Frage von Robert123OB, 71

Bei der Montage einer Lampe ist das stromführende Kabel abgebrochen & ragt jetzt nur noch minimal aus der Decke. Ist Löten möglich oder ein Elektriker nötig?

Antwort
von herakles3000, 30
  • Lass das bitte einen Elektriker machen den der hat noch andere Möglichkeiten als zu löten den das  ist ganz feiner Kupferdraht und da ist das löten schwer möglich.Und du würes zb deinen  Versicherungsschutz verlieren wen du es so machst und dan es dadurch zb zu einem Hausbrand kommt zahlt die Versicherung nichts.anders wäre es wen das der Elektriker  indirekt verursacht.
Kommentar von pwohpwoh ,

Immer diese Panikmacher bzw. Wichtigtuer !!!

Kommentar von ProfDrStrom ,

Wieso Panik, wer im Elektrobereich selbst Hand anlegt, und kein Fachmann ist, tut das auf eigene Gefahr.

Darauf hinzuweisen ist nur legitim!

Kommentar von germi031982 ,

Der Fachmann ist genauso dran wie ein Laie wenn er Murks macht. Da wird absolut kein Unterschied gemacht ob das ein Laie oder ein Fachmann verbrochen hat.

Nur wenn der Fachmann fachgerecht arbeitet wird das nicht passieren denn er kennt die Vorschriften, weiß was er zu machen hat, kennt die Gefahren und hat das Equipment um nachzuprüfen ob das passt was er gemacht hat. Und da hapert es oftmals beim Laien. Da ist ja oft nichtmal ein Duspol oder ein anderer zweipoliger Spannungsprüfer vorhanden und ohne das passende Equipment und know how sollte man auf keinen Fall an elektrischen Anlagen arbeiten.

Es gibt auch Leute die haben nicht Elektriker gelernt, haben sich aber trotzdem das Know How angeeignet und besitzen passendes Werkzeug und auch Prüf- bzw. Messgeräte...die können sowas auch machen.

Kommentar von ProfDrStrom ,

Wenn der Laie z.B. einen Herd anschliesst und das Haus brennt bis auf die Grundmauern nieder, dann zahlt er das aus seiner eigenen Tasche, ohne wenn und aber.

Wenn der Fachbetrieb einen Fehler macht, und das Haus brennt ab, dann zahlt das die Haftpflicht Versicherung des Betriebs.

DAS IST DER UNTERSCHIED!

Wenn Menschen zu Schaden kommen, dann sitzen der Laie genauso wie der Fachmann strafrechtlich im selben Boot.

Jetzt erzähle mir bitte nicht ich habe Unrecht!

Kommentar von germi031982 ,

Die Versicherung (Brandschutz) kann die Zahlung nicht verweigern, zumindest nicht komplett. Bei Fahrlässigkeit wird gemindert je nach Grad der Fahrlässigkeit, kompletter Ausschluss der Zahlung ist nur bei Vorsatz möglich. Bis 2007 wurde auch bei grober Fahrlässigkeit komplett die Zahlung verweigert, das ist aber nicht mehr zulässig. Es kommt wie gesagt auch immer darauf an was da falsch gemacht wurde und aus welchem Grund es brannte. Die Versicherung muss nachweisen das die fehlerhaft durchgeführte Installation ursächlich war für den Brand. Es wird immer ein Gutachter kommen und sich das alles anschauen und nach der genauen Ursache suchen.

https://www.anwalt-seiten.de/artikel/sec7/647.html

Es kann nämlich auch gut sein dass die Installation eh schon morsch war und so oder so geschmort hätte.

Was meinst du warum der Fachmann alle Messergebnisse protokolliert? Nur aus dem Grund damit er im Fall der Fälle nachweisen kann das er das nicht verursacht hat. Kann er das nicht nachweisen wird die Versicherung hier ebenfalls mindern.

Meine Aussage bezog sich aber nicht auf die zivil- sondern auf strafrechtlichen Folgen, denn die gibts auch noch im Fall eines Personenschadens. Und den halte ich für wahrscheinlicher als das gleich die Hütte brennt. Eher bekommt jemand von der falsch angeschlossenen Steckdose/Herd oder was auch immer eine geschossen. Gab auch schon Elektriker die eine Steckdose mit klassischer Nullung ersetzt haben und die Brücke zwischen L und PE gesetzt haben...also eine klassische Phasung erstellt haben...

Und die strafrechtlichen Folgen sind für beide gleich. Egal ob Fachmann oder Laie, da hilft auch keine Haftpflichtversicherung des Betriebes. Der Ausführende wird im Fall eines Personenschadens immer vor dem Kadi landen, entweder wegen fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung als GAU. Eventuell, je nach Richter, könnte die Strafe für den Fachmann sogar noch höher ausfallen weil er es eigentlich besser wissen müsste durch seine Ausbildung und er auch die entsprechenden Prüfmittel besitzt und dann wohl nicht benutzt hat.

Kommentar von ProfDrStrom ,

Die Frage ist halt, ob die Feuerversicherung überhaupt zuständig ist im Falle eines Montagefehlers. Wenn das als Haftpflichtschaden erkannt wird, dann zahlt aber auch hier nicht die Privathaftpflicht.

Der Schaden wird dann nicht reguliert.

Welcher Fachman prüft denn einen reparierten Leuchtenanschluß (wie oben geschildert) inkl. Doku? Du?

Wir kämen doch aus dem dokumentieren gar nicht mehr raus!

Und den Rest, habe ich in Kurzform mit dem gleichen Inhalt geschrieben.

Antwort
von konzato1, 45

NORMALERWEISE brauchst du einen Elektriker, denn das ist nun mal die Arbeit für einen Fachmann.

Ich persönlich würde es durch anlöten (mit Schrumpfschlauch danach isolieren) bzw. mit Aderenthülsen und einer Lüsterklemme verlängern.

Kommentar von germi031982 ,

Keinesfalls löten, Lötstellen sind mechanisch nicht so stabil. Die letztgenannte Möglichkeit ist korrekt und sicher.

Kommentar von ProfDrStrom ,

Die mechanische Stabilität ist untergeordnet. Eine unzulässige Erwärmung könnte die Lötstelle erhitzen und die Verbindung löst sich ggf..

Kommentar von konzato1 ,

Bei einer Deckenlampe fast unmöglich.

Kommentar von ProfDrStrom ,

Was ist unmöglich?

Kommentar von konzato1 ,

Extreme Erwärmung des gelötetetn Drahtes bei einer Deckenlampe.

Ne Steckdose für den Staubsauger wäre da ein ganz anderes Kaliber.

Kommentar von germi031982 ,

Die mechanische Stabilität sollte man nicht unterschätzen. Bei einer Abzweigdose, Steckdose oder Schalter werden die Adern auch beim gebogen, zum Beispiel wenn man sie zum Prüfen rauszieht oder um sie wieder in der Geräte-/Abzweigdose zu verstauen.

Thermische Probleme wird es anfangs nicht geben, aber im Laufe der Jahre oder Jahrzehnte kommt es auf jeden Fall zu Übergangswiderständen die dann zu einem thermischen Problem führen.

Trotzdem macht man sowas nicht, da kommt eine klemme dran oder ein isolierter Stoßverbinder (benötigt Presswerkzeug) und gut ist...eventuell das Kabel aus der Decke "ausgraben" falls der Rest der Ader zu kurz ist, kommt eh der Baldachin drüber...

Kommentar von ProfDrStrom ,

Das mit dem Stossverbinder hatte ich bereits in meiner Antwort geschrieben, genauso wie das er nicht löten sollte.

Die Frage die es zu stellen gilt, würde eine solche Lötverbindung dem max. Strom den die Stromkreissicherung zulässt dauerhaft stand halten? (Wird an der Deckenlampe nicht passieren, der Schalter schafft im Regelfall auch nur 10A, es geht um das Löten grundsätzlich.)

Antwort
von ProfDrStrom, 33

NICHT löten!

Die sinnvollste Verbindung wird mit einem isolierten Stoßverbinder hergestellt.

Hier gibt es welche mit Schrumpfmöglichkeit:

https://www.amazon.de/gp/aw/d/B00BYWCIZS/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1470726454&sr=8-1&pi=SY200_QL40&keywords=stossverbinder&dpPl=1&dpID=41ar6BOO3-L&ref=plSrch

Kommentar von Robert123OB ,

Danke! Das klingt gut. Also einfach beide den Rest, der aus der Wand ragt und das abgebrochene teil jeweils einstecken und fertig?

Kommentar von ProfDrStrom ,

Und zusammenpressen/ crimpen.

Es ist nicht mir einer Steckklemme vergleichbar:

https://www.amazon.de/Wago-Steckklemme-transparent-2-polig-5mm%C2%B2/dp/B003NWD9...

Hier werden beide Drahtenden nur reingesteckt und fertig.

Der Stoßverbinder ist ein feste und nicht mehr lösbare Verbindung. Braucht aber ein Presswerkzeug:

https://www.amazon.de/Crimpzange-aus-Metall-isolierte-Kabelschuhe/dp/B000V8IEPE/...

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