Guten Morgen! Gendert Ihr schon richtig? Und ist Gendern etwas spezifisch Deutsches?

Gerade brüte ich am Beispiel von Hannover, das jetzt zum Vorreiter für richtiges Gendern werden will, über den ungeahnten Möglichkeiten, die das bietet: "Lehrende" statt "Lehrer" scheint ja noch eins der harmloseren Beispiele zu sein.

Bisher hatte ich immer angenommen, dieser sprachliche Gender-Gaga sei eine Kür, zu der sich irgendwelche Weisungsbefugten aufgeschwungen haben. Nun habe ich herausgefunden, dass Gleichstellung eine Konvention ist, deren zentrale rechtliche Grundlage die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte darstellt.

Zwischen 1985 und 1995 wurde Gender Mainstreaming formuliert: von ersten Forderungen bis zur UN-weiten Umsetzung ist diese Regelung 1997 in der EU angekommen und wird nun umgesetzt.

Seit Einführung eines 3. Geschlechts wird es nun auch mit der Anrede kompliziert: da lauern Fettnäpfe, die noch gar nicht absehbar sind, da man nach dem aktuellen Stand der Forschung noch gar nicht genau erkennen kann, welchem Geschlecht sich jemand zugehörig fühlt; sekundäre Geschlechtsmerkmale (Brüste, Bart, u.ä.) reichen da nämlich nicht mehr aus.

Im Grunde genommen dürfte es die Unterscheidung 'Männlich - Weiblich - Divers' auch nicht geben, denn diese Bezeichnungen verstoßen im Zweifel zugleich noch gegen den Datenschutz, denn grundsätzlich darf niemand wissen, was wer ist - jedenfalls nicht ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung. So wie schon Hausbewohner ihren Hauseigentümer auffordern können, an Klingel und Briefkasten die bisher üblichen Namensschilder zu entfernen und eine 'neutrale' Beschriftung anzubringen.

Wart Ihr Euch dieser Tragweite bewusst ? Mich würde mal interessieren, ob Ihr Eure persönliche Sprache schon in Richtung geschlechtsneutral verändert habt oder dies in Erwägung zieht: immerhin gibt es schon EU-Anleitungen für den korrekten Gebrauch - bisher allerdings nur auf Englisch.

Verantwortliche in Berufen mit Öffentlichkeitswirkung, Amts- und Mandatsträger, sogar die Dekanin, sprechen - soweit ich bemerkt habe - alle schon genderneutral. Macht Ihr dabei einen Unterschied zwischen privater Sprache und Euren Äußerungen in Beruf und Öffentlichkeit?

Ich freue mich auf nette Antworten, die mir etwas Licht in diesen Dschungel bringen.

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Liebe GF-Mitgliederinnen,

Gendern ist nicht spezifisch Deutsch; es wird in den USA seit Jahrzehnten betrieben. Im Deutschen gilt die männliche Form als die für alle Geschlechter gültige. Das geht natürlich auf "patriarchaische" Denktraditionen zurück, aber auch ich als Frau finde es handlicher, dabei zu bleiben. Man (frau/divers) kann es auch übertreiben mit der politischen Korrektheit . . .

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Gleichgültig in welcher Sprache: Man kann alles weglassen, was für das Verständnis nicht unverzichtbar ist. Bei deiner Zeile ist das überschritten, sie ist unverständlich -- außer es ist genug sinnstiftender Text vorausgegeangen

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Ein Deponens ist immer im Passiv, hat aber die Bedeutung von Aktivformen. Z.B. mori = sterben. Konjunktivformen schließt das ein. Dekliniert wird ein Deponens nie, sondern konjugiert, weil es kein Nomen ist, sondern ein Verb.

P.S.: Kannst du Latein abwählen? Wäre ratsam.

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Eine Sprachbarriere ist am Anfang sehr förderlich, denn der Andere bleibt geheimnisumwoben, das erhöht seinen Reiz, und wenn er Unsinn redet, merkt man es nicht. Auf die Dauer versteht man sich dann aber wirklich nur so "super", wenn man tatsächlich versteht, was der Andere eigentlich sagt, denn es kommt nach dem Anfang eine Zeit, in der man auch reden will mit einem Mann . . .

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Pues las personas aqui en Colombia son muy amables y mas los de Pereira.

Nun, die Leute hier in Kolumbien sind sehr liebenswürdig, und noch mehr die aus Pereira.

Mira ahi personas que vienen de Estados Unidos a visitar y me e dado cuenta que se van muy contentos por la forma de ser del colombiano y mas de Pereira.

Hier siehst du Leute aus den USA zu Besuch, und mir ist klar geworden, dass sie sehr froh über die Wesensart des Kolumbianers (= Mentalität der Kolumbianer) zurückgehen, noch mehr über die von Pereira.

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Bitte nicht. Du siehst es (oder auch nicht) an den anderen unsinnigen Antworten: Ein Tattoo in einer Sprache, die man nicht versteht, ist asi und für die Intelligenteren lächerlich. Mach es auf Deutsch. Es ist auf Deutsch schöner als in falschem Latein . . .

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Danke für die höfliche Frage.

Es gibt verschiedene Aspekte - die Umschrift der japanischen Sprache folgt den Regeln der englischen Sprache. Wenn man also ohne Kanji und die beiden Silbensysteme Japanisch sprechen (nicht schreiben) lernen will, ist Englisch ein guter Ausgangspunkt. Will man aber tiefer einsteigen, ist Deutsch gut geeignet. Vieles haben die Japaner von Deutschland übernommen, z.B. im Rechtssystem, und vieles ist auch von der Mentalität her ähnlich - ob man das nun mag oder nicht.

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Die Nennung des Titels entspricht im Fließtext etwa einem "Frau" oder "Herr" zusammen mit dem Namen. Ihn eingangs zu nennen und dann nicht mehr ist eine gute Praxis. Inzwischen ist es auch im Deutschen üblich geworden, sogar nur z. B. "Merkel" zu schreiben und sowohl "Frau" als auch "Doktor/Dr." wegzulassen - aber m. E. erst nach Nennung des kompletten Namens, wenn man Wert legt auf guten Stil.
Es kommt auch darauf an, was für ein Text es ist: Zeitungsartikel (ohne Titel), Buch (einmalige Nennung von Titel und Position), Laudatio (gelegentliche Nennung des Titels) usw.

Aber es heißt entweder "meines Erachtens" (Gen.) oder "meiner Meinung (Dat.) nach". "Meines Erachtens nach" ist ungrammatisch.

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Die Antwort ist ganz einfach: Nein, gibt es nicht.
Denn um einen Zusammenhang in einer anderen Sprache richtig wiederzugeben, muss man ihn verstehen, und dafür reicht ein Programm, das mit einzelnen Sätzen programmiert wird, nicht aus. Google-"Übersetzer" ist da genau so überfordert wie alle anderen. Wirklich sinnvolle Textübersetzung kann nur ein Mensch machen, denn nur ein Mensch versteht den Sinn eines Texts.

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Ich bin froh, die deutsche Nationalität zu haben und nicht eine der vielen, mit denen ich es täglich im Kast und im Gericht etc. zu tun habe. Da habe ich Glück gehabt. Stolz bin ich auf unsere Werte, z.B. dass es bei uns generell erwünscht ist, Gesetze einzuhalten und Frauen als Menschen zu respektieren. Dafür setze ich mich auch ein. Stolz auf etwas zu sein, für das man nichts tut, scheint mir nicht sinnvoll.

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Beides kann ich mir vorstellen, weil es für uns wichtig ist. Sollte es im Abi nicht abgefragt werden, ist es trotzdem für uns wichtig. Nicht verkehrt, wenn man sich ein, zwei Gedanken drüber macht und schon mal ins Englische übersetzt.

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"ekstatisch gemacht"

eine Wortschöpfung aus extatic + -fied, die die englische Grammatik erlaubt. Das "-fied" entspricht dem lateinischen "factus" - "gemacht", "geworden". Diese Formen sind nach William the Conqueror vom damaligen Französisch ins Englische eingegangen..

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Franzosen legen Wert auf gutes Essen. Ein geschmacksfreies Brötchen mit einem Inhalt aus Fleischabfällen gibt es in meiner Grenzregion Frankreich nicht, soweit ich weiß, und auch keinen Namen dafür.

Darüber hinaus gibt es in Frankreich ein Gesetz zum Bestandsschutz der Landessprache. Das hat zur Folge, dass die Landessprache in Frankreich weiterhin Französisch ist statt falsches Englisch wie bei uns.

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Nimm ein ordentliches Abspielgerät mit und beginne dein Referat mit einem bekannten Beispiel für südafrikanische Musik, und wenn es nur ein paar Takte sind. Ein Klassiker ist "Pati Pata" gesungen von Miriam Makeba. Uralt, aber wer da nicht mitrockt, ist gelähmt. Schon haben alle Lust auf dein Thema. Und dann: Warum ist/war das typisch für Südafrika, oder auch gerade nicht typisch? Wie ist/war das mit den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, wer sind die jeweiligen Vertreter? Hat/hatte Apartheid damit zu tun?

https://youtube.com/watch?v=gsDfHvIFwiU

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