Andere Meinung

Die Täter haben sich nicht im Vatikan gemeldet, wenn sie ihre Untaten ausgeübt haben. Wie soll der Vatikan das "wahre Ausmaß" wissen?

Seit kurzem wissen wir, dass auch die evangelische Kirche Missbrauchsfälle in ihren Reihen hat - und nicht zu wenige. Diese sind im Vatikan ebenfalls nicht bekannt.

Fakt ist, dass Kardinal Ratzinger offenbar als erster überhaupt ein "Ausmaß" erkannt hat und die Verfolgung von Missbrauchsfällen für den katholischen Bereich an die Glaubenskongregation gezogen hat. Als Papst hat er dies weiter verfolgt (die deutschen Medien sehen das anders).

Was mir in diesem Zusammenhang weiterhin ein Rätsel ist: Was ist mit den Eltern? Die Psychologen sagen, dass sexueller Missbrauch Schäden an der Seele verursachen. Mir kann niemand sagen, dass sämtliche Eltern nie etwas bemerkt haben und der Sache nachgegangen sind. Haben sie ihren Beitrag geleistet, dass die Kirche die Sache so lange vertuschen konnte?

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In Deutschland wurde eine "Standesamtspflicht" 1876 eingeführt. Gleichzeitig bestrafte ein Gesetz Geistliche, die eine kirchliche Trauung durchführten ohne dass zuvor eine standesamtliche Hochzeit stattfand.

Eine kirchliche Hochzeit ist (für katholische und orthodoxe) Christen weiterhin Pflicht, da die standesamtliche Ehe nicht ohne weiteres anerkannt wird. Die evangelische Kirche kennt zum einen eine kirchliche Hochzeit überhaupt nicht (bietet aber dennoch solche Feiern an), zum anderen hat sie sich seit ihrer Gründung immer gerne an den staatlichen Vorgaben orientiert und anschließend oft auch versucht, die Regeln des Staates theologisch zu fundieren.

Seit 2009 gilt ein neues Recht. Nun werden Geistliche nicht mehr bestraft, wenn sie ohne vorhergehendes Standesamt eine kirchliche Trauung durchführen. D.h. es sind jetzt auch in Deutschland rein kirchliche Hochzeiten ohne Standesamt möglich - jedoch haben sie keine Auswirkungen auf Personenstandsrecht, Steuern etc.

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Da kann man nur rätselraten....

Womöglich handelt es sich um das Wappen des jeweiligen Papstes. Es war üblich, bei Renovierungen z.b. das Wappen des amtierenden Bischofs anzubringen.

Ein Wappen könnte z.b. von Papst Paul VI. sein. Sein Familienname ist Montini (lateinisch mons = Berg). Sein Wappen findest du hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_VI.#/media/Datei:Coat_of_Arms_of_Pope_Paul_VI.svg

Vielleicht bringt dich das auf eine Spuir.

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Ich bin in der glücklichen Lage, eine Heilquelle - so es sie gibt - bisher nicht benötigt zu haben.

Aber ich höre, dass es Menschen gibt, die beschwören, dass ihnen die Wallfahrt nach Lourdes, das Gebet und das Bad Linderung ihrer Beschwerden oder sogar Heilung gebracht hat. Teils wurden solche Heilungen sogar medizinisch bestätigt.

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Es gibt unterschiedliche Szenarien:

Manchmal ist eine Trauerfeier mit Urnenbeisetzung, manchmal ist beides zeitlich getrennt.

Im ersten Fall sind alle Trauergäste auch bei der Urnenbeisetzung dabei. Im zweiten Fall kommt zur Urnenbeisetzung nur der engere Familienkreis nochmal.

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Wer eine Tat bereut, der kann auf Vergebung hoffen.
Wer - dank der Vergebung - ohne Sünde ist, der kann auf den Himmel hoffen.

Ein Mensch kann sich ändern, und dem muss Rechnung getragen werden.

Die katholische Kirche kennt allerdings noch die Einrichtung des Reinigungsorts (Fegefeuer, Purgatorium). Demnach kommt ein Sünder trotz der Vergebung erst nach Verbüßung der Strafe in den Himmel.

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Das ist gar nicht so ganz einfach.

Für die Christen war das Alte Testament maßgeblich und die Schriften der Apostel und Evangelisten, die sie später der Bibel als "Neues Testament" hinzugefügt haben. Spätere Schriften (z.b. das Thomas-Evangelium) blieben allerdings außen vor.

Während das Neue Testament unverändert blieb, gab es beim Alten Testament noch Änderungen, und zwar so:

Zur Zeit Jesu existierte eine griechische Übersetzung des Alten Testaments, die sog. Septuaginta. Darin enthalten waren alle biblischen Schriften. Diese Bücher wurden von Jesus und von den Aposteln verwendet. Etwa 100 Jahre nach Jesus haben die Juden einen Bibelkanon gebildet und einige Schriften ausgesondert. Die Christen waren zu dieser Zeit schon so selbständig, dass sie diese Änderung nicht mehr mitvollzogen haben - nicht zuletzt auch mit dem Hinweis, dass Jesus und die Apostel die nun nicht mehr biblischen Schriften als biblische Schriften gekannt hatten.

Der christliche Bibelinhalt war über die Jahrhunderte unbestritten, bis Martin Luther kam und eigenmächtig beschloss, die Veränderung der Juden - mehr als 1.000 Jahren danach - nachträglich einzuführen. Die Katholiken sahen sich daraufhin genötigt, ihrerseits über die biblischen Schriften zu befinden und beschlossen auf dem Konzil von Trient, die Bibel, so wie man sie bisher kannte, beizubehalten.

Das Ergebnis: Bis zum heutigen Tag haben Katholiken und Protestanten unterschiedliche Bibeln.

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Du musst immer überlegen, zu welchem Wort das PPP gehört.

Im Deutschen sagen wir: "Er ist ausgelacht worden", "sie ist gerufen worden." Der Lateiner zieht das Er/Sie/Es ins PPP und sagt "derisus est" oder "vocata est."

Oder ich sage: "Ich, Markus, ein Mann, bin gerufen worden." - Vocatus sum
bzw. "Ich, Maria, eine Frau, bin gerufen worden." - Vocata sum.

"Die Hunde sind gerufen worden" - Canes vocati sunt.
"Theresa und Jaqueline sine gerufen worden" - Theresa et Jaqueline vocatae sunt.
"Die Tiere sind gerufen worden" - Animalia (neutrum) vocata sunt.

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Der Doktortitel gehört zum Namen.

Doktor Michael Müller

Pater Dr. Michael Müller

Professor P. Dr. Michael Müller

Hinter dem Familiennamen steht dann normalerweise noch ein Kürzel,. welches angibt, welchem Orden der Pater angehört, z.b.

Prof. P. Dr. Michael Müller OSB

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Deine Fragen der Reihe nach.

Kirchensteuer zahlt nur der, der Lohnsteuer zahlt. Solange du nicht verdienst, zahlst du keine Kirchensteuer. Das Thema steht einer Taufe nicht im Weg.

Ohne Taufpaten geht es auch. Aber es empfiehlt sich, einen zu haben. Es ist üblich, dass der Pate aus der Verwandtschaft kommt. Das muss aber nicht sein. Es kann jemand sein, mit dem du dich gut verstehst. Nur getauft muss er sein und religiös aktiv sollte er ebenfalls sein, sonst macht das keinen großen Sinn. Der Pate steht dir ja als Begleiter in Glaubensdingen zur Seite.

Ja, es gibt einen Unterricht vor der Taufe. Schließlich soll der Täufling ja wissen, was Taufe und Christsein bedeutet und worin sich in der Lebensgestaltung ein Christ von einem Nichgetauften unterscheidet bzw. unterscheiden sollte.

Wenn du dich zur Taufe entschließen kannst, so würde dich dein erster Weg zum Pfarrer führen müssen, mit dem du alles Notwendige besprichst, sowohl das Formale wie auch das Inhaltliche.

Alles Gute!

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Du kannst die Taufe zu jeder beliebigen Zeit bestätigen.

Zur Gültigkeit der Taufe ist eine Bestätigung aber nicht erforderlich.

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Es gibt keine offizielle Zählung von Hügeln.

Klassischerweise wird Rom als "Stadt der sieben Hügel" angegeben. Diese befinden/befanden sich innerhalb des antiken Stadtgebiets. Aber wie du richtig sagst, gibt es angrenzend noch weitere Hügel, unter anderem den vatikanischen Hügel oder auch die Anhöhen, die heute Oppio, Pincio und Gianicolo heißen, und noch weitere.

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Ja, die orthodoxe Kirche und die katholische Kirche sind sich näher als die evangelische.

Auch die orthodoxe Kirche kennt die Kommunion, auch Eucharistie oder Mysterion des hl. Leibes und Blutes genannt.

Unter Kommunion verstehen katholische und orthodoxe Christen den (mehr oder weniger) regelmäßigen Empfang der Eucharistie.

Solltest du nicht nach der Kommunion, sondern nach der Erstkommunion (=erstmaliger Empfang der Kommunion) gefragt haben wollen, so wäre die Antwort: Nein, die russisch orthodoxe Kirche kennt eine Erstkommunionfeier wie beiden Katholiken üblich nicht. Vielmehr wird hier die "Erstkommunion" schon bei der Taufe gespendet - und die Firmung ebenfalls.

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Es gibt tatsächlich eine Form. Die ist aber nicht so wichtig, weil ja nur ihr beide da seid und unmittelbar aufeinander reagieren könnt.

Die Form, so du sie dennoch verwenden möchtest, findest du unter anderem hier:

https://praxistipps.focus.de/beichte-ablauf-inhalt-und-bedeutung-des-sakraments_143360

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Es ist schön zu hören, dass du dich in deiner Kirche wohl fühlst und gerne hingehst. Früher war das normal, heute ist es fast schon etwas Besonderes.

Ich würde dir empfehlen, von den Personen wegzukommen. Zwar ist das Personal für den Wohlfühlfaktor wichtig, aber es ist nicht die Hauptsache. Du gehst in die Kirche, um Jesus zu begegnen, ihn zu feiern usw.

Es werden auch Tage komme, wo die Mitarbeiterin in Elternzeit ist, der Pfarrer an eine andere Stelle gewechselt hat usw. Was ist dann? Wirst du dann weiterhin in deine Kirche gehen, um Jesus zu treffen?

Ein erster Schritt könnte sein, dass du aus der Not eine Tugend machst: Du wirst jetzt dann in Urlaub fahren. Auch an deinem Urlaubsort gibt es eine Kirche. Du kannst dort hingehen und hast am Sonntag - vielleicht sogar zur selben Zeit - am Gottesdienst teilgenommen und Jesus getroffen.

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Ein guter Bischof, denke ich.

Er steht leider sehr im (negativen) Fokus der Medien. Mich überrascht das immer wieder, denn dieselben Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden, müsste man auch mehreren anderen Bischöfen machen. Doch an denen haben die genannten Medien offenbar kein Interesse.

Ergo: Man will ihn wohl weg haben. Doch Kardinal Woelki gibt sich tapfer. Er hat inzwischen schon einige Prozesse gegen Medien angestrengt wegen Verleumdung - und hat bisher alle diese Prozesse gewonnen.

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Das Bild ist leider sehr klein. Aufgrund der roten Kopfbedeckung handelt es sich offenbar um einen Kardinal.

Und ich tippe darauf, dass es dabei sich um den Kardinalprotodiakon handeln könnte, der immer wieder mit besonderen Aufgaben rund um die päpstlichen Auftritte betraut ist.

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