Abtreibungen sollten bei stichhaltiger Begründung erlaubt sein.

Ich wähle diese Antwortmöglichkeit, weil sie meiner Meinung am nächsten kommt, wobei ich eine "stichhaltige Begründung" weit auslegen würde.

Im Allgemeinen halte ich die Regelungen in Deutschland für ganz gut, mit Ausnahme des misslichen § 219a, der übers Ziel hinausschießt.

Es ist natürlich immer so eine Abwägungssache zwischen dem Selbstbestimmungsrecht von (werdender) Mutter und Vater und dem Schutz des ungeborenen Lebens. Je weiter die Entwicklung des Nasciturus voranschreitet, desto weiter tritt das Selbstbestimmungsrecht zurück.

Und während ich bei der Abtreibung eines undefinierbaren Zellhaufens absolut keinerlei Bedenken habe, ist das in einem entwickelteren Stadium etwas anders. Wer unverhüteten Geschlechtsverkehr hat und sich nicht direkt für eine frühzeitige Beendigung der Schwangerschaft entscheidet sollte auch die Verantwortung für das werdende Kind übernehmen, weggeben kann man es ja immer noch.

So viel im Grundsatz. Und dann noch so viele Ausnahmen, die ich sehen würde. Sei es Vergewaltigung, Minderjährigkeit der Mutter, schwerwiegende Erbkrankheiten. Alles eine Frage des Einzelfalls, wobei ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt grundsätzlich eine Abtreibungsmöglichkeit für gut halte.

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Nein, das passt so

Mit 13 ist man noch nicht strafmündig, die 13-Jährigen selbst haben also nichts zu befürchten, wenn sie sich entfalten.

Auch Personen, die wenige Jahre älter, vielleicht zwei bis höchstens drei Jahre, sind ja noch Jugendliche und die Schuld dürfte bei einvernehmlichen Geschlechtsverkehr, wenn das Kind in der Lage war die Situation korrekt zu erfassen und zu bewerten, so gering sein, dass regelmäßig eine Einstellung des Verfahrens nach § 45 JGG angezeigt ist.

Die Strafnormen der §§ 176ff. StGB sollen Fälle regeln, in welchen ein geistig überlegender Täter die Unerfahrenheit und Willensschwäche des Kindes ausnutzt, welche in einem solchen Alter wohl meist gegeben sein dürfte. Irgendwo muss man ja eine Grenze ziehen. Würde man diese bei 13 Jahren setzen, würde sich eine ähnliche Problematik mit 12-Jährigen ergeben.

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Hallo Gustav,

eigentlich steht alles was du wissen musst in Artikel 17 Absatz 7 der Europäischen Verträge (EUV).

Der Präsident der Kommission wird demnach vom Europäischen Rat dem Europäischen Parlament vorgeschlagen, wobei die Wahlergebnisse des Europaparlaments beachtet werden sollen. Das Europäische Parlament kann diesen vorgeschlagenen Kandidaten dann mit Mehrheit seiner Mitglieder wählen.

Der Rat (Wichtig, der Rat ist etwas anderes als der Europäische Rat) nimmt dann zusammen mit dem Präsidenten der Kommission eine Liste mit den anderen gewünschten Kommissaren an.

Diese Liste wird dann vollständig, d.h. alle oder keiner dieser Liste, dem Europäischen Parlament vorgelegt, dass dann ein Zustimmungsvotum abgeben muss. Hat es das getan ernennt der Europäische Rat die Kommissare mit qualifizierter Mehrheit.

Entsprechend Art. 17 Absatz 5 Unterabsatz 1 wurde einstimmig beschlossen, dass jeder Mitgliedsstaat einen Kommissar entsenden soll, die Liste enthält also noch 28 Stück.

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Dagegen

Ein europäischer Bundesstaat und erst recht ein europäischer Zentralstaat dient nicht jedermann gut.

So viele verschiedene Kulturen und Völker und einen Hut zu bringen dürfte schwierig werden, weiterhin würde der Norden einiges verlieren, was wohl zwangsläufig für Missgunst sorgt.

Osteuropäische Länder wollen beispielsweise einen strikteren Migrationskurs fahren, auch hier gäbe es Missgunst und und und.

Die EU ist zweifelsohne wichtig, wir verdanken ihr so vieles, sei es Frieden, wirtschaftlichen Aufschwung oder eine Gemeinschaft des Rechts. Allerdings gibt es und wird es immer Belange geben, die im Kleinen besser geregelt werden können, wird es immer den Wunsch nach Autonomie und Freiheit der Völker geben - denn das wäre die Konsequenz eines Staates Europa, ein erheblicher Freiheitsverlust für die Völker.

Schon in Deutschland hat es hunderte, wenn nicht tausend und mehr Jahre gedauert, die verschiedenen Völker in einem Staat zu vereinen und diese Völker waren schon homogener als die diversen Völker Europas heute. Ein friedliches Europa haben wir seit etwa 73 Jahren und in dieser Zeit wurde viel geschafft. Aber wenigstens zur Zeit ist ein Staat Europa nicht das Beste für uns .

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Ja, ist er. Verfassungs- und unionsrechtlich garantiert.

Dass der Mensch fehlerbehaftet ist, lässt sich wohl nie ganz vermeiden, aber unsere Justiz und die Gerichte machen schon einen verdammt guten Job, auch wenn sich das nicht in der Besoldung niederschlägt.

Vor allem in der Justiz wirst du einen schädlichen Nationalismus sehr selten finden.

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Was turnmami sagt. Mit neun braucht man kein Smartphone. Ein "dummes" Handy mit SMS und Telefon reicht, um etwaige Gefahren abzuwenden.

Liegt natürlich an dir, aber es wird ihm wohl nicht schaden, noch zwei, drei Jahre kein Smartphone zu haben.

Und wenn es unbedingt ein Smartphone sein soll - kein aktuelles. Vielleicht ein S4 oder S5 Mini, falls das noch verkauft wird.

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Nein. Homosexualität ist nicht genetisch bedingt, sondern durch die eigenen Vorlieben, meinetwegen auch wegen irgendwelcher individueller Hirnströme.

Hierdurch scheidet eine evolutionäre Beeinflussung aus, denn Evolution beschreibt ja nur eine Vielzahl von zufälligen Mutationen der Gene, welche sich entweder positiv oder negativ auf die Lebensfähigkeit/Fortpflanzungsfähigkeit auswirken. Da aber Homosexualität nicht genetisch bestimmt wird, können etwaige Mutationen da nichts dran ändern.

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Wie schon andere hier gesagt haben, ist die Bezeichnung "Freistaat" nicht rechtserheblich.

Das ist lediglich historisch erwachsen, wobei Freistaat simpel einen Staat ohne Monarchen beschreibt. Dein Vergleich mit den Flüchtlingen hinkt auch daran, denn immerhin gibt es den Freistaat Bayern schon länger als die Bundesrepublik, zum anderen schadet es nicht, wenn Bayern eine andere Bezeichnung führt.

Im innerstaatlichen (bundesdeutschen) haben alle Länder der Bundesrepublik vollen Staatscharakter. Ihre Existenz ergibt sich aus den jeweiligen Länderverfassungen, die hoheitliche Macht ist im Grundsatz bei den Ländern und nicht beim Bund. Nur explizit im Grundgesetz erwähnte Aufgaben werden vom Bund und nicht von den Ländern wahrgenommen.

Kurzum: Nein, man sollte und kann es den Bayern nicht verbieten, sich als Freistaat etc. zu bezeichnen.

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Weiter nichts? Möglicherweise können die Umstände der Tat noch etwas strafrechtlich Relevantes verpassen, aber ein einfaches "xxxxx, wir finden dich" ist, an und für sich, weder eine Bedrohung, noch eine Nötigung. Für die Nötigung fehlt es schon an einer "Handlung, Duldung oder Unterlassung", die erzwungen werden soll, die Bedrohung scheitert schon daran, dass kein Verbrechen angedroht wird.

Aber wenn die Polizei ermittelt, wird wohl noch etwas zu diesem Satz kommen, das wenigstens die Möglichkeit eröffnet, dass der Tatbestand erfüllt sein könnte. Eventuell Sätze davor oder eine Geste währenddessen.

Das können wir hier aber nicht beurteilen.

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Hallo name,

verstehe ich richtig, dass du "hi" und einmal "send nudes" geschickt hast?

Soweit ich weiß, ist "send nudes" ja als Scherz recht weit verbreitet. Ob man das als junge Frau/Mädchen unbedingt kennt ist allerdings fraglich.

Nichtsdestotrotz erkenne ich bei dir nichts, was strafrechtlich relevant wäre. Für eine Nachstellung fehlt es an der Beharrlichkeit, du hast ja anscheinend nach dem nein direkt aufgehört und dich ihrem Willen gebeugt.

Was die anderen getan haben, betrifft dich erst einmal nicht. Wenn aber plötzlich zahlreiche, dir unbekannte, Personen schreiben würden und Nacktbilder verlangen würden, könnte ich die Aufregung durchaus nachvollziehen.

Wie auch mit schwarzem Humor, lässt man Personen, die den Scherz nicht als solchen verstehen/auffassen besser außen vor, dann passiert auch nichts und man kann fröhlich seiner Eigenheiten frönen ^^

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Hallo Effect. Die Problematik mit dem minderjährigen Vertragspartner ist nur dann eine Problematik, wenn nicht ein Sorgeberechtigter eingewilligt hat.

Wenn ich deine Kommentare und die Frage richtig interpretiere, dass die Mutter von Anfang an einverstanden war oder wenigsten nachträglich den Vertrag genehmigt hat, ist der Vertrag voll wirksam und dein Kollege vollumfänglich an diesen gebunden.

Dein Kollege scheint mir in den Schuldnerverzug im Sinne des § 286 BGB geraten zu sein, eine Mahnung erscheint mir hier nicht mehr nötig. Um sicher zu gehen, ist es aber bestimmt nicht verkehrt, ihm eine Mahnung zu schicken, in welcher du ihm eine letzte Möglichkeit einräumst, die geschuldete Summe in einer angemessenen Frist zu zahlen.

Nachdem er im Verzug ist, hast du außerdem einen Anspruch auf Verzugszinsen in Höhe von 5% über dem Basiszinssatz. (aktuell also 4,12 % Zinsen) (§ 288 BGB).

Weiterhin könntest du vom Vertrag zurücktreten (§ 323 BGB), die Folge wäre, dass er das Handy herausgeben müsste und du die bisher erhaltene Summe.

Sollte er weiterhin die Leistung verweigern, kann es ratsam sein, Klage zu erheben. Nachdem du derartig einen Titel (durch das Urteil, das deinen Anspruch bejaht) erwirkt hast, wird der Staat dir bei der Eintreibung behilflich sein.

Das aber nur nach einem ersten Überblick, ich hab jetzt keine ausführliche Prüfung der Voraussetzungen durchgeführt. Und wie immer alles ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

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Auch von mir nochmal die Frage - war alles mündlich vereinbart ? Dann gibts nämlich Probleme mit der Beweislast.

Wenn ihr vereinbart habt, dass die zu erbringende Leistung das Musikmachen bis drei Uhr war und sie danach gegangen sind, kann man ihnen das nicht zur Last legen.

Und du regst dich auf, dass sie nur Spotify haben laufen lassen, beschwerst dich aber im übernächsten Absatz, dass sie nicht nur Spotify haben laufen lassen?

Es ist wohl als durchaus geschäftsüblich für einen "DJ-Vertrag" zu bezeichnen, dass diese bis zu einem gewissen Grad auch selber die Musik regeln können. Wurde vorher nichts anderes vereinbart, dann kannst ihnen nachher nicht dafür die Vergütung kürzen. Habt ihr sie denn währenddessen auch gebeten, den Musikgeschmack ein wenig anzupassen?

Kurzum - ihr habt einen Dienstvertrag geschlossen. Die drei haben die vereinbarte Leistung erbracht. Dass die vereinbarte Leistung dir und deinen Gästen nicht gefällt, liegt aber in deinem Risikobereich. Es kann ja auch nicht der Käufer von maßgefertigten Schuhen nachher den Kaufpreis mindern, weil ihm der Schuhgeschmack doch nicht mehr zusagt.

Immer natürlich unter dem Vorbehalt, dass ihr keine anderweitigen Absprachen getroffen habt und sei es während der Party.

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Anzeigen kannst du grundsätzlich immer und jeden. Eine Beleidigung wird allerdings nicht von Amts wegen verfolgt. Ob daraus weitere Folgen erwachsen ist die andere Frage.

Ob eine Beleidigung vorliegt, ist immer eine Frage des konkreten Einzelfalls. In der Regel sollen aber nach allgemeinen Verständnis wertneutrale oder zutreffende Tatsachenbehauptungen keine Beleidigungen sein, so zumindest das OLG Hamm in seiner Revisionsentscheidung 1 RVs 67/16.

Natürlich kann auch eine zutreffende Tatsachenbehauptung eine Beleidigung sein. Aber wenn die von dir benannten Personen neutral die Ansicht vertreten, dass in deiner Ataxie eine wie auch immer geartete Behinderung liegt, so kann das durchaus nicht den Tatbestand der Beleidigung erfüllen.

Aber ohne alle genauen Umstände können wir das nicht klären. Du stehst doch über so etwas. Du weißt, was du wert bist und solltest mehr auf dich hören, als dich von anderen beeinflussen zu lassen.

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Auch wenn ich die Daten für Österreich nicht genau kenne, denke ich mal, dass sie ähnlich sind, wie in Deutschland.

Und du gehörst in gleich mehrere Gruppen, die im Vergleich zu anderen Gruppen häufiger Straftaten begehen.

Als erstes dein Geschlecht - männliche Personen begehen ungleich mehr Straftaten als Weibliche.

Dann dein Alter. Junge Männer wiederum begehen ungleich mehr Straftaten als ältere Männer

Und dann vielleicht noch dein ausländisches Aussehen. Ich sage nicht, dass das alleine ausschlaggebend war, es hat aber, wohl gerechtfertigt, mit reingespielt, da (zumindest hier in Deutschland) Ausländer, insbesondere solche aus Nationen, welche man wohl als "südländisch" bezeichnen würde ebenfalls überproportional viele Straftaten begehen. Vielleicht liegt das zum Teil wiederum daran, dass sie häufig in die oben benannten Gruppen fallen.

Also ja, auch dein Aussehen wird vielleicht neben deinem Alter und deinem Geschlecht als Hauptgründe, mit in die Beurteilung reingespielt haben. Du wurdest nach deiner Schilderung ja auch respektvoll und höflich behandelt, was ja ebenfalls wichtig ist.

Nichtsdestotrotz war das keine unbegründete Ungleichbehandlung.

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Meine Güte, das hört sich ja schon ziemlich raffgierig und undankbar an.

Das Haus deiner Eltern gehört - soweit es abgezahlt ist - ihnen und sonst niemanden. Du hast also keine Möglichkeit dir das zu sichern und er kann es dir auch nicht wegnehmen, weil es ihm schon gehört.

Es wäre aber durchaus vertretbar das zu vermieten oder sonst was, um die Kosten der Wohnung, die er dir geschenkt hat teilweise wieder reinzuholen.

Sei also lieber dankbar, dass deine Eltern dir ohne Gegenleistung so viel gegeben haben und sieh in ihnen nicht Diebe und Leute die dir Sachen wegnehmen. Und das was weblurch sagt ist auch nicht verkehrt. Denk lieber darüber nach, deinen Eltern etwas zurückzugeben.

Ich hab gehört, dass da als Kind besonders Dankbarkeit und Liebe in Frage kämen.

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Grundsätzlich ist es ein Grundrecht alles zu tun und zu lassen, was man will. (Artikel 2, Absatz 1 des Grundgesetzes)

Dieses Grundrecht ist allerdings so weit gefasst, wie es nur geht und ist von daher auch recht leicht einzuschränken.

Sollte in deiner Schulordnung beispielsweise das Tragen von allzu knappen oder freizügigen Kleidungsstücken untersagt sein, dann kann das bereits eine zulässige Einschränkung dieses Grundrechts sein.

Dass eine Schulordnung erlassen werden muss, findest du beispielsweise im § 65 des Schulgesetzes NRW.

Natürlich muss auch ein etwaiges Kleidungsverbot verhältnismäßig sein. So dürfte ein unbegründetes Verbot gelber Kleidung beispielsweise verfassungswidrig sein.

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Als erstes - Ferndiagnosen kann und will man glaube ich nicht stellen.

Aber von einer gewöhnlichen Erkältung kommt das wohl definitiv nicht.

Ich möchte dir sehr dringend raten, so schnell wie möglich einen Arzt aufzusuchen, da du deinem Namen nach ja schon volljährig bist am besten deinen Hausarzt, wenn du keinen hast den nächsten Allgemeinmediziner.

Schau auf Google nach, wo die nächste Arztpraxis ist, rufe dort an und schildere dein Problem und welche Symptome du hast. Ich denke mal, dass du dann auch noch am selben Tag, spätestens morgen einen Termin bekommst, den du dringend wahrnehmen solltest.

Vergiss deine Versichertenkarte nicht.

EDIT: Ich hab übersehen, dass heute Sonntag ist. Wie SaniOnTheRoad sagte, sofort den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 anrufen und heute noch zu einem Arzt.

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Mal schauen, was sich da machen lässt :)

Der Bundestag besteht derzeit aus 709 Mitgliedern.

Grundsätzlich hat jedes dieser Mitglieder einen eigenen Willen, eine eigene Meinung bei jeglicher Abstimmung, es darf auch immer alleine, unabhängig von seiner Fraktion abstimmen.

Jetzt ist es aber für den einzelnen schlichtweg nicht möglich sich einen umfassenden, informierten Willen über eine Thematik zu bilden.

Soll beispielsweise für die Rodung eines Privatwaldes, für den Braunkohleabbau oder ähnlichem, durch Gesetz der Waldbesitzer enteignet werden, so spielen ersteinmal sehr viele Emotionen mit. Es muss allerdings genau abgewogen werden, die möglichen Folgen ermittelt werden etc pp. Der Einzelne schafft das nicht.

Deshalb schließen sich viele Abgeordnete mit ähnlicher Einstellung zu den Fraktionen zusammen. Oftmals entspricht die personelle Zusammensetzung der der Parteien, aber nicht zwingenderweise.

Die Fraktionen haben reichlich finanzielle Mittel, zahlreiche wissenschaftliche Beschäftigte, die genau das machen können, für das der einzelne Abgeordnete gerade nicht die Mittel oder die Zeit hat. Der Abgeordnete kann sich dann, aufgrund der Nachforschungen der Fraktion, einen informierten Willen bilden oder aber zumindest davon ausgehen, dass der Fraktionswille in etwa seinem entsprechen wird (deswegen ist er ja in der Fraktion) und so halbwegs qualifiziert an der Abstimmung teilnehmen.

Außerdem hat die Stimme eines einzigen Abgeordneten recht wenig Stimmkraft (Erinnerung: 709 Abgeordnete). Geht der Abgeordnete nun kleine Kompromisse ein, etwa mit der Fraktion, wird der Fraktionswille, welche wohl in weiten Teilen dem Willen des Abgeordneten entspricht, mit einer erheblichen Stimmkraft vertreten.

Dass hierbei keine Meinung in Reinform durchgesetzt wird ist nicht weiter schlimm, Demokratie heißt Kompromisse finden und einen mehrheitsfähigen Willen im gesamten Parlament mit all seinen Meinungen und Ansichten zu finden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Fraktionen zum einen helfen, dem einzelnen Abgeordneten (unmögliche) Arbeit bei der Recherche abzunehmen, welche er mit eigenen Mitteln nicht erbringen könnte, zum anderen aber als Stimmkraftverstärker für den Einzelnen dienen, durch welchen ihr Wille auch eine praktische Relevanz im Bundestag erreicht.

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Sieht mir nach einer gewöhnlichen Kreuzspinne aus.

Bei der kräftigen Belichtung kann man das Muster leider nicht sonderlich gut erkennen, gibt es vielleicht schwächer belichtete Bilder ?

Edit: Wirklich fast drei Zentimeter ? Das würde eine Kreuzspinne so ziemlich ausschließen, auch wenn der Habitus sonst passen würde.

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