Hey extrazyc :)

Du hast einen guten Riecher. Theater: Aus Einsparungsgründen werden immer öfter die Bühnenbildner gebeten, auch die Kostüme zu gestalten. Das nennt man dann: (Gesamt-) "Ausstattung". Das bedeutet: immer weniger Jobs für reine Kostümbildner. Sinnvoll wäre deswegen die Überlegung, Bühnen- und Kostümbild zu studieren. Film: Es gibt reine Kostümbildner, ein Szenenbildner wird bei den ÖFFRE nicht gebeten, auch noch das Kostümdepartment zu übernehmen.

In beiden Bereichen waren die Jobs schon immer rar, werden jetzt rarer und v.a. wird die Entlohnung immer geringer. Das bedeutet, wenn du dich als reine Kostümbildnerin auf den Markt schmeißen müsstest, solltest du an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten. Das aber wirkt wiederum negativ auf die Qualität. Ganz abgesehen davon, dass man an die Jobs auch erstmal herankommen muss. Viele Kostümbildner sind übrigens von der Ausbildung her Modedesigner- da rein zu kommen ist noch schwieriger.

Wenn du also nach Zukunftsperspektiven fragst, würde ich dir total davon abraten. Neben den oben erwähnten Problemen fordert dieser Job fast schon die totale Hingabe (Arbeiten bis spät in die Nacht beim Nachtdreh und bei Abendproben, ständige Verfügbarkeit, Wochenenden voll). Heute mag dir das nicht so wichtig erscheinen, nach zehn Jahren im Beruf stellen sich aber viele solche Fragen, die nicht selten in eine Aufgabe des Berufs (z.B. zugunsten der Familie oder schlicht normaler Arbeitszeiten) münden.

Natürlich gibt es Alternativen zum Kostümdesign nach dem Studium - man arbeitet in einer Kostümfirma eher administrative Jobs, etc… Das ist ja dann auch eine Frage des Geschmacks. Achja, nochwas: Wer vor dem Studium eine Schneiderlehre gemacht hat, ist klar im Vorteil :)

Ich wünsch dir alles Gute für deine Entscheidung und hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen ;)

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Hey :)

Nein, Schnitzler ist sicher nicht modern. Versuch es lieber mit Schwab (wenn es geht nicht unbedingt die Mariedl, weil das den Prüfern zum Hals raus hängt....) oder so. Selbst Brecht wird nicht mehr wirklich als modern bezeichnet. Schau lieber nach so Autoren wie Sarah Kane, Martin Crimp, Schimmelpfennig, Franzobel, Simon Stephens, Philipp Löhle, John von Düffel, Sauter/Studlar, Laucke, Jelinek, Bernhard, etc. etc. Modern meint hier eher Zeitgenossen. Also nicht fast hundert Jahre alte Stücke.

Toitoitoit für deine Vorsprechrunde! Rock die Bude!

LG

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Hey :)

Eine Hinterbühne ist der Teil des Bühnenraums, der sich, zumeist hinter einem großen eisernen Tor (wg. Brandschutz) befindet. Das bedeutet, der Boden hat dasselbe Niveau wie die Bühne und die Bühne könnte in der Theorie um diesen Bereich erweitert werden. Hinterbühnen sind sinnvoll für schnellere Umbauten - dort können große Elemente auf Wagen gelagert werden, nach vorn gezogen werden etc. Manchmal werden Hinterbühnen auch als "Lager" entfremdet. Wesentliches Merkmal ist, dass der Schnürboden sich nur oberhalb der Bühne, nicht aber der Hinterbühne befindet (ich wette deine nächste Frage heißt: was ist ein Schnürboden? ;) ) Es gibt einige Häuser, die gar keine Hinterbühne haben.

Es gibt auch noch Seitenbühnen links und rechts und/oder links/rechts, für sie gilt dasselbe für die Hinterbühne.

"Hinter der Bühne" sind im Gebäude über Treppen die Garderoben und die diversen spielrelevanten Abteilungen zu finden, aber auch Büros etc.

LG ;)

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Liebe Pamiiii :)

ja, du bist ganz schön jung für ein Praktikum. Aber leider wird ein ganz anderes Problem dazu führen, dass du dieses Praktikum nicht so absolvieren können wirst, wie du es gerne möchtest:

Alle Theater gehen zeitgleich mit den Schülern in eine sechswöchige Sommerpause - immer entsprechend dem jew. Bundesland. Sämtliche Abteilungen, die sich für dich als Praktikumsplatz eignen könnten, sind in diesem Zeitraum geschlossen (Im Prinzip kann man sagen, Haustechnik, Schreinerei, Schlosserei und Verwaltung geht nicht in diese lange Pause). Das liegt daran, dass es unter dem Jahr etwas schwierig für das Personal ist, Urlaub zu nehmen - schließlich möchten wir ja alle in unserer Freizeit (z.B. eben auch gern um Weihnachten herum etc.) etwas im Theater sehen können. Ohne Personal wäre das schwierig.

Außer dem Resi gibt es in München das nicht minder renommierte Stadttheater "Münchner Kammerspiele" - das Haus ist nicht ganz so groß und unübersichtlich, evtl. ist es dort für einen sehr jungen Praktikanten einfacher, an einen Platz zu kommen. Bei all deinen Überlegungen solltest du miteinfließen lassen, dass beide Häuser sehr beliebte Arbeitsplätze sind und Volontäre, Hospitanten und Praktikanten aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Bewerbungen dorthin schicken… Entsprechend früh sind die Plätze auch vergeben…

Beide Häuser sind allerdings groß genug, dass es wichtig ist, in deine Bewerbung hineinzuschreiben, in welcher Abteilung (Dramaturgie? Öffentlichkeitsarbeit? Ausstattung? Requisite? etc. etc.) dein Praktikum stattfinden soll, sodass du es gleich direkt an den Abteilungsleiter/in adressieren kannst. Wenn du nur schreibst: "Hallo, ich möchte ein Praktikum machen." - dann wird sich an Häusern dieser Größe kaum jemand gemeint und/oder verantwortlich fühlen und deine Bewerbung versickert im Sande.

Auch wenn dies wahrscheinlich keine befriedigende Antwort für dich ist, hoffe ich, dass du damit weiterkommst ;)

LG

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Worin unterscheiden sich Profi Schauspieler von Laien Schauspielern?

Ich habe großes Interesse an der Schauspielerei. Man sagt man braucht dazu eine Ausbildung an der Schauspielschule und ein Schauspiel Diplom. In Film und Fernsehen sieht man die Schauspieler das sind alles Profis. Doch ich finde der Beruf ist keine hohe Wissenschaft sondern dass kann sogut wie jeder auch ohne Ausbildung. Denn man muss ja nur eine Person spielen und sich ganz normal verhalten als wäre man im Alltag und so tun als ob keine Kamera und keine Filmcrew da wäre. Man muss intelligent sein und die Rolle und das Drehbuch schnell verstehen und genau so spielen wie der Regisseur es sich vorstellt mehr nicht. Und man muss eben eine Ausstrahlung haben und einfach gut wirken sodass es dem Zuschauer Spass macht das zu schauen. Manche Personen haben ein Naturtalent und wirken einfach immer lustig, freundlich oder eben böse und gemein sodass sie ideal auf diese Rolle passen. Die sind eben so und brauchen das nicht lernen. Sicher kann man sich durch eine Schauspielschule noch verbessern. Ich meine zB Rowan Atkinson und Otto Waalkes sind einfach immer lustig und zB Klaus Kinski, Alain Delon und Christopher Lee wirken einfach immer böse. Daher passen sie auf ihre jeweiligen Rollen als Guter oder Böser einfach ideal das ist ein Naturtalent. zB ist auch Silvio Berlusconi ein sehr guter Schauspieler denn er wirkt immer so freundlich, sympathisch und locker währens zB Angela Merkel keine gute Ausstrahlung hat. Darum sind manche Personen von Natur aus gute Schauspieler auch als Laien finde ich :D Ist das wirklich so?

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Hey 02052014 :)

obschon du echt schon Hammer viele Antworten bekommen hast glaube ich trotzdem, mit meiner Antwort Neues und Sinnvolles zu beschreiben:

  • Zunächst einmal ist der Beruf des Schauspielers nicht geschützt - theoretisch darf sich also jeder "Schauspieler" nennen.

  • Allgemein betrachtet ist ein Profi jemand, der eine Ausbildung oder ein Studium hat, dass ihn zu exakt diesem Berufsbild ausbildet / befähigt ( Schauspielschule privat = Ausbildung / Schauspielschule staatlich = Studium)

  • die angebotenen Ausbildungsmodule kann man aber auch über privaten Unterricht erhalten (Bsp. Sprechunterricht, Gesangsunterricht, etc.)

  • Aber kann sich jemand auch "Schauspieler" nennen, der seinen Lebensunterhalt überhaupt nicht damit verdient?

  • Wie ist es mit Leuten wie z.B. Wotan W. Möhring oder Jürgen Vogel - definitiv Schauspieler, aber nie ausgebildet?!

Was meinst du?

LG!

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Hey :)

ja, diese Pläne gibt es. Du hast zwei Möglichkeiten:

a) du fragst bei der Technischen Direktion (Konstruktionsabteilung) des Theaters, an dem ihr das gesehen habt, an, ob ihr dort mal vorbeischauen könnt, um euch die Teile aus der Nähe anzuschauen (zwecks technischem Nachbau) - wenn ihr dort seid, geben Sie euch bestimmt Kopien der Technischen Pläne mit, wenn sie keine Fieslinge sind. Alternativ schaust du, wer die Bühnenbildassistenz gemacht hat und kontaktierst diese Person.

b) Du googelst, wer der Bühnenbildner / die Bühnenbildnerin des betreffenden Stückes war. Falls er/sie eine Homepage hat, wird sein Kontakt darauf vermerkt sein - Frag ihn, ob und wie ihr an die Pläne kommen dürft (beschreibt aber, wer ihr seid und wofür ihr sie braucht, Stichwort: Geistiges Eigentum!!)

LG und viel Erfolg und Spaß ;)

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Hey Mariela :)

…tataaa!!

--> http://www.staatstheater-mainz.com/fileadmin/media-stmz/pdf/statistenbewerbung.pdf

PDF ausdrucken, Ein Portraitfoto und ein Foto, auf dem du komplett (stehend) zu sehen bist, Erlaubnis deiner Eltern, bis wieviel Uhr abends du "arbeiten" darfst mit dazulegen und für den letzten Punkt auf dem PDF, der Motivationsbegründung, einen triftigen Grund finden - und ab geht's!

Viel Spaß ;)

LG

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Hey :)

Der Beruf des Bühnenbildners ist ein (ungeschützter) Designer Beruf - siehe auch Szenographie/ Bühnengestaltung.

Herkömmlicherweise Studium an einer Kunsthochschule (Bsp. Berlin- Weissensee, AKA Stuttgart (Zehetgruber), Wien (Kleber/ Wonder), Dresden (Leihacker), München (K. Brack) etc.). Der Ruf und die Beliebtheit der Schule ist abhängig vom Renommee der / des Profs.

In der Praxis arbeiten Bühnenbildner zumeist als (Gesamt-) Ausstatter, d.h., dass sie auch die Kostüme entwerfen.

bsp Vorteile: künstlerisches Arbeiten im Team, viel Reisen. bsp. Nachteile: Selbstständigkeit, Hungerlohn, Arbeiten in der Provinz, unterirdische Arbeitszeiten, viel Reisen.

http://www.buehnenverein.de/de/jobs-und-ausbildung/berufe-am-theater-einzelne.html?view=3

Lg und viel Spaß beim Referat ;)

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Hey Lolipop :)

du wirst im Normalfall einer Kostümbildnerin/ einem Kostümbildner einer probenden Produktion (dauert zwischen 6 bis 8 Wochen) zugeteilt und arbeitest eng mit dem/der Kostümassistenten/in zusammen. Deine Aufgaben sind, je nachdem, wie dein Chef/Chefin drauf ist und wie geschickt du dich anstellst:

  • neben der Möglichkeit, Kostümprofis bei der fortgeschritteneren Konzeption und der Weiterentwicklung des Kostümkonzepts während dem Probenverlauf zu begleiten, bekommst du womöglich folgende Aufgaben:

  • Organisation von Probenkleidung aus dem Kostümfundus oder Einkauf nach Maßgabe des Kostümbildners

  • Recherche bestimmter notwendiger (evtl. historischer) Teile

  • Kontrolle der Intaktheit der Kostüme (Ersatz, kleinere Reparaturen)

  • Probenbetreuung und Protokollierung der Vorgänge auf der Bühne (Bsp: ein Kostümstück wird blutig - dies wird bei bestimmten Stoffen, die nicht waschbar sind, relevant oder es wird eine kleine Tasche gebraucht, die ins Kostüm zusätzlich hineingenäht werden soll)

  • Probenkostüme zum Waschen geben oder (je nach Größe des Hauses) selbst in die Waschmaschine stecken

  • kleinere Teile besorgen, Schuhe shoppen (einkaufen)

  • Stoffe suchen und eine Vorauswahl treffen

  • Umzugsliste erstellen (wer hat / soll wann welches Kostüm anhaben und wann können / sollen die Umzüge sein)

  • In den Endproben (letzte Proben vor der Premiere) werden die Einkleider eingewiesen, (man gibt den Support an die Einkleider ab) hierbei helfen die erstellten Umzugslisten

  • natürlich hat man auch, gegen Ende der Probezeit, recht engen Kontakt mit der Maskenabteilung (es sei denn es werden Perücken geknüpft, das muss früher begonnen werden)

  • außerdem lernst du die grundsätzlichen Vorgänge in einem Theaterbetrieb insgesamt kennen und meistens sind die Teams nett und man hat eine Menge Spaß ;)

Vergütung ist auch je nach Haus verschieden. Manche zahlen eine Aufwandsentschädigung, andere zahlen die Tickets für die Öffentlichen (Teil der Aufgaben ist es auch, die Kostüme von einer Probebühne in die Kostümwerkstätten oder auf die Bühne zu transportieren / transportieren zu lassen), wieder andere zahlen absolut gar nichts und manche Häuser bieten wenigstens umsonst Eintrittskarten für die Dauer des Praktikums.

Ich finde du solltest das machen, das ist eine sehr bereichende Lebenserfahrung ;)

LG

PS: Kleiner Tipp: Schau, dass du an einem möglichst großen Haus in einer möglichst großen Produktion hospitieren kannst.

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Liebe Mrs :)

die Angabe deiner Stadt wäre hilfreich ;) ansonsten schau mal hier: ein lieber Mensch hat einmal diese Liste erstellt:

http://www.effenberg.de/casting.htm

falls du zufällig in Berlin lebst, empfehle ich dir die Agentur "Wanted" eine seriöse, aber auch riesige Agentur für Komparsen und Kleindarsteller. Sie haben noch Filialen in anderen Bundesländern, vielleicht ist deins dabei?

im folgenden Kommentar setze ich dir den Link von "Wanted" rein, wo du dich direkt und online registrieren kannst (Berlin).

LG und viel Spaß!

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