In welchem Kontext steht die Frage? Ein Vetorecht zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass eine ablehnende Stimme reicht, um das Votierte zum Scheitern zu bringen. Das schränkt die Handlungsfähigkeit des jeweiligen Organs erheblich ein. Ein Beispiel ist der UN-Sicherheitsrat. Dort sitzen insgesamt 20 Staaten von denen nur 5 Veto berechtigt sind. Die 15 können einstimmig mit ja votieren, sobald eines der 5 Länder die Resolution negiert, ist die Resolution gescheitert. Da die 5 Staaten diametrale Interessen vertreten wird vom Veto-Recht häufig Gebrauch gemacht. Außerdem hat es keinen demokratischen Charakter, da die Stimmen der überwiegenden Mehrheit keine Beachtung finden, sobald Veto eingelegt wird.

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Die Symbolik Wolf im Zusammenhang mit den Türken entspringt der türkischen Mythologie und die hat vornehmlich nichts mit politischen Ausrichtungen zu tun. Asena nennt sich diese Wölfin, die eine Legende in der türkischen Mythologie darstellt. Diese Wölfin ist der Wegweiser des letzten überlebenden Türken gewesen, die ihm half aus einer Höhle namens Ergenekon zu fliehen.

Deswegen ist der Wolf in vielen verschiedenen Turkvölker-Staaten identitätsstiftend.

Lediglich weil eine Partei diese Symbolik politisiert, kann man es nicht auf diese Partei zuschneiden.

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Weil die Partei, die dafür verantwortlich wäre, unmittelbar die Resonanz zu spüren bekommen würde und die Wählerschaft eben dieser Partei die Rechnung auftischen würde. So ist es ja noch kein Skandal. Eine Sprengung wäre aber ein Skandal des Jahrhunderts :)

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Das ist sehr subjektiv. Der Islam lehnt Nationalismus ab. Von daher erübrigt sich die Frage wessen Nationalität für den Sohn/die Tochter Geltung hat und wessen nicht.

Zu Zeiten des Propheten gab es Stämme. Wenn die Tochter einer Person von Stamm x mit dem Sohn von einer Person des Stammes Y verheiratet wurde, war die Tochter dem Stamm x zugehörig. Es hatte auch über Jahre Tradition, dass die Frau zum Mann zieht. Eine meiner Verwandten beispielsweise ist mit einem Türken aus Frankreich verheiratet. Meine Verwandte lebte in der Türkei. Nach der Heirat zog sie zu ihm nach Frankreich. Wenn man das analog auf die Nationalität anwendet, dann macht das Sinn, dass die Nationalität des Mannes überwiegt. Die Frau löst sich nach der oben beschriebenen Tradition von ihrer Familie [mehr oder weniger] und wird ein Teil der Familie des Mannes.

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Sind die Bedenken bezüglich der Organspende berechtigt?

Es gilt ja bei der Organspende, dass die Organe entnommen werden müssen, während sie noch "frisch" sind und der Tod noch nicht eingetreten ist oder eingetreten ist aber nicht viel Zeit vergangen ist. Da haben manche Menschen Bedenken, da Hirntod für sich ein kontroverses Thema ist, wo sich Geister scheiden. Es soll Fälle geben, wo Hirntote wieder zum Leben finden. Und da Organe rechtzeitig entnommen werden müssen, könnte es ja sein, dass einem Hirntoten die Organe frühzeitig entnommen werden, ohne abzuwarten, ob sich der Zustand des Kranken verbessert. Und das würde ernsthafte Sorgen bzgl. der Organspende begründen.

Ein anderer Aspekt, der auf deutschem Boden eher unwahrscheinlich ist, ist der, dass korrupte Ärzte ja gegen Bestechung fahrlässig den Tod eines Kranken bewirken können, damit die Organe ihm entnommen werden können und für einen anderen Patienten in Frage kommen. Wie realitätsnah und berechtigt sind solche Befürchtungen? Ich habe keinen Wahnsinn von wegen mein Körper müsse als ganzes beerdigt werden, ich dürfte nicht entstellt werden. Ich würde in eine Organspende nach meinem Tod einwilligen. Allerdings nicht unter in Kaufnahme solcher willkürlichen Risiken.

Ich habe kein medizinisches Wissen bzgl. des Themas "Hirntod". Bitte seht es mir nach, wenn ich falsche Behauptungen aufstelle. Aber soweit ich weiß, ist der Hirntod nicht gleichzusetzen mit dem Tod. Es bestünde nach meinen Kenntnissen einen rudimentären Hoffnungsschimmer, dass der Kranke wieder aus dem Koma aufwacht.

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"*bitte seht es mir nach" sollte es natürlich heißen :)

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Ab defizitärer Gefährdung. Defizit = 4-

Wenn du 4- stehst, muss der Lehrer eine Entscheidung bzgl. deiner Zeugnisnote fällen. Da man auf der Realschule noch kein Punktesystem in der Notenvergabe hat, muss man dann eine Entscheidung zu deinen Gunsten (4) oder zu deinen Ungunsten (5) fällen. Damit du über dies in Kenntnis gesetzt wirst, gibt der Lehrer dir und deinen Eltern postalisch Bescheid.

Angaben gelten für NRW. Sollte aber eigentlich deckungsgleich sein

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Kommt drauf an. Wenn das Thema brisant ist und Interesse erweckt, dann könnte ich auch einen längeren Text durchlesen. Wenn der Inhalt aber Liebesmotive sind, die klischeehaft, unkreativ sind und sich ständig wiederholen, würde ich mir nicht einmal die Mühe machen es zu überfliegen.

Mich nervt es einfach nur, wenn man die bekannten Liebesmotive immer wieder aufgreift. Wirkt letztlich wie eine aufgesetzte Persönlichkeit und sehr künstlich.

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Was daran ekelt dich denn an? Das ist wahrscheinlich für die Meisten hier nicht mal ansatzweise nachzuvollziehen, außer für Schwule (versteht sich). Wenn du beschreiben könntest, was dich konkret an diesem Organ anekelt, könnte man vielleicht einen Rat geben, wie du das anekelnde gedanklich ausblendest oder dich damit "anfreundest"

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Der Kommunismus prophezeit ja, dass der Kapitalismus scheitern wird und gar zum Scheitern verurteilt ist. Das klingt nicht ganz abwegig und haltlos. Zugegebenermaßen kenn' ich mich mit wirtschaftlichen Vorgängen nicht ausreichend aus, allerdings ist es Tatsache, dass sich Staaten stetig verschulden und die Inflation jährlich steigt. Das ist auch im Interesse des Staates, dass die Inflation steigt (siehe EU-Wirtschaftspolitik, jährliche positive Inflation von bis zu 2%). Die EU-Staaten tun sich ohnehin schwer damit sich an die eigenen Richtlinien zu halten und eine Grenze für zulässiges Verschulden einzuhalten. Selbst Deutschland richtet sich nicht nach dieser Richtlinie, obwohl es der wirtschaftlich stärkste Staat ist.

Die Entwicklung ist besorgniserregend. Wirtschaftliche Missstände würden die Zuwendung zu linkem Gedankengut bestärken und wären vermutlich auch die maßgeblichen Voraussetzungen für einen Aufstand.

Allerdings ist das alles spekulativ. Eine konkrete und wahrheitsgemäße Aussage lässt sich nicht treffen.

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2,7 ist in der Tat kein gutes Zeugnis und kein Durchschnitt der viel Anspruch erfordert, da ich es von mir selber kenne. Ich hatte in der Q1 einen Durchschnitt von 2,8, wobei meine Klausuren zwischen 1 und 3 hin und her schwankten. Wenn man gute Klausuren schreibt und sich mündlich dürftig beteiligt, dann ist ein Durchschnitt von 2,8 ohne weiteres machbar. In der Q2 habe ich mich etwas mehr angestrengt und regelmäßiger die Hausaufgaben gemacht. Das Ergebnis war ein Schnitt von 2,0. Klar, nichts Besonderes. Allerdings lässt es den Schluss zu, dass 2,8 tendenziell unter dem oder im Durchschnitt anzusiedeln ist. Nicht sich auf der Aussage deiner Mutter versteifen. Einfach nach vorne blicken und es für's nächste Jahr besser machen.

Setz' deine Ziele hoch, hab' Anspruch auf gute Leistung. Das fördert deinen Ehrgeiz und Du gibst dich mit durchschnittlichen Leistungen nicht zufrieden. Das war das Prinzip, was ich mir angeeignet hatte. Auch wenn Du deinen Ansprüchen am Ende nicht gerecht wirst, so wirkt sich das indes konstruktiv auf deine Noten aus, weil Du dir, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, mehr Mühe geben wirst.

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Wie die anderen Beantworter auch schon zum Ausdruck gebracht haben, ist das Thema vielseitig und komplex. Allerdings hat Großbritannien ein maßgebliches Fundament für die Disharmonie im Nahen Osten geschaffen. Sein Komplize ist Frankreich. Das Sykes-Picot-Abkommen definierte die Grenzen der Staaten unberücksichtigt dessen, welche Gebiete von welcher Glaubensrichtung, Ethnie, Konfession geprägt sind. Auch die kulturellen Unterschiede der Bewohner der Region wurden nicht in den Fokus gerückt. Die gradlinigen Grenzen der Nahost-Staaten sind wie mittels Lineals gezogen. Das ist kontraproduktiv bzgl. der Harmonie. Heute sehen wir das Resultat der verfehlten Politik. Konfessionskriege brechen aus, mehrheitlich sunnitische Staaten werden von Aleviten regiert (Syrien), Jemen wird zum Spielball der Repräsentanten verschiedener Konfessionen (Iran und Saudi-Arabien).

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Meines Erachtens ist der entscheidende Faktor für die Politikverdrossenheit vor allem der Jugendlichen der ist, dass viele mit wirtschaftlichen Abläufen etc. nichts anfangen können, weil die erforderlichen Sachkompetenzen fehlen. Das Interesse an der Politik steigt, wenn sie sich unmittelbar betroffen fühlen siehe Flüchtlingswelle. Wenn in einem Staat die Verhältnisse angespannt sind und das Volk sich zunehmend polarisiert, steigt auch die Wahlbeteiligung siehe Türkei. Dort ist das Volk zutiefst gespalten und steht sich nahezu feindgesinnt gegenüber. Da will man der Gegenseite nicht begünstigen, indem man sich nicht bei der Wahl beteiligt.

Krisen wirken sich auf das Politikinteresse des Volkes aus. Deutschland ist ein strukturell gutgestelltes Land. Die Ordnung und Sicherheit wird zum größten Teil sehr gut bewahrt. Gesetze haben Geltung und die Exekutive leistet gute Arbeit bezüglich der Normgeltung. In so einem gut funktionierenden Staat sinkt das Interesse an der Politik und nimmt wieder zu, wenn diesen Aspekten Gefahr droht sich zu verschlechtern

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Ich denke, dass der wesentliche Unterschied der besagten Fächer, darin begründet liegt, dass Deutsch auf analytisches Denken ausgelegt ist und Powi auf logische und stringente Argumentation. Zugegebenermaßen hatte ich kein Powi, sondern Sowi, was jedoch zum Teil Powi mit einschließt. In Sowi musste man vorgefertigte Argumente von Wissenschaftlern, renommierten Personen auswendig lernen und diese in der 3. Frage Teil der Prüfung anwenden. Die erste Frage war banales Reproduzieren => "Beschreibe die wesentliche Merkmale der Institution X der EU". Das anspruchsvolle war die Intensität des Stoffes. Wir musste 5 Themen lernen und in der Klausur wurde ein Thema abgefragt. Abgesehen davon musste man salopp gesagt 10 Institutionen in ihren wesentlichen Merkmalen kennen. Zu den Merkmalen gehörten Aspekte wie Gründungsjahr, Funktion, Zusammensetzung (bspw. Bundestag 550 Abgeordnete. Die Zahl entspricht womöglich nicht der Realität. Soll nur dem Verständnis dienen).

Deutsch fand ich persönlich interessanter, wenn man die Lektüren außen vor lässt. Spracherwerb und Sprachphilosophie ist brennend interessant gewesen (Sachtext-Analyse). Für Gedichte braucht man ein gewisses Fingerspitzengefühl und eine gewisse Phantasie um sich das Beschriebene bildlich vorzustellen, Symbole und Motive zu erkennen um am Ende den richtigen interpretativen Schluss zu ziehen. Wobei es hier auch teilweise auf die Interpretation ankommt. Die Grenze ist jedoch die Epoche. Wenn du in ein Gedicht des Barocks Liebe und Sehnsucht hineininterpretierst, hast du trotz möglicher stringenter Argumentation das Thema verfehlt. Ätzend sind die Lektüren für mich gewesen. Ich empfinde die deutsche Literatur als Gefühlskalt. Ich kann mir das nicht gut begründen, aber die Themen wirkten verstörrend auf mich.

Wahrscheinlich wird dir meine Antwort im Nachhinein nicht viel bringen, da sie zum größten Teil subjektiv ist. Allerdings viel es mir sehr schwer mich für eine Seite auszusprechen, da ich beide Fächer gut leiden konnte :)

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Juan Allman stimme ich gänzlich zu. Hinzu kommt auch das Rollenbild in konservativen Gesellschaften. Frauen gilt es zu schützen, während Männer die Rolle der Schützer haben. Es galt lange Zeit als eine Pflicht der Ehre in den Krieg zu ziehen, damit die Kinder und Frauen der Männer verschont bleiben. Im Mittelalter wurde das Volk eines Reiches nach dessen Niederlage in einer Schlacht entweder sofort getötet oder vergewaltigt und dann getötet. Die Verhinderung dieser Konsequenz war den Männern eine Motivation in den Krieg zu ziehen. Männer scheinen auch einen ausgeprägten Beschützerinstinkt zu haben. In der Türkei war es im 20. Jahrhundert ein traditionelles Tabu Mädschen mit Männern zu verheiraten, die ihrer Wehrpflicht nicht nachgekommen sind. Weibliche Kriegsgefangene sind der Gefahr ausgesetzt zu Sexsklaven zu werden. Das gab es soweit ich mich recht entsinne in einem asiatischen Krieg, an dem Japan, Korea und/oder China beteiligt waren. Kein traditioneller, konservativer Mann und kein Vater würde diese Gefahr in Kauf nehmen

Es hat also sowohl traditionelle, als auch rationale Gründe wie bspw. grundsätzliche physische Überlegenheit der Männer.

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Westjordanland ist ein Teil des israelischen Staates, worauf allerdings die Palästinenser berechtigten und völkerrechtlichen Anpruch haben. Es befindet sich im östlichen Teil Israels. Auch bekannt unter dem Namen Westbank. Es untersteht der palästinensischen Autonomie und wird von der Fatah Partei regiert. Allerdings ist es Tatsache, dass palästinensische Autonomie im Westjordanland kontinuierlich schrumpft, da die israelische Regierung mittels eines illegalen, völkerrechtswidrigen Siedlungsbaus das eigene Territorium immer weiter expandieren lässt.

Zusammengefasst: Westjordanland = de jure israelisches Gebiet, was jedoch teilweise von der Fatah Partei regiert wird und eine palästinensische Autonomie darstellt. Autonomie = Kein Staat, wird jedoch wie ein Staat von einer Minderheit regiert. Sie hat ihre eigenen Behörden, ihr eigenes Parlament etc.

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Das linke politische Spektrum plädiert für eine sozialistische, unter Umständen für eine kommunistische Politik. Dabei kommt es darauf an, in welchem Maß sie sich in das linke Spektrum zugehörig sehen. Linksextremisten sind zweifelsohne Kommunisten, die individuelles Privateigentum ablehnen und Kollektiveigentum fordern. Vereinfacht heißt es nur, dass sämtliche Unternehmen bzw. Einrichtungen die auf Kommerz ausgerichtet sind, verstaatlicht und von einer zentralen Institution dirigiert werden. Die Unternehmen bekommen dann beispielsweise Vorschriften bezüglich der Produktion. Ein Beispiel Unternehmen X soll nur dem Bedürfnis der Gesellschaft entsprechend produzieren. Besteht in einem lokalen Gebiet eine Nachfrage von 1000 Autos, so sind nur 1000 zu produzieren. Marktliberalismus wäre das Gegenteil. Kommunisten haben ein einfaches Weltbild: Bourgeoisie und das Proletariat. Vereinfacht: Die Elite und die Arbeiterschaft. Die Elite ist mehr oder weniger der Feind des Proletariat und Aufstände, Protest und Wut sind der Motor bzw. der Antrieb des Kommunismus, da Aufstände gleichzusetzen sind mit Forderungen und Druck auf den Staat. Kommt der Staat diesen nicht nach, läuft er Gefahr, dass sich Aufstände verschärfen. Zudem hat der Kommunismus ein eigenes politisches Konzept. Die Räterepublik, wenn ich mich nicht täusche (Alle Angaben unter Vorbehalt. Das sind noch Dinge, die ich vom Geschichte-Unterricht damals mitgenommen habe)

Sozialisten sind moderater diesbezüglich. Diese setzen sich für Arbeitergewerkschaften, sozialistische Reformen wie Kindergeld, Krankenkassen, Arbeitslosengeld etc. ein. Oft ist dieses Lager pazifistisch gesinnt. Sie fordern gerechte und menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Sie sind quasi weniger aggressive Gegenspieler der Unternehmer und der Elite. Gerechte Einkommensverteilung, Chancengleichheit, gerechte Regelung der Vermögensverteilung, Erbschaftssteuer etc. stehen auf der Agenda der Sozialisten.

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Das war jetzt eher intuitiv niedergeschrieben.

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