Hi,

genau so ist es auch! ;)

Kurz gefasst: Sterne wie die Sonne durchlaufen einen Aktivitätszyklus. Der charakterisiert sich dadurch, dass das anfänglich geordnete Magnetfeld durch sogenannte differenzielle Rotation zunehmend verzerrt wird und es in einen ungeordneten Zustand übergeht.

Anfänglich gleicht das Magnetfeld eines sonnenähnlichen Sterns dem eines Stabmagneten; Die Feldlinien treten an einem Pol aus und am anderen wieder ein. Im Laufe des Aktivitätszyklus, der bei unserer Sonne ganze 22 Jahre beträgt, tritt aufgrund der Verdrehung des Magnetfeldes dann eine Wanderung der Sonnenflecken über die Sonnenscheibe auf. Die zugrundeliegende mathematische Erklärung liefert der Alpha-Omega-Dynamo.

Wenn du dich weiter einlesen möchtest kannst du dir diesen Text von mir durchlesen, den ich vor einigen Jahren mal geschrieben habe.

https://www.spaceone.info/themen/magnetisch-aktive-sterne/

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hi,

letztlich ist die Diskussion um den ,,Wechselwirkungsquerschnitt" der Teilchen für die Beantwortung der Frage relevant. Photonen besitzen keine Ruhemasse. Ihnen kann höchstens ein Masseäquivalent zugeordnet werden. Die Entstehung der Photonen liegt den Fusionsprozessen im Kern eines jeden Sterns zugrunde.

Vornehmlich in der Radiationszone eines Sterns wechselwirken die Photonen sehr stark mit der umliegenden Materie. Das bedeutet, dass sämtliche Lichtteilchen dort häufig mit anderen Teilchen kollidieren, abgelenkt werden und sich ihre Wellenlänge bzw. Energie ändert. Photonen verlassen einen Stern aufgrund des verglichen mit Neutrinos hohen Wechselwirkungsquerschnitts also nicht linear sondern in Form des sogenannten ,,Random-Walks" und der zögert das Entlassen der elektromagnetischen Strahlung aus dem Sterninnern Jahrtausende hinaus.

Neutrinos besitzen hingegen einen deutlich geringeren Wechselwirkungsquerschnitt. Sie stoßen nur extrem selten mit normaler (baryonischer) Materie zusammen und sind darum nicht dem Random-Walk untergeordnet. Innerhalb von nur einigen Sekunden entweichen sie darum aus dem Sonneninnern.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hi,

auf dem Bild siehst du die sogenannten ,,Säulen der Schöpfung". Es handelt sich dort um massive Komplexe aus Staub und Gas. In den staubhaltigen Arealen sind die Bedingungen für die Sternentstehung optimal erfüllt. Folglich gehen aus dem Gebiet viele junge und neue Sterne hervor und es ist zu vermuten, dass es sich bei dem von dir genannten Objekt um einen gewöhnlichen Stern handelt.

Nicht ungewöhnlich ist zudem, dass die Quelle nicht eindeutig stellar ist sondern im Ansatz eine Gasansammlung um den Stern angedeutet werden kann. Junge Sterne sind für gewöhnlich von einer Materiescheibe umgeben und lassen sich als Herbig-Haro-Objekte oder T-Tauri-Typen klassifizieren.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hi,

Galaxien sind per Definition massereiche Ansammlungen bestehend aus Gas, Staub und Sternen. Sowohl Sterne als auch die in der Galaxie befindlichen Gaswolken strahlen elektromagnetische Wellen ab, die teilweise im sichtbaren Bereich des Spektrums liegen.

Da alle selbstleuchtenden Objektklassen auf einen verhältnismäßig engen Raum komprimiert sind, addieren sich alle Einzelhelligkeiten über ein bestimmtes Raumvolumen auf. Deswegen leuchten streng genommen nicht die Galaxien selber, sondern die sich in ihr befindlichen Objekte.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hi,

die Temperatur der Sonnenphotosphäre beträgt tatsächlich "nur" 5500 Grad Celsius. Die Zustandsgrößen um Druck, Temperatur und Dichte steigen mit zunehmender Tiefe stetig an und sind, abgesehen von der Dichte, im Kern der Sonne maximal.

Abgesehen vom finanziellen und technischen Aufwand hätte übrigens keiner was davon zur Sonne zu reisen. Was willst du da ?

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hi,

ein physikalisch/mathematisches Maß für die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums ist die sogenannte Hubble-Konstante. Die hat einen Wert von ungefähr:

H ~ 72 km/s/Mpc

In diesen Zahlen stecken km/s was einer Geschwindigkeit entspricht (ähnlich wie der Km/h-Zahl im Auto).

Mpc ist nun eine Entfernungseinheit und bedeutet Megaparsec. Ein Mpc entsprechen 3,26 Mio. Lichtjahren.

Es ist also zu erkennen, dass die Expansionsgeschwindigkeit des Raumes zwischen intergalaktischen Objekten entfernungsabhängig ist. Ein Objekt, dass sich beispielsweise 2 Mpc (und damit 6,52 Mio. Lichtjahre) von uns entfernt befindet, bewegt sich mit rund 144 Km/s von uns weg...

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hi,

warum sollte das denn einen Einfluss auf die Erde haben?

1000 Lichtjahre sind selbst in galaktischen Maßstäben keine unerhebliche Distanz. So ein Neutronenstern bzw. Pulsar misst nur wenige Kilometer im Durchmesser. Mal ganz abgesehen davon, dass sich so ein Körper bei der enormen Rotationsgeschwindigkeit die du vorgibst, bedingt durch die Zentripetalkraft schon lange selbst zerfetzt hätte, würde man auf der Erde gar nichts davon spüren.

Pulsare heissen Pulsare weil sie in sehr periodischen Intervallen Strahlung entlang der Sichtlinie emittieren. Nur die wenigsten Pulsare tun das im optischen Bereich des elektromagnetischen Spektrums sondern vornehmlich im Radioband. Muss uns überhaupt nicht jucken ...

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen:

Ja. Auch die Sonne besitzt eine Eigenrotation. Faktisch ist das Ganze Phänomen noch wesentlich komplizierter, da sich die Rotationsperioden der äquatornahen Plasmaschichten von denen der Pole unterscheiden! Das nennt sich differentielle Rotation und ist in Sternen nicht nur breiten- sondern auch tiefenabhängig anzutreffen. Im Mittel dauert die Rotationsperiode der Sonne ~ 27 Tage.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

per Definition ist der Sonnenwind ein stetiger Fluss elektrisch geladener Teilchen. Die Hauptbestandteile sind daher Protonen, Elektronen und Neutronen. Wenn diese Teilchen genügend kinetische Energie (Bewegungsenergie) erhalten können sie bei Erreichen der Fluchtgeschwindigkeit aus dem Gravitationsfeld der Sonne entweichen.

Wie bereits erwähnt ist dieser Strom stetig, findet also durchgängig statt. In Zeiten starker Sonnenaktivität, die mit intensiven Flares, Sonnenflecken oder Protuberanzen einergeht ist jedoch auch eine Veränderung der Intensität des Sonnenwindes zu beobachten.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

zunächst einmal fallen ohnehin nur die massereichsten Sterne der Galaxie in die Spektralklasse O. Die numerische Unterteilung innerhalb dieser Klasse führt bei den von dir genannten spektroskopischen Befunden in ein Extrem hinein, dass Sterne umfasst die es in der heutigen kosmologischen Epoche nur noch sehr selten geben dürfte.

Darum lautet die Antwort auf deine Frage: Ja, aber Sterne mit frühen O-Klassen sind heute derart selten anzutreffen, dass sie in den Spektralkatalogen eine unwichtige Stellung einnehmen. Mit Filterfunktionen in Simbad ließen sich sicherlich einige Kandidaten ausfindig machen.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

die Unterteilung von Supernovae erfolgt generell in zwei Klassen.

  1. Supernovae vom Typ II

Hier handelt es sich um Einzelsterne die mindestens 8 Sonnenmassen schwer sind und am Ende ihrer stellaren Entwicklung als Roter Überriese in einer Supernova explodieren. Vor der Explosion durchläuft der Stern in seinen späten Entwicklungsstadien alle erdenkbaren Fusionsstufen ehe die Kernfusion beim Element Eisen zum Erliegen kommt.

2. Supernovae vom Typ Ia

Hier handelt es sich um Doppel- oder Mehrfachsternsysteme die durch einen Mechanismus explodieren, den man in der Astrophysik als ,,Akkretion" bezeichnet. In der Regel läuft es darauf hinaus, dass sich zwei Sterne im gegenseitigen Wechselspiel über Jahrmilliarden beeinflussen und einer von ihnen irgendwann eine kritische Grenzmasse überschreitet. Das Überschreiten jener Grenzmasse führt unweigerlich zur Explosion des Sterns.

______________________________________________________________________

Zusätzlich werden Supernovae abgesehen von ihrer physikalisch/dynamischen Differenzierung auch spektroskopisch unterteilt. Wenn man das Licht eines Himmelskörpers durch einen Spektrographen fallen lässt kann man aus dem Spektrum,

  1. den zeitlichen Verlauf der Strahlungsintensität verfolgen.
  2. Aussagen über die chemische Zusammensetzung der Supernova treffen.
  3. die tatsächliche Leuchtkraft des Ereignisses ermitteln.

Die Unterscheidung von SN hinsichtlich ihrer physikalischen Natur und die gleichzeitige spektroskopische Analyse erfordert es, diverse und teils komplexe Bezeichnungen wie zb. SN Typ II-b usw. für das eigentlich simpel definierte Phänomen ,,Supernova" zu finden.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

in dieser Aufgabe wird dein theoretisches Wissen zum Thema "Treibhauseffekt" abgefragt. Der ist von unerlässlicher Wichtigkeit für die Erde und das Verständnis der Klimatologie anderer Planeten.

Der Treibhauseffekt beschreibt die Fähigkeit atmosphärischer Gaszusammensetzungen aufgenommene Wärme zu speichern. Die von der Sonne ankommende Strahlung lässt sich in verschiedene Wellenlängenbereiche aufteilen von denen sich jeder Teilbereich durch ein bestimmtes Energiespektrum auszeichnet.

So gibt es neben dem sichtbaren Licht die Infrarot- oder UV-Strahlung die von der Sonne emittiert wird. Obwohl sie für uns nicht sichtbar ist kann man sie physikalisch messen und sie fällt durch die Atmosphäre auf die Erdoberfläche durch.

Nachdem die von der Sonne ankommende elektromagnetische Strahlung durch die Erdatmosphäre gedrungen ist trifft sie auf die Erdoberfläche. Dort wird ein Teil der Energie absorbiert und die Strahlung im Anschluss wieder zurück in das All reflektiert. Glücklicherweise gibt es in der Atmosphäre einige Gase wie zb. CO2, Methan oder Wasserdampf die die von der Oberfläche zurückreflektierte Strahlung nicht ins All entlassen sondern auf der Erde speichern! Das führt langfristig zu einer Erwärmung.

Kurz: Einige Treibhausgase in der Atmosphäre verhindern, dass die eindringende Wärmestrahlung von der Sonne zurück ins All gelassen wird.

Die Venus ist schließlich deutlich weiter von der Sonne entfernt als der Merkur. Die Temperatur eines Planeten wird aber maßgeblich durch die Effizienz des Treibhauseffektes bestimmt. Da die Atmosphäre der Venus fast gänzlich aus CO2 besteht ist der wärmespeichernde Effekt auf ihr enorm groß!

Warum es zu dieser atmosphärischen Entwicklung gekommen ist und die Erde im Vergleich zur Venus nur wenig CO2 aufweist, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Vulkanische Aktivität könnte aber ein entscheidender Mechanismus gewesen sein, der die Entwicklungspfade der beiden Planeten derart auseinander getrieben hat.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

solche Planetentypen sind heutzutage in der Tat kein Alleinstellungsmerkmal der Science-Fiction sondern ernster Bestandteil wissenschaftlicher Diskussionen und Forschungen.

Bis heute hat man keine definitive Kenntnis darüber erhalten ob ein derartiger hypothetischer Ozeanplanet tatsächlich schon entdeckt worden ist. Es gibt allerdings wenige Kandidaten, die zumindest in den engeren Favoritenkreis einzuordnen sind wie zb. Gj 1214b ...

Astrobiologen haben in Modellrechnungen und Analysen unlängst nachweisen können, dass Wasser zwar ein elementarer Grundbaustein allen Lebens ist, gegebenenfalls aber auch nachteilige Effekte für die ökologischen Strukturen eines Planeten existieren.

Beispielsweise ist ein Planet, dessen Oberfläche komplett mit Wasser bedeckt ist nicht in der Lage einen funktionellen Stoffkreislauf zwischen Litosphäre und Atmosphäre aufrecht zu erhalten (vgl. Carbonat-Silicat-Zyklus auf der Erde).

Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass das Licht und die Wärme des den Planeten umgebenden Zentralsterns nur bis in bestimmte Tiefenbereiche des Meeres vordringen können. Ab einer bestimmten Mindesttiefe macht das fehlende Licht jegliche Möglichkeiten auf lebensfreundliche Bedingungen unmöglich.

Gäbe es auf einem solchen Ozeanplaneten Lebewesen, dann wären sie mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit nur in oberflächennahen Schichten des Wassers anzutreffen. Unabdingbar würde die unverhältnismäßige Verteilung von Wasser- und Landmassen signifikanten Einfluss auf das Klima des Planeten haben.

Es ist aber eher davon auszugehen, dass abhängig von der Tag-Nacht-Gleiche des Planeten die Erwärmung des Wassers über Tag und die nächtliche Abkühlung zu erheblichen Temperaturdifferenzen führen würde, die hauptsächlich instabile Klimaverhältnisse mit sich bringen.

Summa Summarum: Dass es Leben auf hypothetischen Ozeanplaneten gibt ist wissenschaftlich weder auszuschließen noch zu beweisen. Die Zusammenstellung von Kriterien die einen Planeten habitabel machen und ihre gleichzeitige Überprüfung spricht im Fall von Ozeanplaneten aber eher gegen Wasserwelten als grundsätzlich lebensfreundliche Himmelskörper.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

vorab muss geklärt sein, dass wir hier über einen wissenschaftlichen Grenzfall reden über den nur äußerst eingeschränkt gültige Aussagen getroffen werden können.

Die Wissenschaftsdisziplin die sich mit der Erforschung des Universums befasst wird Kosmologie genannt. Dort ist abgesehen von einigen Ausnahmen ohnehin nur schwierig zu prognostizieren welche Berechnungen und Modelle allgemein zutreffend sind.

Die weitere Entwicklung unseres Universums ist also ungewiss. Die Beobachtungen der letzten Jahrzehnte haben aber gezeigt, dass es im Universum eine ominöse Substanz geben muss die dafür sorgt, dass der Kosmos seit etwa 6 Milliarden Jahren beschleunigt expandiert. Es ist von der dunklen Energie die Rede.

Nach dem kosmologischen Standardmodell wird diese Energieform die mutmaßlich etwas mit der Nullpunktenergie des Vakuums zu tun haben könnte mehr und mehr Einfluss auf die Dynamik und Entwicklung des Universums nehmen. Sollte diese Prognose in eine derartige Entwicklung umschlagen sind hypothetische Endzustände wie ein Big Crunch nahezu ausgeschlossen. Wahrscheinlicher ist somit ein Auseinanderfliegen des Universums bis sich alle Objekte so weit voneinander entfernt haben, dass keine Kausalität mehr zwischen ihnen besteht.

Dieser Zustand wird in der Kosmologie unter dem ,,Big Rip-" oder ,,Big Freeze-Modell" festgehalten. 

Beste Grüße,

Nikolai

...zur Antwort

Hey,

die Gravitation ist neben dem Elektromagnetismus, der schwachen Kernkraft und der starken Kernkraft eine der vier fundamentalen Grundkräfte der Physik.

Der Begriff Kraft meint im Zusammenhang mit der Gravitation die Anziehung die zwischen zwei massebehafteten Körpern universell existiert. Ohnehin ist Gravitation, gleichbedeutend mit dem Begriff ,,Schwerkraft" eine Eigenschaft die jede Masse besitzt. Zur Beschreibung der Schwerkraft kann nun sowohl die newtonsche Mechanik als auch die relativistische Variante mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie gewählt werden. So viel zur Vorarbeit...

Schwerkraft sorgt dafür, dass sich Dinge anziehen. Genau so wie das Schwerkraftfeld der Erde dafür verantwortlich ist, dass wir immer auf dem Boden landen nachdem wir hochgesprungen sind, ist in einem Stern das Gas an "unserer Stelle". Die Schwerkraft des Sterns zieht das Gas in Richtung Sternkern genau so wie es die Erde hier mit uns tut. Deswegen bedient man sich der Formulierung die Gravitation drücke einen Stern zusammen.

Nun ist die Schwerkraft nicht die einzige Kraft die in einem Stern wirkt. Wäre das so, würde der Stern innerhalb einer sogenannten Freifallzeit in sich zusammenfallen sprich implodieren.

Es gibt Kräfte die der nach innen "ziehenden" Schwerkraft entgegenwirken. Bei massearmen Sternen wie der Sonne ist dies vornehmlich der Gasdruck. Bei massereicheren Sternen ab etwa 5 Sonnenmassen beginnt hingegen der Strahlungsdruck gegenüber dem Gasdruck zu dominieren. Was meinen diese Begriffe nun?

Das Gas eines Sterns besteht auf atomarer Ebene aus Protonen, Elektronen und einigen Neutronen. Diese Teilchen unterliegen im Sinne der QM einem sogenannten Ausschließungsprinzip und lassen sich darum nicht beliebig eng zusammendrücken. Wenn man Gas also komprimiert (zusammendrückt), fängt es an einen Druck auszuüben der dann Gasdruck genannt wird.

Der Strahlungsdruck eines Sterns lässt sich nun folgendermaßen erklären: Bei der Verschmelzung von Atomkernen im Sterninnern werden Photonen (Lichtteilchen) erzeugt. Sie dringen nach ihrer Freisetzung aus dem Kern des Sterns in die äußeren Sternschichten ein. 

Photonen besitzen zwar keine (Ruhe-)masse aber einen Impuls.

p = h / y

Die klassische Physik besagt, dass Impulstransport pro Zeit durch eine Fläche einem Druck entspricht. Weil etliche Milliarden von Photonen innerhalb von kürzester Zeit gleichzeitig durch die Sternschichten nach außen dringen, üben sie einen Druck auf das umliegende Gas aus. Das ist die grundlegende physikalische Beschreibung der Begrifflichkeiten.

Beste Grüße,

Nikolai

...zur Antwort

Hey,

derartige Angaben über astronomische Massenverhältnisse sind in der Literatur immer ein bisschen schwankend. Im statistischen Mittel zeigen Modelle und Rechnungen aber, dass:

1. ein Stern von 0,085 bis 7,9 Sonnenmassen in einem planetarischen Nebel endet und einen Weißen Zwerg als sogenannten Zentralstern zurücklässt.

2. Ein Stern von mindestens 8 Sonnenmassen in einer Supernova des Typs II explodiert und einen Neutronenstern bzw. Pulsar hinterlässt.

3. Ein Stern von etwa 25 Sonnenmassen in einer Supernova (unterschiedlichen Typs) explodiert und ein Schwarzes Loch zurücklässt.

Diese Massenangaben beziehen sich aber nicht auf faktische Beobachtungen von Sternen sondern auf Modellrechnungen, die mit derartigen Entwicklungsstadien arbeiten und die physikalischen Zustände im Moment eines bestimmten Stadiums rekonstruieren.

Darüber hinaus sind externe Einflussfaktoren zu berücksichtigen, beispielsweise ob sich ein zu entwickelnder Stern in einem Doppel- oder Mehrfachsystem aufhält und er deswegen als kataklysmischer Veränderlicher seine weitere Entwicklung nimmt.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

in erster Linie hat es aus physikalischer Sicht etwas mit dem Verhältnis der Sonnenmasse und dem Wechselwirkungsquerschnitt der bei der Fusion beteiligten Protonen zu tun.

Die Erklärung: Die Sonne verfügt über eine Masse von gerundet 2 * 10^30 kg (das ist eine Zwei mit 30 Nullen!). Nicht die gesamte Sonnenmasse, sondern nur ein geringer Prozentanteil stehen im Kern für die Fusionsreaktionen bereit aus denen die Sonne ihre Energie speist.

Trotz alledem sind das sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viele Teilchen bzw. Atomkerne die für eine Verschmelzung infrage kommen. Der Wechselwirkungsquerschnitt eines Teilchens gibt nun Aufschluss über die Wahrscheinlichkeit mit der selbiges mit einem anderen physikalischen Teilchen wechselwirkt.

In der Sonne kommt es sekündlich zu etlichen Milliarden Zusammenstößen von Atomkernen, aber nicht jeder Zusammenstoß bedeutet auch eine Fusion sprich Verschmelzung! Stattdessen ist es immer nur ein, gemessen an den Gesamtzusammenstößen verschwindend geringer Anteil von Teilchen, der tatsächlich in Form von Verschmelzungsreaktionen zusammenfindet.

Aufgrund der ganz spezifischen Effizienz des eigentlichen Fusionsprozesses und der Tatsache, dass unsere Sonne über eine doch relativ große Ausgangsmasse verfügt kommt sie auf das Lebensalter, dass sie in astronomischen Dimensionen nunmal hat: Rund 9 Milliarden Jahre.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

diese Frage wird hier immer wieder kontrovers diskutiert. Grundsätzlich ist man sich physikalisch einig, dass die Komponenten Raum, Zeit und Materie erst im Moment des Urknalls selber entstanden sind.

Nach dieser wissenschaftlichen Auslegung erübrigt sich die Frage nach einem ,,vor dem Urknall", denn obwohl wir es aus unserem Alltag gewohnt sind, dass es in jedem physikalischen Kontext ein ,,davor" und ein,,danach" gibt, sind jene Begrifflichkeiten beim Urknall obsolet weil er ja erst (wahrscheinlich) der Anfang dieses Geflechts war.

Weiterhin können zum Urknall selber und einer extrem kurzen Zeitspanne (Planck-Zeit) danach keine wissenschaftlichen Aussagen über den Zustand des Universums getätigt werden. Der Urknall ist uns aus wissenschaftstheoretischer Sicht unzugänglich. Es ist kein Auslöser bekannt.

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

folgende Erklärung ist physikalisch richtig und halbwegs anschaubar:

Auf der Erde sind alle Gegenstände gravitativ an sie gebunden. Wir bleiben aufgrund der Schwerkraft der Erde hier auf dem Boden und heben nicht einfach unwillentlich nach oben ab. Das Gravitationsfeld der Erde lässt sich mit folgender Formel beschreiben:

g = G * M / r²

Dabei ist g die Gravitationsbeschleunigung, G die Gravitationskonstante, M die Erdmasse und r ihr Radius. Es ist unschwer zu erkennen, dass die Schwerkraft der Erde im wesentlichen durch das Verhältnis von Masse pro Radius definiert ist!

Wenn man sehr viel Masse M, auf einen kleinen Radius r presst, wird die Schwerkraft g immer größer. Jetzt ist die Vorarbeit geschafft.

____________________________________________________________

Möchte man nun einen physikalischen Körper aus dem Schwerkraftfeld einer Masse herausbringen muss dazu ein Energieaufwand geleistet werden. Wir müssten zb. einen Ball mit einer bestimmten Mindestgeschwindigkeit nach oben werfen damit er nicht mehr auf die Erde zurückfällt und damit den Einflussbereich der Erdgravitation verlässt.

Diese Geschwindigkeit wird Fluchtgeschwindigkeit genannt. Jeder Körper hat eine von seinem Gravitationsfeld abhängige Fluchtgeschwindigkeit (die der Erde liegt bei 11,2 Km/s). 

Ein Schwarzes Loch ist schließlich ein astronomisches Objekt bei dem so viel Masse M auf einen so kleinen Radius r gepresst wurde, dass dessen Fluchtgeschwindigkeit größer als die Lichtgeschwindigkeit c ist!

Deswegen kommt nicht einmal Licht aus dem Schwerkraftfeld eines Schwarzen Lochs heraus. Nichts hat genug Energie um die Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen die nötig wäre um das Loch wieder zu verlassen. So ist es physikalisch definiert. Für alles weitere wichtige empfehle ich dir dieses Video:

https://youtube.com/watch?v=oEOBAQjkmFI

Lg Nikolai

...zur Antwort

Hey,

der Begriff ,,Logik" ist für die wissenschaftstheoretische Beschreibung des Urknall erstmal nicht relevant. Was auch immer du in der Schule "gelernt" hast, es war in diesem Punkt falsch.

Bevor du eine wissenschaftliche Theorie ad absurdum führst musst du sie erst einmal richtig verstanden haben und dich mit ihr auseinandersetzen. Der Urknall selbst ist physikalisch nicht zu erklären. Das liegt daran, dass alle physikalischen Gesetzmäßigkeiten unterhalb von bestimmten Schwellen (Planck-Welt) ihre Gültigkeit und Selbstkonsistenz verlieren.

Unmittelbar nach dem Urknall muss es ein energiereiches Strahlungsfeld gegeben haben aus dem die ersten Teilchen entstehen konnten. Im Detail sind die Prozesse kompliziert aber immerhin gut genug verstanden um sie mit in das kosmologische Weltbild einbauen zu können.

Lg Nikolai

...zur Antwort