Frage von Tischdecke98, 105

Ich verliere immer mehr mein Selbstbewusstsein!?

Hallo, ich bin 17 Jahre alt und gehe aufs Gymnasium. In letzter Zeit geht es mir echt verdammt schlecht und ich habe den Eindruck es wird von Tag zu Tag schlimmer. Alles läuft irgendwie den Bach runter... Ich verliebe mich ständig in den falschen, meine Noten sind schlecht und irgendwie habe ich den Eindruck dass mich keiner so richtig mag. Und das alles kratzt unglaublich an meinem Selbstbewusstsein. Bis jetzt habe ich immer eher zu den "Coolen" gehört und schüchtern bin ich eigentlich auch nicht. Aber in letzter Zeit fällt es mir immer schwerer ich selbst zu sein und auf andere zu zugehen, weil ich mir wahnsinnig unsicher bin. Dies liegt wiederum daran, dass ich den Eindruck habe, dass mich keiner so wirklich beachtet. Es ist nicht so dass sie mich direkt ausschließen würden oder gar mobben würde. Aber ich habe manchmal den Eindruck, dass ich die Leute nerve und komme mit dann irgendwie immer so kindisch vor. Ich weis auch nicht was mit mir los ist, weil früher wie gesagt habe ich total schnell Kontakte geknüpft und so weiter. Naja, auf jeden Fall merke ich wie mein Selbstbewusstsein von Tag zu Tag weniger wird. Aber ich weis einfach nicht woran es liegt, dass die auf meiner Schule mich nicht in ihren Freundschaftskreis aufnhemen wollen. Keine Ahnung ich wollte einfach mal fragen ob jemand hier einen Tipp für mich hat oder auch schonmal in solch einer Situation gesteckt hat?

Antwort
von diewoelfin0815, 46

Hallo Tischdecke98,

das hört sich für mich nach Depressionen an! Das solltest Du ernst nehmen und auf alle Fälle etwas dagegen tun! Den größten Fehler, den Du machen kannst ist, es zu ignorieren, es als scheinbar nicht behandelbar hinzunehmen oder Dich womöglich sogar dafür zu schämen! 

Das wichtigste: DU BRAUCHST EXTERNE HILFE! Geh zuerst zu Deinem Hausarzt und erzähle ihm davon. Auch, dass Du Dir immer weniger selber zu helfen weißt! Er sollte dann eigentlich für eine sofortige Hilfe in Form von z.B. psychologischer Therapie sorgen! Je nachdem in welchem Stadium Du Dich befindest, kann entweder eine einfache den Alltag begleitende Therapie das beste sein oder aber auch eine zeitweise Auszeit, z.B. in Form einer Therapie-Kur,  Abseits Deines Dich derzeit offenbar überfordernden Alltags. Nimm es bitte unbedingt ernst und kneif nicht im letzten Moment!!!

Aber noch ein dickes Kompliment: Du hast schon einen sehr, sehr wichtigen Schritt getan, dadurch das Du Dich nicht versteckst, sondern nach Hilfe suchst!!!

Versprich mir bitte, nicht aufzugeben, sondern jetzt etwas dagegen zu tun! Jetzt!!! Jetzt, so lange es noch nicht zu spät ist! Und gib ja nicht auf! 

Als ich vor einigen Jahren einen  regelrechten Krankheis-Marathon hatte (fehlerhaftes Zusammenschrauben von 7 Wirbeln meiner Brust- bis Lenden-Wirbelsäule, Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium und schwere Gehirnentzündung mit dauerhaften Schäden) hat mir immer geholfen daran zu denken, dass es irgendwo auf der Welt es garantiert irgendjemanden gibt, der dennoch liebend gern mit mir tauschen würde: sei es ein krebskranker im Endstadium, ein Waisenkind umzingelt von Kriegen oder oder oder... 

Und so lange es auch nur einen einzigen berechtigten Neider gibt: gib nicht auf, sondern bleibe tapfer und kämpfe, kämpfe, kämpfe um den Luxus eines zumindest halbwegs normalen Lebens!

*umarm*

wölfin

Antwort
von RedDust, 31

Bei mir war das vor kurzem auch so. Ich war ebenfalls 17 und auch im gymi. Ich war zwar nicht unter den coolen aber konnte gut Kontakte knüpfen und war immer fröhlich. War aber dann genauso wie bei dir dass ich dachte mich würde keiner so richtig mögen etc. Ich hatte insgesamt auch Depressionen mein Leben lief nicht so gut also könnte es sein dass Du auch welche hast. Depressionen heißen nicht dass man immer schlecht drauf ist, man kann immer noch gut drauf sein und vor allem so tun als wäre man es aber in manchen Phasen ist einfach alles schlecht und einsam und man fühlt sich leer, aber gleichzeitig verzweifelt. Bei mir war es so dass ich jetzt mit 18 neues Leben angefangen hab, von Eltern allein ausgezogen weit weg und das alte Leben hinter mir gelassen und versucht positiv zu bleiben und positives in mein Leben zu holen. Vielleicht könntest du auch versuchen etwas zu verändern und mehr positives zu schaffen zb in nem Verein beitreten was dir spass macht und dadurch auch positiver auf andere wirkst und nicht mehr so viel nachdenkst. oder du suchst dir jemanden zum reden wenn du willst auch professionelle Hilfe. Gedanken aufschreiben kann auch helfen. Was ich sagen will ist aber im großen und ganzen: So aussichtlos und unmöglich es bei mir auch klang glücklich zu sein, so bin ich es jetzt doch. Bei dir kann das sicher auch schnell wieder umschlagen, aber Tu was dafür. 

Antwort
von diewoelfin0815, 10

Hallo Tischdecke98,

hast Du zwischenzeitlich eigentlich schon externe Hilfe genutzt? Ich dachte, ich frag einfach noch mal nach. So etwas geht mir nicht einfach am "allerwertesten" vorbei und ich will Dich nicht einfach allein zurück lassen...

wölfin

Antwort
von bastidunkel, 58

Sowas kenne ich nicht. Mein Selbstbewusstsein reicht für drei. Aber vermutlich nervst du die Leute mit deiner Art, wie du auch hier rüberkommst: Trauerkloß. Jammernd. Das mag keiner. Du solltest dir angewöhnen, mit einem Lächeln auf dem Gesicht morgens zur Tür rauszuspazieren und das Leben positiv zu finden. Wie man kommt gegangen, so wird man empfangen. Du sollst offen, fröhlich und freundlich den Leuten gegenüber treten. 

Kommentar von Tischdecke98 ,

Ehrlich gesagt bin ich genauso hahahha. Ich zeige es nie anderen Leuten wenn ich traurig bin, sonder mache immer gute Miene zu schlechtem Spiel. Aber das hilft ja anscheinend auch nichts. Und wie gesagt bin ich mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo ich einfach nicht mehr den Sonnenschein spielen kann, weil es mich einfach so sehr bedrückt, deshalb hatte ich die Hoffnung, dass ich hier meine ehrlich über Meine Gefühle sprechen kann und Hilfe bekomme 

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