"Inwiefern ist unser 'Recht auf Leben' ein 'Recht', wenn wir keinen friedlichen Ausweg haben? Was unterscheidet es von einem schlecht getarnten Zwang, wenn wir keine zumutbare Möglichkeit bekommen keinen Gebrauch von diesem 'Recht' zu machen?"

"Was fällt irgendwelchen Clowns ein, sich so wichtig zu finden, dass sie meinen uns etwas verbieten zu dürfen, das wir nicht ihnen sondern uns selbst antun?"

"Warum sollte die eigene Enthaltung aus einem Dasein zu dem alle unfreiwillig angemeldet werden verboten sein, während man nicht mal eine Genehmigung braucht um Andere diesem Dasein und damit auch dem selben Konflikt auszusetzen, selbst im Notfall nur durch einen brutalen Suizid mit hoher Chance geschädigt zu überleben entkommen zu können, obwohl Ersteres nur Leid beendet, während Letzteres die Ursache allen Leids ist?"

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halte ich für einen Widerspruch. Nihilismus müsste die neutrale Mitte zwischen allen Bewältigungsmechanismen sein, weil man sich ja sonst vom Kern der Philosophie (der allumfassenden Bedeutungslosigkeit) entfernt. Ich glaube Nihilismus ist allenfalls eine Idee, die aber in unserer Realität keinen Nutzen findet und damit wohl eher nicht so "gesund" (im Sinne von hilfreich) ist. Sich einen gesunden Zweifel gegenüber allem zu bewahren, heißt auch, sich nicht zu tief in den Gedanken der Sinnlosigkeit des Daseins zu stürzen.

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Die Intelligenz sinkt, weil die Menschheit degeneriert, seit wir die natürliche Selektion durch unsere Medizin verhindern. Allerdings gibt es schon einige große Denker, nur sind die noch nicht so populär wie die, die seit hundert Jahren tot sind, einfach weil deren Philosophien noch nicht so viel Zeit hatten sich zu verbreiten und zum Lehrplan in der Schule zu werden. Noch ein Grund ist, dass viele heute gar nicht mehr verblendet genug sind, um sich irgendwelche pseudo Bewältigungsmechanismen einreden zu lassen, die ja letztendlich doch alle eine ziemliche Demut im Angesicht unserer Gefangenschaft im Dasein erfordern. Der rationalste lebende Denker ist jedenfalls Inmendham.

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wahrhaftige Autonomie würde bedeuten, dass wir uns selbst gebären und dem Dasein jederzeit rein willentlich wieder entfliehen können müssten. Dadurch, dass wir in genau dieser Hinsicht so begrenzt sind, gibt es kein autonomes Handeln, da wir nichts von dem entkommen, was sich als "unsere Gedanken" darstellt, obwohl es uns offenbar häufig gar nicht ehrlich repräsentiert.

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ein vollkommen determinierter Ablauf ist nicht wahrhaftig berechenbar für die, die ihn demnach gezwungenermaßen passiv observieren, weil jede vermeintliche Berechnung ja Teil des Skripts wäre

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"Idiocracy" trifft es deutlich besser, finde ich. :D

Aber die beste Metapher für das Leben allgemein ist weiterhin Matrix, bezogen auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Denn auch wenn die Zukunft immer dystopischer zu werden scheint, wirkt all das in erster Linie sehr konstruiert.

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Ich stimme dem Philosophen zu.

Fortpflanzung ist die egoistischste Handlung (jemand leidet und stirbt völlig unnötig durch deinen Willen).

Suizid ist unegoistischste Handlung (man entfernt den Teil, den man bräuchte um nachher eine Bilanz aus der Handlung zu ziehen).

Alles andere liegt dazwischen. Leider beruht unser Dasein vollständig auf gegenseitiger Ausbeutung, weswegen es am besten ist, dieses Konstrukt auf keine Weise zu unterstützen und man anderen nur wirklich hilft, indem man selbst aussteigt.

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Du bewahrst dir deinen gesunden Zweifel. Natürlich ist die am wenigsten paranoide Philosophie einfach die, die sich in kein Weltbild zu sehr hineinsteigert.

Nihilismus ist ein dermaßen umstrittener Begriff, dass man nie davon ausgehen kann, richtig verstanden zu werden, wenn man sich als Nihilist bezeichnet.

Vielleicht bist du einfach clever genug um zu erkennen, dass Philosophien an sich bloß Bewältigungsmechanismen sind.

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Alles ist vordeterminiert.

leider bringt diese Vorbestimmung auch so irrsinnige Automatismen zustande, wie den, dich ständig weiter um diesen Gedanken kreisen zu lassen (oder zumindest äußerlich so zu erscheinen)

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die Idee des freien Willens ist eine Flucht vor der Konfrontation mit unserer Gefangenschaft im Dasein

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A Cure for Wellness

Get Out

Vavarium

Der Unsichtbare

Escape Room (der neuere)

Parasite

und natürlich jede Folge von Black Mirror

außerdem könnte dir auch die Serie "Another Life" gefallen. :-)

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für den Fall, dass die korrekte Antwort auf deine Frage ja ist, bringen dir auch keine der Antworten hier etwas, weil die dann alle vorherbestimmt sind, völlig egal was drinsteht. Deine Idee die Entdeckung der eigenen Fremdbestimmtheit für sich nutzen zu können, scheitert am selben Dilemma

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Ja. weil ---

wie das „Geschenk des Lebens“ wirkt ein Ort, der Wesen zwingt sich gegenseitig zu essen oder zu verhungern auf mich jedenfalls nicht

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klingt für mich eher so, als wollten deine Eltern dir eintrichtern, Musik für den Rest deines Lebens zu hassen.. als ob Menschen, die ein Kind zeugen, solche Zusammenhänge nicht checken

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Is God willing to prevent evil, but not able? Then he is not omnipotent.
Is he able, but not willing? Then he is malevolent.
Is he both able and willing? Then whence cometh evil?
Is he neither able nor willing? Then why call him God?

— The Epicurean paradox, ~300 BCE

https://en.wikipedia.org/wiki/Problem_of_evil

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