Arzt - ganz gleich, in welchem Zusammenhang - darf sich in Deutschland nur nennen, wer die ärztliche Approbation besitzt, also ein Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen hat und (in Deutschland) als Arzt anerkannt wurde.

Der "Umweltarzt" ist offiziell ein Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin. Er hat nicht nur Medizin studiert, sondern auch eine anschließende fünfjährige Facharztausbildung mit Prüfung absolviert.

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Was soll ich tun Leute (Rechnung, Arzt, Mutter)?

Hallo liebe Community,

Ich (16) bin dieses Jahr am 4. Januar zum Arzt gegangen, weil ich mich impfen lassen musste. Und dann hat mir der Arzt mir gesagt, dass ich am nächsten Mal, also den 18. Januar kommen sollte. Das wollte ich auch, aber die Schule hat unvorhergesehen länger gedauert und so habe ich meinen Termin verpasst. Ich war auch so dumm und habe ihm nicht Bescheid gegeben.

Nun bekomme ich Briefe, dass ich den Besuch bezahlen muss, auch den, bei dem ich gefehlt habe. Das kostet alles insgesamt 87,40 €, fast um die 90 €. Diese Briefe sind schon seit vier Monaten immer wieder angekommen und meine Mutter sagte, dass sie sich darum kümmern wird. Leider ist es aber so, dass meine Mutter jetzt auch nicht reich ist und wir sehr viel zu Hause sind und sie sich darum kümmern muss. Und sie kriegt nur jeden Ende Monat Geld vom Staat.

Und sie hat auch vergessen die Rechnung zu bezahlen.

Heute habe ich wieder eine Ermahnung gekriegt und da steht, dass wenn ich in 3 Tagen nicht bezahle oder eine Reaktion zeige, es ernste Konsequenten für mich geben könnte und sie eine Zwangseintreibung einleiten werden. Leider bin ich noch minderjährig und verdiene noch nicht, was die Sache umso schwieriger macht.

Nun weiß ich nicht was ich machen soll und meine Mutter möchte ich nicht mit meinem Problem belasten.

Ich habe erstmal beim Arzt angerufen und habe die Sekretärin erreicht. Der war aber beschäftigt und muss jetzt warten bis er zurückruft.

Leute ich habe so Angst, das hatte ich noch nie. Ich werde nie wieder zum Arzt gehen! >.<

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Zunächst einmal zum Honorar, das der Arzt für den vergessenen Termin einfordert: ein solches Ausfallhonorar ist nur statthaft, wenn es vorher verbindlich, d.h. in aller Regel schriftlich zwischen Arzt und Patient vereinbart wurde, und wenn der Arzt nachweisen kann, dass er im betreffenden Zeitraum keinen anderen Patienten behandeln konnte.

Wie es zu der weiteren Forderung kommt, verstehe ich allerdings nicht so richtig. Scheinbar bist du nicht privat versichert (ich entnehme dies aus deinen Schilderungen), daher müsste deine Krankenkasse die Kosten der Impfung erstatten, wobei der Arzt direkt über die Kassenärztliche Vereinigung mit der Kasse abrechnet. Es sei denn, es hätte sich um eine Impfung gehandelt, die von den Kassen nicht "auf Karte" übernommen wird, wie z.B. die Hepatitis-A-Impfung oder eine andere Reiseimpfung (Gelbfieber, Tollwut etc.). Darüber, dass du diese Impfung privat bezahlen musst, hätte dich der Arzt jedoch vorher aufklären müssen und du bzw. deine Mutter hätte schriftlich ihr Einverständnis zu dieser Privatleistung erteilen müssen.

Ohne aber zu wissen, um welche Impfung es sich gehandelt hat und was der Arzt genau in Rechnung gestellt hat, kann man deine Frage nicht eindeutig beantworten. Nur eines ist sicher: das Ausfallhonorar musst du nicht bezahlen, wenn du es nicht vereinbart hast. Dass Patienten ihre Termine vergessen, gehört nach allgemeiner Rechtsauffassung zum "Berufsrisiko" des Arztes.

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Du vereinbarst bei einem Haus- bzw. Kinder- und Jugendarzt einen Termin zur Jugendschutzuntersuchung. Die dauert etwa eine halbe Stunde und du bekommst die Bescheinigung sofort mit. Wichtig ist aber, dass du den Berechtigungsschein vorlegst, denn du von deiner Schule oder im Rathaus bekommst.

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Das bringt gar nichts, denn erstens bist du mit 19 Jahren so gut wie ausgewachsen, d.h., deine Wachstumsfugen sind weitgehend geschlossen, und zweitens kann die Verabreichung von Wachstumshormonen nur bei einem hormonell bedingten Minderwuchs helfen, sie muss dann aber nach früher Diagnosestellung in der Kindheit erfolgen.

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Wenn du als Kleinkind die Grundimmunisierung gegen Hepatitis B (3 Impfungen) erhalten hast, muss diese gemäß den aktuellen Impfempfehlungen der STIKO nicht aufgefrischt werden. Daher ist die Aussage deines Hausarztes falsch. Sie ist sogar doppelt falsch, da er offenbar eine Wiederholung der gesamten Grundimmunisierung empfiehlt, was niemals notwendig ist - auch dann nicht, wenn die letzte Impfung sehr viel länger her ist, als das empfohlene Impfintervall.

Nur Personen mit einem beruflich oder privat erhöhtem Infektionsrisiko sollten alle zehn Jahre erneut einmal geimpft werden. Alternativ kann der Hepatitis-B-Impftiter bestimmt werden, um die bestehende Immunität festzustellen, und anschließend über eine Auffrischung zu entscheiden.

Gegen Hepatitis A kann man auch alleine impfen, es sind in diesem Fall zwei Impfungen erforderlich, um lebenslang immun zu werden.

Die Impfungen selbst sind gut verträglich, nach dem kleinen Pieks kommt es gelegentlich zu einer lokalen Reaktion mit leichten Schmerzen.

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Dass Ritalin und Medikinet den gleichen Wirkstoff, nämlich Methylphenidat beinhalten, weißt du ja nun schon. Scheinbar ist es aber deiner Aufmerksamkeit (sic!) entgangen, dass du von deinem Kumpel eine um 50% höhere Dosis bekommen hast, als du sonst einnimmst. Daher ist die stärkere Wirkung nicht verwunderlich.

Natürlich kannst du mit deinem Arzt darüber sprechen, doch er alleine entscheidet, ob er deine Dosis erhöht, was nämlich nicht unbedingt sinnvoll ist, nur weil du glaubst, dass es dir damit besser ginge.

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Du kannst einen solchen Vertrag nur aus wichtigem Grund kündigen. Eine normale AU-Bescheinigung, die du dir vielleicht noch erschwindeln könntest, genügt aber definitiv nicht.

Nur wenn dir ein Arzt ein Attest ausstellt, in dem er dir bescheinigt, dass du dauerhaft nicht in der Lage bist, im Fitness-Studio zu trainieren, kommst du (vielleicht) aus dem Vertrag raus. Da dir aber kein Arzt, der an seiner Approbation hängt, ein solches Gefälligkeitsattest ausstellen würde, musst du deinen Vertrag wohl einhalten.

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Da der Arzt dich ohnehin ausführlich untersuchen muss, um die Berufseignung festzustellen, kannst du auch zu einem Arzt gehen, der dich nicht kennt. Nimm ggf. vorhandene Berichte über frühere Behandlungen mit.

Auch bei deinem Hausarzt wäre es mit einer einfachen Unterschrift nicht getan, denn die Ausstellung eines solchen Attests setzt grundsätzlich eine gewissenhafte Erhebung der Anamnese und eine körperliche Untersuchung, ggf. auch mit EKG, Ergometrie und Blutuntersuchung voraus. Die Kosten werden auch nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern sind von dir selbst, evtl. auch von deinem zukünftigen Arbeitgeber zu tragen. Wenn du keinen Arzt findest, wende dich am besten an den Betriebsarzt deines zukünftigen Arbeitgebers, denn eigentlich wäre das sowieso dessen Aufgabe.

Falls du aber die Jugendschutzuntersuchung für minderjährige Berufsanfänger meinst, benötigst du das Formblatt zur Kostenübernahme von deiner Gemeinde/Stadt und kannst damit zu jedem Kinder- und Jugendarzt oder Hausarzt gehen. In diesem Fall übernimmt der Staat die Kosten.

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Polizei und Staatsanwaltschaft werden wohl davon ausgehen, dass du das Cannabis zum Eigenbedarf erworben hast. Das wird zwei Konsequenzen haben:

  1. Das Verfahren gegen dich wird mit höherer Wahrscheinlichkeit eingestellt, ggf. auch gegen eine Geldbuße.
  2. Die Polizei wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Meldung an die Führerscheinstelle machen.

Die Füherscheinstelle wird dann wohl eine MPU fordern, wenn du Glück hast, werden sie sich auch mit einem einfachen Gutachten und einem einjährigen Abstinenznachweis ohne MPU zufrieden geben. Deine Führerscheinausbildung kannst du trotzdem beginnen, allerdings wirst du erst zur Prüfung zugelassen, wenn du die Auflagen der Führerscheinstelle erfüllt hast.

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Das "Cannabis-Gesetz" wurde ursprünglich geschaffen, um Ärzten die Möglichkeit zu geben, nach Vorliegen bestimmter Voraussetzungen Patienten medizinisches Cannabis zu verordnen. In der Realität sieht es nun so aus, dass bestimmte Personen- oder Patientengruppen der Meinung sind, sie hätten ein Anrecht darauf, Cannabis verordnet zu bekommen, nur weil sie glauben, es zu benötigen.

Du erkennst sicher den feinen Unterschied.

Kein Arzt wird einem Patienten, den er noch nie vorher gesehen hat, nur auf dessen Wunsch hin Cannabis verordnen. Die meisten Patienten, die aktuell Cannabis auf Rezept erhalten, waren bereits vorher beim verordneten Arzt in Behandlung, und der Arzt hat nun eine weitere Möglichkeit bekommen, den Patienten zu therapieren.

Kein Arzt? Stimmt natürlich nicht. Es gibt bspw. zwei szenebekannte Ärzte, die sich mit ihren Privatpraxen auf die Verordnung von Cannabis spezialisiert haben. Einen davon hat allerdings die Staatsanwaltschaft mittlerweile ganz heftig am Wickel. Das gleiche Problem bekommen übrigens auch Ärzte, die zu leichtfertig andere BTM verordnen.

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Die Varizentherapie nach Linser ist immer einen Versuch Wert, auch wenn sie den modernen Verfahren an Wirksamkeit deutlich unterlegen ist. Allerdings gehört dieses Verfahren keinesfalls in die Hand eines medizinischen Laien (Heilpraktiker), sondern sollte grundsätzlich von einem Arzt durchgeführt werden.

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Ich würde eher den Ärzten misstrauen, die nur gute Bewertungen haben. Der Hauptgrund dafür, dass ein Patient eine schlechte Bewertung schreibt, ist nämlich der, dass der Arzt seinen Forderungen nicht nachgekommen ist. Patienten verlangen heutzutage alles mögliche, sei es eine AU ohne nachvollziehbaren Grund, ein Rezept über Massage, weil's dem Nachbarn so gut geholfen hat, ein rezeptfreies Medikament auf Kasse etc. Ein Arzt tut gut daran, diesen unsinnigen Forderungen nicht nachzukommen, auch wenn er sich dafür die ein oder andere negative Bewertung einfängt, denn sonst gilt der alte Satz: everybody's darling is everybody's Depp.

Dagegen würde ich Ärzten mit überwiegend schlechten Bewertungen auch nicht trauen, denn die haben wohl ihren Grund.

Also: ein gesundes Mittelmaß an schlechten Bewertungen ist postiv zu sehen, auffallend viele gute oder schlechte Bewertungen sollten dagegen mit Misstrauen betrachtet werden.

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Wenn du ohne Überweisung zu einem Facharzt gehst und einen Befund- oder Behandlungsbericht wünschst, musst du dafür bezahlen. Die Abrechnung erfolgt gemäß der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ). Wie lange die Erstellung des Berichts dauert, hängt natürlich vom Arbeitsaufkommen des Arzte ab.

Nach Vorlage eines Überweisungsscheines schreibt ein Arzt jedoch grundsätzlich einen Bericht an den überweisenden Arzt, den er dir auf Wunsch auch als Kopie überlässt.

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Tödlich sind Tattoos wohl nur in den seltensten Fällen, wenn es z.B. zu einer Sepsis oder einer schweren allergischen Reaktion kommt.

Ob ein Tattoo bei einem Vorstellungsgespräch schlecht ankommt, hängt wohl vom angestebten Job ab. Im Sicherheits- und Türstehergewerbe oder als Fußballprofi hat man mit einem Tattoo sicher deutliche Vorteile, bei einem Vorstellungsgespräch in der Finanzbranche wird man mit "ACAB" oder "HATE" auf den Händen sicher nicht mal bis zum Gespräch vorgelassen. Hier gilt aber: Tattoos, die man nicht sieht, spielen auch keine Rolle.

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Du wirst körperlich untersucht und dein Impfausweis wird kontrolliert. Die Kosten musst du selbst tragen, die AOK übernimmt nichts. Rechne mal mit 25 bis 60 €, je nachdem, wie ausführlich dich der Arzt untersucht.

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Die Indikation zur Verordnung von Methylphenidat (Ritalin) darf nur von bestimmten Arztgruppen, die auf Verhaltensstörungen bei Kindern oder Erwachsenen spezialisiert sind gestellt werden. Ein Hausarzt gehört normalerweise nicht zu dieser Arztgruppe.

Ein Hausarzt darf jedoch bei Vorliegen entsprechender Behandlungsberichte die regelmäßige Weiterverordnung vornehmen. In deinem Fall ist die behandlungsfreie Zeit jedoch viel zu lange, als dass ein Hausarzt dies als Weiterverordnung ansehen dürfte.

Du solltest also einen Psychiater aufsuchen um mit diesem dein Problem zu besprechen.

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Ich möchte mal zum Grundproblem Stellung nehmen.
Es gibt zwei Aktivimpfstoffe gegen Hepatitis A: Havrix (R) und Vaqta (R) - jeweils für Erwachsene und Kinder. Laut der aktuellen Information des Paul-Ehrlich-Institus (PEI) besteht derzeit ein Lieferengpass nur für Havrix, nicht aber für Vaqta. Zudem soll nach Auskunft des PEI der Impfstoff Havrix 1440 (für Erwachsene) voraussichtlich Mitte Juli wieder lieferbar sein.

Fazit: Vaqta ist erhältlich (entspricht auch meiner Erfahrung, da ich es in der letzten Woche dreimal rezeptiert und geimpft habe) und Havrix ist in spätestens zwei Wochen wieder erhältlich. Da bei einer Monoimpfung gegen Hepatitis A bereits nach einem Tag ein belastbarer Impfschutz besteht, genügt die Zeit bis zu deiner Abreise vollkommen und du musst nicht auf den Kombinationsimpfstoff ausweichen. Theoretisch könntest du dich sogar noch einen Tag vor der Abreise impfen lassen.

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Fordern kannst du beim Arzt gar nichts, denn er ist nicht dein Angestellter und trifft seine Entscheidungen absolut selbständig. Fordernde Patienten sind bei Ärzten übrigens "ungemein beliebt", erst recht, wenn sie etwas fordern, was nicht gesetzeskonform ist.

Eine rückwirkende AU-Bescheinigung wirst du sicher nicht bekommen, weil eine solche nur im Ausnahmefall erlaubt ist, welcher bei dir aber offenbar nicht vorliegt. Ein Arzt kann kaum feststellen, ob du krank warst, er kann lediglich feststellen, dass du krank bist.

Wenn du also schon wieder gesund bist, kannst du dir den Weg zum Arzt getrost sparen. Wenn du aber immer noch krank bist und dich arbeitsunfähig fühlst, gehst du zum Arzt, der dich untersucht und ab dem Datum der Untersuchung krankschreiben kann, falls er dies für notwendig hält.

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Eine DCS ist trotz deiner lückenhaften Angaben zum Tauchprofil aufgrund der geringen Tauchtiefe eher unwahrscheinlich. Außerdem sind Schwellungen der Hände kein Leitsymptom einer DCS. Deutlich wahrscheinlicher ist daher ein Gewebsödem aufgrund zu enger Ärmelmanschetten, welches rasch wieder verschwinden sollte.

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