Sollten sich Tierfreunde statt zum Schutz von Tieren, nicht viel mehr für deren Ausrottung einsetzen?

Ich bin ein Tierfreund, fasziniere mich schon seit meiner Kindheit für die Artenvielfalt des Tierreichs - den verschiedenen Formen, Farben und Eigenheiten der Tiere. Dass Raubtiere von der Jagd auf andere Tiere leben, war mir dabei schon immer bewusst, nicht aber die tatsächliche Grausamkeit, die sich dahinter verbirgt. In TV üblichen Tierfilmen wird diese Grausamkeit fast komplett ausgeblendet, wenn man sich aber mal ein bisschen auf Youtube umschaut, findet man zahlreiche Videos, welche das ganze Ausmaß des Horrors zeigen .. Büffel, die schreiend und mit weit aufgerissenen Augen bei lebendigem Leib von Löwen und Hyänen aufgefressen werden, Zebras mit ausgeschlitzten Bäuchen und heraushängender Eingeweide nach der Attacke eines Krokodils, Walmütter mit ihren Kälbern, die von Killerwalen nach stundenlangen Hetzjagden ertränkt oder zerfleischt werden, etc. Keine Grausamkeit, die zu grausam wäre, als dass sie nicht tagtäglich auf dieser Welt millionenfach passieren würde.

Angesichts dieses unermesslichen Leids sehe ich es heute geradezu als zynisch an, sich für den "Schutz" freilebender Tiere zu engagieren, womit man diese Hölle namens "Mutter Natur" ja nur befeuert. Sollte man nicht vielmehr dafür eintreten, diese Natur zu befrieden, sofern das möglich ist, indem man wildlebende Tiere ausrottet? Um sie damit von ihren Qualen zu befreien, die ihnen in der Natur so gut wie immer bevorstehen? Gerade weil ich Tiere mag, sehe ich dazu keine Alternative.

Natur, Tiere, Leid, Philosophie
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