Menschen rechte in china

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7 Antworten

Meinst du Menschenrechte oder Menschenrechtsverletzungen in China. Zum zweiteren gibt es folgendes zu schreiben, wobei das natürlich nur ein kleiner Teil ist von dem, was du finden kannst:

Menschenrechsverletzungen:

•Anhänger des Yoga ähnlichen Sports Falung Gong werden nach dem Verbot 1999 verfolgt, eingesperrt und misshandelt um der „Terror-Kampagne“ Einhalt zu gebieten. •Zum Teil werden lebenden Menschen Organe entnommen und unter schlimmsten Bedingungen gefoltert oder verschwinden auf mysteriöse Weise. •Die eigentlich elementaren Grundrechte von Mutter und Kind werden durch die „Ein-Kind-Politik“ verletzt. Durch die Geburtenkontrolle werden Frauen zur Abtreibung gezwungen und da traditionsgemäß nur Söhne zählen, werden Mädchen oft nach der Geburt getötet oder ausgesetzt. •Trotz einer weitreichenden Politik zur Förderung der Minderheiten werden ethnische Minderheiten wie Tibeter oder Uygueren kulturell und politisch unterdrückt und verfolgt, zum Teil sogar getötet. •Die traurige Spitze mit den meisten Hinrichtung pro Jahr führt ebenfalls China mit ca. 8000 Menschen pro Jahr an.

Ja. Es stimmt sicher was Du sagst, aber Niichte muss einen Vortrag halten und bracht mehr als nur diese vordergrünigen Informationen. Was Falungong anbelangt ist das, was Du sagt nicht ganz richtig. Obwohl man in erster Linie den "Yoga-ähnlichen" Sportkarakter sieht, darf man nicht übersehen, dass die Führung dieser Religion (oder Sekte) die Führung durch die KP klar anprangert und sogar zur Revolte aufruft. Kein Wunder also, dass sie sich mächtig ärger eingebrockt haben (Ich verweise auf meinen Text weiter unten). der zweite Punkt, der meineserachtens nicht korrekt ist, ist die fehlende Unterscheidung zwischen staatliche und nichtstaatliche (Menschen-)rechtsverletzungen. Wenn fiese Eltern ihre Tochter umbringen ist der Staat auch nicht dafür verantwortlich. Auch nicht, wenn er eine 1-Kind Politik vorschreibt. Ich finde es auch schrecklich, dass so viele Menschen (dass überhaupt Menschen) hingerichtet werden. Aber leider gehört dieses Problem nicht in die Kategorie "Menschenrechtsverletzungen" (Warum? siehe Kommentar zu Reisswolf53) Gruß Flo

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Die Sache mit den Menschenrechten ist nicht so einfach. Zuerst soll man Menschenrechte definieren: Die einzige von der ganzen Welt mehr oder weniger anerkannte Standardformulierung ist die UN Menschenrechtserklärung von 1948 http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger Wenn Du Dir den Text anschaust, wirst Du feststellen, dass es viel mehr Menschenrechte gibt als sonst in der westlichen Presse erwähnt. Nach einer genaueren Analyse wirst Du feststellen, dass sogar wir in Deutschland bestimmte Menschenrechte nicht gewähren können. Jetzt kommt die zentrale Frage: gibt es wichtigere Menschenrechte und weniger wichtige. Über dieses Thema streiten sich die Geister seit mehr als 61 Jahren. Der Westen legt viel Wert auf freie Meinungsäußerung etc. und die armen Länder legen mehr Wert auf das Recht auf Entwicklung etc. Im UN Dokument steht explizit, dass alle Menschenrechte gleich wichtig sind. Jetzt zu China. Wenn wir von den Menschenrechten (UN Auffassung) reden, und bestimmte Rechtsverletzungen Chinas anprangern, weisen sie gleich auf die vom Westen verursachten Menschenrechtsverletzungen (das steht selten in der Presse: Du musst Dir die Deklarationen Chinas in der Generalversammlung der UNO anschauen). Mit „vom Westen verursachten Menschenrechtsverletzungen“ meinen ich u.a. die Abstimmungen vom Westen (damit meine ich die reichen Länder inklusiv Japan) bei UN Menschenrechtsabstimmungen, der sich mehrmals gegen das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Entwicklung ausgesprochen hat. China war immer im Lager der dritten Welt und hat in der Generalversammlung viel Sympathie von armen Ländern bekommen. Wenn man also, das was ich gerade geschrieben habe, berücksichtigt, ist es nicht schwer zu verstehen, dass die chinesische Führung sich nicht mit dem schlechtesten Gewissen plagt. Welche Menschenrechte in China stark eingeschränkt werden, kann man in der Presse nachlesen. Was man weniger hört, ist der genaue Grund dafür. Laut chinesischem Gesetz gelten die 4 folgenden Grundsätze (Reihenfolge habe ich vergessen):
1. Festhalten am Marxismus-Leninismus und an die Mao Zedong Ideen, 2. Festhalten an die demokratische Diktatur des Volkes (hieß früher Proletariat… wurde aber durch Volkes ersetzt) 3. Festhalten an die Führung der kommunistischen Partei Chinas 4. Festhalten am sozialistischen Weg. (Und das Wichtigste, um China zu verstehen: WAS IST DAS VOLK? Zu Volk gehören (im Gegensatz zu den Bürgern) nur diejenigen, die die KP unterstützen. Wenn also in einem Gesetz vom Volke die Rede ist, fallen alle anderen (Volkfeinde) nicht darunter.) Wer sich also den vier Grundprinzipien in den Weg stellt, macht sich vereinfacht gesagt strafbar. Die Falungong-Sekte hat die Führung Chinas durch die KP angeprangert und gleich war
sie verboten. Xiaobo hat das System in Frage gestellt und es öffentlich gesagt und gleich war er im Gefängnis. China ist ein Rechtstaat mit Gesetzen. Aber nicht mit solchen, die wir hier in Deutschland kennen. Diese garantieren die dauerhafte Herrschaft der KPCh. Mann muss nicht sehr schlau sein, um zu sehen, dass die Menschen im ständigen Ausschusses des Politbüros richtig viel Angst haben, dass es zu einer Revolte kommt. Sie wissen, was dies anstellen könnte.

Zunächst grundsätzlich: die "Menschenrechte" wurden in allererster Linie im Zuge der Aufklärung formuliert und gegen die Macht der damaligen Kirche und v. a. ihrer fast immer rückwärts orientierten Vertreter durchgesetzt (nur ein kleines Beispiel: die katholische Kirche hält immer noch an der Todesstrafe fest - Katechismus der Katholischen Kirche, Ziffer 2267 - und der Vatikan hat bis heute die Europäische Menschenrechtskonvention nicht unterschrieben). Das nur als kleine Einleitung dafür, dass wir nicht über Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern richten sollten, bevor wir nicht vor der eigenen, nähern Haustür gekehrt haben. Und wenn man bei China die historischen und sozialen Gegebenheiten nicht berücksichtigt (hat mit "Entschuldigung" und "Rechtfertigung" nichts zu tun!), z.B. das riesige Bevölkerungsproblem mit einhergehenden Versorgungs-, Wohnungs- u. a. substantiellen Fragen, dann wird das nur ein billiger Propagandafeldzug. Die "Menschenrechte" in China spielen übrigens keine Rolle bei den umfangreichen Geschäften der staatlichen und privatwirtschaftlichen Kreise der Bundesrepublik mit China. Oder folgende Heuchelei hier: bei der Todesstrafe für einen chinesischen Unternehmer, der durch sein vergammeltes Milchpulver Tausende von Kleinkinder in den Tod getrieben hatte, schreit hier die Propaganda "Zeder und Mordio" wegen angeblich verletzter Menschenrechte! Wenn aber die Hersteller von in Deutschland verkauftem Gammelfleisch nur genannt werden sollen, dann muss plötzlich die "Persönlichkeit" der Täter gewahrt werden und irgendwelche Schützer von sowieso bekannten Daten spielen verrückt!

Eine Ergänzung zu dem Beispiel mit der Todesstrafe: Die Anwendung der Todesstrafe ist laut UN keine Verletzung der Menschenrechte: "In Staaten, in denen die Todesstrafe nicht abgeschafft worden ist, darf ein Todesurteil nur für schwerste Verbrechen auf Grund von Gesetzen verhängt werden, die zur Zeit der Begehung der Tat in Kraft waren und die den Bestimmungen dieses Paktes und der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes nicht widersprechen. Diese Strafe darf nur auf Grund eines von einem zuständigen Gericht erlassenen rechtskräftigen Urteils vollstreckt werden." http://www.admin.ch/ch/d/sr/c01032.html Ist erstaunich oder?

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@florianmehring

Was ist da "erstaunlich"? Wenn ein Staat die sozialen und politischen Bedingungen nicht schaffen kann, die solche Verbrechen, welche eine Todesstrafe rechtfertigen würden, unmöglich machen (z. B. China, USA, arabische u. a. Staaten), dann greifen diese eben zu solchen drastischen Massnahmen. Die Todesstrafe hat noch nirgendwo zur nachhaltigen Senkung der Schwerstkriminalität beigetragen! Aber die o. g. politische Heuchelei könnte man einstellen, wenn man denn wollte!

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@Reisswolf53

Sitmmt! Aber ich finde es immer noch erstaunich, dass die Todesstrafe laut UN keinen Verstoß gegen Menschenrechte darstellt. Man kann doch diese Menschenrechterklärung in die Mülltonne werfen!

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@florianmehring

Da steht ja nicht nur zur Todesstrafe geschrieben. Auch ist mir wichtig zu erkennen, dass die Politik (hier zum Beispiel) sehr große Unterschiede macht in der moralischen Be- und Verurteilung der Todesstrafen in den einzelnen Ländern!

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in china versteht man unter menschenrechten etwas anderes als in der freien welt http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-01/MenschenrechteinChina

Welche "freie Welt" meinst Du??

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LOL! "Freie Welt", der war gut.

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Guter Artikel. Trift den Nagel auf den Kopf. Tja was die freie Welt anbelangt: frei fühle ich mich leider nur auf einer Yacht außerhalb der 12 Meilen Zone..

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Kurz und knapp: Es gibt keine

Blödsinn. Selbstverständlich gibt es Probleme in China aber bei allem Respekt: solche Kommentare haben in einem solchen Forum wenig zu suchen.

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Vor deiner Antwort, vorundnach, warst du ein Experte, nachher bist du ein Dummschwätzer!

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mehr als 1,4 Milliarden~~

Besser wäre erst einmal ein Deutschkurs!

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