Schenkung/ Erbe: sind die folgenden Annahmen richtig?

Wenn ich ein Haus von meinem Vater erbe, erbe ich auch seine Schulden. Ich hafte grundsätzlich unbegrenzt mit meinem Vermögen für alles was mein Vater verzapft hat. Es können unkalkulierbare Risiken auftreten.

Wenn ich ein Haus von meinem Vater geschenkt bekomme (auch (!) unmittelbar vor Ableben meines Vaters), hafte ich nur in Höhe des Schenkungswertes, also in Höhe des Marktwertes des Hauses. Das Risiko ist somit kalkulierbar. Ich bekomme das Haus geschenkt und werde im Grunde genommen im Laufe der Zeit sehen können, wie viel von diesem monetär übrig bleibt. Einen finanziellen Verlust werde ich nicht erleiden können. Ich lande höchstens bei 0/ bin das Haus wieder los und denke mir "einen Versuch war es ja wert". Desweiteren sind jegliche Regresse nur innerhalb von 10 Jahren möglich, weswegen ich nach 10 Jahren das Haus guten Gewissens als mein geschütztes Eigentum betrachten dürfte.

Macht es Sinn, sofern man die Absicht verfolgt, kalkulierbare Risiken gegen nicht kalkulierbare Risiken (und diese Risiken sind grundsätzlich vorhanden) einzutauschen, eine Schenkung (sei diese auch kurz vor dem Ableben des Erblassers!) dem Erbe vorzuziehen? Oder habe ich einen Denkfehler? Wird das ganze vielleicht doch wie ein Erbe behandelt, da die Schenkung kurz vor Ableben geschehen könnte?

Das soll keine Rechtsberatung darstellen, will nur prüfen, ob meine ersten Grundgedanken stimmig sein könnten.

Für jegliche Anregungen wäre ich sehr dankbar!

Haus, Finanzen, Steuern, Geld, Schulden, Recht, Erbrecht, Erbe, gläubiger, Jura, Notar, Schenkung, Vermögen, Wirtschaft und Finanzen
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