Frage von sunrise222, 366

Woher wusste Mose von der Geschichte über Adam und Eva, er hat sie ja aufgeschrieben?

Ist dies eine Parabel (wie z. B. der verlorene Sohn)?

Oder geht es  nach christlichem Glauben um eine wahre Geschichte?

Ich möchte hier keine Religionskritiker oder ähnliches, bitte. Diskussionen, ob für euch Religionen schwachsinnig sind, gehören hier nicht hin. Einfach nur die Frage beantworten, wenn ihr etwas wisst oder eine Vermutung habt.

Vielen Dank! ;-)

Antwort
von Sturmwolke, 135

Woher hatte Moses den Stoff für die Genesis?

Die in der Genesis beschriebenen Ereignisse spielten sich alle vor der Geburt Mose ab.

▶ Es könnte sein, daß Moses den Aufschluß darüber direkt durch göttliche Offenbarung erhielt. Daß jemand (entweder er selbst oder jemand vor ihm) über das, was vor der Erschaffung des Menschen geschah, auf diese Weise Aufschluß erhalten haben muß, liegt auf der Hand (1Mo 1:1-27; 2:7, 8).

▶ Moses könnte aber diesen und den übrigen Aufschluß auch durch mündliche Überlieferung erhalten haben. Da die Menschen damals sehr lange lebten, hätte die Übermittlung dieses Aufschlusses von Adam bis Moses nur fünf Menschen als Bindeglieder erfordert: Methusalah, Sem, Isaak, Levi und Amram.

▶ Eine weitere Möglichkeit wäre, daß Moses den in der Genesis
enthaltenen Aufschluß großenteils durch bereits vorhandene
Aufzeichnungen oder Urkunden erhielt.

Diese Ansicht vertrat der niederländische Gelehrte Campegius Vitringa schon im 18. Jahrhundert, wobei er davon ausging, daß in der Genesis (nach der King James Version) zehnmal die Äußerung „dies sind die Geschlechter“ und einmal „das ist das Buch der Geschlechter“ vorkommt (1Mo 2:4; 5:1; 6:9; 10:1; 11:10, 27; 25:12, 19; 36:1, 9; 37:2).

Das Wort „Geschlechter“ in dieser Äußerung entspricht dem hebräischen Wort tōle·dhṓth, das besser mit „Geschichte“ oder „Ursprung“ übersetzt wird. Zum Beispiel kann die Wendung „die Geschlechter des Himmels und der Erde“ kaum passend sein, wogegen man sich unter den Worten „die Geschichte des Himmels und der Erde“ eher etwas vorstellen kann (1Mo 2:4).

Damit in Übereinstimmung steht in der Elberfelder Bibel, der französischen Übersetzung von Crampon und in der spanischen von Bover-Cantera der Ausdruck „Geschichte“ wie in der Neuen-Welt-Übersetzung.

So, wie die Menschen heute an einer genauen Geschichtsschreibung interessiert sind, waren sie es bestimmt schon von Anfang an. Aus diesem Grund haben Vitringa und seither auch andere unter dem Begriff tōle·dhṓth — wo immer er in der Genesis vorkommt — eine bereits vorhandene
historische Urkunde verstanden
, über die Moses verfügte und durch die er hauptsächlich den in der Genesis enthaltenen Aufschluß empfing.

Sie nehmen an, daß die unmittelbar in Verbindung mit diesen „Geschichten“
namentlich erwähnten Personen (Adam, Noah, Noahs Söhne, Sem, Terach,
Ismael, Isaak, Esau und Jakob) entweder die Schreiber oder die
ursprünglichen Besitzer jener schriftlichen Urkunden waren.

Das läßt natürlich immer noch die Frage offen, wie Moses in den Besitz dieser Urkunden kam. Auch bleibt die Frage ungeklärt, wieso Urkunden von
Männern, die sich nicht als treue Anbeter Jehovas erwiesen (wie Ismael
und Esau), als wichtige Quellen des verwendeten Aufschlusses hätten
dienen sollen.

Es ist durchaus möglich, daß der Ausdruck „dies ist die Geschichte“ lediglich eine Einleitung ist, durch die die verschiedenen Teile des langen, umfassenden Geschichtsberichts passenderweise voneinander abgegrenzt wurden. Matthäus gebrauchte in der Einleitung seines Evangeliums einen ähnlichen Ausdruck (Mat 1:1; siehe SCHREIBEN).

Man kann also zu keiner endgültigen Schlußfolgerung gelangen, was die unmittelbare Quelle betrifft, durch die Moses den von ihm aufgezeichneten Aufschluß empfing.

▶ Vielleicht erhielt er ihn nicht nur auf die e i n e der erwähnten Arten, sondern auf alle drei — zum Teil durch direkte Offenbarung, teilweise durch mündliche Überlieferung und zum Teil durch schriftliche Urkunden.

Wichtig ist dabei, daß Jehova Gott den Propheten Moses leitete und dieser somit unter göttlicher Inspiration schrieb (2Pe 1:21).

Der Inhalt sollte künftigen Generationen als göttliche Richtschnur dienen. Er sollte der Nation Israel immer wieder vorgelesen werden (5Mo 31:10-12; 2Kö 23:2, 3; Ne 8:2, 3, 18), und ihre Könige sollten sich davon leiten lassen (5Mo 17:18, 19).

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Quelle:

Bibellexikon "Einsichten über die Heilige Schrift", Stichwort "Genesis", auf jw.org (bearbeitet)

Antwort
von Iamiam, 117

Die gesamte Schöpfungsgeschichte muss mit geringen Variationen verbreitet gewesen sein und ist nur irgendwann niedergeschrieben und dem Mose zugeordnet worden. Solche Geschichten wurden nur selten aufgeschrieben, die Sänger jener Zeit hatten ein gutes Gedächtnis (wie bei uns in der Nicht-römisch-griechischen Welt auch. Nochmals früher auch in der römisch-griechischen)

So hat man im Gilgamesch-Epos eine ähnliche Sintflut-Geschichte (die man zufällig aufgeschrieben fand), und der Kampf der Himmlischen Mächte findet sich auch in vielen Religionen.

Die theologische Aussage all dieser Geschichten ist: Es gibt einen Gott, der alles geschaffen und und Gebote gegeben hat und wir müssen uns hüten, von ihm abzufallen. War Staatsraison, so, wie wir heute "auf dem Boden des Grundgesetzes" zu stehen haben. (obwohl es damals keinen Staat, sondern Stämme gab - Regeln fürs Zusammenleben sind immer notwendig)

Die 7-tägige Schöpfungsgeschichte ist in ihrem Rhythmus neu, sie führt die 7-Tage-Woche ein, die bei den Juden damals einzigartig war.

Antwort
von Gaius99, 136

Genesis, das erste Buch Mose, wurde - so lautet die Überlieferung - von Mose auf dem Berg Sinai von Gott empfangen, wie die ganze Tora ("jüdische Bibel"). Also musste er die Geschichte vorher noch nicht gekannt haben, sondern kann sie von Gott erfahren haben.

Allerdings bin ich mir recht sicher, dass die grossen Kirchen die Urheberschaft nicht in Mose, sondern in verschiedenen späteren Autoren sehen, wie auch die Geschichtswissenschaft.(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/1.\_Buch\_Mose#Christliche\_Darstellung)

Der verlorene Sohn ist ein von Jesus erzähltes Gleichnis, also eine von ihm ausgedachte Geschichte, die als Anschauung für moralische Fragen dienen soll. Es soll gar kein Tatsachenbericht sein, auch wenn es gut möglich ist, dass sie sich irgendwann so oder so ähnlich ereignet hat.

Kommentar von Eselspur ,

Im ernst? Am Sinai soll Mose nicht den Dekalog empfangen haben, sondern die ganze Tora? 

Kommentar von waldfrosch64 ,

Nicht aus christlicher Sicht .

Soviel ich weiss und so ist wohl auch die Überlieferung , wurde auf dem Berg Sinai lediglich die 10 Gebote dem Mose gegeben .

Den Rest halte ich für kreationistische Erfindungen die es den Muslimen gleichtun ..und Wikipedia (hust ) halte in in den Themen Geschichte /Politik und Religion weder für kompetent noch für seriös .

https://www.youtube.com/watch?v=wHfiCX\_YdgA

Kommentar von Ryuuk ,

Soviel ich weiss und so ist wohl auch die Überlieferung , wurde auf dem Berg Sinai lediglich die 10 Gebote dem Mose gegeben .

Dann weißt du falsch. Moses erhielt einen ganzen Regelkatalog auf dem Berg Sinai. Lies mal ab Exodus 19 oder so, da war glaub Ich wo es anfing.

Antwort
von nowka20, 37

es gab einmal adam- und evamenschen, die auslese der menschheit. die konnten in der damals äußerst schwierigen situation die menschheit vor einem vertierungsschicksal retten

Antwort
von waldfrosch64, 70

Nach römischer Katholischer Lehre handelt es sich hier um Urgeschichte .

Diese Bücher Genesis , haben keinen Anspruch darauf  Historische Realität oder gar  Naturwissenschaftlicher Rapport der Enstehungsgeschichte der Erde und der Menschen zu sein .

Sondern hier wird lediglich  etwas ausgesagt über die Beziehung zwischen Gott und Mensch und der  Tatsache, dass Gut und Böse bereits von Gott festgelegt ist,und daran soll der Mensch in seiner Freiheit die er in  sich hat ,besser nicht rütteln und zwar zu seinem eigenem Besten .

Den Rest können wir getrost seriöser Naturwissenschaft überlassen ,zu der ich persönlich einen Dawkins nicht zählen kann .

Antwort
von Eselspur, 90

Im 5. Buch Mose / Deuteronomium wird auch der Tod Mose geschildert. Das führte schon vor mehreren hundert Jahren zu der Überlegung, dass die ersten Bücher der Bibel nicht von Mose geschrieben sein können.

Des Weiteren führte das zur wissenschaftlichen Exegese, zur Bibelkritik, die auch wenn "Kritik" im Namen vorkommt und auch Unsinn und Wider-Religiöses verbreitet worden ist, nicht der Tod des Christentums ist, sondern die Erforschung der Bibel nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten. 

Wenn dir meine Antwort bis hierher nicht gefällt:
Als Kind des Volkes Israel wurde Mose die Geschichte von Adam berichtet und der heilige Geist hat ihn beim Verfassen geführt. 

Antwort
von Adlerauge4, 66

Sturmwolkehat dir bereits eine sehr gute, ausführliche Antwort gegeben, die man in allen Punkten unterstreichen kann. Besser weiß ich es auch nicht und schließe mich daher Sturmwloke an.

Antwort
von Grammatikus, 44

Die Beweislast, dass Moses gelebt habe, liegt natürlich bei jenen, die es behaupten. Weil es KEINE wissenschaftlichen Belege dafür gibt, verzichten sie auf diesen Weg.

Man muss andererseits nicht beweisen, dass jemand nicht gelebt hat.

Antwort
von 1988Ritter, 53

Moses hat Das Volk Israel und den Gott Jahwe nicht erfunden.

Die Juden waren zu diesem Zeitpunkt als Sklaven für den Pharao eingesetzt. Moses, der am Hof des Pharao lebte ist dann zu seinem Volk gestoßen. Der grundsätzliche Glaube an Gott war also schon vorhanden.

Moses war bis zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Teil der schon bestehenden Glaubensgemeinschaft. Folglich lernte er auch den monotheistischen Glauben von seinen Glaubensgeschwistern, und somit sicherlich auch die Entstehungsgeschichte.

Erst mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten betrat Moses die religöse Bühne. 

Kommentar von Grammatikus ,

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für die Versklavung eines Volkes Israel in Ägypten in der Antike, auch nicht für einen "Auszug".

Kommentar von 1988Ritter ,

Ja wenn es keine Beweise gibt, dann kann man es ja mal annehmen.

Antwort
von iichundsoundso, 88

Vielleicht hatte er ja kontakt mit Gott und er hat ihm die geschichte erzählt. Soviel ich weis haben viele kontakt mit Gott gehabt wies in da biebel steht oder wenn ich mich an die geschichte mit den brennenden Busch errinnere..

Antwort
von Ryuuk, 67

Einfache Antwort? Weil es keinen Moses gab. Die Figur des Moses ist aus mehreren zeitgenössischen Gestalten zusammengebastelt. Und seine Bücher sind vor ihrer Niederschrift in mündlicher Tradition weitergegeben worden.

Und das meiste davon ist ohnehin erfunden, daher der Mangel an Augenzeugen.

Kommentar von HorstBro ,

Quellenangaben und/oder Literaturangaben zu deinen Behauptungen bitte.

Kommentar von Ryuuk ,

Did Moses Exist? The Myth of the Israelite Lawgiver. wenn du ein Buch haben willst.

Im übrigen hätten wir beispielsweise Sargon von Akkat um 2300-2200 vor Christus, dessen Lebensgeschichte ein paar Interessante parallelen zu Moses aufweißt

Es empfing mich die Mutter, die Verstoßene gebar mich heimlich. Sie legte mich in einen Korb aus Schilf, mit Asphalt verschloss sie meine Öffnungen. Sie ließ mich auf dem Fluss nieder, aus dem ich nicht mehr selbst emporsteigen konnte. Der Fluss trug mich, zu Aqqi dem Wasserschöpfer brachte er mich. Aqqi der Wasserschöpfer holte mich wahrlich durch ein Eintauchen des Eimers herauf. Aqqi der Wasserschöpfer nahm mich zu seiner Sohnschaft an, er zog mich wahrlich groß.

Klingt bekannt? Im Moses Geschichte passiert genau das selbe.

Meine Mutter, eine Hohepriesterin, wurde mit mir schwanger. Insgeheim gebar sie mich. Sie legte mich in ein Schilfkästchen. Mit Bitumen dichtete sie meine Behausung ab. Sie setzte mich am Fluß aus, der (mich) nicht überspülte. Akki, der Wasserschöpfer, zog mich heraus, als er seinen Wassereimer eintauchte. Akki, der Wasserschöpfer, zog mich als sein Adoptivkind groß.

Die Gesetze die Moses auf dem Berg Sinai erhielt, sind an vielen Stellen identisch mit zeitgenössischen Gesetzkodexen der Region, wie dem Kodex Hammurabi oder dem Kodex Eshnunna

http://drbobgonzales.com/2011/10/20/was-moses-a-plagiarist-mosaic-law-and-ancien... Auf der Seite werden ein paar Beispiele gezeigt.

Antwort
von kokomi, 100

1. geschichtn werden von generation zu generation weitergegeben, 2. der verlorene sohn - diese geschichte gibt es mehr als tausendmal - also realistisch

Kommentar von sunrise222 ,

Nach Adam und eva, also bei Mose, kam aber die Sinnflut- Alle Menschen starben

Kommentar von kokomi ,

nicht alle

Antwort
von Stupor, 70

Durch die vorangegangenen Berichte, die stets unverändert blieben.

Antwort
von Coldnez, 41

Das ist eine gute Frage.

Nach christlichem Glauben muss die Geschichte von Adam und Eva genau so wahr sein wie ihr Glaube an der Existenz Jesu.

Denn in Lukas Kapitel 3 findest du eine Stammbaumlinie, die von Joseph bis zurück zu Adam reicht. Da Joseph den Jesus adoptiert hat, muss es ihn und all seine Vorfahren auch gegeben haben. Denn es wäre ja unlogisch wenn Märchenfiguren irgendwann in die Realität überwandern.

Entweder sollte man an Adam und Jesus glauben oder an garkeinen von beiden. Doch viele Kirchen vertreten die Evolutionslehre von Darwin und legen die Schöpfungsbericht der Bibel nur als eine bildliche Veranschaulichung dar.

Nun sagen aber viele Atheisten oder Agnostiker dass so ein Glaube 'vernünftiger' ist wie die extremistischen/fundamentlistischen Christen, die alles wortwörtlich nehmen, weil ja schließlich Darwin widersprochen wird. Doch ist es wirklich Vernünftig zu glauben dass Märchenfiguren in die Realität überwandern? Ich denke nicht.

Daran sieht man eigentlich, dass die Vernunft auf beiden Seiten manchmal schwer zu finden ist. Viel Erfolg auf der suche nach der Wahrheit!

Kommentar von waldfrosch64 ,

____Nach christlichem Glauben muss die Geschichte von Adam und Eva genau so wahr sein wie ihr Glaube an der Existenz Jesu.___

was immer auch  das jetzt heissen mag ...Einen Historischen Anspruch hat das Buch Genesis 3 nicht .Und schon gar nicht den Anspruch ein Naturwissenschaftlicher Entstehungs Rapport  der Erde und des Menschen zu sein .

Kommentar von Coldnez ,

Was ich meine ist: Wenn schon - denn schon.

Es heißt die ganze Schrift ist von Gott inspiriert. (2. Timotheus 3:16)

Du findest in der Bibel keine Anzeichen davon dass die Schöpfungsbericht der Bibel keine historische Bedeutung für die Juden hatte. Und selbst Jesus zitierte aus dem Buch Mose (1. Korinther 15:45), in der es heisst: "So steht auch geschrieben: „Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele.“ Der letzte Adam wurde ein lebengebender Geist."

Entweder man glaubt nun an Jesus, so auch seine Worte, und seine Vorfahren. Oder garnichts davon ist wahr.

Es ist nun etwas anmaßend zu behauptet: Der Teil ist wahr und der Teil ist falsch. Das kannst du vielleicht mit der heutigen Tageszeitung so machen, die unterschiedliche Themen beinhalten. Aber die Schöpfungsbericht von Mose zieht sich nun mal durch die ganze Bibel.

Ist meine Annahme richtigt, dass du die komplette Bibel als Unwahr bezeichnest?

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Coldenez

______Es heißt die ganze Schrift ist von Gott inspiriert. (2. Timotheus 3:16)______

Wo habe ich das den negiert ? 

Ist meine Annahme richtig, dass du die komplette Bibel als Unwahr bezeichnest?

Wo habe ich das ausgesagt ?

Ich habe hier lediglich differenziert ,für mich ist jedes  Wort der Bibel relevant als Offenbarung Gottes in der Welt .

Wenn ich sage,dass das Buch Genesis 3 keinen historischen Anspruch /naturwissenschaftlichen Anspruch hat impliziert das wohl kaum,dass ich weder an Mose und noch an Jesus Christus glaube .Ich frage mich wie du darauf kommst .

Kommentar von nachdenklich30 ,

Das Problem ist nur, dass viele Fromme ein so festes Bild von Gottes Wort haben, dass sie nicht mehr in der Lage sind, die Bibel so für sich wahrzunehmen, wie sie ist?
Wenn Gott sie etwa mit unterschiedlichen Evangelien ausgestattet hat, die sich an wichtigen Stellen unterscheiden: Warum fordern diese Frommen, dass die Evangelien in allem identisch sein müssen und sich nicht unterscheiden dürfen?

Warum darf in der Bibel keine Zuspitzung, keine Übertreibung, keine Parodie, enthalten sein? Alles das ist enthalten. Aber weil diese Frommen das nicht wahrhaben wollen, sehen sie es auch nicht.

Sie machen sich ihr Bild von der Bibel. Und dann passen sie die Bibel an dieses Bild an.

Antwort
von M19780, 95

Gott hat es ihnen natürlich durch seinen Geist so offenbart und was sie schreiben sollten!

2. Timotheus 3,

16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

Antwort
von chrisbyrd, 23

Ich gehe davon aus, dass die Geschichte über Adam und Eva sich so zugetragen hat, wie sie in der Bibel berichtet wird. Nach dem Sündenfall wurden sie aus dem Garten Eden vertrieben und die Schöpfung verändert ("gefallene Schöpfung").

Die Bibel sagt, dass die biblischen Schreiber von Gott inspiriert wurden: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben [inspiriert; wörtlich: von Gott ausgehaucht, gottgehaucht] und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit" (2. Timotheus 3,16).

In 2. Petrus 1,21 steht: "Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet."

Kommentar von chrisbyrd ,

Die Bibel beschreibt  durch die Geschichte von Adam und Eva im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Antwort
von viktorus, 37

Damals war es üblich, die Geschichte abends am Lagerfeuer immer wieder zu erzählen, so dass es später nach Erfindung der Schrift notiert werden konnte.

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