Ist doch wohl absolut logisch, dass er dem Menschen Willensfreiheit gab, sonst hätten sich Adam und Eva nicht für Gott oder gegen ihn entscheiden können! Gott gebot sie sollten nicht von dem Baum essen, trotzdem taten sie es (hätten sie keine Willensfreiheit gehabt, hätte Gott dieses Gebot und alle anderen nicht aufstellen brauchen!)
(1. Mose 3:6-7) 6 Demzufolge sah die Frau, daß der Baum gut war zur Speise und daß er etwas war, wonach die Augen Verlangen hatten, ja der Baum war begehrenswert zum Anschauen. So begann sie von seiner Frucht zu nehmen und zu essen. Danach gab sie davon auch ihrem Mann, als er bei ihr war, und er begann davon zu essen. 7 Dann wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren. Daher nähten sie Feigenblätter zusammen und machten sich Lendenschurze.
(5. Mose 30:15-20) 15 Siehe, ich lege dir heute wirklich Leben und Gutes und Tod und Böses vor. 16 [Wenn du auf die Gebote Jehovas, deines Gottes, hörst,] die ich dir heute gebiete, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen wandelst und seine Gebote und seine Satzungen und seine richterlichen Entscheidungen hältst, dann wirst du ganz bestimmt am Leben bleiben und dich mehren, und Jehova, dein Gott, wird dich bestimmt segnen in dem Land, in das du gehst, um es in Besitz zu nehmen. 17 Wenn sich aber dein Herz wegwendet und du nicht hörst und du tatsächlich verführt wirst und dich vor anderen Göttern niederbeugst und ihnen dienst, 18 so teile ich euch heute mit, daß ihr ganz bestimmt umkommen werdet. Ihr werdet eure Tage nicht verlängern auf dem Boden, zu dessen Besitzergreifung du über den Jordan ziehst. 19 Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch, daß ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, 20 indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage, damit du auf dem Boden wohnst, den Jehova deinen Vorvätern Abraham, Ịsa‧ak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben.“
Gute Antwort. Vielen Dank! Aber ich lese so oft, daß das glasklar in der Bibel stünde, daß ich nun mal wissen wollte, wo.
Die glasklare, unmissverständliche Aussage zum freien Willen/gesunden Menschenerstand wirst du nicht finden. Auch wenn man alles noch so uminterpretiert und herumdreht. Glaubst du das Christentum hätte sich überhaupt so weit verbreitet, wenn es sich ihre Untergebenen selbst überlegen konnten, zu was sie sich bekennen.
Wenn Gott Verantwortung fordert, dann muss es doch einen freien Willen geben. So wird geschlussfolgert. Theologisch ist das Thema freier Wille aber nicht auf unser alltägliches Leben bezogen, sondern es geht um die Frage, ob ich mich von mir aus frei entscheiden kann, für oder gegen Gott zu sein. Dann muss unterschieden werden zwischen vor und nach dem Sündenfall. Wenn Paulus davon spricht, dass beim Christwerden aus Feinden Gottes seine Freunde werden, dann wird das immer als ein Gnadenakt Gottes beschrieben. Gott handelt in seiner Liebe an uns, dass wir dann wollen. Gott schenkt Wollen und Vollbringen (ohne dass unsere Verantwortung dadurch geschmälert wird). Deshalb spricht Luther vom unfreien Willen. Ja, wir haben einen Willen. Doch ist er nicht frei, sondern sehr (positiv) motivierbar oder (negativ) manipulierbar.