Wasser muss man sich teuer und aufwändig selbst zubereiten - sonst leben die Fische nicht sehr lange.

- Schwertträger haben in so einem AQ überhaupt nichts zu suchen, die brauchen ein AQ ab 100 - 120 cm Kantenlänge aufwärts!

- Guppys haben den großen Nachteil, dass sie sich entsetzlich vermehren. Dass, was am Anfang noch spannend und niedlich ist, wird dann innerhalb kürzester Zeit ein riesengroßes Problem, denn den Nachwuchs wird man überhaupt nicht los - und es gibt ständig und ständig neuen Nachwuchs.

- Und Welse für so ein kleines AQ gibt es nur wenige und alle haben ganz spezielle Anforderungen. So benötigen Panzerwelse (nur wenige Arten davon bleiben klein genug, außerdem muss man sie mind. in einer 5er Gruppe halten) einen Sandboden. Die kleinen Otocinclus dürfen nicht in recht neue und entsprechend unstabile AQ gesetzt werden, weil jede noch so kleine Nitriterhöhung sie tötet. Die beliebten Antennenwelse werden viel zu groß, kommen also nicht infrage.

Leider stellen sich Anfänger immer vor, in so einem 54 l AQ jede Menge schöner bunter Fische halten zu können. Aber das ist nicht möglich, wenn man es verantwortungsvoll machen will. Und ein Überbesatz ist IMMER die Wurzel aller aquaristischen Übel wie ein nicht funktionierendes AQ, eine Algenplage, Krankheiten, sterbende Fische ....

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von Ebero ,

Die bärblinge halte ich seit mehreren Wochen in einem schon länger laufenden Aquarium in dem sich normales Leitungswasser befindet und hatte damit noch keine Probleme. 

Bei den Guppys kann ich 5 männliche Tiere denke ich ohne Probleme in einem 54l Aquarium halten Vermehrung ist so auch ausgeschlossen 

Aber meine ursprüngliche Frage war ob die Guppys die bärblinge fressen würden will es nicht riskieren sie einfach zusammen zu setzen 

Kommentar von dsupper ,

Wenn du ausgewachsene männliche Guppys nimmst, dann kann es schon passieren, dass die Zwergbärblinge als leckerer Snack enden.

Mehrere Wochen sind kein Beweis dafür, dass man sie dauerhaft in nicht aufbereitetem Leitungswasser pflegen kann. Immerhin hätten sie, die richtige Pflege und die richtigen Wasserwerte vorausgesetzt, eine Lebenserwartung von ca. 6 Jahren. Da sind "mehrere Wochen" eine sehr kurze Zeitspanne als "Beweis" dafür, dass man sie in einem solchen Leitungswasser gut halten kann - meinst du nicht?

Schau dir mal die kleineren Endler-Guppys an, die sind auch sehr hübsch und bunt und die würden die Zwergbärblinge nicht verspeisen. Außerdem kann es bei der Haltung von nur männlichen normalen Guppys schnell zu Aggressionen und Streitereien kommen. Bei Endler-Guppys besteht diese Gefahr nicht.

Antwort
von tastenkrueppel, 15

Vergiss Zwergbärblinge mit allem, was größer ist als diese. Sie werden sich nur noch verkriechen oder werden gefressen. Kein Aber! Vertrau mir ruhig, ich pflege die Kleinen mittlerweile seit 3 Jahren und hab einiges durch, auch an Beckengrößen und Begleitbesatz. Das sind definitiv keine Fische für den Anfang und nichts fürs klassische Gesellschaftsbecken..

Daniasaurus' Rat, ein Artenbecken draus zu machen, ist nicht nur ein sehr guter, sondern meiner Meinung nach der einzig gangbare. Da wär ich sogar fast geneigt, zu sagen, dass in das Becken auch ein Schwarm mit 20 Fischen noch gut gehen müsste, je nach Einrichtung und Wasserqualität. Als Bodenbewohner gehen vielleicht noch Zwergpanzerwelse, aber das wars auch schon.

Die Wasserqualität ist das Problem. Ich habe das Glück, dass bei mir Leitungswasser mit GH/KH-Werten teils deutlich unter 5 rauskommt. Sollte das bei dir höher sein, vergiss Zwergbärblinge gleich wieder oder besorg dir eine Osmoseanlage.

Am Naturstandort leben die Zwergbärblinge in extrem weichem Wasser, dessen pH-Wert auch mal unter 4 fallen kann. Dieses Wasser enthält auch fast keine Härtebildner. Wie daraus jemand ne Haltungsempfehlung bis GH 10 und pH 7,2 machen kann, ist mir da unbegreiflich. Über GH 5 und pH 6,5 würd ich nicht gehen!

Antwort
von jww28, 36

Hi, aber du willst das Becken mit Torffilter betreiben? Die Zwergbärblinge wollen torfgefiltertes weiches Wasser haben.  Das kommt so aber nicht aus der Leitung.

Prüfe erstmal welche du in dein Wasser halten kannst, das ist lebenswichtig für die Fische. Und bei Fischen bitte genauso vorgehen wie bei anderen Haustieren auch, also erstmal informieren was genau man sich halten will, innerhalb der Welsgruppe gibt es zig verschiedene Arten zB, da ist es wichtig zu wissen welche Art man genau hat um sie versorgen zu können. Zwei sind zu mindestens eine merkwürdige Zusammenstellung, die von der Grösse her in so ein Becken rein können hält man eigentlich in Gruppen von 5 Tieren. Guppys sind hart im Nehmen und tolerieren ein breites Spektrum an Wasserwerte aber sie vermehren sich und das schneller als man gucken kann. Wenn man keine Raubtiere hat die die fressen oder Dauerabnehmer so ist das Becken innerhalb ein paar Monate schnell viel zu klein.

Kannst ja mal dein Becken und vor allem die Wasserwerte mal vorstellen damit man dir auch mal ein paar Vorschläge machen kann. Also so Sachen wie:

Einrichtung (Kiesart, Pflanzen dicht bepflanzt ja nein,  verstecke, usw) und was du dir wünschst, zB asiatische Welt, Flussbiotop, Sumpflandschaft, Bunt, natürlich)

Vorraussichtliche Wasserwerte, ph, kh, dgh und Temperatur im Becken

Kommentar von Ebero ,

Habe noch keine Messungen gemacht das Becken ist nichtmal eine Woche alt also es wird noch mindestens 2 Wochen dauern (eher länger) bis dort ein Fisch leben wird. 

Was die bärblinge betrifft die habe ich bereits in einem Becken das mit normalem Leitungswasser betrieben wird.

Die Fische scheinen das soweit auch ganz gut zu verkraften sie fressen und sind im Becken recht flott unterwegs außer abends gehen sie in die Ruhephase und bewegen sich nur wenig aber das ist ja normal soweit ich weis 

Kommentar von jww28 ,

Ja nun überleben tun die das vorläufig. Aber so zeigen halt nicht ihre volle Farbe und auch nicht ihr gesamtes Verhalten, wie die Balz zB. Und leben halt im Schnitt nicht so lange, weil so viel anfälliger für Krankheiten werden. Wenn du Pech hast und Tiere einsetzt die eine Krankheit in sich tragen, sind die Bärblinge arm dran, weil ihr Immunsystem schlecht läuft.

Es muss auch nicht immer über Torf sein, du kannst auch mit Wurzeln, Laub zB Seemandelbaumblätter und Zapfen das Millieu im Wasser verbessern. Mit einer Co2 Anlage kann man zusätzlich etwas den PH-Wert senken und die Pflanzen freuen sich, nur dafür sollte man eben die Werte vorher wissen, weil da der KH Wert im Wasser wichtig wird als Puffer.

Wenn die Wasserwerte stimmig sind würde ich fast mal über Zwerggarnelen als Beibesatz nachdenken. Mit Guppys wäre mir das Becken zu wuselig und die kleinen Bärblinge würden sich im grossen Schwarm halt auch noch wohler fühlen.

Antwort
von Ebero, 41

Ok es werden Guppys ins Becken kommen schwertträger sind zu groß vertragen sich die Guppys mit zwergbärblingen?

Kommentar von annaskacel99 ,

Streiten werden sie nicht, trotzdem kannst du sie NICHT ZUSAMMEN HALTEN, da sie komplett unterschiedliche Wasserwerte brauchen!!!!

Antwort
von RubberDuck1972, 16

Für meinen Geschmack sind das zu viele Fische für ein 54 l Aquarium. - Ob die von der Art und dem Temperament her zusammen passen mal außen vor.

Antwort
von annaskacel99, 23

Du kannst Guppys und Bäblinge NICHT zusammen geben, weil sie unterschiedliche Wasserwerte brauchen. Lg

Kommentar von Ebero ,

Welche Werte brauchen die bärblinge im Internet steht pH bis 7,2 und gh bis 10 die Guppys sollten doch mit diesen Werten klar kommen 

Kommentar von annaskacel99 ,

es geht nicht nur um den Ph Wert. Offensichtlich hast du Null Ahnung von Fischen und solltest dich erstmal gründlich informieren!!

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