Frage von Orgrim, 319

Findet ihr, dass Dressurreiten nicht eigentlich Tierquälerei ist?

Selbstverständlich gibt es unzählige Formen von Tierquälerei und etliche davon sind sicherlich deutlich schlimmer als Dressurreiten.

Aber wenn man sich mal anschaut was beim Dressurreiten von den Pferden verlangt wird, kann ich mir in keiner Wiese vorstellen, dass irgendein Pferd auf der Welt jemals so freiwillig gehen würde. Hierbei werden den Pferden über Jahre hinweg vollkommen unnatürliche Verhaltensweisen und Gangarten beigebracht, die doch nicht gut für die Pferde sein können.

Ich kann es ja noch verstehen, wenn Tiere schlecht bzw. nicht artgerecht gehalten werden, wenn dies irgendeinen Nutzen für den Menschen hätte z.B. als Nahrung, Arbeitstier oder Versuchstier für die Medizin. Aber Dressurreiten ist doch wirklich nur reiner Luxus. Und dafür Tiere quälen.

Meiner Meinung nach unterscheidet den Stierkampf und Dressurreiten nicht allzu viel.

Wie steht ihr dazu?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Leolynn14, 135
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Das ist eine schwierige Frage, ich finde es sehr ungerecht gleich eine ganze Sportart zu verurteilen nur weil es (auch wenn es viele sind) schwarze Schafe gibt. 

Prinzipiell ist Dressurreiten ja auch wenn ich mit meinem Pferd in der Halle Schritt, Trab, Galopp reite und dazu noch ein paar Bahnfiguren, Übergänge etc. Ist das dann gleich Tierquälerei? Wo fängt Tierquälerei an? 

Natürlich sieht man auf den Turnierplätzen oder auch in der Prüfung sehr unschöne Bilder gar keine Frage, bei vielen möchte ich auch nicht hinter die Kulissen schauen das sieht man sicher noch mehr unschöne Dinge. Aber um mal ehrlich zu sein wenn man sich in seiner näheren Umgebung umsieht, sieht man so etwas oftmals auch. Gerade oft auch die "Freizeitreiter" , als solchen würde ich mich im Übrigen auch bezeichnen, die meinen Dressur sei nur etwas für die Leute und Pferde die auch auf Turniere gehen und Unterricht brauchen sie natürlich auch nicht denn sie können ja schon reiten gerade hier sieht man oft Pferde die total falsch bemuskelt sind (Unterhals etc.) und die den Rücken wegdrückend durchs Gelände schaukeln. Tierquälerei? 

Oder noch ein anderes Beispiel, in manche Freizeitpferde wird oft so viel Futter reingeschaufelt Mash, Karöttchen, Äpfel, Müsli, dies und jenes Zusatzfutter und das Ende vom Lied ist dann das viele mehr rollen als gehen. Tierquälerei?

Der Bewegungsapparat sowie der Stoffwechsel eines Pferdes ist auf ständige Bewegung ausgelegt. Viele Pferde stehen den Winter über 23 Stunden am Tag in der Box. Im Sommer um die 20 Stunden. Tierquälerei?

Ich denke man sollte mit solchen Ausdrücken vorsichtig sein und auch den "Dreck vor der eigenen Türe kehren", ich würde nicht von mir behaupten wollen das ich alles richtig mache denn so ist es sicher nicht, auch wenn ich mich bemühe. 

Abschließend aber denke ich ist es leider so, wo das Geld anfängt hört die Tierliebe auf.

Kommentar von Orgrim ,

Es steht außer Frage, dass Pferde trainiert werden müssen. Dies gilt für alle Haustiere. :-)

Aber ich verstehe unter Dressurreiten, das was auf Turnieren gemacht wird und im Fernsehen übertragen wird. Dort "stolzieren" die Pferde regelrecht und bis all diese Bewegungen so perfekt sitzen, muss unendlich lange trainiert werden. Dies könnte man vielleicht schon als Tierquälerei verstehen.

Kommentar von Leolynn14 ,

Erst einmal danke für den Stern. Sicher sind manche Trainingsmethoden fraglich oder sogar wirklich "Tierquälerei" jedoch gibt es durchaus faire Ausbildungsmethoden.

Antwort
von smarty1234, 167

Hallo,

ich finde es nicht richtig etwas zu verteufeln, was in Maßen so wichtig für die Gesunderhaltung eines Reitpferdes ist.

Die Frage ist hier erstmal was du unter Dressurreiten verstehst? Sind das für die "Möchtergern" Tunierreiter, die ihre Pferde in Rollkur zwei Stunden durch die Halle hüpfen lassen? Wenn du diese Reiter meinst bin ich voll bei dir, das geht nicht. Das ist für mich aber auch kein Dressurreiten...

Auch im hohen Tuniersport gibt es natürlich schwarze Scharfe, die ihre Pferde maßlos überfordern und hinter geschlossene Türen richtig unfaire Trainingsmethoden auspacken. Diese Leute findest du aber in allen Disziplinen, das beschränkt sich nicht auf den Dressursport.

Ich kenne aber auch Reiter, die mit Ihren Pferden S-Dressuren starten, die absolut toll und fair reiten. Eine Paar ist mir da besonders im Gedächnis geblieben, wegen ihrer tollen Beziehung. Es wurde immer nur gefordert was das Pferd bereit war zu leisten. Wenn es einen schlechte Woche hatte wurde das nächste Tunier einfach sausen gelassen und locker weiter gearbeitet. Alles ohne Stress und Druck. Das Pferd ist bis ins hohe Alter absolut gesund und topfit!

Gute Dressurarbeit legt die Basis dafür ein gesundes Reiten. Das Pferd lernt sich zu tragen, den Rücken aufzuwölben und mit der Hinterhand Gewicht aufzunehmen. Richtig erarbeitet kann ein Pferd dazu richtig Lust bekommen.

Habe mein Pferd trotz Westernsattel auch Dressurtechnisch gefördert, da ich kein auf der Vorhand schlurfendes Quater haben wollte. Mittlerweile hat er eine Top Rückenmuskulatur, die von Tierarzt und Physio schon oft gelobt wurde. Von nur durchs Gelände juckeln wäre die nicht so super geworden. Und er liebt Seitengänge, nur Galopptraversalen sind ihm noch etwas zu antrengend. Aber immer langsam aufbauen, ein paar Galoppsprünge Traversale und bevor ich merke ihm geht die Puste aus schicke ich ihn raus, damit er es weiter gerne macht.

Allso alles in Maßen und auf das Pferd hören, sobald Ergeiz und Geld ins Spiel kommt geht es aber meistens leider nicht mehr ums Pferd.

Abstimmen tue ich nicht, da ich mir nicht sicher bin ob wir die gleiche Definition von Dressurreite haben.

Kommentar von Leolynn14 ,

Wow, tolle Antwort!

Kommentar von Urlewas ,

 Ganz genau!

" nicht das Pferd ist für die Dressur, sondern die Dressur ist für das Pferd da!"

Im Hochleistungssport gibt es natürlich immer Leute, die alles menschliche wegen Geld außer acht lassen. 

Aber: schon mehrfach Hörgeschädigte aus dem Munde von Grand Prix Reitern : 

" Es ist keine Kunst, einem Pferd das alles beizubringen. Eine Kunst ist es, ein Pferd auf diesem Niveau bei  Laune zu halten."

Mit Quälerei würde das ja wohl kaum zu vereinbaren sein...

Kommentar von sukueh ,

Es hängt ja auch immer von einem selber ab, wie man reitet. Warum eine "Reitweise" oder "Disziplin" verteufeln, wenn man es doch selber in der Hand hat, WIE man sie ausführt.

Und ich finde es eben auch wichtig, dass man auch als "Nicht-Turnierreiter" nicht auf Dressur verzichten sollte, weil es eben so wichtig für das Pferd an sich ist. Da brauch ich als Reiter gar nicht nach Siegen und Schleifchen streben, sondern die Gesundheit meines Freundes sollte mir das Wert sein.

Sehr viele "Pferdeflüsterer" wären arbeitslos, wenn jeder sein Pferd so reiten würde, dass es einerseits gesund und andererseits mit Spaß bei der Sache bleibt.

Kommentar von Orgrim ,

Gute Antwort.

Klar kann man durch Training bestimmte Muskeln stärken und die Haltung des Pferdes verbessern. Aber leben Pferde in der freien Wildbahn nicht am besten also gewohnheitsmäßig? Sollte sich eine Dressur nicht an solch einem Lebensstiel orientieren?

Kommentar von Punkgirl512 ,

Das Problem bei dem Vergleich zwischen Wildpferd und Hauspferd ist der, dass beim Hauspferd der Mensch noch mit drauf sitzt - in der Wildnis kommt es gut ohne Reiter klar, ohne sich selbst kaputt zu machen.

Aber mit Reiter drauf hat man sofort eine völlig andere Belastung - und entsprechend muss man da gegen arbeiten.

Antwort
von sukueh, 64
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Dressur ist notwendig, um das Pferd zu gymnastizieren, dass es den Reiter überhaupt so tragen kann, dass das Pferd selber keine gesundheitlichen Schäden beim Reiten davonträgt.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man korrekt reitet und nicht aus Faulheit oder falschem Ehrgeiz zu den falschen Methoden greift.

Macht man es richtig, dann ist es für das Tier keine Quälerei, sondern das notwendige "Sportprogramm", damit es uns Menschen tragen kann. Von uns würde ja auch keiner verlangen, dass wir aus dem Stand und ohne die entsprechende Vorbereitung sportliche Leistungen erbringen. Wir Menschen versuchen ja dann auch, wenn wir uns Bewegen, die optimale Ausrüstung und Vorbereitung zu haben, damit wir mit Spaß und Motivation bei der Sache sein können.

Ich finde es wesentlich schlimmer, dass es so viele Reiter gibt, die Dressur verteufeln, ohne eigentlich eine wirkliche Ahnung haben, was diese für das Pferd genau bedeutet und dann mit dem Hinweis, sie hätten ja schließlich keinerlei Turnierambitionen und würden ja am liebsten nur ausreiten gehen, sich nicht mal die Mühe machen, ordentlich reiten zu lernen. Am besten noch ohne die passende Ausrüstung, weil das Gefühl der "Freiheit" ja so toll ist. Und sich dann hinterher wundern, wenn die Rösser rasen oder buckeln, weil sie nicht wissen, wohin mit ihren schmerzenden Gliedern.....

Nichts gegen Geländereiter, aber die "Reiter" unter denen werden dann auch im Gelände mit dem Pferd arbeiten und sich nicht nur spazieren tragen lassen.

Antwort
von Punkgirl512, 93

Das was du als "Dressurreiten" bezeichnest, ist Tierquäelerei ja. Du meinst den Sport, Das Totilas-Weltbild mit den zusammengezogenen Gäulen, die um die Wette die Lampen austreten, während die Hinterhand im Keller verschwindet (2. UG) und die Rücken eine Badewanne darstellt. Stimmt, das IST Tierquälerei. 

Das korrekte Dressurreiten gewiss nicht. Ersetze das Wort "Dressur" mal durch "gesunderhalten" - denn nichts anderes soll die Dressur darstellen. 

Ein Pferd ist nicht dafür gemacht, geritten zu werden. Also nimmt es erstmal einen Schaden davon, dass wir auf dem Brückensystem unseren Spaß haben. Dem kann der Mensch aber entgegen wirken: Durch korrekte gymnastizierende Arbeit. Das bedeutet, dass das Pferd im Laufe der Ausbildung lernt, sein Gewicht von den Vorderbeinen abzuheben und auf die Hinterbeine zu legen. Denn erst, wenn es das tut, kann ein Pferd ohne Schaden geritten werden: Die Hinterhand kann viel besser tragen als die Vorhand, durch das Verlagern des Gewichts auf die Hinterhand macht das Pferd sozusagen eine Kniebeuge  und hebt damit den Rücken an, sodass die kurzen (tragfähigen) Rückenmuskeln aktiviert werden. Sind diese nicht angehoben, sitzen wir auf dem langen Rückenmuskel, der ist ein Bewegungsmuskel und kann nur sehr schlecht das Gewicht tragen - und schon gar nicht, ohne Schaden davon zu nehmen. 

Die Lektionen der Dressur entstammen sehr wohl aus der Natur der Pferde - aber auch aus der biomechanischen Sicht. 

Das einfachste Beispiel sind da Piaffe & Passage - Lektionen der hohen Schule - das ist ganz schlicht das Imponiergehabe von Hengsten. Verfeinert und gesund geritten alles andere als schädlich. 

Auch die Seitengänge sich nicht unnatürlich: Pferde schicken einander untereinander weg - dabei kreuzen sie die Beine auch oft. Dazu kam die biomechanische Sicht... Das Schulterherein gilt als die Aspirin der Dressur, weil es alle Probleme lösen kann, in den verschiedensten Variationen. 

Zusätzlich kommt noch der Aspekt, dass ein unbemuskeltes Pferd (gleichzusetzen mit einem schlecht gerittenen Pferd) alles andere ist - aber nicht schön und stolz. Siehst du mal ein gut gerittenes Pferd, mit guter Rücken- und Halsmuskulatur, wirst du gleich einen ganz anderen Blick sehen können: nämlich voller Stolz und Schönheit. DAS macht die Dressurarbeit daraus. 

Bitte verallgemeinere also in Zukunft nicht den Dressur-Reitsport mit korrektem gesundheitsförderndem Reiten! Wenn du nämlich so denkst, hoffe ich, dass du schlichtweg ein unwissender Nichtreiter bist und erst recht kein Pferd hast, das du reitest. Weder ein unwissender Nichtreiter als auch ein blutiger Anfänger können etwas für diese Meinung - alle anderen Pferdemenschen sollten sowas schnellstens begriffen haben.

Kommentar von Orgrim ,

Du hast Recht. Ich bin kein Reiter und habe auch nicht vor einer zu werden. Die Pferde sind mir einfach viel zu hoch, auch wenn sie sehr schön aussehen. :-)

Selbstverständlich müssen alle Haustiere also auch Pferde ausgiebig trainiert werden. Aus diesem Grund habe ich ja auch Dressurreiten geschrieben. Damit habe ich all die Turniere gemeint, die man gelegentlich im Fernsehen sieht.

Kommentar von Punkgirl512 ,

das dachte ich mir und das verzeiht dein Unwissen sofort. das, was man im Fernsehen schonmal sieht, ist leider keine Dressur mehr. Das schadet nämlich anstatt das Pferd gesund zu halten. je nach Reiter, ist es auch Tierquälerei, definitiv. Aber man muss bedenken, dass das Gott sei Dank nicht alle schlecht machen und es auch gute Reiter gibt, auch auf den Turnieren.

Antwort
von FelixFoxx, 72
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Solange Dressurreiten korrekt ausgeführt wird (das Pferd geht korrekt über den Rücken und wird nicht in Rollkur geritten), ist Dressurreiten keine Tierquälerei, sondern sogar sinnvoll, um die Muskulatur zu trainieren.

Die Bewegungsmuster beim Dressurreiten sind alle natürliche Bewegungsabläufe, von den 3 Grundgangarten über vorwärts, rückwärts und seitwärts gehen bis zu den Lektionen der Hohen Schule. Piaffe, Passage und Levade kommen z.B. aus dem Imponiergehabe von Hengsten.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 115

hallo,

deine aussage in der "frage" ist ziemlich  hahnebüchen und quasi nur dadurch zu entschuldigen, dass du tatsächlich von der materie keine kenntnis hast. aber dazu gibts ja fragen.

in der dressur werden nur gangarten und bewegungen gezeigt, die der natur des pferdes entsprechen.

durch fachgerechtes gymnastizieren und eine gute ausbildung werden diese zur vollkommenheit gebracht.

im gegensatz zu dir finde ich, dass nicht fachgerechte haltung IMMER schlechte haltung ist.  und schlechte haltung ist durch NICHTS zu entschuldigen.

der vergleich mit dem stierkampf ist absolut überzogen - nicht mal stierkampf ist gleich stierkampf. ich lehne stierkampf nicht grundsätzlich ab. der stierkampf, wie er in der camargue ausgeführt wird, ist wertvolles kulturgut und IN KEINER WEISE tierquälerei. das steht aber auf einem anderen blatt.

zum thema natürliche bewegungen des pferdes findest du dort eigentlich alles, was du wissen musst, um wahrscheinlich deine bisherige meinung zu negieren. kurztexte - reich bebildert. viel vergnügen beim lesen und schauen.

https://www.marc-lubetzki.com/13305

Kommentar von Orgrim ,

Ich habe von der Materie wirklich nicht sonderlich viel Ahnung, habe aber im Fernsehen durch Zufall die eine oder andere Sendung über Turniere gesehen.

Und so wie die Pferde dort regelrecht "stolzieren" müssen, kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass irgendein Wildpferd so gehen würde.

Dazu kommt ja noch, dass diese Bewegungen sogar jeder einzelne Schritt immer und immer wieder trainiert werden muss, bis die so sitzen. Dies könnte man schon irgendwie als Tierquälerei ansehen, da dies weder für das Pferd gut ist und dem Menschen auch keinen Nutzen bringt.

Antwort
von VanyVeggie, 77
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Hallo, 

es ist eher umgekehrt: Es ist Tierquälerei zu reiten und mit dem Pferd kein Dressur zu machen Wie möchtest du denn sonst ein Pferd beim Reiten gymnastizieren? 

Dressur hat unzählige Pferde vor dem Schlachter gerettet, weil sie dadurch wieder gesund geritten werden konnten. 

Wenn man selbst kein Dressur reitet und nur das Bild von Totilas im Kopf hat, dann wundern mich solch überzogene Aussagen aber nicht. Totilas wurde leider völlig falsch in Dressur geritten - das ist dann Tierquälerei und für mich auch kein Dressur mehr. Schwarze Schae gibt´s leider überall, vor allem ganz oben im Reitsport. Deswegen darf man jedoch nicht die ganze Materie verteufeln. 

Unnatürlich ist übrigens, bis auf die Rollkur die eigentlich nicht dazu gehört, gar nix. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Antwort
von ReterFan, 87

Ich bin da anderer Ansicht (bzw. ist das eher eine Tatsache und hat mit Ansichten gar nicht so viel am Hut). In erster Linie ist die Dressur für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur. Das heißt im allgemeinen, dass das Pferd in erster Linie einen Nutzen aus der Dressur tragen soll, und keinen Schaden. Und so ist es in der Regel auch, vorausgesetzt, das Pferd wurde schonend ausgebildet und gymnastiziert und auf einem reellen Wege dort hingebracht. Dass das nicht immer so der Fall ist und es im Dressursport viele schwarze Schafe gibt (aber nicht mehr oder weniger als in anderen Sparten des Reitsports), heißt deswegen nicht, dass Dressurreiten Tierquälerei ist, denn die Dressur baut in ihrem Ursprung stets auf den natürlichen körperlich gegebenen Grundlagen des Pferdes auf.

Antwort
von LyciaKarma, 127
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

https://www.marc-lubetzki.com/13305


So viel zum Thema "Das zeigen sie nicht in der Natur". 

Das, was du unter "Dressurreiten" bezeichnest, ist tatsächlich Quälerei - aber das ist nicht die Idee des Dressurreitens. 

Jeder sollte Dressurreiten - es hält das Pferd geschmeidig und gesund. Zumindest, wenn es korrekt gemacht wird. Dann wird das Pferd sich auch von selbst anbieten. 

Totilas-Style sollte man keinesfalls unterstützen. Ich glaube, darauf wolltest du raus, oder? 




Ich kann es ja noch verstehen, wenn Tiere schlecht bzw. nicht artgerecht gehalten werden, wenn dies irgendeinen Nutzen für den Menschen hätte z.B. als Nahrung, Arbeitstier oder Versuchstier für die Medizin. Aber Dressurreiten ist doch wirklich nur reiner Luxus. Und dafür Tiere quälen.

Das ist Blödsinn und ich widerspreche dir hier ausdrücklichst. 


Kommentar von ponyfliege ,

oops... schuldigung... hatte nicht gesehen, dass du unsern lieblingslink zum bewegungsrepertoire schon hier gepostet hast. ich wollte erst die ganze frage von damals verlinken.

die zu piaffe und passage... ;-))

DH!!!

Kommentar von Orgrim ,

Der Totilas-Style ist ein Beispiel dafür. Klar müssen Pferde trainiert werden, aber sie dermaßen trainieren, dass jede Bewegung perfekt sitzt, geht doch wirklich zu weit.

Dein Kommentar zur nicht-artgerechter Haltung von Tieren stimmt zwar, aber die Belange des Menschen stehen meiner Meinung nach vor denen der Tiere. Klar ist es nicht toll wenn Tiere z.B. verwendet werden, um Medikamente zu testen, aber es gibt zumindest bisher keinen besseren Weg. Und bevor das Leben eines Menschen riskiert wird, habe ich keine Problem damit, dass das ein oder andere Tier dafür sterben muss.

Auch habe ich kein Problem damit Fleisch zu essen. Natürlich sollten die Tiere nach Möglichkeit so artgerecht wie möglich gehalten werden, aber dies ist zumindest nicht vollkommen zu realisieren.

Antwort
von JolieBijou, 75
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Tja da kommt wieder die Frage auf, was ist Dressurreiten und was nicht. Was ist erlaubt und was nicht. Was ist Tierquälerei und was nicht. 

Grundsätzlich hatte das Dressurreiten eigtl die Funktion das Pferd zu gymnastizieren und somit gesund zu halten. Durch den ganzen Turnierdruck und hohe Preisgelder ist das leider ziemlich in den Hintergrund gerückt, sodass die Rollkur ala Totilas ein ziemlich schlechtes Licht auf die ganze Sache wirft. Trotzdem bin ich der Meinung das man nicht alles Schwarz-Weiß sehen darf. Ich mein wieso ausgerechnet das Dressurreiten? Ich denke eine imponierende Piaffe ist deutlich natürlicher für der Pferd als über ein 2 Meter hohes Hindernis zu springen oder sich auf der Rennbahn zu Tode zu hetzen. Auch würde ich nicht sagen das es die ganzen verfetteten, gelangweilten Freizeitpferde mit ihren durchgerittenen Rücken besser haben. Da ist doch eine anständige Muskulatur, sinnvolle Gymnastizierung und ausreichend Bewegung tierfreundlicher...

Wie gesagt Dressur kann, wie fast alles andere auch, Tierquälerei sein, muss es allerdings nicht!

Antwort
von moonsky4, 36
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Natürlich gibt es schwarze Schafe, aber die ganz normale, klassische Dressur, ist es ansolut nicht, wenn sie fair geritten wird. Dressur ist die Grundlage zu allem, es ist gesunderhaltend und gymnastizierend fürs Pferd.

Ohne Sattel und so mit einem Pferd das entweder den Rücken wegdrückt und wie ne Giraffe läuft oder den  Kopf in den Boden reinrammt stundenlang über Stoppelfelder zu heitzen, DAS ist auf dauer sehr schädlich fürs Pferd.

Antwort
von Buckykater, 28
Dressurreiten ist Tierquälerei

Aber nur wenn man die Pferde mit Rollkur reitet  das Pferd in reiner Boxenhaltung lebt und nur auf Leistung trimmt. Man kann auch Ohne Rollkur und Druck Erfolge haben. Kommt immer darauf an wie man sein Pferd reitet

Antwort
von Michel2015, 20
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Was soll daran bitte Tierquälerei sein? Nur weil ein paar Spinner mit Ihren Pferden schlecht umgehen, muss nicht automatisch jeder Dressurreiter ein Tierquäler sein.

Befasse Dich mal ernstaft mit der Reitlehre.

Antwort
von Salomchen, 25
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Die Dressur beinhaltet natürliche bewegungsabläufe des Pferdes.  

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 53
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Das ist eigentlich keine Frage, sondern Meinungsmah s von jemand, der keine Ahnumg hat. 

Ich verstehe gar nicht, dass der Betreiber hier diese Frahebethaupt so zuläßt.

Einige Leute   hier, die was von Pferden  haben sich schon genügend dazu geäußert. Deshalb spare ich mir, das zu wiederholen.

Antwort
von kleineMausMaus, 91
Dressurreiten ist Tierquälerei

Also. Beim ersten Teil deiner Frage bin ich etwas bei dir. Ich war oft beim Training dabei und auch bei Turnieren. Ich bin da eher beim Westernreiten. Nähere Ausführungen spar ich mir. Ich stimme nur teilweise zu. Tendiere aber dahin.

Dem zweiten Teil deiner Frage stimme ich ganz und gar nicht zu. Tiere sollten grundsätzlich artgerecht und respektvoll behandelt werden, egal, ob sie n Nutzen für den Menschen haben oder nicht.

Antwort
von Mangosauce, 87
Dressurreiten ist Tierquälerei

Ja es ist ein Verbrechen an diesen liebevollen, stolzen Tieren. Das hören die Reiter/innen natürlich nicht gerne, aber wie du schon erwähnt hast, kein Pferd würde so etwas freiwillig tun. Man zwingt die Pferde in eine für sie unnatürliche, ungeeignete Gangart von welchen sie folglich erhebliche, gesundheitliche Schäden tragen können. Alleine das satteln etc. ist für die Tiere unnatürlich, mitmachen tun sie das nur weil sie von Anfang an alles so erleben.

Kommentar von LyciaKarma ,

https://www.marc-lubetzki.com/13305

Das machen sie eben schon in Freiheit. 

Kommentar von Mangosauce ,

Möglich ist es, dass die Tiere eine der von Menschen benannten Bewegungen in freier Natur machen, aber sie machen das nicht über mehrere Meter und werden dort auch nicht zu diesen getrieben, davon abgesehen dass Pferde in freier Natur nichts auf dem Rücken haben ;) :0 Aber mal davon weg, ich vertrete meine Meinung, so wie sie ist und wundern würde es mich nicht sonderlich wenn der Verfasser der Texte auf dieser Seite Reiter ist ;) :)

Kommentar von LyciaKarma ,

Doch, tun sie. Da hast du noch nie Hengste in freier Wildbahn gesehen.. 

Die piaffieren, gehen ins Kompliment und zeigen Levaden vom Allerfeinsten.

Du hast eine falsche Vorstellung von Dressur - zugegeben, "Dressur" ist auch das falsche Wort. Es geht nicht um dressieren, es geht darum, dass das Pferd all sein Können, all seine Schönheit auch mit und für den Menschen zeigt. 

Kommentar von Mangosauce ,

Ich sehe mich nicht im geringsten falsch und weiß genau wovon ich spreche& doch da irrst du dich gewaltig, ich habe schon so einiges in freier Wildbahn gesehen von der Ameise über die Elefanten bis zum Zebra. :)

Kommentar von LyciaKarma ,

Wenn du schon so viel gesehen hast, solltest du das wissen. Wenn du das nicht einsehen willst, ist das sehr schade. 

Kommentar von Mangosauce ,

Ich sehe nichts ein was nicht Einsehbar ist. :) Jeder hat seine eigene Meinung, nicht wahr.

Kommentar von LyciaKarma ,
Jeder hat seine eigene Meinung, nicht wahr.

Und dann gibt es da noch die Tatsachen. 

Kommentar von ponyfliege ,

@mangosauce:

wobei sehen nicht gleich sehen ist.

kaum jemand hat die gelegenheit, pferde in einer tatsächlich natürlich zusammengesetzten gruppe zu erleben.

ich habe oft und lange pferdegruppen und einzelne pferde beobachtet, teils sehr aufschlussreiche fotos machen und einem alten erfahrenen züchter und pferdemenschen tatsächlich noch was neues vermitteln können.

du wirst mir sicher beantworten können, warum ein neugeborenes fohlen SOFORT in einer natürlichen pferdegruppe akzeptiert wird. und warum tragende und fohlen führende stuten UNBEDINGT in einer gemischten pferdegruppe gehalten werden sollten...

dann glaube ich dir, dass du schon alles gesehen hast.

Kommentar von Mangosauce ,

aaaaaalso.. ich wollte hier keine affige Diskussion starten, aus dem Alter bin ich raus, ich lasse euch einfach mal in eurem Glauben weil ich für so einen Quark meine Zeit nicht weiter verschwende, ich behalte trotzdem nach wie vor meine Einstellung! ;P MyOpinion~

Kommentar von VanyVeggie ,

...die Einstellung, die Pferden letztlich schadet. Keine Dressur, keine Gymnastizierung. Keine Gymnastizierung, kein gesundes Pferd und kein entspanntes Reiten. 

Man setzt sich nicht auf´s Pferd und gut ist. Es muss trainiert, gymnastiziert, ausbalanciert und korrigiert werden. Wie willst du das ohne Dressur machen? 

Deine Meinung zeigt eigentlich nur, dass du keine Ahnung von der Materie hast und dir das nicht eingestehen möchtest. Das diverse Dressureinheiten nicht unnatürlich sind, sondern bei Wildpferden vorkommt wurde dir ja schon gesagt. Aber natürlich warst du bereits in der Wildnis und hast rund um die Uhr eine Pferdegruppe beobachtet. 

Antwort
von Znorp, 86
Dressurreiten ist Tierquälerei

Natürlich liegt das nicht in der Natur der Pferde sich so zu bewegen, nichts desto trotz denke ich es gibt viel schlimmere Sachen in denen Tiere gequält werden.

Kommentar von LyciaKarma ,

https://www.marc-lubetzki.com/13305

Doch, es liegt in ihrer Natur. 

Kommentar von ponyfliege ,

wir hätten die pferde längst ausgerottet, wenn sie uns keinen nutzen bringen würden.

wir menschen sind nun mal (leider) so.

Antwort
von dressurreiter, 35
Dressurreiten ist keine Tierquälerei

Auf jeden Fall macht Dressur reiten viel Spaß.

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