Mülleimer, Bolzplatz, Briefkasten, Klettergerüst, Spielplatz und Blumenladen sind undankbare Reimwörter. Mit Mühe kann man sich etwas auf sie zusammenreimen, das dann aber nicht unbedingt kindgerecht ist:

Als Kind hat mich einmal mein Vetter geküsst,
da fiel ich vor Schreck von dem ... .

Sei doch nicht so infantil, Schatz:
Was willst du denn auf dem ... ?

Kann zu viel Volumen schaden?
fragt man sich im ... .

Usw. Einfacher ist es mit Brücke, Wippe und Zaun:

Ich spiel im Sand mit meiner Schippe
und sitz auch gerne auf der ... .

Der Steg, der hat hier eine Lücke,
die ist ja ganz schön morsch, die ... .

Man kann nicht in den Garten schau'n,
denn den umgibt ein hoher ... .

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Hier findest du die Geschichte des Gedichts "Dunkel war's, der Mond schien helle": http://faql.de/dunkel-wars.html. Cicero kommt in dieser Geschichte allerdings nicht vor.

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Das Gedicht enthält keine Zeilensprünge (Enjambements), weil Kästner fast jeden Vers mit einem Punkt abschließt. Selbst da, wo das nicht der Fall ist (erster Vers der dritten Strophe, vierter Vers der vierten Strophe), liegt kein Zeilensprung vor, weil der folgende Vers jeweils einen kompletten Nebensatz enthält.

Oder meinst du gar nicht den Zeilensprung, sondern das Metrum? In dem Fall empfehle ich dir, noch einmal in dein Deutschbuch zu sehen.

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Es ist schon erschreckend, wie einhellig gutefrage-Ratgeber hier die falsche Antwort geben: Nur die von Timeoscillator angegebene Schreibweise ist richtig (der Vorschlag von ProPhil. ist zwar auch richtig, vermeidet aber die Beantwortung der Frage).

Also: Die in der Frage genannten Varianten "beim kastaniensammeln" und "beim kastanien sammeln" sind beide falsch; auch "beim Kastanien sammeln" ist falsch. Es heißt "beim Kastaniensammeln".

"Das Kastaniensammeln" ist eine Zusammensetzung (Komposition) zweier Substantive: "die Kastanien" und "das Sammeln" (wobei das zweite ein substantivierter Infinitiv ist). Die Zusammensetzung zweier Substantive wird 1. zusammen- und 2. großgeschrieben: http://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/komposition

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Nimm einen Vers wie "mit hellem Mantel, den Schal übers Haar getan". Wenn du für jede betonte Silbe - und für jede unbetonte u schreibst, erhältst du u-u-uu-uu-u-. Zwischen zwei betonten Silben stehen also eine oder zwei unbetonte Silben - mit anderen Worten, es gibt kein regelmäßiges metrisches Schema, sondern es handelt sich um "freie Rhythmen".

Das Gedicht hat auch keine der bekannten und benannten Gedichtformen (Sonett, Ballade, Ode usw.) - es ist einfach nur ein Gedicht.

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Mit anderen Worten: Du suchst nach Gedichten, die nach 1945 geschrieben wurden. Das gilt z. B. für (fast) alle Gedichte von Nelly Sachs, Paul Celan, Ernst Jandl, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Hans Magnus Enzensberger, Peter Rühmkorf, Günter Kuhnert, Reiner Kunze, Sarah Kirsch, Robert Gernhardt und Ulla Hahn sowie für die späten Gedichte von Hermann Hesse, Bertolt Brecht, Gottfried Benn.

Ein Beispiel: http://quaerentes2.blogspot.de/2012/06/sachs-o-die-schornsteine-1947.html

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Das Gedicht (und jeder Vers) beginnt mit einer unbetonten Silbe, und dann folgen abwechselnd immer eine betonte und eine unbetonte Silbe - das Gedicht besteht also aus Jamben. Aber natürlich solltest du das Gedicht nicht wie ein Büttenredner herunterleiern, sondern auch die natürliche Betonung berücksichtigen. Nehmen wir den Vers "klang einer Krähe heisres Krah": Jambisch betont, ist das Wort "klang" unbetont, die Silbe "ei-" ist betont. Bei natürlicher Betonung ist aber das Wort "klang" betont, während das Wort "eines" unbetont ist.

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Normalerweise zeigt ist das Zeilenende das Versende. Es gibt allerdings Ausnahmen:

  1. Manchmal passt ein Vers nicht in eine Zeile, sodass er auf zwei Zeilen verteilt werden muss.
  2. Wenn sich ein Vers auf verschiedene Sprecher verteilt, wird für jeden Sprecher eine neue Zeile verwendet. Oft (aber nicht immer) werden Zeilen, mit denen kein neuer Vers beginnt, eingerückt.

Beispiel für den zweiten Fall (ohne Einrückung), wobei ich die Versenden durch // gekennzeichnet habe:

Daja.
Und schweig! Wer zweifelt, Nathan, daß Ihr nicht //
Die Ehrlichkeit, die Großmut selber seid? //
Und doch…

Nathan.
Doch bin ich nur ein Jude.—Gelt, //
Das willst du sagen?

Daja.
Was ich sagen will, //
Das wißt Ihr besser.

Nathan.
Nun so schweig!

Daja.
Ich schweige. //

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Der Nachname ist "zum Adlerbach" (oder "vom Adlerbach"), also schreibt man "Otto zum Adlerbach" und "Herr zum Adlerbach", also auch "Sehr geehrter Herr zum Adlerbach".

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Der Duden verrät's dir (http://www.duden.de/rechtschreibung/zusammen):

Von einem folgenden Verb oder Partizip wird getrennt geschrieben, wenn »zusammen« so viel wie »gemeinsam, gleichzeitig« bedeutet (das Verb wird in diesen Fällen meist deutlich stärker betont).

In deinem Beispiel hat »zusammen« diese Bedeutung nicht, also heißt es »zusammenkriegen« (oder im Schriftdeutschen »zusammenbekommen«).

Da der Infinitiv zusammengeschrieben wird, wird auch der mit »zu« erweiterte Infinitiv zusammengeschrieben, also »zusammenzukriegen« bzw. »zusammenzubekommen« (Regel folgt).

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´"Ich mag diesen Bären." ist korrekt - so steht's im Duden (http://www.duden.de/rechtschreibung/Baer_Raubtier).

Dazu schreibt der "Zwiebelfisch" (Link folgt):

Die Neigung, bei schwach gebeugten männlichen Hauptwörtern die Endungen im Dativ und im Akkusativ einfach unter den Tisch fallen zu lassen, ist sehr stark ausgeprägt. Sätze wie "Dem Patient geht's gut" und "Lukas, lass den Elefant in Ruhe" sind mittlerweile häufiger zu hören als die korrekt formulierten Aussagen "Dem Patienten geht's gut" und "Lukas, lass den Elefanten in Ruhe". Die Unterlassung der Deklination ist umgangssprachlich weit verbreitet, standardsprachlich jedoch gilt sie als falsch.

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Morgenstern ist schon ein guter Kandidat. Die "sinnlosen" Gedichte sind allerdings nicht einfach vorzutragen, weder "Fisches Nachtgesang" noch "Das große Lalula":

Das große Lalula

Kroklokwafzi? Semememi!
Seiokrontro - prafriplo:
Bifzi, bafzi; hulalemi:
quasti basti bo...
Lalu lalu lalu lalu la!

Hontraruru miromente
zasku zes rü rü?
Entepente, leiolente
klekwapufzi lü?
Lalu lalu lalu lala la!

Simarat kos malzlpempu
silzuzankunkrei (;)!
Marjomar dos: Quempu Lempu
Siri Suri Sei []!
Lalu lalu lalu lalu la!

http://www.textlog.de/17374.html

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Der Unterschied liegt in der Herkunft der Wörter: In Wörtern deutschen Ursprungs ist das e in der Buchstabenfolge ie ein reines Dehnungs-e, d. h. es zeigt an, dass das i lang auszusprechen ist, z. B. Biene oder Fliege. In Wörtern romanischen Ursprungs steht im Wort der Originalsprache an der Stelle des ie die Buchstabenfolge ia, z. B. Italia, folia, die als zwei Vokale, also als zwei Silben, ausgesprochen wird. Der letzte Vokal in mehrsilbigen deutschen Wörtern ist normalerweise ein unbetontes e; die Lehnwörter haben sich der deutschen Sprache entsprechend angepasst. Die getrennte Aussprache der Vokale ist im Deutschen aber erhalten geblieben.

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Nach "Wunsch" muss ein Komma stehen, und dieses Komma ist auch nach neuer Rechtschreibung verbindlich.

Ausschlaggebend ist §75 (2) (Infinitivgruppe, die von einem Substantiv ahhängt) des amtlichen Regelwerks (http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/regeln2006.pdf) . Ausnahme E1, die es erlaubt, das Komma wegzulassen, gilt nur für den bloßen, nicht für den erweiterten Infinitiv.

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Ich vermute, es handelt sich um eine Eindeutschung des englischen Adjektivs "allusive". Und "allusive" heißt laut Wörterbuch (http://www.dict.cc/englisch-deutsch/allusive.html) anspielend, verblümt, anspielungsreich, voller Anspielungen.

Als deutsches Adjektiv zum Substantiv "Allusion" ist auch "allusorisch" in Gebrauch (vgl. "illusorisch"). Für "allusiv" und für "allusorisch" liefert die Suche bei Google Books zahlreiche Verwendungsbeispiele - mit der oben genannten Bedeutung.

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