Wie wird das Selbstverständnis so wie das Gottesbild hier skizziert?

Ich habe irgendwie Probleme damit das zu entschlüsseln kann da jemand helfen ? VG

2 Welch ein Graus wird sein und Zagen,

Wenn der Richter kommt, mit Fragen

Streng zu prüfen alle Klagen;

3 Wenn in der Posaune Tone

Er die Toten jeder Zone

Dann entbietet seinem Throne!

4 Schaudernd sehen Tod und Leben

Sich die Kreatur erheben,

Rechenschaft dem Herrn zu geben.

5 Und ein Buch wird aufgeschlagen,

Treu darin ist eingetragen

Jede Schuld aus Erdentagen.

6 Sitzt der Richter dann und richtet,

Wird auch Heimlichstes gelichtet,

Keine Schuld bleibt ungeschlichtet.

7 Weh, was wird' ich Armer sagen,

Welchen Anwalt mir erfragen,

Wenn Gerechte selbst verzagen!

8 König schrecklicher Gewalten,

Frei ist Deiner Gnade Schalten;

Gnadenquell, laß Gnade walten.

9 Guter Jesus, wollst erwägen,

Daß Du kamest meinetwegen.

Tritt mir nicht zu streng entgegen.

10 Hast gesucht mich unverdrossen,

Hast am Kreuz Dein Blut vergossen:

Das sei nicht umsonst geflossen.

11 Richter Du gerechter Rache,

Nachsicht üb in meiner Sache,

Eh zum Letzten ich erwache.

12 Seufzend steh' ich schuldbefangen,

Schamrot glühen meine Wangen,

Laß mein Bitten Gnad' erlangen.

13 Der vergeben einst Marien,

Der dem Schächer hat verziehen,

Hoffnung hast auch mir verliehen.

14 Wenig gilt vor Dir mein Flehen,

Doch aus Gnade laß geschehen,

Daß ich mag der Höll' entgehen.

15 Zu den Böcken nicht, den Schlechten,

Stell mich zu den treuen Knechten,

Zu den Schafen auf der Rechten.

16 Wenn Verworfnen ohne Schonung

Flammenpein wird zur Belohnung,

Ruf mich zu der Sel'gen Wohnung.

17 Sieh zermalmt mein Herz, die Hände

Ringe ich nach Dir; so spende

Gnädig mir ein gutes Ende.

18 Tag der Tränen, Tag der Wehen,

Da vom Grabe wird erstehen

Zum Gericht der Mensch voll Sünden.

19 Laß ihn, Gott, Erbarmen finden.

Milder Jesus! Herr, das tu:

Allen gib die ew'ge Ruh. Amen.

Christentum, Bibel, Glaube, Gott, Jesus Christus
Wie würdet ihr diesen Deutungsansatz vervollständigen?

Ich suche nach Inspiration da ich nicht verstehe wie Stephan auf Karl Marx kommt

Der Deutungsansatz bezieht sich auf das Gedicht ,,Sommernacht‘‘ (Keller)

Es wallt das Korn weit in die Runde 

Und wie ein Meer dehnt es sich aus; 

Doch liegt auf seinem stillen Grunde 

Nicht Seegewürm noch andrer Graus; 

Da träumen Blumen nur von Kränzen 

Und trinken der Gestirne Schein, 

O goldnes Meer, dein friedlich Glänzen 

Saugt meine Seele gierig ein! 

 

In meiner Heimat grünen Talen, 

Da herrscht ein alter schöner Brauch: 

Wann hell die Sommersterne strahlen, 

Der Glühwurm schimmert durch den Strauch, 

Dann geht ein Flüstern und ein Winken, 

Das sich dem Ährenfelde naht,

Da geht ein nächtlich Silberblinken

Von Sicheln durch die goldne Saat. 

 

Das sind die Bursche jung und wacker,

Die sammeln sich im Feld zuhauf

Und suchen den gereiften Acker 

Der Witwe oder Waise auf, 

Die keines Vaters, keiner Brüder 

Und keines Knechtes Hilfe weiß - 

Ihr schneiden sie den Segen nieder,

Die reinste Lust ziert ihren Fleiß. 

Schon sind die Garben festgebunden 

Und rasch in einen Ring gebracht; 

Wie lieblich flohn die kurzen Stunden, 

Es war ein Spiel in kühler Nacht! 

Nun wird geschwärmt und hell gesungen 

Im Garbenkreis, bis Morgenluft 

Die nimmermüden braunen Jungen 

Zur eignen schweren Arbeit ruft.

Wie würdet ihr diesen Deutungsansatz vervollständigen?
Deutsch, Schule, Gedicht, Industrie, karl-marx, Lyrik, Natur und Umwelt