2, 58

Pexatus pulchre rides mea, Zoile, trita.

     Sunt haec trita quidem, Zoile, sed mea sunt.

In einem Kleid aus Wolle, Zoilus, lachst du schön über mein abgenutztes.

Dieses ist (eigentlich: Plural = sind) zwar abgenutzt, Zoilus, aber es gehört (eigentlich Plural: sie gehören) mir. 

2, 87

Dicis amore tui bellas ardere puellas,

     qui faciem sub aqua, Sexte, natantis habes.

Du sagst, dass hübsche Mädchen aus Liebe zu dir entbrennen,

Sextus, der du ein Gesicht eines unter Wasser Schwimmendem hast.

Die Stilmittel such dir bitte selbst heraus, die Metrik mach ich dir noch, jetzt da du die Übersetzung hast (denke an Hyperbaton, Alliteration, Chiasmus, Allusion (= Anspielung auf "berühmte" Textstellen -> hier "sub aqua" aus den Metamorphosen von Ovid, wo auf das Quaken der zu Fröschen verwandelten Lykischen Bauern angespielt wird).

Metrik:

2,87 (elegisches Distichon)

-cis a-|-re tu-|í be-|llás  ar-|-re pu-|é-llas [- u u | - u u | - - | - - | - u u | - x]

  quí fa-ci-|ém sub a-|quá, || Séx-te, na-|tán-tis ha-|bés [- u u | - u u | - || - u u | - u u | - ]

2,58

-xa-|tús pul-|chré ri-|des me-a, |-i-le, |trí-ta. [- - | - - | - - | - u u| - u u | - x]

  Súnt haec| trí-ta qui-|dém, || -i-le, |séd me-a |súnt. [- - | - u u | - | - u u | - u u | -] 

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ich habe sogar einen Brief gefunden, der alle Vokabeln enthält (wenn mal voraussetzt, dass eventuell von velle, nolle, malle nur 1 Form drankommt:

und zwar Brief 5, 6 C. PLINIUS DOMITIO APOLLINARI SUO S.

zu finden ist der Brief unter thelatinlibrary.com/pliny.ep5.html

ich schreibe dir die Vokabeln, die jeweilige Form in der sie vorkommt und den Satz in Klammern dahinter.

mos/moris = more (15)

pars/partis = parte (7, 15), partes (27)

velle , nolle , malle = velis (25)

aestas = aestate (1, 12, 30), aestatis (5)

hiems = hieme (4, 12, 24)

ver = vere (12)

autumnus = autumn (12)

sol/solis = solem (15), sole (24, 26, 31), solis (25), sol (26, 31), soli (28)

legere = legenti (41), legat (42)

lex = legem (44)

esse = kommt (falls ich richtig gezählt habe) 19x vor als: est (2, 4, 21, 22, 25, 26, 27, 43, 43, 44), erunt (3), sunt (33, 35, 40), esset (41), fuisset (41), esse (42), fuero (44), sit (46)

cena = cenatio (21), cena (37)

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ich stimme nicht so ganz mit der Antwort von Merlin128 überein - zumindest im 2. Teil.

Und mit der Metrik hast du bestimmt deshalb Schwierigkeiten, weil zwischen "palcui" und "mutando" im Original etwas anderes steht.

'fer, pater,' inquit 'opem! si flumina numen habetis,

qua nimium placui, [tellus, aut hisce, vel istam

quae facit, ut laedar,] mutando perde figuram!'

_____________________________________________________

Zunächst zur Übersetzung deines Textes:

'fer, pater,' inquit 'opem! si flumina numen habetis,

qua nimium placui...mutando perde figuram!'

= "Bring (fer) Hilfe (opem), Vater (pater)!" sagt sie (inquit). "Wenn (si) ihr Flüsse (flumina) göttliche Macht (numen) besitzt (habetis), zerstöre (perde) durch eine Verwandlung (mutando) die Gestalt (figuram), in der (qua) ich allzu sehr (nimium) gefallen habe (placui).

_______________________________________

Nun zur Metrik:

fér, pa-ter,' ín-quit 'o-pém! si flú-mi-na | -men ha--tis, 

[- u u | - u u | - - | - u u | - u u | - x] 

quá ni-mi-úm pla-cúi,  [tell-ús, aut  hís-ce, vel ís-tam 

[- u u | - - | - - | - - | - u u | - x]

quáe fa-cit, út  lae-dár,]  mu-tán-do pér-de fi-gú-ram!' 

[- u u | - - | - - | - - | - u u | - x] 

d.h.: qua nimium placui = [- u u | - - | -

und: mutando perde figuram = - | - - | - u u | - x] -> und beide zusammen ergeben=

quá ni-mi-úm pla-cúi mu-tán-do pér-de fi-gú-ram!'

[- u u | - - | - - | - - | - u u | - x] 

_____________________________________

Nun zu den Stilmitteln:

gut erkennbar: Exclamatio

und Merlin hat es bereits erwähnt: das Hyperbaton.

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hóc de-|ús in | ným-pha Pe-|néi-de | -xit, at| íl-lo

[- - | - - | - u u | - - | - u u | - x]

láe-sit A-|pól-li-ne-|ás tra-|jéc-ta per| ó-ssa me|-dúl-las;

láesit Apóllineás | traiécta per | óssa medúllas 

[- u u | - u u | - - | - u u | - u u | - x]

Stilmittel: Hyperbaton bei: "Apollineas...medullas" und "traiecta...ossa"

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Nomen, die auf -us im Nom. Sg. enden und zur konsonantischen Deklination gehören

--> sind NEUTRUM

daher greifen hier die Neutrum-Regeln:

  1. Nominativ = Akkusativ und
  2. der Nominativ Plural endet auf "-a"

dazu gehst du folgendermaßen vor:

du trennst vom Genitiv Sg. die Genitiv-Endung -is ab = vulner-is MINUS -is = vulner-

--> so erhältst du den Wortstamm; an diesen hängst du nun die Endung

--> für den Nominativ Plural "-a" (s. 2. Neutrum-Regel) = vulner- + -a = vulnera

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im Beispiel oben rechts steht es so erklärt mit "Position 1" beziehungsweise Position 0"

ich persönlich finde es einfacher, wenn du dir merkst:

  • beide Sätze werden mit "denn" verknüpft und die Wortstellung im verknüpften Satz bleibt gleich (nur die Wiederholung des Namens wird vermieden)

z.B.: Oli liebt Sport. Oli spielt Volleyball = Oli spielt Volleyball, denn er liebt Sport.

  • beide Sätze werden mit "deshalb" verknüpft, wobei Subjekt und Prädikat miteinander vertauscht werden (die Wiederholung des Namens wird ebenfalls vermieden).

z.B.: Oli liebt Sport. Oli spielt Volleyball = Oli liebt Sport, deshalb spielt er Volleyball.

________________________________________

2a) Mia liebt Haustiere. Mia hat eine Katze. = Mia hat eine Katze, denn sie liebt Haustiere. -> von der Logik her macht es in dieser Reihenfolge mehr Sinn.

2b) Mia liebt Haustiere, deshalb hat sie eine Katze.

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3a) Tim möchte Messer und Gabel haben. Tim kann nicht mit Stäbchen essen. = Tim möchte Messer und Gabel haben, denn er kann nicht mit Stäbchen essen.

3b) Tim möchte Messer und Gabel haben. Tim kann nicht mit Stäbchen essen. = Tim kann nicht mit Stäbchen essen, deshalb möchte er Messer und Gabel haben.

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Die christliche (Christianam) Religion (religionem), mit der (qua) er vom (ab) Kleinkindalter (infantia) an vertraut [gemacht worden] war (inbutus), pflegte er (coluit) äußerst gewissenhaft (sanctissime) und (et) mit (cum) größter (summa) Frömmigkeit (pietate), und (ac) deswegen (propter hoc) errichtete (exstruxit) er eine Kirche/einen Dom (basilicam) von äußerster (plurimae) Schönheit (pulchritudinis) in Aachen (Aquisgrani) und (-que) schmückte ihn mit Gold (auro) und (et) Silber (argento) und (et) Leuchter (luminaribus), aber auch (atque) mit [Fenster-]Gittern (cancellis) und (et) Türen (ianuis) aus (ex) massivem (solido) Erz (aero). Weil (cum) er zu (ad) deren (cuius) Bau (structuram) die Säulen (columnas) und (et) den Marmor (marmora; Akk. Pl.) anderswoher (aliunde) nicht (non) erhalten (habere) konnte (posset), ließ er (curavit) [sie] aus Rom (Roma) und (atque) Ravenna (Ravenna) herbeibringen (devehenda).

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Hallo,

ich habe dir die ersten der 43 Verse übersetzt. Vielleicht komme ich noch dazu, dir auch den Rest morgen und übermorgen zu übersetzen.

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Sobald (Ubi) Merkur (Atlantiades) wegen der Worte (verborum) und (-que) der ruchlosen (profanae) Gesinnung (mentis) diese (has) Strafen (poenas) ergriffen hat (cepit),

verlässt er (linquit) das nach (a) Athene (Pallade) benannte (dictas; wörtl: Plural) Land (terras; wörtl: Plural) und (et) betritt (ingreditur) den Himmel (aethera) mit geschwungenen (iactatis) Flügeln (pennis).               

Diesen (hunc) ruft [sein] Vater (genitor) Beiseite (sevocat), aber er hat nicht (nec) den Grund (causam) der Liebe (amoris) zugegeben (fassus; ergänze est) -> besser: ohne Liebe als Grund zuzugeben, sagt er (ait): „Treuer (fide) Diener (minister) meiner (meorum) Befehle (iussorum), Sohn (nate), besiege (pelle) die Verzögerung (moram = zögere nicht länger) und (-que) sinke schnell (celer) herab (delabere) auf gewohnter (solito) Bahn (cusu),

und (-que) suche (pete) dieses (hanc) Land (tellus) auf, das (quae) vom (a) linken (sinistra) Teil (parte; = von links) zu deiner (tuam) Mutter (matrem) hinaufblickt (suspicit) (die Bewohner (indigenae) nennen es (dicunt nomine) Phönizien (Sidonida)),

 und was (quodque) du in der Ferne (procul) auf der Bergwiese (montano gramine) weiden (pasci) siehst (vides), die königliche (regale) Herde (armentum), treibe (verte) sie zur (ad) Küste (litora)!“

Er sagte [es] (dixit), und (et) sofort (iamdudum) eilen (petunt) die vom Berg (monte) getrieben (expulsi) Jungstiere (iuvenci) zur befohlenen (iussa) Küste (litora), wo (ubi) die Tochter (filia) des großen (magni) Königs (regis) begleitet (comitata) von Tyrischen/Phönizischen (Tyriis) Jungfrauen (virginibus) zu spielen (ludere) pflegte (solebat).

Nicht (non) gut (bene) passen zusammen (convenient) noch (nec) verweilen (morantur) an einer (una) Stelle (sede) Hoheit (maiestas) und (et) Liebe (amor);

nachdem das Gewicht (gravitate) der Herrschaft (sceptri; wörtl: des Szepters) zurückgelassen worden war (relicta; besser: nachdem er das Gewicht der Herrschaft abgelegt hat), legt (induitur) jener (ille) Vater (pater) und Herrscher (rectorque) der Götter (deum = deorum), der (cui…est = der…hat) eine rechte Hand (dextra; ergänze: manus), bewaffnet (armata) mit einem dreizackigen (trisulcis) Blitz (ignibus), besitzt (est), der (qui) durch ein Nicken (nutu) den Erdkreis (orbem) erschüttert, die Gestalt (faciem) eines Stiers (tauri) an, und (-que) er brüllt (mugit) unter die Jungstiere (iuvencis) gemischt (mixtus) und (et) er wandelt (obambulat) wohlgestaltet (formosus) in (in) zarten (teneris) Kräutern (herbis) umher.

Freilich (quippe) ist (est) [seine] Farbe (color) [die] des Schnees (nivis), den (quam) weder (nec) Schritte (vestigia) eines harten (duri) Fußes/Hufs (pedis) betreten haben (calcavere = calcaverunt) noch wasserhaltiger (aquaticus) Südwind (auster) aufgelöst hat (solvit).

Der Hals (colla; eigenlich Pl.) mit [seinen] Muskeln/Wülsten (toris) tritt hervor (exstant; Pl. wegen „colla“), von den Flanken (armis) hängen (pendent) die Wammen (palearia; palear, -iaris n. = Wamme), die Hörner (cornua) [sind] zwar (quidem) klein (parva), aber (sed) du könntest (possis) behaupten/von ihnen sagen (contendere), diese (quae) [sind] von [Menschen-]Hand (manu) gemacht (facta = ) und (-que) durchsichtiger (magis perlucida) [als] reine (pura) Edelsteinen (gemma).

[Es gibt] keine (nullae) Drohungen (minae) auf (in) [seiner] Stirn (fronte), und nicht (nec) ein/und kein fürchterliches (formidabile) Auge (lumen)/keinen fürchterlichen Blick: die Miene (vultus) enthält (habet) Frieden (pacem)/ist friedlich.

Die Tochter (nata) des Agenor (Agenore; Agenore = Abl. von Agenor; wegen nata [+ de]) wundert sich (miratur), dass (quod) er so (tam) hübsch (formosus) [ist und] dass (quod) kein (nulla) Kampf (proelium) droht (minetur); zunächst (primo) füchtet sie (metuit), den obgleich (quamvis) harmlosen (mitem) zu berühren (contingere), bald (mox) aber (sed) geht sie hin (adit) und (et) streckt (porrigit) Blumen (flores) an (ad) das weiße (candida) Maul (ora; eigentl. Pl.).

Der Liebende/Verliebte (amans) freut sich (gaudet) und (et), bis (dum) die erhoffte (sperata) Lust (voluptas) kommt (veniat), gibt (dat) er den Händen (manibus) Küsse (oscula); kaum (vix) noch (iam), kaum (vix) verzögert er (differt) das Übrige (cetera; eigentl. Pl.).

 Aber (et) bald (nunc; nunc…nunc = bald…bald) scherzt er (adluvit) und (-que) springt hoch (exsultat) im (in) grünen (viridi) Gras (herba), bald (nunc) legt er (deponit; + Abl.) [seine] schneeweiße (niveum) Seite (latus) in den bräunlichen/gelben (fulvis) Sand (harenis); und (-que) nachdem allmählich (paulatim) die Furcht (metu) genommen worden war (dempto; besser: nachdem er [ihr] allmählich die Furcht genommen hat), bietet er (praebet) bald (modo; modo…modo = bald…bald) die Brust (pectora; eigentl. Pl.) zum Klatschen/Tätscheln (plaudenda; wörtl: die zu tätschelnde Brust) durch die jungfräuliche (virgenea) Hand (manu), bald (modo) die Hörner (cornua) zum Umwickeln (inpedienda; wörtl.: die zu umwickelnden Hörner) mit frischen (novis) Kränzen/Girlanden (sertis).

Auch (quoque) hat die königliche (regia) Jungfrau (virgo) gewagt (ausa est), nicht wissend (nescia), wen (quem) sie belastet (premeret; besser: auf wen sie sich setzt), sich auf dem Rücken (tergo) des Stiers (tauri) niederzulassen/zu setzen (condidere), als (cum) der Gott (deus) vom (a) Land (terra) und (-que) von (a) der trockenen (sicco) Küste (litore) weg allmählich (sensim) hinterlistige (falsa) Spuren (vestigia) der Füße (pedum; besser: Fußspuren) in (in) die ersten (primis) Wellen (undis) setzt (ponit); von dort (inde) geht er weiter (ulterius) weg (abit) und (-que) trägt (fert) [seine] Beute (praedam) durch (per) die Flächen (aequora) des mittleren (medii) Meeres (ponti; besser: mitten durch die Flächen des Meeres).

Diese (haec) hat Angst (pavet) und (-que) die Weggetragene/Entführte (ablata) blickt zurück (respicit) zur zurückgelassenen (relictum) Küste (litus) und (et) sie hält (tenet) mit der rechten [Hand] (dextra) ein Horn (cornum), die anderen (altera) hat sie auf den Rücken (dorso) gelegt (inposita est = imposita est); die zitternden/flatternden (tremulae) Kleider (vestes) werden durch den Wind (flamine) aufgebauscht (sinuantur).

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Während der Vater der Menschen und auch der Götter jener (illi; gemeint ist Venus) zulächelte mit einem Blick (voltu), durch den (quo) er den Himmel und die Wetter (tempestates) heiter macht, genoss er die Küsse (oscula = Akk. Pl. n.) der Tochter, hierauf spricht er solches:

Füchte dich nicht (parce mutu), Cytherea: die Schicksale der Deinen bleiben dir unverändert. Du wirst die Stadt und die versprochenen Mauern Laviniums sehen und du wirst in die Höhe zu den Sternen des Himmels (caeli; = Gen.) tragen (feras) den hochherzigen Aeneas. Und nichts (neque = und nicht(s)) stimmt mich (me) um (sententia vertit).

Dieser (hic) -

(tibi bleibt unübersetzt) ich werde nämlich verkünden, weil diese Sorge dich quält, und ich werde, indem ich weiter enthülle, die Geheimnisse der Schicksale ans Licht bringen

  • (dieser = hic) wird einen gewaltigen Krieg in Italien (Italia) führen (geret; bezieht s. auf "hic" vor dem "-") und wilde Völker zerschlagen, und er wird den Männern Sitten und Mauern errichten (ponet), bis der dritte Sommer in Latio ihn herrschend gesehen haben wird (viderit; 3. P. Sg. Futur 2) und drei Winter vergangen sein werden (transierint = 3.P. Pl. Futur 2), nachdem die Rutuler unterworfen wurden (Rutulis subactis). Aber (at) der Junge Ascanius, welchem nun der Beiname Julus gegeben wird - er war Ilus, solange (dum) die Sache durch die trojanische Herrschaft bestand - er wird 30 große Kreisläufe dahinrollender Monate die Herrschaft erfüllen (explebit) und er wird das Reich (regnum) von (ab) Lavinium (sede Lavini; wörtl.: von der Stelle Laviniums) verlegen und er wird durch viel Kraft Alba Longa bauen.
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Was (quid) wünschst du (vis) dir (tibi), Fabianus (Fabiane), ein tüchtiger (bonus) und (et) armer (pauper) Mann (vir), aber in Sprache (linguaque) und (et) im Herzen (pectore) aufrecht (verus), der (qui) du die Stadt (urbem) aufsuchst (petis)?

Als dieser (Qui) kannst du (potes) weder (nec) für einen Kuppler (leno) noch (nec) einen Zechbruder (comissator) gehalten werden/gelten (haberi),

noch (nec) die verängstigten (pavidos) Angeklagten (reos) mit finsterer (tristi) Stimme (voce) aufrufen (citare),

noch (nec) kannst du (potes) die Frau (uxorem) des lieben (cari) Freundes (amici) bestechen/verderben (corrumpere),

noch (nec) kannst du (potes) in Spannung versetzt werden/geil werden (arrigere; wörtl: aufrichten) auf (ad) frierende (algentes) alte Frauen (vetulas), noch (nec) verkaufen (vendere) leeren (vanos) Rauch (fumos) ringsum (circa) den Palatin, weder (nec) Canus (Cano) Beifall klatschen (plaudere), noch (nec) klatschen (plaudere) für Glaphyrus (Glaphyro):

wovon (unde) wirst du leben (vives), [du] Armer (miser)

„[Ich bin] ein zuverlässiger (certus) Mensch (Homo), ein treuer (fidus) Freund (amicus).“

Das (Hoc) ist/bedeutet (est) nichts (nihil): niemals (numquam) wirst du ein solcher (sic) Philomelus werden (eris).

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Ich habe mir zunächst die Arbeit gemacht und deine Vokabeln durchgesehen.

Dabei sind mir 4 Vokabeln aufgefallen, bei denen du wahrscheinlich Buchstaben vergessen hast (bitte kontrolliere das noch einmal) Es handelt sich um:

haurire, sanus, deterior und blanditiae

Dann habe ich die Bedeutung hinter jede einzelne geschrieben und auch hinter deine Metamorphosen (damit man weiß, welche ihr bereits gelesen habt)

Denn ich hatte spontan bei "Federn", "versengen" und "fallen" auf Daedalus und Icarus getippt, wo auch eine Passage vorkommt, wo Vater und Sohn über ein Gebiet fliegen und die Einwohner unter sich sehen. Aber dann habe ich gesehen, diese Metamorphose habt ihr bereits gelesen. Da aber auch bei Phaeton, der mit dem Sonnenwagen der Erde zu nahe kommt, ähnliche Vokabeln vorkommen, werde ich es nochmals überprüfen.

Ich melde mich später nochmals

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Bist du dir sicher, dass ihr 1,10 Daphne komplett gelesen habt (Verse 452–567)?

Denn genau in diesem Teil habe ich die meisten Übereinstimmungen mit deiner Vokabelliste gefunden von den 31 fehlen nur 8.

Die, die fehlten, [volucris, sanus, suadere, deterior, urere, cupido, concipere, taurus]

kommen - was ich bis jetzt gesehen habe - zu Beginn des 7. Buchs vor (Jason und Medea). Dafür fehlen dort wieder andere.

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Ich überprüfe aber nochmals Phaeton und Europa

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Du musst den Vers davor mit betrachten!!!

Aquila in sublime sustulit testudinem:

Ein Adler (aquila) hob (sustulit) eine Schildkröte (testudinem) auf in (in) die Höhe (sublime):

als (cum) diese (quae; bezieht s. auf testudo, -dinis f. Schildkröte) den Körper (corpus; = Akk. neutrum!!!) in [ihrem] harten (cornea; bezieht s. auf "domo") Haus (domo; domus, -us f. Haus) verborgen hatte (abdidisset),

und auf diese Weise (pacto) verborgen (condita) - nicht (nec; = und nicht) durch irgendeinen (ullo)/durch niemand verletzt werden (laedi) konnte (posset),

kam (venit) durch (per) die Lüfte (auras) eine Krähe (cornix) und neben (propter) [ihn] fliegend (volans) [sagte sie]:

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Was (Quid) soll ich Baiae (Baias) nennen (referam; referre + Akk) und (-que) die durch Segel (velis) und (et) Wasser (aqua), das (quae) von (de) heißem (calido) Schwefel (sulpure) dampft (fumat), vorne bedeckten (praetexta) Strände (litora)?

 

 

Damit nicht (Neve) irgendjemand (aliquis) [deinen] Worten (verbis) seine abscheulichen/lästigen (odiosas) Ohren (auris = aures) darbietet (offerat)/dich lästig belauscht,

Qua potes ambiguis callidus abde notis.

verberge (abde) [es] [gemeint sind die Worte], insofern (qua) du das kannst (potes), schlau (callidus) durch zweideutige (ambiguis) Zeichen (signis).

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Caesari nuntiatur Helvetiis esse in animo per agrum Sequanorum et Haeduorum iter in Santonum fines facere, qui non longe a Tolosatium finibus absunt, quae civitas est in provincia. Id si fieret, intellegebat [magno] cum [periculo] provinciae futurum, ut homines bellicosos, populi Romani inimicos, locis patentibus maximeque frumentariis finitimos haberet. Ob eas causas ei munitioni, quam fecerat, T. Labienum legatum praeficit.

Ipse in Italiam magnis itineribus contendit duasque ibi [legiones] conscribit et [tres], quae circum Aquileiam hiemabant, ex hibernis educit et, qua proximum iter in ulteriorem Galliam per Alpes erat, cum his quinque legionibus ire contendit. Ibi Ceutrones et Graioceli et Caturiges locis superioribus occupatis itinere exercitum prohibere conantur. Compluribus his proeliis pulsis ab Ocelo, quod est [oppidum] citerioris provinciae [extremum], in fines Vocontiorum ulterioris provinciae die septimo pervenit; inde in Allobrogum fines, ab Allobrogibus in Segusiavos exercitum ducit. Hi sunt extra provinciam trans Rhodanum primi.

 

Stilmittel:

1)    Alliterationen (fett markiert): z.B. iter in; fines facere; periculo provinciae; frumentariis finitimos; Labienum legatum; ipse in Italiam; educit et; iter in; conantur compluribus; proeliis pulsis; inde in; ab Allobrogibus

2)    Hyperbaton [mit eckigen Klammern markiert]: magno…periculo; legiones…tres; oppidum…extremum

3)    Polysyndeton (fett und kursiv merkiert): -que…et…quae…et…cum…et…et (im 2. Abschnitt)

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Du fragst, was falsch an deiner Übersetzung ist.

2 gravierende Fehler:

1) Im Prinzip kannst du das Partizip, das PC, als Nebensatz übersetzen, aber da es sich hier um ein Partizip Perfekt Passiv handelt, musst du die Vorzeitigkeit beachten.

Das heißt: du hast im Hauptsatz "er bemühte sich" = Präteritum übersetzt, deshalb musst du im Nebensatz das Plusquamperfekt und nicht das Perfekt wählen.

2) Du beziehst "adductus" auf "regni" -> als ob das "Königreich veranlasst worden wäre". Das ist FALSCH!! "adductus" bezieht sich auf denjenigen, der auf Umsturz sann.

Lösung: ich übersetze es dir 1x mit Nebensatz, so wie du es versucht hast und 1x das Partizip wörtlich:

a) und, (et) nachdem/weil er durch das Verlangen (cupiditate) nach Herrschaft (regni) veranlasst worden war (adductus), sann er (studebat) auf Umsturz (novis rebus).

b1) und er sann auf Umsturz, veranlasst durch das Verlangen nach Herrschaft.

b2) und, veranlasst durch das Verlangen nach Herrschaft, sann er auf Umsturz.

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beim1. Satz stimmt so einiges nicht, ich vermute, dass du auch etwas falsch abgeschrieben hast. Daher erst ab Satz 2:

Die nuptiarum morsu serpentis mihi abrepta hic versatur!

Verbesserung (fett markiert): Seit dem Tag der Hochzeit befindet sie sich hier, nachdem sie mir durch den Biss einer Schlange entrissen wurde.

Hoc pati temptabam, sed pati non potui.

Versuch: Dies versuchte ich zu ertragen, aber ich habe es nicht aushalten können.

Amor me vicit ut omnia in terra... et vos iunxisse narratur.

Versuch: Amor hat mich besiegt, wie überall auf der Erde erzählt wird, dass [Amor] auch euch vereint hat.

Oro vos per hoc regnum plenum timoris et silenti, reddite mihi uxorem nos omnes huc reveniemus!

Versuch: Ich bitte euch bei diesem Reich voller Angst und Schweigen, gebt mir meine Ehefrau zurück, [denn] wir werden alle hierher zurückkehren!

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da du keine Lehrkraft bist, kommst du auch nicht an die Ausgabe für Lehrer. Aber selbst die kaufen oft die normalen Schüler-Ausgaben, denn als Lehrer kann man die Texte übersetzen und die Aufgaben lösen.

Selbst wenn du eine solche Ausgabe hättest, dein Lehrer oder deine Lehrerin merkt sofort, wenn du solch eine Übersetzung einfach abschreibst. Und um sie so umzuschreiben, dass man es nicht merkt, dazu benötigt man fundierte Lateinkenntnisse. Wenn du die allerdings hättest, würdest du die Frage nach einem Lösungsbuch nicht stellen.

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Der Neid, o Kind,

Zählt unsre Küsse:

Drum küss geschwind

Ein Tausend Küsse;

Geschwind du mich,

Geschwind ich dich!

Geschwind, geschwind,

O Laura, küsse

Manch Tausend Küsse:

Damit er sich

Verzählen müsse.

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Carmen 5 von Catull:

Gemeinsamkeiten: (daneben, dass es beides Liebesgedichte sind, in denen es ums Küssen geht)

  • beide Dichter nennen ihre Geliebten (Lessing nennt Laura und Catull Lesbia)
  • es sollen tausend Küsse gegeben werden und zwar mehrfach 1000 Küsse (bei Lessing: "manch tausend"; bei Catull: "tausend Küsse, darauf hundert, dann tausend weitere, dann ein zweites Mal hundert, darauf ununterbrochen weitere tausend, danach hundert.")
  • es wird "Neid" erwähnt

Unterschied:

  • bei Lessing geht es um die die Geschwindigkeit ("geschwind du mich, geschwind ich dich!" Dadurch soll sich der Neid bei der Anzahl der gegebenen Küsse verzählen. Catull setzt auf die Anzahl der gegebenen Küsse, die eventuell einen schlechten Menschen, der auf die Vielzahl der Küsse neidisch sein könnte, verwirren soll.
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haec tibi per totos inacescant omnia sensus,

haec refer, hinc odii semina quaere tui.

= dies (haec) alles (omnia) verdrieße (inacescant; Konjunktiv Präsens 3. Pers. Pl; bezieht sich auf "haec omnia", was aber im Deutschen mit dem Singular übersetzt wird) dich (tibi).

wörtl: Lass dir (tibi) durch (per) diese/dies (haec) alle/alles (omnia) die ganzen (totos) Gefühle (sensus) verbittern (inacescant).

= dies (haec) berichte (refer), dann (hinc) suche (quaere) die Keime (semina) deines (tui) Hasses (odii).

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Curabar propriis aeger Podalirius herbis, et, fateor, medicus turpiter aeger eram

Ich kranker (aeger) Podalirius wurde durch eigene (propriis) Kräuter (herbis) geheilt (curabar),

und (et), ich gestehe (fateor), ich als Arzt (medicus) war (eram) [wie] peinlich (tupiter) krank (aeger).

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