Das Strafmaß muss der Schuld angepasst werden. Der Richter, der Angeklagte, sowie Anwälte und Staatsanwälte sind dabei die einzigen, die den gesamten Sachverhalt kennen und dann so objektiv wie nur möglich darüber urteilen.

Für die Angehörigen und Freunde sind 8,5 Jahre bestimmt zu wenig, aber das Strafrecht dient nicht dazu, dass ich die Opfer mit harten Schuldsprüchen glücklich mache.

Bei Jugendlichen steht der Erziehungsgedanke und damit die Resozialisierung absolut im Vordergrund. Solche "Kinder" (nicht im rechtlichen Sinn) gehören nicht ins Gefängnis, wenn es nicht sein muss. In diesem Fall musste es sein und der Richter hat es so entschieden.

Natürlich könntest du jetzt sagen: Gut, dann gehe ich eben in die Regierung und setze mich für schärfere Gesetze ein - ist in den letzten Jahren/Monate tatsächlich häufig passiert. Aber bringt es was? Kein Mensch begeht ein Verbrechen, nachdem er im StGB mal nachgeschaut hat, ob er mit der Höchststrafe leben könnte. Ich glaube, es gibt tatsächlich niemanden, der sich zwischen Recht und Unrecht entscheidet, weil ihm die Strafen zu hoch sind.

Verbrechen und Vergehen wird es immer geben, weil sie zu einer Gesellschaft dazugehören, es wird niemals eine perfekte Welt geben, in der nicht mehr gemordet wird.

Die einzige gute Lösung ist, dass man die Rechte der Staatsanwälte, Richter und Polizei in einem angemessenen Maß erhält und bessere Lösungen für den Opferschutz schafft. Das Strafrecht dient dem Opferschutz nicht, deswegen kommt er nach dem Empfinden in der Bevölkerung viel zu kurz.

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Man macht das zwar äußerst ungern, aber man könnte die Beamten, bei denen du ausgesagt hast, als Zeugen vom Hören-Sagen befragen. Die dürfen zwar nicht einfach deine alte Aussage vorlesen, aber sie können sich ja die Aussage als Erinnerung noch einmal vorher durchlesen. Das geht aber nur, wenn du bei der Polizei ordnungsgemäß belehrt wurdest.

Da sich da gerne Fehler bei der Belehrung einschleichen, wäre ein Anwalt eine gute Investition und im Hinblick auf eine mögliche spätere Verhandlung vermutlich sogar nötig.

Während der Verhandlung darfst du zu allem schweigen, was dich oder Angehörige belasten würde, siehe § 55 StPO. Aber bei allen Aussagen, die dich und Angehörige nicht belasten, musst du aussagen. Dafür gibt es auch Zwangsmittel wie die Beugehaft.

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Du solltest genügend Fahrgefühl haben, um den Unterschied zwischen 30 km/h und 60 km/h zu bemerken.

Wenn du das nicht kannst, musst du im Zweifel eben langsamer fahren.

Als Fahrradfahrer musst du dich an Geschwindigkeitsbegrenzungen durch Schilder halten, siehe § 41 I StVO.

Aber ich kenne die Velomobil-Foren, die Polizei lacht sich meistens schlapp, wenn sie jemanden mit dem Fahrrad blitzt, solange dabei niemand gefährdet wird. Mit einem Bußgeld ist daher nicht immer zu rechnen.

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Beides sind volle Studiengänge, am Anfang recht überlaufen und vielen fliegen raus. Ich würde daher nur damit beginnen, wenn du ein Interesse daran hast und nicht, um irgendetwas zu studieren oder in Aussicht auf späteres Gehalt.

Prinzipiell würde ich mit Jura anfangen, denn wenn es nicht klappt, kann man gut auf BWL umschwenken und hat dann Vorteile dadurch, dass man bereits den juristischen Teil kann. Aber ohne Interesse sind beide Studiengänge eher anstrengend.

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Ihre Finger sind kalt oder sie muss aufs Klo. So mach ich das zumindest :-D

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Ganz grob: Die wichtige Positionen in der Politik sind von Akademikern besetzt. Üblicherweise Juristen (können gut argumentieren und sich durchschlagen) oder Physiker oder vergleichbares (Intelligent, logisches Denken), die haben am meisten Chancen.

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Das Problem hat meine Freundin auch. Die ist mit ihrem Freund mittlerweile sogar verheiratet.

Möglichkeit wäre, dass man andere Stellungen ausprobiert, die für dich angenehmer sind.

Oder sie kümmert sich erst einmal vor dem Sex um dich, damit du kurz davor bist, bevor ihr mit dem Sex beginnt.

Hast du Schmerzen oder Krankheiten oder Ähnliches, woran das liegen könnte?

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Ein Tierarzt darf natürlich zum Spaß einen gesunden Hund einschläfern, auch wenn der Tierhalter das möchte.

Aber wenn ein Hund todkrank ist und der Tierhalter das Leiden beenden möchte, dann muss der Tierarzt auch dementsprechend handeln. Feuert eure Tierärztin und fahrt woanders hin.

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Freundschaft ist die beste Grundlage für eine Beziehung. Erst Freundschaft, dann Beziehung.

Freu dich darüber. Und wenn nichts daraus wirst, hast du immer noch eine gute Freundin nur so :-)

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Passt der Sheltie zu uns?

Wir wollen einen eigenen Hund, haben lange gesucht und schließlich den Sheltie gefunden. Sein voller name ist Shetland Sheepdog und er wurde früher als Hütehund verwendet. Wir sind uns aber nicht gan sicher, ob er zu unserer aktuellen Situation passt. Wir hätten gerne eine Hündin!

Wir sind eine vierköpfige Familie, zwei Erwachsene, zwei Kinder (12 und 14). Vater arbeitet ganztags, Mutter gar nicht, die ist die meiste Zeit zuhause. Die Kinder gehen natürlich in die Schule. Wir gehen gerne wandern und sind auch gerne im Garten, die 14jährige Tochter würde gerne Agility oder Rally Obedience mit dem Hund machen und wahrscheinlich auch einen großen Teil der Erziehung übernehemn, also auch in die Hundeschule gehen. In der Nachbarschaft leben viele hunde, allerdings kein Sheltie, eine Freundin von uns hat selbst einen Mischlingswelpen, der jetzt 7 Monate alt ist, mit diesem würde der Sheltie wahrscheinlich oft spielen können. Wir haben einen PKW (wo kann der Hund sitzen?? Wo passt er von der Größe her hin??). Wir leben in einem Haus mit Garten in ländlicher Umgebung, in einem 5000-Seelen Dorf, aber nicht mitten im Dorfkern. In der Nähe gibt es viele große Wiesen, 3 Seen, einige Bäche und Flüsse und natürlich Berge.

Dann zum anderen Teil der Frage. Ist der Hütetrieb von Shelties stark ausgeprägt? Hüten sie Katzen, Kaninchen oder sogar andere Menschen oder Hunde beim Spaziergang, oder ist das nicht so schlimm? Und wie steht es mit der bellfreude? Es heißt ja immer, Shelties bellen so viel. Stimmt das? Und wie kann man ihnen das wenigstens teilweise abgewöhnen? Denn unser Hund sollte keinesfalls drinnen kläffen, was das zeug hält, draußen stört es mich nicht so, solange er nicht dauerkläfft.

Passt eine Sheltiehündin zu uns - oder nicht? Danke!

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Also, erstmal... Ich weiß nicht, warum ich es mir immer antue, die Hundefragen anzuschauen und dann zu beantworten, weil halt gefühlte 100. Mal am Tag "Ich will diese Hunderasse, ja oder nein?"-Fragen sind.

In 99,9% aller Fälle möchte den betreffenden Personen ein Hunderassenbuch und ein Hundeerziehungsbuch links und rechts gegen den Kopf klatschen (entschuldige die Ausdrucksweise), weil man sich so derart hilflos fühlt, wenn man weiß, dass sich solche Menschen einen Hund holen werden.

Aber du bist anders und hast deswegen eine ausführliche Antwort verdient!

  1. Ob Rüde oder Hündin ist Geschmackssache. Ihr wollt eine Hündin, warum auch nicht? Kein Problem soweit, beides hat Vor- und Nachteile.
  2. Die 14-jährige Tochter soll die Erziehung übernehmen? Keine gute Idee. Ja, es gibt sehr vernünftige, verantwortungsvolle jugendliche Hundeliebhaber, die tatsächlich 10 Jahre und länger sich aufopferungsvoll um den Hund kümmern, jeden Tag spazieren gehen und die Erziehung unter Kontrolle haben. Aber in 99% der Fälle flaut die Begeisterung für diese harte Aufgabe ab (natürlich lieben die Kinder den Hund noch, aber anders als am Anfang streitet man dann eher darüber, wer mit dem Hund gehen muss und nicht darf) und spätestens, wenn das Kind mit der Schule fertig ist und studieren/Ausbildung beginnt, hat es schlicht und ergreifend vermutlich nicht mehr die Zeit für den Hund. Ein Hund wird in der Regel 10 Jahre alt und eure Tochter ist wahrscheinlich mit 18 mit der Schule fertig. Legt euch lieber von Anfang an darauf fest, dass die Mama, die viel mehr Zeit mit dem Hund verbringen wird (sowohl am Tag, während der Rest von euch arbeitet und in der Schule ist, als auch, wenn die Kinder später arbeiten oder zur Uni gehen), sich um die Hundeerziehung kümmert und die Haupt-Bezugsperson ist.
  3. Die 14-jährige Tochter möchte Agility machen. Immer schön langsam angehen. Wenn ihr euch tatsächlich einen Welpen vom Sheltie-Züchter holt (warum ich da eher dagegen wäre, dazu später), dann muss der Hund erstmal schön auswachsen. Junge Hunde sollten nicht Treppen laufen und kein hartes Training machen. Aber die Tochter darf gerne schon einfache Sachen üben und so langsam in das Training einsteigen. Es ist sogar gut, wenn der Hund so eine tolle Aufgabe bekommt, dann hat er immer etwas sportlich zu tun.
  4. Ihr geht oft Wandern! Das ist super, gute Luft, sportliche Aktivität und Familie. Ein Hund passt da sehr gut dazu!
  5. Die Hunde in der Nachbarschaft... Das kann euch eigentlich egal sein. Beim Spazierengehen begegnet man so vielen anderen Hundebesitzern, denn man macht große Runden. Nach einigen Jahren kennt man dann einen Großteil der Stadt/des Viertels schon als "Frauchen vom Bello", "Herrchen von Hasso" oder "Ach, die mit dem Sheltie". Und welche ihr davon näher kennenlernt, hängt davon ab, wie euer Hund auf diese Hunde reagiert. Es ist wichtig, dass er auch Sozialkontakt zu anderen Hunden bekommt, daher im Welpenalter nicht auf den Arm nehmen ("Der arme Kleine hat doch Angst vor eurem Yorkshire") und dann später wundern, dass er sozial inkompetent ist.
  6. PKW: Ein Sheltie ist wahrscheinlich gerade ein bisschen zu groß, um auf der Rückbank angeleint zu werden (bei unseren Dackeln geht das noch ganz gut), daher sollte er einen sicheren Platz im Kofferraum bekommen.
  7. Die Beschreibung eures Dorfes klingt super zum Gassigehen. Es schadet aber nicht, den Hund im Welpenalter auch mal in eine Großstadt mitzunehmen und an die lauten Geräusche und Menschenmengen zu gewöhnen, damit er später im Alter nicht mit diesen Dingen überfordert wird.

Zu deinen speziellen Fragen:

    • "Ist der Hütetrieb von Shelties stark ausgeprägt?" Okay, diese Frage war schon ein bisschen doof. Du hast dich doch über diesen Hund informiert und herausgefunden, dass es ein Hütehund ist. Natürlich ist sein Hütetrieb stark ausgetriebt, dafür wurde er ja gezüchtet.
    • "Hüten sie Katzen, Kaninchen oder sogar andere Menschen oder Hunde beim Spaziergang, oder ist das nicht so schlimm?" Ich habe Shelties gesehen, die Ponys hüten und die Enten/Gänse hüten. Ja, wenn man es ihnen beibringt, hüten sie also alles, was sich hüten lässt (Fluchttiere). Andere Hunde und Menschen eher nicht, weil diese als Jagdtiere sich nicht so leicht hüten lassen. Allerdings weiß ich von einer Freundin, deren Sheltie mal angefangen hat auf einem Gelände vor der Grundschule Grundschüler zu hüten, die verängstigt und brav wie Schafe sich ziemlich gut hüten ließen. Das sollte auf keinen Fall passieren, auch wenn die Geschichte für uns im Nachhinein sehr lustig klingt. Das andere Problem ist, dass der Sheltie auch aufgrund seines Triebes gerne hüten möchte. Könnt ihr ihm etwas derart bieten?
    • "Und wie steht es mit der bellfreude? Es heißt ja immer, Shelties bellen so viel. Stimmt das? Und wie kann man ihnen das wenigstens teilweise abgewöhnen?" Jein. Es kommt ein bisschen auf den Sheltie an, nicht alle Hunde sind gleich. Aber Shelties, die unterfordert und nicht so gut erzogen sind, können leicht Zwangsstörungen entwickeln und Bellen kann da gern dazugehören. Wenn man den Hund richtig auslastet und ordentlich erzieht, muss er aber nicht unbedingt bellen, aber Shelties bellen schon mehr in der Regel.
    • "Denn unser Hund sollte keinesfalls drinnen kläffen, was das zeug hält, draußen stört es mich nicht so, solange er nicht dauerkläfft." Da hoffe ich mal ganz stark, dass es eure Nachbarn auch nicht stört? An die sollte man auch immer denken!
    Passt eine Sheltiehündin zu uns oder nicht?

Ganz ehrlich? Wenn ihr nicht auf diese Rasse angewiesen seid (Schäfer, Züchter, absoluter Sheltie-Liebhaber), bin ich nicht der Meinung, dass ihr euch einen Sheltiewelpen holen solltet. Welpenerziehung ist wahnsinnig kompliziert und sollte nur von jemandem übernommen werden, der sich schon mit Hundeerziehung am lebendigen Objekt beschäftigt hat (der also schon ein oder mehr Hunde hatte). Außerdem seid ihr keine Schäfer und habt daher keinen Grund dazu, dass ihr einen Hund vom Welpenalter an trainiert. Weil ihr bisher noch keinen Hund habt und auch noch zweifelt, seid ihr keine absoluten Sheltie-Liebhaber.

Mein Tipp: Geht ins Tierheim und holt euch da einen Hund. Ihr seid nicht auf eine Rasse angewiesen und es gibt sehr viele Mischlinge, die auch ein schönes Zuhause verdient haben. Die können auch gut erzogen werden, auch wenn sie erwachsen sind, und werden euch genauso lieben und haben es auf jeden Fall verdient. Und wenn ihr im Tierheim einen erwachsenen Sheltie trefft und euch verliebt, dann habt ihr ja doch einen Sheltie. Aber lasst auch anderen Rassen oder Mischlingen eine Chance, weil ihr nicht auf einen Sheltie angewiesen seid, aber diese Hunde auf so tolle Familien wie euch schon!

Danke!

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Die Rasse des Hundes ist dir doch eigentlich egal, warum solltest du sonst immer nach anderen Rassen fragen?

Geh ins Tierheimen und hol dir einen Hund, der dort wartet, wenn du dich genügend über Hunde und Hundeerziehung informiert hast. Du hast nämlich überhaupt keine Grund einen Hund nach der Rasse auszusuchen (weder Vorliebe, noch Aussehen, noch Züchter, noch Arbeitstier).

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Schwerer Bewaffneter raubüberfäll beihilfe wie hoch wäre die strafe ca?

Letztes Jahr im Sommer hab ich die dümmste Entscheidung meines Lebens getroffen, ich habe mich überreden lassen bei einem bewaffneten raubüberfäll mitzumachen. Da ich zu viel Angst hatte und mir eine ordentliche Summe versprochen wurde, bin ich vor der Tatzeit in die spielhalle gegangen, erkundschaftete den Laden und sagte dem Kopf der Bande wie viele Personen sich im Laden befinden. Daraufhin hab ich unverzüglich die spielhalle verlassen und bin zu Fuss geflüchtet und traf mich mit den anderen 3 Mittätern eine Stunde später am vereinbarten Treffpunkt. Wir teilten uns das Geld auf und trennten uns, der Kopf der Bande hat in 3 Wochen 4-6 Überfälle mit 4-8 verschiedenen Tätern gemacht. Ich war nur bei dem einen dabei. 6 Monate später stürmten 5 Beamte meine Wohnung gegen mich lag ein Haftbefehl vor, da der Kopf der Bande geschnappt wurde und alle verraten hat. Allerdings bin ich nach 1 Monat u-haft freigekommen da mein Anwalt dem Haftrichter nachweisen konnte, dass bei mir keine fluchtgefahr besteht da ich einen festen wohnsitz habe, feste beziehungen in meiner stadt und einen festen Arbeitsplatz hab... naja bzw arbeit hatte. Aber ich bin schon an einer abendrealschule angemeldet um dort mein realabschluss nachzuholen. Es sind 6 Verhandlungstage, alles wird vor dem Landgericht vorgeführt. In 2 Wochen geht's los. Ich weiß, dass es immer auf den Richter drauf ankommt und mir keiner zu 100% weiterhelfen kann, Aber mir würde es helfen worauf ich mich einstellen kann, nicht dass ich da einen Schock kriege. Ich bin/war zur Tatzeit 19 Jahre alt, bin deutscher Staatsbürger & hab mir noch nie etwas zu Schulden kommen lassen. Die Verhandlung findet in NRW statt. Bitte nur ernste antworten, ich weiß was ich getan hab, kann es nicht rückgängig machen und bin einsichtig. Danke im voraus

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Die Antwort von furbo sollte zur besten Antwort ausgezeichnet werden.

Hinzufügen möchte ich dennoch, dass du dir einen sehr guten Anwalt suchen solltest, der das Gericht von der Anwendung von Jugendstrafrecht überzeugt. Du und dein Anwalt sollten besonders darauf hinweisen, dass auf dich viel Gruppenzwang gewirkt hat und du einfach von so viel Geld überredet wurdest. Dann könnte man bei einem 19-Jährigen überlegen, dass der Grund, warum du dich an diesem Verbrechen beteiligst, doch in deiner jugendlich-doofen (Sorry, aber das ist noch nett ausgedrückt) Art liegt.

Ehrlich gesagt... Das war ein hartes Verbrechen und du solltest natürlich bestraft werden. Aber ich würde es dir gönnen, dass du mit 2 Jahren auf Bewährung davon kommst, wenn du damit nicht in die Kriminalität verfällst.

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Bin wie der Rest hier ebenfalls sehr subjektiv, daher musst du dir wohl eine eigene Meinung bilden.

Meine Erfahrungen sind ein halbes Jahr als Austauschsemester während des Studiums in Japan (Fukuoka) und ein wenig Urlaub in Südkorea. 

Das klingt jetzt, als hätte ich von Südkorea wesentlich weniger erlebt, aber man muss dazu sagen, dass Fukuoka aufgrund seiner räumlichen Nähe zu Korea (Flug von Fukuoka nach Seoul nur etwas mehr als eine Stunde) viel (süd)koreanischen Einfluss hat und ich koreanische und japanische Freunde gefunden habe.

An welchen Kriterien solltest du deinen Austausch also entscheiden?

  • Persönliches Bauchgefühl: Man liebt Japan oder eben Südkorea und hat immer den Hang zu einem oder anderen Land. Wenn du dich über beide Länder informierst (wie auch hier), wirst du früher oder später dich zu einem mehr hingezogen fühlen. Falls nicht, dann gibt es noch weitere Kriterien
  • Sprache: Koreanisch und Japanisch haben viele Gemeinsamkeiten, sind aber wohl nicht verwandt. Beide Sprachen sind nicht einfach zu erlernen (gerade also Europäer), Koreanisch ist vermutlich ein bisschen einfacher. Da du die Sprache lernen musst (und auch weiter lernen willst) und im Alltag ebenfalls verwenden musst, weil Englisch nicht so selbstverständlich ist wie in Europa, solltest du dir überlegen, welche Sprache du schon kannst oder lieber lernen möchtest, dazu später mehr
  • Menschen: Südkoreaner und Japaner sind sehr unterschiedliche Menschen. Höflichkeit, Offenheit, etc. unterscheiden sich sehr, auch wenn es natürlich nicht verallgemeinert werden darf. Vielleicht hilft es dir Dokumentationen oder Filme anzusehen, um zu sehen, was dir mehr gefällt, dazu später mehr

So, nun zu den Vorzügen und Nachteilen des jeweiligen Landes.

Vorteile von Südkorea:

  • Sprache: Vermutlich ist die koreanische Spracher etwas leichter zu erlernen als die japanische Sprache. Sie besteht fast ausschließlich aus dem koreanischen "Alphabet", sodass du praktisch alles lesen kannst, wenn du das gelernt hast. Es schummeln sich nur sehr sehr selten chinesische Zeichen in die Texte. Zudem ist es mit der Höflichkeit nicht ganz so kompliziert wie im Japanischen.
  • Koreanisches Essen: Ist sehr lecker, man kann süchtig davon werden, es ist aber sehr oft scharf.
  • KPop: Ich fand Boygroups schrecklich, dann bin ich nach Fukuoka und wurde "bekehrt". Wenn man K-Pop mag, dann hat man immer eine Verbindung mit Südkorea und den Menschen dort ;-)

Nachteile von Südkorea:

  • Streitigkeiten mit Nordkorea: Die Lage spannt sich immer wieder an (wie jetzt beispielsweise), das kann unter Umständen auch Probleme verursachen. Andererseits ist die Lage ja nie wirklich entspannt, also muss man das so ein bisschen als gegeben hinnehmen.
  • Für mich persönlich sind die Menschen ein Nachteil, aber bevor ihr mich jetzt alle fertig macht: Es waren einfach viele Erfahrungen in Seoul, die mich etwas genervt haben. Beispielsweise haben sich die Leute oft geweigert mit mir zu sprechen, wenn ich es nicht auf Koreanisch versucht habe (und ich kann kaum Koreanisch). Taxifahrer vom Flughafen konnten die koreanische Adresse vom Hostel nicht lesen, mussten dann zu Fuß laufen (und zwar nachts). Dann kann man kaum in einen Laden gehen, ohne dass man von den Verkäuferinnen angesprungen wird (ich empfinde das als äußerst anstrengend, weil es auch sehr schwer ist, nein zu sagen), man bekommt sofort Make-Up auf die Hand geklatscht oder Hüte aufgesetzt, damit man etwas kauft. Andere mögen diese offene, direkte Art, aber ich kann damit nichts anfangen. Wenn man Südkoreaner kennt, sind das aber wirklich super nette Menschen, aber man begegnet am Tag halt 100 fremden Menschen und nur ein paar Bekannte, deswegen ist für mich der Eindruck der Menschen halt nicht so positiv.

Nachteile von Japan:

  • Die Sprache ist einfach nur schwer. Ich lerne Japanisch seit April 2014, aber es ist nicht einfach. Es gibt 3 Höflichkeitsstufen, die man beherrschen muss (von etwa 100 oder so). Es gibt die Kanji, die chinesischen Zeiten, ohne die man nichts lesen kann, weil sie im Alltag überall auftauchen (zum Glück gibt es Apps, die über Fotos dann solche Zeichen übersetzen). 

Vorteile von Japan:

  • Eines der sichersten Länder der Welt, es gibt so gut wie keine Gewaltverbrechen, sodass man nach einer Zeit direkt das Böse im Menschen vergisst. Dann lässt man schon mal seinen schweren Rucksack liegen, um zum anderen Gleis zu gehen und sich dort ein Getränk zu kaufen, weil es bei der Rückkehr nicht einmal berührt wurde (mit Koffern am Flughafen aber bitte nicht machen :-D)
  • Die höfliche Art der Japaner wirkt auf viele befremdlich (habe mich gestern auf gutefrage.net mit jemandem ausführlich darüber unterhalten). Man muss auf jeden Fall lernen die Japaner richtig zu lesen. Das hängt auch etwas mit der Sprache zusammen: "Ich denke darüber nach" heißt schlicht und ergreifend "Nein", aber es ist zu unhöflich das zu sagen. Und man muss selbst sich diese Art auch beibringen. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen (im Gegensatz zur direkten Konfrontation mit den südkoreanischen Verkäuferinnen). Wenn man die Japaner dann kennt, sind die auch äußerst verrückt und haben viel Spaß mit dir und sind sehr neugierig und offen, was sie aber bei der ersten Begegnung nicht so zeigen. Höflichkeit geht erst einmal vor. Für mich ein Vorteil, für dich vielleicht nicht.
  • Reisen: Auch in Südkorea kann man schön reisen, aber in Japan gab es für mich 100 Orte, die ich besichtigen wollte, die kulturellen Städte und Landschaften haben mich mehr angesprochen.

Fazit: Meine Aufzählung ist subjektiv, ganz klar, ich bin eben doch im Herzen mehr in Japan, auch wenn ich Südkorea toll finde! Aber ich habe versucht alle Seiten zu beleuchten und ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

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