Du könntest außerdem erwähnen, dass wenn man einer ethnischen Minderheit angehört, man zwei Kinder haben kann. Je nach Provinz gibt es außerdem Unterschiede. In Guangdong gilt: Wenn das erste Kind ein Mädchen ist, darf man noch ein Kind haben. Welches Gesetz angewandt wird, hängt vom Hukou (Heimat-Registrierung) ab.

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Laut Satzung der KPCh schwarz auf weiß:  ENTWICKLUNGSLAND

"Sie bemüht sich, die gutnachbarschaftlichen Beziehungen zwischen China und den umliegenden Ländern ständig zu entwickeln und den Zusammenschluss und die Zusammenarbeit zwischen China und den anderen Entwicklungsländern zu verstärken."

<a href="http://german.china.org.cn/china/archive/cpc17/2008-09/10/content_16427102.htm" target="_blank">http://german.china.org.cn/china/archive/cpc17/2008-09/10/content\_16427102.htm</a>

Ich kenne kein offizielles Dokument, in dem behauptet wird, China sei ein entwickeltes Land. Sie sind ja auch nicht blöd: Wer entwickelt ist, bekommt keine Hilfe mehr und muss selbst Entwicklungshilfe leisten. Was das "nichtjuristische" anbelangt, würde ich #aerocool und #Klackerklack zustimmen.
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Es wurden im zweiten Weltkrieg kleine Brandbomben von der R.A.F. eingesetzt, die wie kleine silberne Teekannen aussahen. Mit einigen dieser Bomben haben Kinder gespielt und haben debei ihr Leben verloren. Diese wurden nicht von der USAF sondern von den Briten abgeworfen. Ob diese Bomben Blindgänger waren oder absichtliche Minen konnte ich nicht klären. Diese Information habe ich von meiner Tante (geb 1926), die damals beinahe draufgegangen wäre. Schriftliche Quellen habe ich hingegen nicht gefunden.

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Zerbecht Euch nicht den Kopf! Ursprünglich waren es Blattbodenschiffe aus Holland. Dann wurde das Wort "Yacht" zum schwammigsten Begriff der Schiffahrt. Man bezeichnet sogar jetzt Motorboote als Yachten. Es gibt also keine standardisierte definition. Auch das mit der Größe, was auch bei Wikipedia steht, ist Länder- und Sprachabhängig. Mich dünkt es, das Wort sei heutzutage bei Seeleuten und Skippern eher unbedeutend. Ich benutze zum Beispiel eher andere Ausdrücke, um Segelschiffe zu bezeichnen. Z.B. Sloop, Yawl, Schoner oder Monohull, Katamaran bzw. Trimaran. Für die Allgemeinheit ist das Wort "Yacht" eher eine Bezeichnung für einen fahrbaren Untersatz für das Wasser, womit man schön angeben kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass neureiche Schiffeigner oder Vercharterer immer von ihren "Segelyachten" gesprochen haben und andere, die riesige Zweimaster besaßen, von ihrem "Segelboot" gesprochen haben. Gruß! Flo

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Die Anwort ist eigentlich einfach: Dem, der gerade verdurstet, sind "Freiheitsrechte" total egal und er wird sich wünschen, dass man ihm das Recht auf Nahrung" gewährt. Wer sich berufen sieht, kritische Bücher über die Regierung in seinem Land zu schreiben, wird die Freiheitsrechte als wichtig ansehen. Es kommt immer auf die gegenwärtige materielle Lage drauf an. Außerdem steht in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dass alle Rechte gleich wichtig sind. Das ist zwar gut aber lässt einen großen Freiraum für Interpretationen offen.

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Die Sache mit den Menschenrechten ist nicht so einfach. Zuerst soll man Menschenrechte definieren: Die einzige von der ganzen Welt mehr oder weniger anerkannte Standardformulierung ist die UN Menschenrechtserklärung von 1948 http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger Wenn Du Dir den Text anschaust, wirst Du feststellen, dass es viel mehr Menschenrechte gibt als sonst in der westlichen Presse erwähnt. Nach einer genaueren Analyse wirst Du feststellen, dass sogar wir in Deutschland bestimmte Menschenrechte nicht gewähren können. Jetzt kommt die zentrale Frage: gibt es wichtigere Menschenrechte und weniger wichtige. Über dieses Thema streiten sich die Geister seit mehr als 61 Jahren. Der Westen legt viel Wert auf freie Meinungsäußerung etc. und die armen Länder legen mehr Wert auf das Recht auf Entwicklung etc. Im UN Dokument steht explizit, dass alle Menschenrechte gleich wichtig sind. Jetzt zu China. Wenn wir von den Menschenrechten (UN Auffassung) reden, und bestimmte Rechtsverletzungen Chinas anprangern, weisen sie gleich auf die vom Westen verursachten Menschenrechtsverletzungen (das steht selten in der Presse: Du musst Dir die Deklarationen Chinas in der Generalversammlung der UNO anschauen). Mit „vom Westen verursachten Menschenrechtsverletzungen“ meinen ich u.a. die Abstimmungen vom Westen (damit meine ich die reichen Länder inklusiv Japan) bei UN Menschenrechtsabstimmungen, der sich mehrmals gegen das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Entwicklung ausgesprochen hat. China war immer im Lager der dritten Welt und hat in der Generalversammlung viel Sympathie von armen Ländern bekommen. Wenn man also, das was ich gerade geschrieben habe, berücksichtigt, ist es nicht schwer zu verstehen, dass die chinesische Führung sich nicht mit dem schlechtesten Gewissen plagt. Welche Menschenrechte in China stark eingeschränkt werden, kann man in der Presse nachlesen. Was man weniger hört, ist der genaue Grund dafür. Laut chinesischem Gesetz gelten die 4 folgenden Grundsätze (Reihenfolge habe ich vergessen):
1. Festhalten am Marxismus-Leninismus und an die Mao Zedong Ideen, 2. Festhalten an die demokratische Diktatur des Volkes (hieß früher Proletariat… wurde aber durch Volkes ersetzt) 3. Festhalten an die Führung der kommunistischen Partei Chinas 4. Festhalten am sozialistischen Weg. (Und das Wichtigste, um China zu verstehen: WAS IST DAS VOLK? Zu Volk gehören (im Gegensatz zu den Bürgern) nur diejenigen, die die KP unterstützen. Wenn also in einem Gesetz vom Volke die Rede ist, fallen alle anderen (Volkfeinde) nicht darunter.) Wer sich also den vier Grundprinzipien in den Weg stellt, macht sich vereinfacht gesagt strafbar. Die Falungong-Sekte hat die Führung Chinas durch die KP angeprangert und gleich war
sie verboten. Xiaobo hat das System in Frage gestellt und es öffentlich gesagt und gleich war er im Gefängnis. China ist ein Rechtstaat mit Gesetzen. Aber nicht mit solchen, die wir hier in Deutschland kennen. Diese garantieren die dauerhafte Herrschaft der KPCh. Mann muss nicht sehr schlau sein, um zu sehen, dass die Menschen im ständigen Ausschusses des Politbüros richtig viel Angst haben, dass es zu einer Revolte kommt. Sie wissen, was dies anstellen könnte.

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Hi Alexija,

ich habe einen wichtigen Hinweis für Dich: Du kannst Deutsche Wörter ins Chinesische übersetzen, diese werden aber (die meinsten Substantive und Verben) aus zwei Zeichen gebildet, die jeweils mindestens eine Bedeutung haben. Die meisten Chinesen sind über die Zeichen, die die Westler tätovieren entsetzt, weil u.a. eins der Zeichen eine negative oder sogar in ihren Augen unheilvolle Bedeutung besitzt. Vor einigen Tagen habe ich eine Frau gesehen, die die Zeichen 肉欲 tätowiert hatte: Im Wörterbuch steht das ganz harmlose Wort "Lust". Wenn man aber die Zeichen einzeln übersetzt heiß das erste "Fleisch bzw. fleischlich" und das zweite: "Verlangen (oft von Buddhisten im negativen Sinne gebraucht)". Dieses Tatto bedeutet für einen Chinesen also nichts anderes als: "Ich will poppen". Das wollte sie sicher nicht tätoviert haben. Sie wird nie mehr nach Japan, China oder Korea reisen können.

Ich habe aber einen sehr Guten Tip für Dich: Du kannst Dir ein chinesisches Sprichwort: ein sog. "Chengyu", das immer aus vier Zeichen besteht tätowieren. http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Sprichwörter Da deren Anwendung in China ein Zeichen für Bildung ist, würdest Du sicher in China ganz cool auffallen (vorausgesetzt, Du suchst Dir das richtige aus). Wenn Du etwas gefunden hast (egal ob Sprichwort oder etwas anderes), kannst Du es ja posten. Ich sage Dir, ob sie OK sind. Gruß Flo

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Zur 1. Revolution (10. Oktober 1911 bis 12. Februar 1912):

Im Wikipediaartikel http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Revolution stehen gute Informationen, auf die ich gerne verweisen würde.

Zum Ende des Bürgerkrieges und zur Staatsgründung:

Das Bündnis Guomindang (Nationalisten) und Gongchangdang (Kommunisten) war damals eine Zweckallianz gegen die Japaner. Beide Seiten waren schon lange vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges in Asien (07.07.1937) stark verfeindet. Diese Allianz wurde erst besiegelt, als der Sohn des geschiedenen und damals schon verstorbenen Herrschers der von den Japanern besetzten Mandschurei Zhang Xueliang Chian Kai-Shek entführte (Stichwort: Xi’an Zwischenfall). Er forderte, dass die zwei Parteien nicht mehr gegeneinander, sondern gegen die japanische Armee kämpften. Sein persönliches Ziel war vermutlich die Zurückerlangung „seiner“ Mandschurei. Bei der Frage, wer in der Einheitsarmee die Führerrolle übernehmen würde, vertrat Stalin, der eine große Rolle in der chinesischen KP spielte, komischerweise die feste Überzeugung, dass Chiang Kai-shek der einzige sei, der einen Krieg gegen die Japaner gewinnen könnte. So beschlossen die Kommunisten zähneknirschend den Führungsstab an Chiang Kai-shek abzugeben. Du musst aber wissen, dass in den Jahren zuvor, hunderttausende von Kommunisten von Chiang Kai-sheks Armee buchstäblich abgeschlachtet worden sind (Stichwort: Langer Marsch). Deshalb brach diese Zweckallianz nach dem Abzug der Japaner sofort zusammen. Die Jahre zwischen 45 und 49 sind einfach zu beschreiben: Die rote Armee (nach 1949 Volksbefreiungsarmee genannt) besiegte, nachdem sie anfänglich viele Niederlagen einstecken musste, die Nationalisten, die nach Taiwan flüchten mussten.

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Süden

Ich habe mehrere Jahre in China gelebt und ich kann sagen, dass die ganz abgefahreren Dinge (Hund, katzen etc.) in teuren Restaurants im Süden zu finden sind. Im Norden werden diese "Spezialitäten" immer seltener. In Dongbei (Manschurei) wird sogar ganz bewusst auf Hundefleisch und Pferdefleisch verzichtet, da der Vater der Qing-Dyinstie (Nurhachi) angeblich von einem Hund und einem Pferd beschützt worden ist. Das was wir hier in D. beim Chinesen essen, ist meistens nicht chinesisch sondern eher Vietnamesisch finde ich. Wer eine kulinarische Reise unternehmen will sollte auf jeden Fall nach Guangzhou oder nach Hongkong gehen. Dort findet man fast alles, was has Herz begehrt. Wer Scharfes Essen mag, sollte nach Hunan oder Sichuan gehen. Wer Sauerkraut mag, sollte in die Manschurei gehen. (Aber eigentlich gibt es in jedere größeren Stadt Restaurants aus allen 4 Himmelsrichtungen).

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Chinesen (und auch Japaner) unterschreiben offizielle Dokumente nicht, da eine "Unterschrift" im europäischen Sinne nicht rechtkräftig ist. Nur Stempel, die jeder für sich anfertigen lassen kann, sind zulässig. Ausnahmen gibt es u.A. bei Kreditkarten und bei anderen vom Ausland stammenden oder für den internationalen Schriftverkehr bestimmten Dokumenten. In diesem Fall und auch wenn sie im Ausland verreisen oder leben, müssen sich Chinesen eine Unterschrift ausdenken. In Deutschland werden chinesische Zeichen oft von Behörden bzw. Banken abgelehnt, da nicht-Chinesen unterschiedliche Handschriften bei chinesischen Schriftzeichen nicht erkennen können. Was die Umschrift anbelangt, so gibt es eigentlich Standards:

ISO 7098:1991 für die VR China (die sog. Pinyin Umschrift). Siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Pinyin

für Taiwan gilt seit dem 1. Jan 2009 das gleiche.

Schwieriger wird es bei Südchinesen, die die meisten Zeichen völlig anders als im Hochchinesischen aussprechen.

Beispiel: 黄、 Hochchinesisch > Huang Kantonesisch > Wong (oder so ähnlich)

Da in jedem Pass in der VR China die Namen mit der Standardumschrift (zusätzlich zu den chinesischen Zeichen) wiedergegeben werden, müssen Südchinesen wohl anders unterschreiben als sie eigentlich heißen... Da machen sie natürlich nicht und am Ende drehen die Behörden hier durch (-:

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Insel verlag

Hmmm... Ich finde sie alle nicht so doll. Im nächsten Frühjahr erscheint eine Version von Prof. Harro von Senger. Ansonsten würde ich französische oder englische Ausgaben vorziehen. Wenn Sie nicht warten können, würde ich die von Volker Klöpsch kaufen.

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