Frage von Kinderwerkstatt, 202

Für die Schullaufbahn der Tochter (13): Französisch abwählen oder nicht?

Ich komme eben von einem Gespräch mit den Klassenlehrerinnen und der Beratungslehrerin und bin nun verunsichert:

Vor 1 bis 2 Wochen stand meine Tochter (13, Gesamtschule Klasse 7) unter Druck. In Französisch hagelt es nur noch 4er und 5er, im letzten Vokabeltest sogar eine 6. Gleichzeitig kämpft sie um die Zuteilung in den E-Kurs Englisch (Note 3 / 3-), den in Mathe (4) bekommt sie eher sowieso nicht. Damit stellt sich mir schon eine besorgniserregende Situation dar. Ohne E-Kurs läuft das auf einen sehr "einfachen" Schulabschluß hinaus.

Ich weiß, wir sind erst in Klasse 7, aber trotzdem werden hier bereits Weichen gestellt. Später noch einem E-Kurs zugeteilt zu werden, ist eher unwahrscheinlich. Das passiert selten.

Meine Tochter reagiert sehr sensibel auf Leistungsdruck. zuletzt mit Weinen, Verzweiflung, das Lernen helfe sowieso nicht. Sie könne sich oft nicht mehr an Vokabeln erinnern, die sie gelernt hat. Prüfungsangst? Lernblockade? Außerdem hat sie ein nicht sehr positives Bild von sich und ihren Leistungen. Sie sieht nur das Negative und traut sich nichts zu. Darum ist ihre mündliche Mitarbeit oft auch nur ausreichend oder mangelhaft.

Die Lehrer winken ab. Sie sei eher abgelenkt, unaufmerksam, sie lernt nur soviel wie unbedingt nötig. Klarer formuliert: Sie ist vor allem faul. Doch das ist sie nicht immer und in jedem Fach, daher kann ich das nicht als alleiniges Argument akzeptieren.

Nun rät man mir, ihr den Druck zu nehmen, indem man sie Französisch abwählen läßt. Die Englischlehrerin legt sich nicht fest, ob sie sie nun doch mit einer 3 in den E-Kurs einteilt oder was sie noch erwartet. Sie äußert sich gar nicht. In Erinnerung habe sie eine 3- aus der letzten Arbeit (meine Tochter legte mir eine 3+ vor!). Da frage ich mich, ob meine Tochter vielleicht auch anders wahrgenommen wird?

Frage ist nun: Wählen wir Französisch ab und hoffen, dass sie dann in anderen Fächern besser wird? Oder führt das dazu, dass sie weiterhin nur das Nötigste tut und in sämtlichen G-Kursen weiter vor sich "hindümpelt?

Ich mache mir Sorgen um den möglichen Schulabschluß. Die Lernatmosphäre in den E-Kursen ist besser, als in G-Kursen. Es ist ruhiger, konzentrierter. Sagen auch ehemalige Schüler und der große Bruder! "In E-Kursen lernt man mehr, weil man dort besser lernen kann!" (Mein Sohn, 15!) Gesamtschule: 1.200 SchülerInnen, davon 60 % mit Migrationshintergrund.

Ich möchte meine Tochter nicht noch mehr unter Druck setzen, aber ich möchte ihr deutlich machen, dass ein guter Schulabschluß sehr wichtig für ihr weiteres Leben ist.

Was würden mir hier Lehrer, Schüler, Eltern raten, die Erfahrungen mit ihren Kindern haben?

Antwort
von isebise50, 57

Halte nicht an der zweiten Fremdsprache nur im Hinblick auf das Abitur fest. Es besteht doch auch noch in der Oberstufe die Möglichkeit, die erforderliche zweite (und eventuell "leichtere") Fremdsprache zu wählen.

Aber da muss deine Tochter doch erstmal hinkommen. Dabei wäre eine gute Note in einem WP-Fach, das ihr wirklich liegt, doch schon der erste Schritt in die richtige Richtung.

Oder ihr denkt über einen Schulwechsel zur Realschule nach. Als zuerst auch "überzeugte Gesamtschul-Konzept - Mutter" bin ich mittlerweile froh, dass mein Kleiner dort keinen Platz bekam und jetzt auf der Realschule seinen Weg geht. Dort ist es mitunter einfacher, einen "vernünftigen" Abschluss zu erzielen, als bei aller Rechnerei auf der Gesamtschule.

Alles Gute für dich und deine Tochter!

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Stimmt.

Es geht auch nicht darum, dass Französisch unbedingt beibehalten wird, sondern darum, ob es wirklich etwas bringt, wenn sie es abwählt.

Abwählen und dann doch keine Veränderung (z. B. für den E-Kurs in Englisch) zu sehen würde dann bedeutet, dass sie es auch hätte beibehalten können.

Sorry, ich bin eben leider keine überzeugte Gesamtschulmutter. Im gegenteil. Ich befürchte, dass manche Kinder im G-Kurs bleiben, weil es der Weg des geringstmöglichen Lern-Einsatzes ist. Manche sind eben so gestrickt.

Kommentar von isebise50 ,

Die Veränderung wäre aber gegebenenfalls dann später eben ein E-Kurs im neuen WP-Fach oder in Deutsch.

Es "muss" ja nicht Englisch sein.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Ah, das stimmt natürlich....

Deutsch E-Kurs sieht es bisher gut aus, sie steht konstant 3+, tendenziell 2- und die Deutschlehrerin ist ihr auch wohlgesonnen. Dort fühlt meine Tochter sich auch "sicher" und ist deutlich entspannter was die Klassenarbeiten / Tests etc betrifft.

Also, in Frage als alternatives WPfach käme nur noch Naturwissenschaften. Es ist eines von 2 Fächern (das andere ist Technik, vorwiegend von Jungs belegt), die nicht überbelegt sind. Die Auswahl ist also quasi vorgegeben.

Ich rede mal mit ihr und eröffne ihr diese Option(en), dann soll sie selbst entscheiden. Wir werden mal gemeinsam Vor und Nachteile der Abwahl Französisch und Anwahl eines neuen Faches gegenüberstellen. Vielleicht hilft ihr das.

Ich werde ihr die Entscheidung auf jeden Fall überlassen, aber sie muss sich klar sein, dass es danach keine wiederholte Änderung geben kann! Liegt oder gefällt ihr NW nicht, kann sie nicht noch einmal wechseln.

Kommentar von grubenschmalz ,

Oder ihr denkt über einen Schulwechsel zur Realschule nach.

Was soll das bringen? Man hat hier keinerlei Vorteile auf der Realschule. 

Dort ist es mitunter einfacher, einen "vernünftigen" Abschluss zu erzielen, als bei aller Rechnerei auf der Gesamtschule.

Warum sollte das der Fall sein? Die Leistungen sind die gleichen die erbracht werden müssen. 

Antwort
von petrapetra64, 17

die Sache ist schwierig. Ich bin selbst nicht wirklich sprachbbegabt und ih war in meiner Schullaufbahn mehr als dankbar, dass ich Französisch erst ab der 11. Klasse nehmen konnten. Ich habe immer die Vokabeln in beiden Sprachen durcheinandergeschmissen und kam damit nicht wirklich klar. 

Hatte in Französisch nach kurzer Zeit eine 4 und war mehr als froh, die Sprache nur 2,5 Jahre lernen zu müssen und nicht 5 Jahre, da wäre ich am Ende auf einer 5 gelandet. So hat es mit dem Abi aber gut geklappt. 

Du musst mit deiner Tochter entscheiden, was besser für sie ist, ich würde die Entscheidung von ihr abhängig machen. Ideal wäre es natürlich, wenn sie ein Wahlpflichtfach wählen könnte, das ihr wirklich liegt und wo sie Freude dran haben kann. Mein jüngerer Sohn hatte Werken und hatte irren Spass daran. Die 2. Fremdsprache kann er noch in der 11. anfangen. Inzwischen hat sich auch rausgestellt, dass er lieber Latein lernen möchte.

Ich denke, die Abwahl kann es ihr Erleichtern, kommt aber auch auf die Alternative an, ob dies besser für sie ist. Ich finde es aber nicht richtig, sie auf Teufel komm raus in E-Kurse reinzwingen zu wollen, wenn sie derzeit nicht reif genug dafür ist. Ich stimme dir zwar zu, dort kann gezielter gelernt werden und es ist ruhiger. 

Wie wäre es denn, wenn sie Nachhilfe in Englisch und Mathe erhält. Vielleicht fehlt ihr einfach schon eine ganze Menge und muss das mal in Ruhe erklärt bekommen, damit sie überhaupt wieder auch was selbst lernen kann. Muss sie aber auch wollen, sonst bringt es auch nichts. In Englisch könnte auch viel sprechen helfen oder was einfaches lesen. Vielleicht kann die Lehrerin da was raten.

Das es später nicht mehr in E-Kurse gehen kann, das ist nicht richtig, bei meinem Sohn waren einige, die in der 7. Klasse pupertätsbedingt die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hatten und die jetzt im E-Kurs sind. Ein Mädchen, die gar kein Interesse hatte, stellte fest, dass sie gerne Tierarzt werden will und hat überall die Leistungen deutlich gesteigert.

Es ist in der 7. Klasse mit Sicherheit noch nicht Hopfen und Malz verloren. Und man kann auch von hinten durchstarten. Auch ein Hauptschulabschluss muss nicht das Ende sein, es kann auch der Anfang sein. Mein älterer Sohn war immer schlecht in der Schule, hat nicht gelernt, keine Hausaufgaben gemacht, ich sah ihn schon lebenslang auf dem Jobcenter sitzen und habe viele Nächte deswegen nicht geschlafen. 

Den Hauptschulabschluss hat er geschafft mit E-Kursen in Mathe und Physik, da lagen auch seine Stärken. Für die Versetzung in die 10. Klasse hat es nicht gereicht. Dann ging er auf die Berufsfachschule, Zweig Computer und dieser Bereich hat ihm gefallen und nach 2 Jahren hatte er einen besseren Realschulabschluss, als Hauptschulabschluss an der Gesamtschule. Er hat dann Elektroniker gelernt und das hat ihm echt Spass gemacht und er hat seine Ausbildung dann mit 1,6 bestanden und bekam eine Begabtenförderung für den Techniker, den er gerade neben dem Job macht. 

Das hätte ich mir nie träumen lassen, dass er noch mal die Kurve kriegt, aber er hat es geschafft. Manchmal macht man sich einfach zu viele Sorgen. 

Antwort
von beangato, 69

Weißt Du was? Überlass einfach Deinem Kind die Wahl. Es ist IHRE Schullaufbahn und nicht Deine.

dass ein guter Schulabschluß sehr wichtig für ihr weiteres Leben ist.

Wenn sie einen guten Realschulabschluss erreicht, ist das doch genug.

Ich habe 3 Kinder. Eins ist mit der 9. Klasse abgegangen, eins hat das Abitur und eins musste nach der 6. Klase abgehen. JEDES Kind hat einen Berufsabschluss.

Ich möchte meine Tochter nicht noch mehr unter Druck setzen

Das tust Du aber - wenn auch unbewusst.

Lass sie einfach selbst entscheiden. Wenn die Wahl dann falsch war, war das eben so. Die Welt geht davon nicht unter.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Ein guter Realschulabschluß würde mir völlig genügen, aber der erfordert E-Kurse. Bisher wird sie in keinen kommen.

Und natürlich lasse ich sie entscheiden, aber ich sollte ihr aufzeigen dürfen, was das dann bedeutet.

Sie spricht davon Fotografin oder Designerin zu werden.

Kommentar von beangato ,

Also meine Kinder mussten keine E-Kurse belegen, um den normalen Realschulabschluss zu bekommen.

Kind 2, welches das Abitur abgelegt hat, hat auch erst den normalen Realschulabschluss gemacht - ohne E-Kurs. Es hatte ganz normal Englischunterricht. Das Abi erwarb es später in der Wirtschaftsfachschule.

was das dann bedeutet.

Das bedeutet gar nichts. Je mehr Du sie - wenn auch unbewusst - unter Druck setzt, desto trotziger wird sie reagieren.

Und nur mal so:

Als notwendiger Schulabschluss wird für die Ausbildung mindestens der Hauptschulabschluss gefordert,

http://www.berufswahl-online.de/ausbildung/fotograf/

Berufswünsche können sich durchaus noch ändern.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Sicher hast du recht.

ich weiß nicht, wann deine Kinder ihre Schule beendet haben, aber an der GESAMTSCHULE sind für die Fachoberschulreife (=Realschulabschluß) zwingend 3 E-Kurse notwendig! Die Note jeweils muss "ausreichend" sein.

Für die Fachoberschulreife mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe sind es ebenfalls 3 E-Kurse, aber MINDESTENS mit der Note "befriedigend".

Keine E-Kurse bis Klasse 10 bedeutet: Hauptschulabschluß!

Berufswünsche können sich natürlich ändern. Aber wenn ihr bereits heute ein Beruf wie Fotografin vorschwebt, wird sie kaum in 2 Jahren den Berufswunsch "Nageldesignerin" haben oder Floristin.

Als Designerin für Mode etwa müsste sie studieren. Zumidnest eröffnet das Studium einem die besseren Karriereaussichten als eine Ausbildung.

Ein Ausbildungsplatz zur Fotografin wird mit Hauptschulabschluß - auch wenn er genügt - nicht unbedingt wahrscheinlicher!

Kommentar von beangato ,

Hauptschulabschluß!

Ja und? Sie kann es danach auf anderen Wegen versuchen, weiterzukommen.

Glaub mir mal: Je mehr Du sie zu etwas drängen willst, desto weniger wird sie das tun.

Kind 1 hat Hauptschulabschluss und trotzdem einen Beruf erlernt - über ein BVJ.

Kind 3 hat gar keinen normalen Schulabschluss. Hat aber auch über ein BVJ einen Beruf erlernt und dabei den erweiterten Hauptschulabschluß erworben.

Im Übrigen will ich Dir oder Deinem Kind nichts Böses - ich will Dir nur zeigen, dass es auch auf anderem Weg möglich, zu seinem Ziel zu gelangen.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Möglicherweise sehe ich die von dir geschilderten Laufbahnen als "Umweg". Ich persönlich bevorzuge den direkten Weg.... Ist nicht negativ gemeint, aber als Angestellte an einer Universltät und slebst den direkten Bildungsweg eingeschlagen sehe ich heute Vorteile.

Kommentar von Melynn ,

Ich denke nicht, dass Jugendliche in dieser Phase der Pubertät und unter solchen Umständen wirklich dazu in der Lage sind, zu sehen, was gut für sie ist und danach zu entscheiden. Jugendliche neigen dann dazu einfach den scheinbar leichtesten weg zu wählen.

Deshalb denke ich, ist es durchaus sinnvoll wenn die Mutter so etwas entscheidet, auch wenn das erstmal hart klingt

Kommentar von beangato ,

Ich denke das trotzdem nicht.

Man macht sich später nur Vorwürfe, wenn man als Mutter dies entschieden hat und Kind aber das machen möchte.

Man kann darüber reden, aber niemals bestimmen. Das kann nach hinten los gehen.

Antwort
von CupcakeMaster, 59

Ich selber besuche die 10. Klasse eines Gymnasium und bin nun endlich froh, Französisch abwählen zu können. Entweder man ist in Französisch super gut, oder kann es nicht. Von daher wäre es empfehlenswert hier mehr Gewichtung auf andere Fächer zu legen und nicht erst zu warten, bis sie unter dem Leistungsdruck, welcher von dieser komplizierten Sprache ausgeht, zusammenbricht.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Danke für Deinen Rat.

Meine Idee war, Französisch JETZT zu nehmen, damit man in der Oberstufe nicht damit anfangen muss, wenn man sich noch auf Abiturfächer konzentrieren muss. Das ist ja dann nicht wirklich einfacher.

Antwort
von grubenschmalz, 20

Die Französischlehrerin z. B. belohnt schlechtere Leistung aber NICHT mit Rauswurf. Sie betrachtet die Leistung insgesamt und das Sprachverständnis. Trotz 5+ / 4- soll sie also erst mal im Kurs bleiben!

Kein Wunder, weil bei WP I kein "Rauswurf" möglich ist. Ohne das Einverständnis der Eltern ist ein Wechsel hier nicht möglich, da Elternwille entscheidend. Ohnehin ist der Wechsel nur noch jetzt möglich. 

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Ok, aber sie hätte ja den Ausstieg "empfehlen" können. Hat sie aber nicht. Im Gegenteil.
Die Klassenlehrerinnen empfehlen aber nun den Ausstieg. Und das ohne die fachliche Meinung der Französischlehrerin eingeholt zu haben.

Ich versuche nun noch ein Gespräch mit der Fachlehrerin zu bekommen, danach erst werde ich gemeinsam mit meiner Tochter entscheiden, oder vielmehr sie entscheiden lassen. Unter Abwägen der Vor und Nachteile und unter Berücksichtigung ihrer Ziele und Wünsche.

Ich versuche sie nicht unter Druck zu setzen bei gleichzeitgem Hinweis auf die Konsequenzen. Abwahl bedeutet: In der 11. Klasse erneut eine Sprache zu beginnen. es bedeutet nicht, dass sie automatisch woanders besser wird, auch dafür wird sie etwas tun müssen. Und, naja, als einzige in Frage kommende Alternative wäre das WPF Naturwissenschaften. Ob sie damit glücklich wird, wo sie Bio und Chemie nicht unbedingt liebt, muss sie eben entscheiden.

Die anderen Alternativen sind entweder überbelegt oder kommen aus Neigungsgründen nicht in Frage: "Darstellen und Gestalten" (meine Tochter ist eher eine introvertierte Persönlichkeit, bei Bühnenaufführungen und Selbstdarstellungen ist sie höchst zurück haltend!) ist keinesfalls ihr Ding.

Kommentar von grubenschmalz ,

Die Klassenlehrerinnen empfehlen aber nun den Ausstieg. Und das ohne die fachliche Meinung der Französischlehrerin eingeholt zu haben.

Woher weißt du das? Meinst du, dass die Lehrer nicht miteinander sprechen? 

Antwort
von Noidea333, 64

Hallo Kinderwerkstatt, ich verstehe deine Sorgen. Ich selber habe keine Kinder, möchte aber trotzdem dir kurz schildern, wie das bei mir damals war...

Ich war auf einer Gesamtschule. 7. Klasse im Deutschkurs alle zusammen und dann abhängig von der Note, welcher Lehrer welche Schüler für einen Grundkurs nimmt. Ich hatte eine 3 und bin bei der "extrem schlechten" Lehrerin geblieben. Meine beiden Freunde hatten eine 4 und kamen zu der neuen Lehrerin. Dort bekamen die dann nur noch 1en und 2en...

Ich dann nur noch 4en ... ich hatte immer Pech gehabt mit meinen Deutschlehrern damals.

Abiturstufe hatte ich trotz Wiederholung eines Jahres nicht geschafft (totales Blackout in der mündlichen Prüfung) ...

Nach 10 Jahren dann Abitur "nochmal 3 Jahre" an einem Abendgymnasium nachgeholt und fast nur noch 1en in Deutsch gehabt :)

Ok, nach 10 Jahren ist man viel reifer und der Unterricht macht Spaß und vor allem machen die Schüler das "freiwillig".

Was ich dir aber sagen möchte. Selbst, wenn man jetzt einen schlechteren Abschluss machen würde, ist noch nichts verloren/verbaut. Es gibt später immer noch Möglichkeiten, seinen Schulabschluss nachzuholen, wenn man sich "bereit" dafür fühlt :)

Es liegt leider auch oft an den Lehrern, wie mein Beispiel gezeigt hat! Meine Eltern waren auch der Meinung!

Wenn Französisch deiner Tochter jetzt so gar nicht liegt, müsst ihr überlegen, ob das bei einem anderen Lehrer besser wäre oder ob sie es lieber später probieren sollte.

Ich hoffe, dir etwas geholfen zu haben :)

Gruß Noidea333

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Deine Erfahrung hilft auch weiter. Trotzdem muss ich sagen: es liegt weniger an der Französischlehrerin, mehr an der Englischlehrerin.

Obwohl meine Tochter gerade nur 5+ in Französisch steht, sagt diese, dass es an den Vokabeln scheitert, nicht aber am Textverständnis und der grammatik, deshalb würde sie Robin gern im Kurs halten. (es ist eine sehr junge Lhererin mit - sagen wir - moderner pädagogischen Einstellung).

Die Englischlehrerin dagegen ist sehr konservativ. Wer nicht mindestens 3+ steht, kommt nicht in den E-Kurs. Sie macht es also an Noten fest und nicht an Potenzial oder Textverständnis. sie gibt eher die schlechter als die bessere Note (auch auf dem Zeugnis). Doch damit demotiviert sie meine Tochter. Meine Tochter versteht: "Ich strenge mich mehr und mehr an und verbessere mich dabei kaum. Dann kann ich es auch lassen!" heute äußerte sie sich auch mir gegenüber nicht, ob es noch eine Chance auf den E-Kurs gäbe.

Ich denke nämlich, dass sie sich durch diesen "Vertrauensvorschuß" motoviert fühlt und sich weiterhin Mühe gibt. schließlich könnte man sie auch aus dem E-Kurs wieder rausschmeissen.

Ich verstehe daher nicht, warum man ihr nicht dieses Signal geben will - es ist ja umkehrbar. Franzözisch soll sie abwählen, sagt man, hingegen aber einen E-kurs gibt man ihr nicht, obwohl auch der umkehrbar wäre....

Kommentar von Noidea333 ,

Dann denke ich wirklich, dass man ihr die Chance geben soll, den E-Kurs zu besuchen. Kann man nicht mit der Schulleitung sprechen? Oder noch mal ein Gespräch mit der Englischlehrerin führen? Ihr erklären, dass sie sich mehr anstrengen wird?

Wie gesagt, ich denke, man kann vieles probieren. Und wenn es nicht klappt, darf man den Kopf nicht hängen lassen. Es gibt so viele Türen im Leben, die man noch öffnen kann. Die Schlüssel dafür muss man aber erst finden :-)

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

In anderen Fächern genügt eine 3 für den E-Kurs. Nur diese Englischlehrerin will eine bessere Note. Da sie den G- und E-Kurs in der 8. Klasse übernehmen wird, entscheidet sie auch selbst, ob unsere Tochter vielleicht später hochgestuft werden wird oder nicht. Sehe ich als Nachteil.....

Das Gespräch heute war schwieirg. Die Englsichlehrerin hüllte sich mit Tendenzen geheimnisvoll in Schweigen und sie tendierte zu einer eher negativen beurteilen unserer Tochter. ich fürchte, sie bekommt den E-Kurs nicht und darum betteln möchte ich nicht.

Die Französischlehrerin hat einfach eine positivere Einstellung zu den Kindern. nach dem Motto: faul waren wir alle mal und wer keine Vokabeln lernt, aber trotzdem das Sprachverständnis hat, den belohne ich seine Faulheit nicht damit, dass er aus dem Kurs fliegt!

Um es mal so auszudrücken: ich habe das dumpfe Gefühl, dass ausgerechnet die beiden Klassenlehrerinnen bereits eine sehr viel genauere Vorstellung vom Schulabschluß meiner Tochter haben als ich.... Sprich: Sie ist bereits "abgestempelt". Da hat das gespräch heute auch nicht viel geändert.

Kommentar von Noidea333 ,

Ging meinem Vater damals bestimmt genauso beim Gespräch mit meinen Deutschlehrern. Die waren auch alle extrem konservativ und voreingenommen. Die meinten wahrscheinlich, dass aus mir nie was werden würde ... Und jetzt habe ich doch endlich mein Abi mit 2,1 :)

Auf jeden Fall dürft ihr beide euch nicht entmutigen lassen. Wenn es ums Vokabeln lernen in Englisch und Französisch geht, kann deine Tochter ja sich vielleicht auf einer Internetseite anmelden, wo Ausländer in Deutschland sind und Deutsch lernen möchten und deren Muttersprache Englisch oder Französisch ist. Es gibt gute Seiten und ich habe schon gutes gehört :)

Von Universitäten werden auch solche Tandems später angeboten. Aber jetzt... ich denke, das wäre sehr spannend für deine Tochter, gemeinsam mit Muttersprachlern zu üben :) Man muss natürlich vorsichtig sein, wen man anschreibt! Ich würde an ihrer Stelle natürlich keine älteren Herren anschreiben! ;) Aber junge Mädchen gibt es bestimmt auch.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. War immer in Mathe schwach. Meine Mathelehrerin hat mich vor der Klasse ausgelacht, als ich mich meldete auf die Frage, wer in die Oberstufe aufs Gymnasium wechseln wolle! Ich besuchte ja eine Realschule.

Ich habe mein Abitur - damals noch ohne Mathe möglich(zwinker!) - mit einer 2 vor´m Komma bestanden.
Heute arbeite ich in einem Beruf, in dem vor allem auch der Umgang mit Zahlen gefragt ist, höchst merkwürdig, was?

Genau aufgrund dieser Erfahrungen fürchte ich, dass auch meine Tochter falsch wahrgenommen wird. Niemand erkennt ihr Potenzial, alle sprechen von möglicher Überforderung wegen nur durchschnittlicher bis schlechter Noten, dabei erzählt meine Tochter mir oft von Langweile im Unterricht. Blöde Themen, immer wenn es spannend wird, wird nicht mehr drauf eingegangen. Dabei ist sie selbst gar nicht auf Noten fixiert, sondern macht ein Fach an ihrem Interesse fest. Mathe 4, aber eins ihrer Lieblingsfächer....Kunst....2....aber langweilig. GL (u.a. Geschichte) Note 3-4, aber das Thema Azteken, Maya und spanische Eroberung fand sie sehr spannend und sie hat eine Langzeitaufgabe mit 22 Fragen mit hohem Engagement erarbeitet. Leider gabs nur eine 3, weil die Partnerin ihren Teil nicht erfüllt hat. Was passiert? Eine einfaches Arbeitsblatt berabeitet sie kurz darauf nur mit mäßigem Engagement: 5!
Ich fürchte, meine Tochter möchte, dass ihre Leistung entsprechend honoriert wird. Wird es das nicht, "bestraft" sie die Lehrer mit schlechten Leistungen. Leider bestraft sie sich selbst damit.

Vielleicht ist sie sprachlich nicht unbedingt besonders talentiert, das war ich auch nie, aber ich hab mich da durch gebissen und am Ende in Englisch eine 2 und in Franzözsich eine 3 hingekriegt. Aber ich wurde fair benotet.

Kommentar von Noidea333 ,

Man muss das Beste daraus machen. Ich finde das auch nicht gut, dass es fast an jeden Schulen weniger taugliche Lehrer gibt. Manchmal hat man das Pech, mehrere davon zu haben.

Egal, wie das bei deiner Tochter weiter geht. Ich wünsche ihr alles gute und dir als Vater auch, dass du immer für sie da bist und sie unterstützt, wo es nur geht. Es gibt immer Wege, die man gehen kann. Manchmal sind es eben nur Umwege ;)

Kommentar von grubenschmalz ,

Da sie den G- und E-Kurs in der 8. Klasse übernehmen wird, entscheidet sie auch selbst, ob unsere Tochter vielleicht später hochgestuft werden wird oder nicht. Sehe ich als Nachteil.....

Unwahrscheinlich, da die Kurse auf der selben Schiene laufen, eine Lehrerin kann nicht zwei Kurse machen, außer es wird integriert unterrichtet, ist aber eher unüblich.

Die Französischlehrerin hat einfach eine positivere Einstellung zu den Kindern. nach dem Motto: faul waren wir alle mal und wer keine Vokabeln lernt,

Vokabeln sind in Fremdsprachen unerlässlich. Wenn sie jetzt keine Vokabeln lernt, kann sie das nie wieder aufholen. Da ist die 5 durchgehend gebucht. Da kann das Textverständnis noch so gut sein. Und wie man einen Text verstehen kann, wenn man die Wörter nicht versteht, ist mir schleierhaft. 

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Oh, da muss ich widersprechen: Mein Sohn und auch meine Tochter "erschleißen" sich die bedeutung unbekannter Vokabeln aus dem Textzusammenhang. Mein Sohn hat nie wirklich Vokabeln gelernt, aber das mag auch an der Auffassungsgabe liegen.

Unsere Tochter "versteht" den text, aber einzelne Vojkabeln abfragen - das liegt ihr nicht. Der jetztige Nachhilfelehrer hat genau diese problematik aufgegriffen und lässt sie nun bestimmte Vokabeln in Sätze einbauen. Er gibt ihr also ein paar Vokabeln vor und sie schreibt daraus eine kurze "Geschichte". So merkt sie sich die Vokabeln viel besser. Komsich, aber es funktioniert. Der letzte Test war 2+.

Achso, Sie meinen, die Kurse laufen parallel, deshalb kann sie nicht beide übernehmen? Tja, dann weiß ich nicht, wie ich das deuten soll. Die Lehrerin hat wohl vor der Klasse gesagt, sie ist nicht sicher b sie den G oder Ekurs übernehmen soll, sie würde gern beide übernehmen. Aber sie haben recht, das kann ja gar nicht gehen.

Was meinen Sie mit "integriert" unterrichtet? Beide Kurse in einer Klasse? kann ich nicht für gut befinden, derzeit sind in der Klasse enorme Unruhen....ich erhoffe mir, dass meine Tochte rin einem Ekurs ein angenehmeres Lernumfeld hätte.

Kommentar von grubenschmalz ,

Was meinen Sie mit "integriert" unterrichtet? Beide Kurse in einer Klasse?

Richtig. Ist eher unüblich, aber durchaus möglich. Die Klasse bleibt zusammen, aber Schüler machen einen Teil zusammen zu Beginn der Stunde und haben dann Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaus und schreiben unterschiedliche Arbeiten. 

kann ich nicht für gut befinden

Das ist die Entscheidung der Schule. 

Kommentar von Noidea333 ,

Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Art Kurse heute noch praktiziert werden, wo beide Niveaus in einem Raum gleichzeitig vermischt sind ... Früher war das vielleicht stärker vertreten oder auch heute noch in anderen Ländern. Aber mir ist mit meinen "17" Jahren Schullaufbahn bis zum normalen ABI!!! so was noch nicht unter die Ohren gekommen.

Antwort
von Melynn, 67

Ich denke nicht, dass das wirklich etwas ändern würde. Ich hatte die gleiche Phase. Etwa mit dreizehn, vierzehn hatte ich französisch als dritte Fremdsprache. Und saß beinahe jeden Abend sehr spät vor den Hausaufgaben. Vokabeln habe ich gar keine mehr gelernt, die Fünfen und Sechsen waren mir egal. Für arbeiten habe ich höchsten eine halbe Stunde am Tag davor gelernt und im Unterricht mit meinen Freunden geredet. Mit 14, 15 wurde das dann wieder besser.
Ich denke es ist sinnvoller mit ihr einen geregelten Tagesablauf festzulegen, so dass klar ist, wann die Hausaufgaben gemacht werden, wann man lernt und wann sie sich ausruhen kann. Außerdem ein Hausaufgabenheft und einen Kalender mit den arbeitsterminen. Das sollte schon helfen, weil sie nicht mehr das Gefühl haben wird, alles wird zu viel und dass sie weinend sagt, dass sie nicht mehr kann. So war das nämlich bei mir.
Ich hoffe ich konnte helfen und alles gute für dich und deine Tochter

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Danke, genau das gefühl habe ich bei meiner Tochter auch gerade. tendenziell wird es gerade wieder etwas besser (Vokabeltest Französisch 2-, Englischtest 3+), aber es reicht eben (noch) nicht.

Und richtig, es fehlt die Kontinuität beim Lernen. Ich bin berufstätig und oft erst um 18 Uhr zu Hause, gehe einkaufen, bereite das Abendessen, ich kann nicht genügend Unterstützung leisten. Vor allem oft erst ab 20 Uhr.

Ich wünsche ihr, dass sie Französisch behält, damit sie es in der möglichen 11. Klasse nicht neu lernen muss. Das wird auch nicht einfacher. ich finde aber auch, dass sie wenigstens den Englisch E-Kurs bekommen sollte, auch, wenn sie "nur" eine 3 hat.

Kommentar von grubenschmalz ,

ich finde aber auch, dass sie wenigstens den Englisch E-Kurs bekommen sollte, auch, wenn sie "nur" eine 3 hat.


Hier entscheiden aber nicht die Eltern, sondern die Klassenkonferenz in der Zeugniskonferenz auf Antrag der Fachlehrer.


Du kannst natürlich Widerspruch gegen diesen Verwaltungsakt einlegen.

Kommentar von Melynn ,

Ich denke, wenn sie ein paar Wochen durchhält und regelmäßig lernt und Hausaufgaben macht, dann wird sie schnell merken, dass es viel angenehmer ist und die Schule mehr Spaß macht, so dass sie sich danach auch selbst kontrollieren kann

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Sehe ich auch so. Aber wie bekomme ich sie dazu?

Vor allem, wenn die Lehrerin in Englisch nicht bereit ist, ihr einen gewissen Vertrauensvorschub zu geben.

Kommentar von grubenschmalz ,

Vor allem, wenn die Lehrerin in Englisch nicht bereit ist, ihr einen gewissen Vertrauensvorschub zu geben.

Du weißt nicht, was bereits im Unterricht gelaufen ist. Die Lehrer sehen deine Tochter länger und viel anders als du, plus sie haben eine professionelle Ausbildung. 

Kommentar von Melynn ,

Rede mit ihr und mach ihr klar, dass das wichtig ist. Sie wird wahrscheinlich selbst froh sein, auch wenn sie es nicht zugibt.

Beweis der Lehrerin, dass sie es ernst meint, indem sie sich im Unterricht beteiligt und gut für die letzten Tests lernt.
Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit noch ein Referat zu halten. Mach der Lehrerin deutlich klar, dass sie bereit ist für ihre Noten zu arbeiten  

Antwort
von Pudelcolada, 18

Großartig, daran kannst Du mal wieder sehen, dass Lehrer keine oder eine sehr rudimentäre pädagogische Ausbildung hinter sich haben.
Die paar Pädagogik-Scheine haben überhaupt keine Aussagekraft.
Dazu kommt, dass die Englischlehrerin ihr Urteil anscheinend stark durch ihre persönliche Wertung beeinflussen lässt, sonst hätte sie Deiner Tochter keine 3- in der Klassenarbeit unterstellt bzw sich besser auf das Elterngespräch vorbereitet.

Tatsache ist: Deine Tochter befindet sich gerade volle Granate in der Pubertät.
In dieser Entwicklungsphase werden nicht nur frühkindliche Konflikte und Fragen erneut aufgearbeitet (daher dieses irritierend kindische Gehabe), sondern der gesamte Körper befindet sich im hormonellen Aufruhr (Launenhaftigkeit).
Dazu kommt, dass in der Pubertät das Gehirn als Organ komplett umgebaut wird, was bei fast allen Pubertierenden zu Konzentrationsschwächen führt, die sich auf irgendeine Weise äußern.
Alle diese Faktoren gemeinsam können zu massiven schulischen Leistungseinbrüchen führen, das "verwächst" sich aber fast immer.

Ich finde Melynns Beitrag sehr hilfreich, denn ein privater Lernplan, den Du gemeinsam mit ihr erarbeitest, hat viele positive Effekte:
Deine Tochter fühlt sich begleitet und wertgeschätzt, denn Du zeigst damit Dein persönliches Interesse an ihrer positiven Entwicklung.
Sie kann an der Erstellung des Plans teilhaben, es ist also kein starrer Stundenplan wie in der Schule, sondern er kann an ihre Möglichkeiten und Bedürfnisse angepasst werden.
Dieser Plan kann auf Eure gemeinsamen Zeiten zugeschnitten werden, wodurch Du ihr zu festen Zeiten jeweils 30 Min z.B. beim Vokabelnlernen helfen könntest.
Auch Melynns Hinweis auf geregelte Pausenzeiten in diesem Plan finde ich sehr wichtig!
Generell sollten die Lernzeiten in dem Plan nicht länger als 30 Minuten sein, gefolgt von einer mindestens ebenso langen Pause. Als sehr hilfreich haben sich auch alternative Lernstrategien erwiesen wie z.B. lautes Vorlesen von Texten in einer Fremdsprache. Zu diesen Strategien gehört auch die Methode des neuen Nachhilfelehrers, aus neuen Vokabeln kleine Sinneinheiten zu erstellen: Dadurch wird nicht nur das Wort gelernt, sondern es wird auch als Begriff in einem selbsterstellten Kontext erfahren, Top-Methode, Daumen hoch!

Ich denke, Deine Anteilnahme und Dein Einfühlungsvermögen, dass aus Deinem Ton spricht, macht einen solchen Plan möglich, ohne dass er von Deiner Tochter als Zwang empfunden wird, sondern als ein Hilfeangebot Deinerseits.

Unabhängig davon kannst Du sie einfach selbst entscheiden lassen, ob ihr die zweite Fremdsprache eine zu große Belastung wird, oder ob die junge Lehrerin von Deiner Tochter eher als wertschätzende Unterstützung empfunden wird, also als allgemein motivierend.
Falls sie unter der doppelten Belastung leidet, soll sie doch Französisch abgeben und sich auf die Kernfächer konzentrieren, ist ja kein Beinbruch.

Ich finde, Deine Tochter hat es ganz gut mit ihrer Mutter getroffen.
Bleibe so parteiisch auf ihrer Seite, gerade jetzt gibst Du ihr damit Halt.

Kommentar von grubenschmalz ,

Großartig, daran kannst Du mal wieder sehen, dass Lehrer keine oder eine sehr rudimentäre pädagogische Ausbildung hinter sich haben. 
Die paar Pädagogik-Scheine haben überhaupt keine Aussagekraft.

Großartig, daran kann man sehen, wieviel geballtes Unwissen in der Bevölkerung herrscht. Du vergisst hier (absichtlich?) die 18-24 monatige Lehrerausbildung. 

Kommentar von Pudelcolada ,

Das ist stark zusammengefasst das, was alle zehn Lehrer aus meiner Bekanntschaft sagen, es ist nicht auf meinem Mist gewachsen.
Beruflich habe ich nur mit Grundschullehrerinnen und -lehrern zu tun und bin immer wieder auf's Neue verblüfft, mit wie wenig pädagogischem Fachwissen jemand auf Kinder losgelassen wird.

Dazu passt die Aussage einer guten Freundin von mir, Lehrerin an einer integrativen Gesamtschule:
"Als ich mit meinen vier Pädagogikscheinen als Referendarin anfing, wusste ich kaum, wie ein Kind aussieht. Bei der Prüfung im Staatsexamen war mir wenigstens das klar.
Mein gesamtes pädagogisches Wissen ist nicht das Ergebnis meiner Ausbildung, sondern ein Ergebnis von privater Weiterbildung."

Der hessische Lehrerverband selbst hat auf einer Kundgebung von GEW und Ver.di in Frankfurt 2015 den pädagogischen Anteil der Lehrerausbildung als völlig unzureichend bemängelt, und die antiquierten Unterrichtsformen bestätigen dieses Urteil.

Kommentar von Melynn ,

Pudelcolada hat recht, was die pädagogische Leistung von Lehrern betrifft. Ich habe viele Lehrer in der Familie und weiß, wie das in der Ausbildung läuft.

Hinzukommt, dass es viele Quereinsteiger gibt, die zwar über das fachliche wissen verfügen, aber nicht im geringsten wissen, wie man das jungendlichen, die sich mit der Pubertät in einer sehr schweren Phase des Lebens befinden, vermittelt

Kommentar von Pudelcolada ,

Wobei ich einige dieser Quereinsteiger als sehr begeistert, aufgeschlossen und pädagogisch interessiert erlebe / erlebt habe.
Sie wissen, was sie nicht wissen, können es zugeben und brechen sich keinen Zacken aus der Krone, wenn sie sich Rat holen.

Mit der Lehrerausbildung ist es ja m.M.n. auch so:
Bis jemand als Referendar/in dauerhaften Kontakt zur Schülerschaft aufbauen kann, hat er ja schon ein jahrelanges Studium hinter sich.
Wer bitte ist denn so lebensmüde, zu diesem Zeitpunkt noch zuzugeben, dass er/sie keine oder eine nur unzureichende positive Beziehung zu Kindern aufbauen kann, warum auch immer?
Damit wäre doch das gesamte Studium für die Katz'!

Außerdem finde ich, dass Referendare und Referendarinnen in ihrem Lehr- und Lernalltag viel zu sehr alleine gelassen werden, es fehlt an Reflektions- und Evaluationsgesprächen.
Und auch später setzt sich dieses Defizit fort, Lehrer_innen sind viel zu sehr als Einzelkämpfer auf sich allein gestellt.
In jeder pädagogischen Einrichtung, in der ich gearbeitet habe und arbeite, haben wir regelmäßige Supervisionssitzungen mit Anwesenheitspflicht. Davon habe ich in keiner Schule jemals gehört, noch nicht mal in Schulen mit Inklusionsplätzen.
Eine Ausnahme stellen manche Schulen für Kinder mit Förderbedarf dar, immerhin.

Im Ergebnis wurschteln die allermeisten Lehrkräfte ganz alleine vor sich hin.
Da ist es für mich kein Wunder, dass die Anzahl seelischer Erkrankungen aus beruflicher und persönlicher Überforderung heraus so hoch ist.

Kommentar von grubenschmalz ,

ußerdem finde ich, dass Referendare und Referendarinnen in ihrem Lehr- und Lernalltag viel zu sehr alleine gelassen werden, es fehlt an Reflektions- und Evaluationsgesprächen. 

Sagt derjenige, der selbst kein Lehrer ist und nur ein paar Lehrer (vermutlich einen entfernten Kumpel) in seiner Verwandtschaft hat? Woher hast du den genauen Einblick wie die jeweilige Betreuung der Referendare aussieht? Insbesondere da es sich an jeder Schule stark unterscheidet?

Kommentar von Pudelcolada ,

Mir reicht es jetzt mit Deiner Überheblichkeit.
Ich muss kein Lehrer sein, um einen gewissen Einblick zu haben.
Und ich verbitte mir, dass Du meinen Freunden ihre Sachkompetenz absprichst, ohne sie zu kennen.
Ihre Anzahl habe ich genannt, lesen musst Du selbst.

Aber bitte: Es sind keine entfernten Kumpels, sondern jahrelange Freunde. 2 x gymnasiale Oberstufe, 1 x Sek I+II IGS, 1 x Berufsfachschule für Bauhaupt- und Baunebengewerbe, 3 x Grundschule, 2 x pädagogische Berufsfachschule, 1 x Praxisanleitung Reha-Werkstatt.
Außerdem eine Schulsozialarbeiterin.

Eine von ihnen sitzt im Ausschuss des Kultusministeriums, der das Curriculum der hessischen Pädagogenausbildung erstellt, außerdem bildet sie selbst Lehrer_innen aus und nimmt Prüfungen ab.
Ich selbst stehe ständig mit mehreren Grundschulen im Kontakt und habe jahrelang an den LAG-Treffen im hiesigen Stadtschulamt für meinen damaligen Träger teilgenommen.

Und jetzt nur mal aus Interesse:
Wie steht's denn um Deine eigene Sachkenntnis, wenn Du mich hier schon als inkompetent und sachunkundig hinstellen willst?
Du hast anscheinend die Lehrerausbildung erfunden?

Antwort
von kiniro, 33

Ich finde es ja grausam, dass der deutsche Staat Kinder zu diesem (teils unmenschenlichen) Stress zwingt.

Und Kinder als faul zu bezeichnen, nur weil sie in manchen Fächer vielleicht weniger lernen, als den betreffenden Lehrern lieb ist, finde ich respektlos.

Ich würde mir an deiner Stelle eher Sorgen um das Jetzt machen.
Das macht deine Tochter kaputt und eurem Familienleben tut es mitnichten gut.

Schulabschlüsse lassen sich auch später noch extern nachholen.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Danke für Dein Verständnis, ebenfalls meine Meinung.

Mich stört vor allem diese "Notenhörigkeit" mancher Lehrer, ohne individuell das Kind dabei zu sehen.

Die Englischlehering will eine 3+ für die E-Kurs Zuteilung.

Die Französischlehrerin z. B. belohnt schlechtere Leistung aber NICHT mit Rauswurf. Sie betrachtet die Leistung insgesamt und das Sprachverständnis. Trotz 5+ / 4- soll sie also erst mal im Kurs bleiben!

Zuletzt - nach einem Gespräch mit meiner Tochter - hat sich die Lage leicht entspannt: Französisch Vokabeltest: 3+, Klassentest Englisch auch 3+....Ich finde, man sollte auch die Tendenz und die Entwicklung berücksichtigen.

Das Schuljahr ist fast vorbei. Im 1. Halbjahr stand sie in Englisch noch 3+ und sicherer E-Kurs Empfehlung, dann 3-, jetzt 3 und nun bekommt sie ihren E-Kurs trotzdem nicht.

Natürlich gibt es viele wege... Aber dies wäre der kürzeste, direkteste und einfachste Weg.

Ich selbst bin Realschülerin, bin erst nach der 10 aufs Gymnasium gewechselt (Es gab noch keine Gesamtschule mit Oberstufe). Französisch fand ich auch anstrengend, war aber sehr froh, in der Oberstufe nicht noch mit einer Fremdpsrache beginnen zu müssen. Ich hatte schon genug mit meinen Abifächern zu tun....

Antwort
von BabyBaylee, 49

Du hast Recht, bereits ab der 7. Klasse werden Weichen gestellt. Jedoch bedenke, dass der E-Kurs um einiges härter ist als der Grundkurs. In Mathematik sowie in Deutsch, Physik und Englisch. Wenn deine Tochter jetzt in den G-Kursen Probleme hat, dann würde ich auf dem Niveau vorerst bleiben und auf eine sehr gute Note hinarbeiten. Es ist nicht schlimm "nur" einen normalen aber dafür guten Realschulabschluss zu machen. Ich hatte alles E-Kurse, Französisch nicht abgewählt obwohl ab Klasse 8 das Ganze sehr schwer wurde. Ich wollte mir eben die Option zum Abitur offen lassen. Ich habe es zwar geschafft, jedoch musste ich in allen Fächern ackern und viel nachholen. DAS war Leistungsdruck und nochmal würde ich das nicht machen. Was möchte denn deine Tochter? War es ihre Idee mit dem FOR* ?
G-Kurse sind absolut okey. Ich durfte mal den Unterschied erleben da meine Lehrer krank oder auf Klassenfahrt waren o.ä. .. Ich sage dir: E-Kurse sind ganz andere Kaliber!

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Für den Realschulabschluß (FOR) sind aber auch E-Kurse notwendig. Und der sollte schon erreicht werden, finde ich. Zudem meine Tochter durchaus Potenzial hat! Sie ist ja nicht nur und überall schlecht, nur sehr zurückhaltend im mündlichen. Eine 3 ist in fast allen Fächern drin.

Meine Tochter möchte Fotografin oder Design lernen. Das ist sicher nur eine Tendenz, aber sie hat da klare Vorstellungen. Und mit einem Hauptschulabschluß werden ihre Chancen sehr viel kleiner.

Ich habe Sorge, dass sie sich nicht motiviert fühlt, wenn sie jetzt nicht einen E-Kurs belegen darf. Sie Stand inEnglsich 3+, tendenziell 2. Da war der E-Kurs so gut wie sicher. Dann wurde sie schlechter: 3-, momentan glatt 3. Der Englischlehrerin genügt das nicht.

Ich weiß von meinem Sohn, wie es in E-Kursen zugeht. Ich weiß aber auch, dass eine Höherstufung unwahrscheinlicher wird, je weiter die Schullaufbahn fortschreitet.

Kommentar von BabyBaylee ,

Das stimmt doch gar nicht! Bei uns wurde dauernd jemand aus dem G in den E-Kurs katapultiert, weil diese Schüler sich enorm gesteigert haben. Wenn man absteigt, dann ja, dann wird nur in Ausnahmefällen hochgestuft. Dann lasst doch Französisch sein. Wenn deine Tochter Abitur machen will, dann muss sie eh wieder eine 2. Fremdsprache wählen - meist Spanisch oder Russisch. Französisch wird da nicht mehr von Grund auf aufgebaut. Also hat deine Tochter nur 2 Optionen: Sie wählt nicht ab und beißt die Zähne zusammen um im Abitur den Anschluss zu finden ODER sie wählt ab und konzentriert sich auf die wesentlichen Fächer um dort aufzuholen und hochgestuft zu werden und zum Abitur wählt sie eine andere Sprache und fängt neu an. Jedoch sollte sie da langsam die Arschbacken zusammenkneifen und den Lernstoff JETZT nachholen. In der 9. Klasse kommt sie absolut nicht hinterher.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Was stimmt jetzt nicht?

Ich kann nur von den Berichten und Erfahrungen auf unserer Schule ausgehen. Und da sind Hochstufungen die absolute Ausnahme, in allen betreffenden Fächern. Mathe, Englisch, Deutsch und Chemie.

Die 2. Fremdsprache (in unserem Fall allerdingas Französisch, Itlaienisch oder Latein!) in der Oberstufe für 3 Jahre neu anzuwählen, wo man sich auf Abiturfächer konzentrieren muss, halte ich schon für etwas anspruchsvoller, als eine zweite Sprache von Klasse 7-10 (=4 Jahre mit gleichem lerninhalt wie Klasse 11-13 = 3 Jahre!).

Aber genau diese 2 von dir geannnten Optionen bringen es auf den Punkt. Nur weiß man nicht, ob es dann wirklich an Französisch gelegen hat , ob sie sich wirklich verbessert und ob sie dann den Ekurs bekommt.

Antwort
von einfachichseinn, 61

An statt hier zu fragen und deiner Tochter Faulheit zu unterstellten, solltet ihr euch professionelle Hilfe suchen, wenn sie mit dem Druck nicht klar kommt und Prüfungsangst hat!

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

ICH unterstelle keine Faulheit!

Prüfungsangst und Lernblockade war nur eine mögliche Theorie, die Lehrer sehen meine Tochter als "faul und unkonzentriert". Aber auch nicht alle!

Kommentar von einfachichseinn ,

Du weißt hoffentlich schon, dass du diese These, dass deine Tochter faul ist mit unterstützt in deinem Text! und wenn du nur die Theorie hast, wieso sitzt ihr dann nicht bei einem Psychodoc die klärt das ab?

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Bitte? Wo "unterstütze" ich denn die These, meine Tochter sei faul? ich habe sie als sensibel beschrieben, zurückhaltend und mit relativ negativem Selbstbild!

ich geh doch nicht wegen sowas gleich zum Kinderpsychologen! Das halte ich eh schon krank in dieser gesellschaft, dass jedes "Anderssein" gleich pathologisiert werde muss.

Sie hat eben gerade eine labile, etwas unstete Phase, mit 13 nicht mal besonders erstaunlich! Und ich will nur nicht, dass sie sich ihre Laufbahn mit einem vorübergehend wenig gefestigtem Selbstverständnis verbaut! Also helfe ich ihr, rede mit den Lehrern, stelle die Situation dar. Blöderweise sagen die, sie ist nur "faul" und kommen ihr nicht wirklich entgegen.

Also, was soll dieser angriffslustige Ton m ir gegenüber?

Kommentar von einfachichseinn ,

Psychologen

Kommentar von einfachichseinn ,

Deine arme Tochter! "nur das nötigste tut" "vor sich hin dümpelt" klingt nich sehr danach, als glaubst du, dass sich deine Tochter anstrengt. Mein Ton rührt daher, dass mir deine Tochter unheimlich leid tut. Sie hat offensichtlich ein großes Problem und dir ihr nicht ihre Gesundheit am wichtigsten, sondern ihre Schulbildung. dir ist offensichtlich sogar die Gesellschaft wichtiger, als dein eigenes Kind!

Antwort
von grubenschmalz, 50

Französisch abwählen, Fremdsprache in der Oberstufe neu dazu. WP ist die Note für den Q-Abschluss ebenfalls entscheidend.

Hochgestuft in E-Kurse kann man noch in der 10.2

Bin Gesamtschullehrer

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Und Sie meinen, eine Hochstufung würde möglich sein, wenn die Englischlehrerin sie nicht einmal jetzt mit einem "befriedigend" direkt in den E-Kurs aufnimmt? Dann müsste sie sich ja in Klasse 8-10 so sehr steigern, dass sie gleich in 3 Kursen hochgestuft wird und wenigstens ein "gut" bekäme?

Ihr Rat klingt plausibel, ich halte das aber aufgrund der Lehrereinstellung z. zt. nicht für wahrscheinlich.

Und ich habe Sorge, dass meine Tochter im G-Kurs erst recht keine Motivation entwickelt in den E-Kurs hochgestuft zu werden.

Kommentar von grubenschmalz ,

Ein Wechsel zwischen E- und G-Kurs ist jedes Halbjahr möglich. Das ist durchaus möglich, wenn sie sich steigert, dass sie dann auch später noch hochgestuft wird. Das ist doch absolut üblich. Das passiert bei uns ständig. Das ist doch auch das Prinzip der Gesamtschule. 

Und ich habe Sorge, dass meine Tochter im G-Kurs erst recht keine Motivation entwickelt in den E-Kurs hochgestuft zu werden.

Gut, dann ist das so. Man kann nicht alle zu ihrem Glück zwingen. 

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Sagen wir mal so. Ich traue der Englischlehrerin keine "wohlwollende" Entscheidung zu. Und nach einem halben Jahr hat die Tochter dann auch den Stoff für den Ekurs noch aufzuholen bei einer Hochstufung, weil sie ja ein halbes Jahr NUR im G-Kurs war. Ekursniveau muss man eben auch erst wieder erreichen.

Beispiel unser Sohn: E-Kurs Mathe in der 8. Klasse nicht auf Anhieb bekommen. Anfang 10. Klasse steht er im G-Kurs 2+, tendenziell 1, erhält Sonderaufgaben. Ein Wechsel in den E-Kurs wird unbedingt empfohlen. Es wäre der 4. E-Kurs unseres Sohnes gewesen. Hilfreich für die Oberstufe, aber für die Qualifikation nicht mehr zwingend notwendig.

Man trifft mit Hilfe des Mathelehrers (G-Kurs) eine strategische Entscheidung: Da unser Sohn eine 50/50 Chance hat in den einen oder anderen Ekurs zu kommen und der eine Lehrer "schlecht"  ist, bekommt er auf dem Zeugnis NUR noch eine 2-, damit er im G-Kurs bleiben kann.

Der Mathelehrer gibt unserem Sohn aber weiter Sonderaufgaben, damit er für den bereits absehbaren Einstieg in die Oberstufe wenigstens minimal vorbereitet ist.

Das Risiko im E-Kurs wegen inhalticher Defizite plötzlich auf ein "ausreichend" zu sinken und damit die FOR-Q zu gefährden, war - je nach Kurszuteilung - hoch.

Ergebnis seiner Abschlußprüfung in Mathe: eine aalglatte 1!

Kommentar von grubenschmalz ,

damit er im G-Kurs bleiben kann.

Völliger Unsinn hier eine 2- zu geben. Entweder hat dein Sohn dir das nur erzählt, oder der Lehrer ist eine Pfeife. Ich kann einem Schüler im G-Kurs problemlos eine 1 geben, aber gleichzeitig keinen Antrag auf Höherstufung stellen, dann wird er auch nicht höhergestuft. 

Antwort
von eyrehead2016, 63

Ich würde sie auf einer normalen Schule schicken. Sie hat ja nicht nur in Französisch schlechte Noten. Eine normale Schule wäre besser für sie.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Sie besucht ja eine "normale" Schule, es ist eine Gesamtschule. Sie ist nicht überall schlecht, sie liegt in dem meisten Fächern im 3er-Bereich. Nur in Mathe (4) und Französisch (4-5) nicht.
Eine 3 genügt der Englsichlehrerin nicht für den E-Kurs.
Eine 4 in Mathe erst recht nicht.

Die Theorie war, dass, wenn sie Französisch abwählt, sie sich vielleicht mehr auf die anderen Fächer konzentrieren kann. Trotzdem sichert ihr das jetzt nicht den dringend notwendigen E-Kurs in Englisch!

Kommentar von Noidea333 ,

E-Kurs ist nicht überlebenswichtig. Vielleicht kann sie es trotzdem irgendwie probieren. Aber später gibt es immer auch noch andere Möglichkeiten. Man darf nur nicht aufgeben :) Vielleicht fällt ihr alles in ein paar Jahren viel leichter, so wie mir.

Kommentar von Kinderwerkstatt ,

Mir fällt es leider schwerer darauf zu vertrauen, dass es später besser wird. Ich sehe vorwiegend Entscheidungen, die kein Zurück mehr ermöglichen.

Französisch jetzt abgewählt bedeutet zwangsläufig eine weitere Fremdpsrache in der Oberstufe lernen zu müssen.

Erhält sie nicht die für die Oberstufe notwendigen E-Kurse, war sogar die Abwahl der Sprache "ein Fehler", denn eine zusätzliche Fremdsprache bedeutet auch immer eine zusätzliche Qualifikation. Mit Arbeitslehre und Haushaltslehre sehe ich keine besondere Qualifikation.

Kommentar von grubenschmalz ,

Französisch jetzt abgewählt bedeutet zwangsläufig eine weitere Fremdpsrache in der Oberstufe lernen zu müssen.

Es stellt sich momentan eher die Frage, ob deine Tochter überhaupt für die Oberstufe geeignet ist. Du musst nicht für in 4 Jahren denken, sondern für das jetzt. Und jetzt ist Französisch für deine Tochter ungeeignet. 

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