Hallo! Ähnlich wie sich Dein Äußeres, Dein Gesicht, Dein Körper verändert, so verändert sich auch Deine Stimme - und zwar Dein ganzes Leben lang! Mit 46 klingst Du anders als mit 16, und mit 76 wieder anders als mit 46. Die Stimme altert, reift, verändert sich. Neben dieser langsamen, unmerklichen Entwicklung gibt es auch relativ abrupte Änderungen. Eine solche sprunghafte Änderung ist der Stimmbruch - oder besser Stimmwechsel. Den haben nicht nur Jungs. Vor dem Stimmwechsel klingst Du eher nach "Mädchen", nach dem Stimmwechsel dann mehr nach "Frau". Tendenziell wird die Stimme tiefer.

...zur Antwort

Hallo! Leider kann Dir niemand sagen, aus welchem Grund Du wie lange im Stimmbruch sein wirst - selbst HNO-Ärzte und Phoniater nicht. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Stimme fast immer in der Zeit zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr von "Knabe" hin zu "Mann" wechselt. Mit 16 Jahren liegst Du also eher am Ende dieser Zeitspanne. Die ersten Anzeichen für den Stimmbruch: die Stimme wird oft kräftiger als vorher, verliert jedoch an Höhe. In der zweiten Phase klingt die Stimme oft rau, auch behaucht und sie kippelt - das ist der eigentliche "Stimmbruch". In der dritten Phase festigt sich die neue, tiefe Stimme allmählich, der Stimmklang wird (wieder) klarer. Die akute Phase dauert meist nicht länger als drei, vier Monate. Die Phase danach kann jedoch mehrere Jahren dauern! So schwer es Dir fällt: Habe Geduld! Wenn Du im Stimmwechsel bist, solltest Du die Stimme tendenziell schonen: vermeide es, lautstark beim Sport die eigene Mannschaft anzufeuern oder auf Rockkonzerten mitzugrölen. Das kann die Stimme durchaus schädigen. Im übrigen: Fachleute bezeichnen den Stimmbruch auch als Mutation, Du bist jetzt also - ungelogen! - ein Mutant - witzig, oder?

...zur Antwort

Hallo! Vermutlich jeder, der sich zum ersten Mal aufgenommen hört, empfindet die eigene Stimme als komisch und fremd. Dieser "Stimmerkennungsschock" ist vollkommen normal. Warum ist das so? Zum einen hat das mit der Wahrnehmung Deiner eigenen Stimme zu tun, zum anderen mit der Qualität der Aufnahme- und Wiedergabetechnik.

Zum ersten: Du hörst Dich selbst anders als andere. Das liegt daran, dass die Schallwellen, die beim Singen oder Sprechen im Kehlkopf entstehen, direkt über Knochen und Gewebe an das Ohr geleitet werden. Diesen "Knochenschall" hörst nur Du selbst! Zum Knochenschall kommt der Schall aus der Luft, den Du über das Außenohr aufnimmst. Alle anderen kennen von Dir nur den "Luftschall". Du selbst hörst eine Kombination aus Knochen- und Luftschall; Du nimmst dadurch Deine Stimme als etwas dunkler/dumpfer wahr, als sie tatsächlich "draußen" klingt.

Zum zweiten: Wenn Du Dich aufnimmst, dann ist die Qualität des Mikrofons wichtig. Zur Qualität der Aufnahmetechnik (Mikrofon) kommt natürlich noch die Qualität der Wiedergabetechnik (Lautsprecher, Kopfhörer) hinzu. Je nachdem, ob Du Deine Stimme via Lautsprecher anhörst oder über Kopfhörer, klingt die Stimme entsprechend anders. Die Raumakustik tut ein übriges...

Vielleicht klingt Deine Stimme aufgenommen also gar nicht schrecklich, wie Du schreibst, sondern lediglich ungewohnt?

...zur Antwort

Hallo! Ferndiagnosen sind heikel. Niemand kann genau sagen, ob Du jetzt im Stimmbruch bist oder noch nicht. Wenn Du es genau wissen willst, wende Dich an einen Profi. HNO-Ärzte, Phoniater, Logopäden sind die Experten, wenn es um Stimme geht.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Stimme fast immer in der Zeit zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr von "Knabe" hin zu "Mann" wechselt. Mit 13 Jahren liegst Du also am Anfang dieser Zeitspanne. Die ersten Anzeichen für den Stimmbruch: die Stimme wird oft kräftiger als vorher, verliert jedoch an Höhe. In der zweiten Phase klingt die Stimme oft rau, auch behaucht und sie kippelt - das ist der eigentliche "Stimmbruch". Wenn Du schreibst, dass die Stimme mal hoch und mal runtergeht, befindest Du Dich wahrscheinlich am Anfang dieser akuten Phase. In der dritten Phase festigt sich die neue, tiefe Stimme allmählich, der Stimmklang wird (wieder) klarer.

Wenn Du im Stimmwechsel bist, solltest Du die Stimme tendenziell schonen: vermeide es, lautstark beim Sport die eigene Mannschaft anzufeuern oder auf Rockkonzerten mitzugrölen. Das kann die Stimme schädigen. Im übrigen: Fachleute bezeichnen den Stimmbruch auch als Mutation, Jungs im Stimmbruch sind also - ganz ohne Startrek - tatsächlich Mutanten. Interessant, oder?

...zur Antwort

Hallo! Die gute Nachricht zuerst: Ja, Du kannst lernen, höher zu singen. Deine Stimme ist nämlich viel weniger eine feststehende, unveränderliche Eigenschaft, sondern eine flexible Fähigkeit. Und Fähigkeiten lassen sich doch trainieren, oder? Nun die weniger gute Nachricht: ohne Gesangsunterricht wirst Du das kaum hinbekommen. Warum? Für eine effektive Stimmarbeit ist professionelles Feedback von außen wichtig. Feedback - das liegt in der Natur der Sache - kannst Du Dir nicht in Lehrvideos anschauen oder aus Ratgeberbüchern herauslesen. Schlimmstenfalls trainierst Du Dir im Selbststudium eine Stimmtechnik an, die mehr schadet als nützt!

Wenn Du es wirklich ernst meinst mit Deinem Wunsch höher zu singen, dann wende Dich an einen Profi in Sachen Stimme. Gesangslehrer können Dir objektives Feedback geben und Dich stimmlich optimal beraten. Gesangslehrer zeigen Dir Strategien, wie Du das Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Gesangslehrer besorgen Noten für Dich, sie begleiten Dich am Klavier und natürlich zeigen sie Dir natürlich auch Übungen, wie du lernen kannst, höher zu singen. Einige Lehrer bieten günstige "Schnupperstunden" an. Es lohnt sich, sich ein wenig umzuhören. Also, worauf wartest Du?

...zur Antwort

Hallo! Ein bestimmtes Maß an Aufregung ist völlig normal. Lampenfieber ist eine absolut gesunde Reaktion Deines Körpers. Sie zeigt, dass Dir die Situation, vor anderen zu singen, nicht egal ist. Lampenfieber stellt Dir Energie bereit für außergewöhnliche Situationen. Wie wäre es, wenn Du diese Energie nutzt, wenn Du heute abend auf dem Weihnachtsmarkt singst? Hier ein paar Techniken und Methoden, um Dich sicherer zu fühlen beim Vorsingen. Sicherlich ist auch etwas für Dich dabei:

  • Gut geübt ist schon halb gewonnen - je sicherer Du Dich fühlst, je überzeugter Du von Dir bist, desto besser.
  • Spiele Dein Vorsingen im Kopf mehrmals durch und genieße dabei unbedingt den Applaus! Visualisiere Dir die Situation so genau wie möglich, wie Du singst und Spaß dabei hast.
  • Probiere nicht, den anderen gefallen zu wollen oder sonst irgendwelchen Anforderungen zu genügen. Singe zu allererst für Dich selbst, zu Deiner eigenen Freude.
  • Mache generell Entspannungsübungen (Progressive Muskelentspannung, konzentrative Entspannung, Autogenes Training)
  • Vor dem Singen: tief und ruhig atmen. Lege eine Hand auf Deine Bauchdecke und spüre, wie sie sich wie von selbst beim Einatmen nach außen (vorn) wölbt und beim Ausatmen wieder zurückgeht.
  • Bekämpfe die Aufregung nicht, sondern nimm sie in Kauf (dann beherrscht sie Dich viel weniger!)
  • Schau nicht direkt in die Gesichter im Publikum, sondern lasse Deinen Blick nur über die Stirn Deiner Zuhörer schweifen.

Zusätzlich kannst Du Dir einfach vorstellen, dass Du imaginäre Unterstützer, gute Freunde, Helfer hinter Dir stehen hast, die Dir "den Rücken stärken", die Dir "Rückenwind" geben, auf dem Du kraftvoll und frei dahinsegeln kannst. Habe Mut! Merry Christmas!

...zur Antwort

Hallo! Leider gibt es keine Zaubermittel, wie die Heiserkeit in nullkommanichts wieder verschwindet. Das, was sich Deine Stimme jetzt wünscht, ist eine Pause - Zeit für Ruhe, Entspannung, Erholung. Also gönne Dir diese Zeit. Das heißt: nicht üben, sondern mal Pause machen.

Zusätzlich gibt es viele weitere Dinge, die Du tun kannst, damit es der Stimme wieder besser geht. Solche Maßnahmen werden als Stimmhygiene bezeichnet. Gerade wenn Du viel singst, solltest Du die stimmhygienischen Do´s und Dont´s gut kennen.

Do´s Allgemein

  • Achte generell auf Balance in Deinem Leben: ausgewogen ernähren, viel bewegen, ausreichend schlafen, mindestens zwei Liter am Tag trinken (Wasser, Tee)
  • Beim Lutschen von Bonbons solltest Du unbedingt milde Produkte ohne Menthol bevorzugen, z. B. Isla-Moos-Pastillen, Emser Salz oder Salbei-Bonbons! Auch Ipalat ist empfehlenswert. Eines der besten Produkte: GeloRevoice.
  • Nach stimmlicher Belastung gönne der Stimme eine Pause.
  • Sorge für gutes Raumklima: Lüfte regelmäßig, stell ein paar Pflanzen in Dein Zimmer, sorge für ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit, besonders jetzt im Winter. Ideal sind 50-60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Um die Luftfeuchtigkeit zu messen, besorge Dir ein Hygrometer.
  • Wenn Du jetzt heiser bist, dann schone Deine Stimme unbedingt. Falls die Beschwerden über mehrere Tage nicht spürbar nachlassen, dann gehe sicherheitshalber zum Arzt. Fachärzte für die Stimme sind HNO-Ärzte und Phoniater.
  • Wenn Du oft erkältet bist, lohnt sich die Anschaffung eines Inhalationsgerätes. Einen solchen Kalt-Inhalator bekommst Du ab etwa 90 Euro in der Apotheke. Dabei wird eine Kochsalzlösung mikroskopisch fein zerstäubt. Den Dampf kannst Du einatmen - das ist sehr wohltuend und angenehm für die Stimme.

Do´s vor einem Auftritt

  • Vor einem Auftritt ist es wichtig, die Stimme aufzuwärmen. Ähnlich wie Sport braucht die Stimme ein Warmup (Einsingen).
  • Gehe mental noch einmal den Auftritt durch. Spiele alle Details in Deinem Kopf ab. Genieße dabei unbedingt den Applaus am Schluss!
  • Habe immer eine Flasche stilles Wasser dabei. Trinke regelmäßig einen Schluck. Das ist gut für die Schleimhäute.

Dont´s Allgemein

  • Keine Zigaretten, nur maßvoll Alkohol! Keine hochprozentigen Alkoholika!
  • Kaffee nur in Maßen!
  • Vermeide häufiges Räuspern! Wenn Du ein Räusper-Bedürfnis verspürst, so hüstele stattdessen leicht!
  • Nicht gegen starken Lärm ansprechen, z. B. im Bus, in der Disco, auf lauten Straßen oder Baustellen!

Dont´s vor einem Auftritt

  • Iss nicht eine große Portion unmittelbar vor dem Auftritt, allenfalls eine Kleinigkeit, z.B. einen Apfel.
  • Vermeide Verschleimendes wie Schokolade, Bananen, Milchprodukte...
  • Vermeide Stress und Hektik vor dem Auftritt, sorge stattdessen für eine entspannte Atmosphäre.

Ich wünsche Dir gute Besserung!

...zur Antwort

Hallo! Schleim im Hals beim Singen kann verschiedene Ursachen haben. In jedem Fall vermeide es, Dich zu räuspern. Denn das schadet den sensiblen Schleimhäuten. Wenn Du das Bedürfnis verspürst, Dich zu räuspern, dann schlucke stattdessen kräftig oder hüstele einfach. Hüsteln ist allemal besser als Räuspern.

Unabhängig davon: Überprüfe einmal, was Du isst und trinkst vor dem Singen. Süßes, z.B. Schokolade und Bonbons, hat eine verschleimende Wirkung - ebenso Bananen, Milch und Käse. Vermeide also unmittelbar vor dem Singen strikt Süßigkeiten und Milchprodukte. Statt Cola oder Saft trinke lieber Minderalwasser oder Deinen Lieblingstee. Das tut nicht nur Deiner Stimme gut, sondern ist auch obendrein gesund!

Wenn all diese Maßnahmen nur wenig bringen, dann kannst Du auch zum Arzt gehen. Experten in Sachen Stimme sind HNO-Ärzte und Phoniater. Sie können Dich untersuchen und gut beraten.

Viel Erfolg, viel Spaß beim Singen!

...zur Antwort

Ja, jeder Mensch, der über eine Stimme verfügt, kann grundsätzlich singen bzw. singen lernen. Denn die Stimme ist keine angeborene, ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern in erster Linie eine flexible, veränderliche Fähigkeit. Du kannst Deine Stimme tatsächlich trainieren; sowohl die Sprechstimme als auch die Singstimme.

Leider gibt es keinen Zaubertrick, kein Wundermittel, keinerlei Kniffe, wie Du in nullkommanichts lernst, besser zu singen. Schon gar nicht autodidaktisch. Für eine effektive Stimmarbeit ist nämlich individuelles Feedback von außen wichtig. Individuelles Feedback kannst Du Dir aber nicht in Lehrvideos anschauen, aus Ratgeberbüchern herauslesen oder hier bei gutefrage.net bekommen. Schlimmstenfalls trainierst Du Dir im Selbststudium eine Stimmtechnik an, die mehr schadet als nützt. Genau deswegen brauchst Du einen guten Gesangslehrer, jemanden, der Dir sagt, wie genau Du singst, wo Deine Stärken und Schwächen liegen.

Wenn Du also ernsthaft daran interessiert bist, Singen zu lernen, dann nimm Unterricht. Gesangslehrer geben Dir professionelles Feedback. Gesangslehrer zeigen Dir Strategien, wie Du das Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Gesangslehrer besorgen Noten für Dich, sie begleiten Dich am Klavier und natürlich zeigen sie Dir natürlich auch Übungen, wie du Deine Stimme gezielt verbessern kannst. Einige Lehrer bieten günstige "Schnupperstunden" an. Es lohnt sich, sich ein wenig umzuhören.

...zur Antwort

Hallo! Du schreibst, Du singst liebend gern und zweifelst gleichzeitig, ob Du es überhaupt kannst? Wie soll das gehen? Hast Du je einen Skifahrer sagen gehört: "Ich laufe für mein Leben gern Ski, weiß aber gar nicht, ob ich es überhaupt kann?" Oder einen begeisterten Schwimmer: "Ich liebe Rückenschwimmen, weiß aber gar nicht, ob ich es überhaupt kann?" Die Antwort liegt auf der Hand: Na klar kannst Du singen! Die Frage ist doch nicht, ob, sondern lediglich wie Du singst!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um herauszufinden, wie Du gut oder schlecht Du singst. Viele wurden schon genannt. Nicht alle aber sind gleichermaßen sinnvoll.

  1. Möglichkeit: Du kannst Deine Familie und Deine Freunde fragen, wie sie Deine Stimme und Dein Singen einschätzen. Freunde und Familienangehörige sind jedoch keine Gesangsexperten und wollen Dich nicht verletzen. Höchstwahrscheinlich bekommst Du also aus Deinem Familien- und Freundeskreis kein objektives, ehrliches Feedback.
  2. Möglichkeit: Du stellst ein Video bei YouTube ein - das geht auch unter einem Pseudonym - und bittest die User um deren Meinung. Aber auch die User sind in der Mehrzahl keine Gesangsexperten. Außerdem tummeln sich im Schutz der Anonymität viele Leute, die einfach Spaß daran haben, zu provozieren, zu stänkern und Menschen abzuqualifizieren. Auch bei YouTube bekommst Du also keine objektive Einschätzung Deiner gesanglichen Leistung.
  3. Möglichkeit: Du gehst zu einem professionellen Gesangslehrer und bittest um Feedback. Das kostet natürlich etwas, dafür bekommst Du eine fachlich qualifizierte Antwort auf Deine Frage. Gesangslehrer können Dir sagen, wo Deine Stärken und wo Deine Schwächen liegen. Gesangslehrer können Dich stimmlich beraten. Gesangslehrer helfen Dir, geeignete Lieder zu finden, besorgen entsprechende Noten. Gesangslehrer begleiten Dich am Klavier. Aber das wichtigste: Gesangslehrer können Dir konkrete Strategien zeigen, wie Du dein Singen gezielt verbessern kannst. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an. Studenten an Musikhochschulen unterrichten Übungsschüler manchmal sogar gratis.

Fazit: Du kannst singen. Um zu erfahren, was Deine Stärken und Schwächen sind, konsultiere einen erfahrenen Gesangslehrer. Eines sollte Dir schon jetzt klar sein: Du wirst es nie allen recht machen können. Es wird immer Menschen geben, die sagen "Wow, tolle Stimme!" und es wird immer Menschen geben, die meinen "Nee, gefällt mir überhaupt nicht!" Wichtig ist, dass Du selbst Spaß am Singen hast. Es lohnt sich! Viel Spaß, viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Es gibt viele Do´s und Dont´s - also Dinge, die Du möglichst tun oder lassen solltest vor einem Auftritt. Einige hast Du bereits genannt. Hier die aus meiner Sicht wichtigsten:

Do´s Allgemein

  • Achte generell auf Balance in Deinem Leben: ausgewogen ernähren, viel bewegen, ausreichend schlafen, mindestens zwei Liter am Tag trinken (Wasser, Tee)
  • Beim Lutschen von Bonbons solltest Du unbedingt milde Produkte ohne Menthol bevorzugen, z. B. Isla-Moos-Pastillen, Emser Salz oder Salbei-Bonbons! Auch Ipalat ist empfehlenswert. Eines der besten Produkte: GeloRevoice.
  • Nach stimmlicher Belastung gönne der Stimme eine Pause.
  • Sorge für gutes Raumklima: Lüfte regelmäßig, stell ein paar Pflanzen in Dein Zimmer, sorge für ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit, besonders jetzt, wenn die Heizperiode wieder beginnt. Ideal sind 50-60 Prozent Luftfeuchtigkeit.
  • Wenn Du erkältet bist, dann schone Deine Stimme unbedingt. Falls die Beschwerden über mehrere Tage nicht spürbar nachlassen, dann gehe sicherheitshalber zum Arzt. Fachärzte für die Stimme sind HNO-Ärzte und Phoniater.
  • Wenn Du oft erkältet bist, lohnt sich die Anschaffung eines Inhalationsgerätes. Einen solchen Kalt-Inhalator bekommst Du ab etwa 90 Euro in der Apotheke. Dabei wird eine Kochsalzlösung mikroskopisch fein zerstäubt. Den Dampf kannst Du einatmen - das ist sehr wohltuend und angenehm für die Stimme.

Do´s vor einem Auftritt

  • Vor einem Auftritt ist es wichtig, die Stimme aufzuwärmen. Ähnlich wie Sport braucht die Stimme ein Warmup. Dieses stimmliche Warmup heißt Einsingen.
  • Gehe mental noch einmal den Auftritt durch. Spiele alle Details in Deinem Kopf ab. Genieße dabei unbedingt den Applaus am Schluss!
  • Habe immer eine Flasche stilles Wasser dabei. Trinke regelmäßig einen Schluck. Das ist gut für die Schleimhäute.

Dont´s Allgemein

  • Keine Zigaretten, nur maßvoll Alkohol!
  • Keine hochprozentigen Alkoholika!
  • Konsumiere Kaffee nur in Maßen!
  • Vermeide häufiges Räuspern! Wenn Du ein Räusper-Bedürfnis verspürst, so hüstele stattdessen leicht!
  • Vermeide es, gegen starken Lärm anzusprechen, z. B. im Bus, in der Disco, auf lauten Straßen oder Baustellen!

Dont´s vor einem Auftritt

  • Iss nicht eine große Portion unmittelbar vor dem Auftritt, allenfalls eine Kleinigkeit, z.B. einen Apfel.
  • Vermeide Verschleimendes wie Schokolade, Bananen, Milchprodukte...
  • Vermeide Stress und Hektik vor dem Auftritt, sorge stattdessen für eine entspannte Atmosphäre.

Übirgens: Tipps und Tricks bezüglich Stimme werden fachsprachlich auch als Stimmhygiene bezeichnet. Ich wünsche Dir einen tollen Auftritt mit der Schulband!

...zur Antwort

Hallo! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deine Stimme zu testen. Nicht alle aber sind gleichermaßen geeignet, um herauszufinden, wie gut/schlecht Du singst.

  1. Du kannst Deine Familie und Deine Freunde fragen, wie sie Deine Stimme und Dein Singen einschätzen. Freunde und Familienangehörige sind jedoch keine Gesangsexperten und wollen Dich nicht verletzen. Höchstwahrscheinlich bekommst Du also aus Deinem Familien- und Freundeskreis kein objektives, ehrliches Feedback.
  2. Du stellst (anonym) ein Video bei YouTube ein und bittest die User um deren Meinung. Aber auch die User sind in der Mehrzahl keine Gesangsexperten. Außerdem tummeln sich im Schutz der Anonymität viele Leute, die einfach Spaß daran haben, zu provozieren, zu stänkern und Menschen abzuqualifizieren. Auch bei YouTube bekommst Du also keine objektive Einschätzung Deiner gesanglichen Leistung.
  3. Du gehst zu einem professionellen Gesangslehrer und bittest um Feedback. Das kostet natürlich etwas, dafür bekommst Du eine fachlich qualifizierte Antwort auf Deine Frage. Gesangslehrer können Dir sagen, wo Deine Stärken und wo Deine Schwächen liegen. Gesangslehrer können Dich stimmlich beraten. Gesangslehrer helfen Dir, geeignete Lieder zu finden, besorgen entsprechende Noten. Gesangslehrer begleiten Dich am Klavier. Aber das wichtigste: Gesangslehrer können Dir konkrete Strategien zeigen, wie Du dein Singen gezielt verbessern kannst. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an. Studenten an Musikhochschulen unterrichten Übungsschüler manchmal sogar gratis.

Vielleicht probierst Du einfach mal aus, Dich öfter aufzunehmen? Je öfter Du Dich aufgenommen hörst, umso mehr bekommst Du einen objektiven Blick auf Deine Stimme und Deine sängerischen Fähigkeiten - und machst Dich so unabhängig von dem Urteil anderer. Schließlich wirst Du es nie allen recht machen können. Es wird immer Menschen geben, die sagen "Wow, tolle Stimme!" und es wird immer Menschen geben, die meinen "Nee, gefällt mir überhaupt nicht!" Wichtig ist, dass Du selbst Spaß am Singen hast. Stimme lohnt sich! Viel Spaß, viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Aus welchem Grund willst Du berühmt werden? Willst Du "berühmt werden" oder "singen"? Das eine muss mit dem anderen nicht unbedingt etwas zu tun haben. Du musst nicht berühmt sein, um auf der Bühne zu singen! Umgekehrt wirst Du nicht zwangsläufig berühmt, wenn Du auf Bühnen singst!

Was meinst Du ist die Motivation von großen Sängern oder Schauspielern? Wollen sie in erster Linie "berühmt" sein oder lieben sie es einfach auf der Bühne zu stehen, zu spielen und zu singen? Berühmte Sänger treten nicht aus Liebe zu Ruhm und Geld auf, sondern aus Liebe zur Musik. Sie haben eine Mission. Sie leben die Musik. Sie lieben ihr Publikum. Sie haben eine Botschaft. Singen ist ihr Elixier, ihr Lebensinhalt.

Deswegen überprüfe Deine Motivation. Wenn Du lediglich berühmt werden willst um der Berühmtheit willen, dann suche Dir einen anderen Beruf! Wenn Du jedoch ernsthaft an einer Karriere als Sänger interessiert bist, dann beginne einfach vorn. Damit der Output (Geld, Ruhm) stimmt, bedarf es erst einmal eines fundierten Inputs (Ausbildung).

Nimm Gesangsunterricht an einer Musikschule oder bei einem privaten Gesangslehrer, lerne ein Instrument, singe in Chören, gehe in den Schulchor, gründe eine Band, schließe Dich der Schulband an, singe Karaoke, frage an der Musikhochschule, ob Du mal hospitieren darfst im Unterricht, lies Bücher zum Thema, suche Dir einen Pianisten, mit dem Du zusammen arbeiten und bei Events auftreten kannst, knüpfe Kontakte in der Branche, erstelle eine Demo-CD, hole Dir Feedback von Profis ein, arbeite als Statistin am Theater, als Komparsin in Filmen, studiere Gesang an einer Hochschule...

Ich bin überzeugt: Je mehr Du auf dem Teppich bleibst, umso eher kannst Du nach den Sternen greifen. Eine Karriere, auch die von Stars, beginnt immer am Anfang. Viel Spaß! Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Frühmorgens zu singen, fällt vielen Sängern schwer. Hier gibt es keinen Zaubertrick und keine Wundermittel. Steh einfach rechtzeitig auf, mindestens zwei Stunden, besser drei Stunden vor Deinem Unterricht. Probiere aus, grundsätzlich eher früh aufzustehen, auch wenn Du keinen Gesangsunterricht hast - Körper und Stimme haben sich dann an diesen Biorhythmus gewöhnt und sind entsprechend munterer am Morgen. Möglicherweise hilft auch Sport am Morgen, z.B. Laufen oder Gymnastik, um den Kreislauf in Schwung zu bringen? In jedem Fall solltest Du Dich gut einsingen vor dem Unterricht. Dazu gehören auch gezielte Dehnungs- und Lockerungsübungen, um die Stimme zu wecken. Frage auch bitte Deinen Lehrer oder Deine Lehrerin nach Möglichkeiten, die Stimme frühmorgens fit zu bekommen!

Du schreibst, Du redest in Deinem Job viel? Offenbar gehörst Du auch zu den "Voice Workern". "Voice Worker" arbeiten in sprechintensiven Berufen, sind also in besonderem Maße auf ihre Stimme angewiesen. Um Deine Stimme gesund und belastbar zu erhalten, solltest Du daher unbedingt verschiedene Tipps beachten. Diese Tipps werden auch als Stimmhygiene bezeichnet:

  • für Balance im Leben sorgen: ausreichend schlafen, ausgewogen ernähren, viel bewegen
  • nach stimmintensiven Phasen mindestens 1 Stunde gar nicht sprechen (Stimmruhe)
  • vermeiden, gegen starken Lärm anzusprechen (Bushaltestelle, Straßenverkehr, Kneipe, Rockkonzert, Disco...)
  • für gutes Raumklima mit ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit sorgen (mind. 50-60 %), gerade jetzt, wenn die Heizperiode wieder beginnt...
  • grundsätzlich viel trinken (über den Tag verteilt; Wasser, Tee, verdünnte Säfte)
  • Halspastillen ohne Menthol lutschen, z.B. Isla-Moos, Emser Salz, Salbeibonbons, GeloRevoice
  • wenn Du öfters erkältet bist: Kalt-Inhalator benutzen (gibt es ab 90 Euro in der Apotheke)

Also dann: Bleib gut bei Stimme!

...zur Antwort

Hallo! Singen ist ein Rendezvous mit der eigenen Stimme. Gesangsunterricht lohnt sich in jedem Fall. Im Unterricht lernst Du nicht nur, besser zu singen, sondern hast auch die Chance, Dich selbst und Deine Stimme ganz neu zu erleben. Das kann eine sehr intensive persönliche Erfahrung sein.

Bei Privatlehrern bekommst Du Unterricht ab etwa 30 Euro pro Stunde. Einen Höchstsatz gibt es nicht, Profis nehmen durchaus 120 Euro und mehr! Als Alternative zu Privatstunden kannst Du auch Unterricht an einer Musikschule nehmen. Das ist möglicherweise etwas preiswerter. In jedem Fall solltest Du nachfragen und Probestunden nehmen. Einige Privatlehrer bieten vergünstigte "Schnupperstunden" und Rabatte an. Studenten an Musikhochschulen unterrichten Übungsschüler manchmal sogar gratis. Es lohnt also, sich ein wenig umzusehen und umzuhören! Viel Spaß! Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Es mag Gesangslehrer geben, die zu Dir nach Hause kommen. Das sind aber sicherlich die wenigsten. Denn Gesangslehrer haben meist einen extra eingerichteten Raum mit Klavier oder Flügel, in dem sie unterrichten. Wenn Du ernsthaft daran interessiert bist, singen zu lernen, dann solltest Du keine Mühen scheuen, um zu Deinem Lehrer zu fahren. Auf der Seite des Bundes Deutscher Gesangspädagogen www.bdg-online.org findest Du ein Verzeichnis mit qualifizierten Lehrern im gesamten deutschsprachigen Raum. Natürlich kannst Du auch nach Lehrern googeln. Viel Spaß!

...zur Antwort

Hallo! Ich kann Dich gut verstehen. Es ist in der Tat nervig, über Monate erkältet zu sein und nicht richtig singen zu können. Leider gibt keine ultimativen Zaubertricks, die Dir stimmliche Fitness garantieren. Hier die aus meiner Sicht wesentlichen Do´s und Dont´s, also das, was Du tun oder lassen solltest, damit es der Stimme gut geht.

Do´s

  • Achte generell auf Balance in Deinem Leben: ausgewogen ernähren, viel bewegen, ausreichend schlafen, mindestens zwei Liter am Tag trinken (Wasser, Tee)
  • Beim Lutschen von Bonbons solltest Du unbedingt milde Produkte ohne Menthol bevorzugen, z. B. Isla-Moos-Pastillen, Emser Salz oder Salbei-Bonbons! Auch Ipalat ist empfehlenswert. Eines der besten Produkte: GeloRevoice.
  • Nach stimmlicher Belastung gönne der Stimme eine Pause.
  • Sorge für gutes Raumklima: Lüfte regelmäßig, stell ein paar Pflanzen in Dein Zimmer, sorge für ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit, besonders jetzt, wenn die Heizperiode wieder beginnt. Ideal sind 50-60 Prozent Luftfeuchtigkeit.
  • Wenn Du erkältet bist, dann schone Deine Stimme unbedingt. Falls die Beschwerden über mehrere Tage nicht spürbar nachlassen, dann gehe sicherheitshalber zum Arzt. Fachärzte für die Stimme sind HNO-Ärzte und Phoniater.
  • Wenn Du oft erkältet bist, lohnt sich die Anschaffung eines Inhalationsgerätes. Einen solchen Kalt-Inhalator bekommst Du ab etwa 90 Euro in der Apotheke. Dabei wird eine Kochsalzlösung mikroskopisch fein zerstäubt. Den Dampf kannst Du einatmen - das ist sehr wohltuend und angenehm für die Stimme.

Dont´s

  • Keine Zigaretten, nur maßvoll Alkohol!
  • Keine hochprozentigen Alkoholika!
  • Konsumiere Kaffee nur in Maßen!
  • Vermeide häufiges Räuspern! Wenn Du ein Räusper-Bedürfnis verspürst, so hüstele stattdessen leicht!
  • Vermeide es, gegen starken Lärm anzusprechen, z. B. im Bus, in der Disco, auf lauten Straßen oder Baustellen!

Übirgens: Tipps und Tricks bezüglich Stimme werden fachsprachlich auch als Stimmhygiene bezeichnet. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen? Bleib gut bei Stimme!

...zur Antwort

Hallo! Ein bestimmtes Maß an Aufregung ist völlig normal. Solange Du nicht Wochen zuvor schlecht schläfst, am ganzen Körper zitterst und Dir beim Gedanken ans Vorsingen speiübel wird, ist alles in Ordnung. Lampenfieber ist eine absolut gesunde Reaktion Deines Körpers. Sie zeigt, dass Dir die Situation, vor anderen zu singen, nicht egal ist. Lampenfieber stellt Dir Energie bereit für außergewöhnliche Situationen. Wie wäre es, wenn Du diese Energie nutzt, wenn Du singst? Hier ein paar Techniken und Methoden, um Dich sicherer zu fühlen beim Vorsingen. Sicherlich ist auch etwas für Dich dabei:

  • Gut geübt ist schon halb gewonnen - je sicherer Du Dich fühlst, je überzeugter Du von Dir bist, desto besser.
  • Spiele Dein Vorsingen im Kopf mehrmals durch und genieße dabei unbedingt den Applaus! Visualisiere Dir die Situation so genau wie möglich, wie Du singst und Spaß dabei hast.
  • Probiere nicht, den anderen gefallen zu wollen oder sonst irgendwelchen Anforderungen zu genügen. Singe zu allererst für Dich selbst, zu Deiner eigenen Freude.
  • Mache Entspannungsübungen (Progressive Muskelentspannung, konzentrative Entspannung, Autogenes Training)
  • Vor dem Vorsingen: tief und ruhig atmen. Lege eine Hand auf Deine Bauchdecke und spüre, wie sie sich wie von selbst beim Einatmen nach außen (vorn) wölbt und beim Ausatmen wieder zurückgeht.
  • Bekämpfe Lampenfieber nicht, sondern nimm es in Kauf (dann beherrscht es Dich viel weniger!)
  • Schau nicht direkt in die Gesichter Deiner Klassenkameraden, blicke entweder auf einen Punkt an der gegenüberliegenden Wand oder lasse Deinen Blick nur über die Stirn Deiner Zuhörer schweifen.

Zusätzlich kannst Du Dir einfach vorstellen, dass Du imaginäre Unterstützer, gute Freunde, Helfer hinter Dir stehen hast, die Dir "den Rücken stärken", die Dir "Rückenwind" geben, auf dem Du kraftvoll und frei dahinsegeln kannst. Habe Mut!

...zur Antwort

Hallo! Ferndiagnosen sind immer heikel. Ohne Dich je gesehen und gehört zu haben, kann niemand verlässlich sagen, welche Stimmlage Du hast. Die Stimmlage hängt nämlich nicht ausschließlich vom bloßen Stimmumfang ab, also wie hoch bzw. tief Du maximal singen kannst. Ebenso wichtig ist die Stimmqualität in den jeweiligen Bereichen, also wie genau Deine Stimme in der tieferen, mittleren und hohen Lage klingt. Es gibt durchaus Tenöre, die eine beachtliche Tiefe haben, und dennoch keine Baritone sind. Umgekehrt gibt es Baritone, die sehr hoch singen können, deswegen jedoch noch lange keine Tenöre sind. Wenn Du Deine eigene Stimmlage herausfinden willst, wende Dich an erfahrenen Gesangslehrer. Gesangslehrer können Dich individuell beraten und verlässlicher sagen, welche Stimmlage Du hast, als alle Experten hier in diesem Forum. Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Die gute Nachricht: Die Stimme ist trainierbar. Du kannst tatsächlich Dein Singen verbessern! Die weniger gute Nachricht: Ohne Unterricht wirst Du das nicht hinbekommen. Warum ist so?

  • Mit dem Singen ist es ähnlich wie im Hochleistungssport - es bedarf eines gezielten und angeleiteten Trainings. Ob Fußball, Tennis, Boxen oder Leichtathletik - selbst Anfänger haben einen Trainer. Genauso ist es beim Singen!
  • Wir alle haben ein sog. mentales Konzept, wie Singen für uns funktioniert. Ähnlich wie wir beim Laufen nicht darüber nachdenken, welche Muskeln wir in welcher Reihenfolge aktivieren müssen, um ein Bein vor das andere zu setzen, so denken wir auch kaum darüber nach, wie wir unsere Stimme beim Singen benutzen. Dieses mentale Konzept von "Singen" ist also hauptsächlich unbewusst. Um besser zu singen, ist es notwendig, dieses unbewusste Konzept bewusst zu machen: Wie genau singe ich? Was genau tue ich, wenn ich singe? Um das mentale Konzept zu verändern, ist es notwendig Neues auszuprobieren. Gesangslehrer helfen dabei.
  • Für eine effektive Stimmarbeit professionelles Feedback von außen unerlässlich! Feedback - das liegt in der Natur der Sache - kannst Du Dir nicht in Lehrvideos anschauen oder aus Ratgeberbüchern herauslesen. Schlimmstenfalls trainierst Du Dir im Selbststudium eine Stimmtechnik an, die mehr schadet als nützt!

Wenn Du also ernsthaft daran interessiert bist, Singen zu lernen, dann nimm Gesangsunterricht. Gesangslehrer beraten Dich ganz individuell, geben professionelles Feedback und Übungsimpulse, wie Du Dein mentales Konzept verändern und damit das Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an. Also, worauf wartest Du?

...zur Antwort

Hallo! Wenn Du dauerhaft eine tiefere Stimme willst, dann sind nicht Tabletten, sondern Stimmtraining und konsequentes Üben das Mittel der Wahl. Wende Dich einfach an einen Stimmtrainer oder Logopäden. Das sind die Experten, wenn es um stimmliche Veränderungsarbeit geht. Sie können Dich beraten und Dir Strategien zeigen, wie Du tiefer sprechen kannst.

Eine Übung kannst Du bereits jetzt ausprobieren: Beginne einfach genüsslich zu summen, in angenehmer Tonlage, mache dazu Kaubewegungen, denke einfach an Dein Lieblingsessen, so dass Dir das Wasser im Munde zusammenläuft. Genieße das Summen, so, als ob die Stimme von allein kommt, in bequemer Lautstärke, eher leise als laut. Die Kaubewegungen dürfen dabei groß und ausladend sein. Zusätzlich kannst Du Dein Gesicht leicht massieren. Wenn Du das etwa eine Minute gemacht hast: wie klingt die Stimme jetzt? Sicherlich tiefer als sonst, oder? Nun lege Deine Hände auf Deine Brust und spüre, was Du spürst. Sicherlich nimmst Du Vibrationen im Brustkorb wahr? Genau das ist der legendäre "Brustton der Überzeugung". Viele Sprechtrainer sagen dazu auch "Eigenton"! In diesem Eigentonbereich fühlt sich die Stimme am wohlsten. Verliebe Dich einfach weiter in diese Vibrationen in Deinem Brustkorb und verstärke sie. Und staune, wie leicht Dir das fällt...

Je öfter Du diese Übung wiederholst, umso leichter wirst Du den Eigenton auch in den Alltag integrieren können. Ich bin mir sicher, dass Du den Eigenton bereits jetzt häufig anschlägst. Und zwar immer dann, wenn Du beim Telefonieren einem Freund am anderen Ende der Leitung signalisierst: "Ich verstehe Dich" oder "Ich bin noch dran". Wie die meisten Menschen sagst Du sicherlich einfach "mmh". Dieses unaufwändige, entspannte "mmh" sprichst Du höchstwahrscheinlich in Deinem Eigentonbereich. Also genieße dieses "mmh" und zelebriere es. So hast Du die Chance, die tiefen, kräftigen Anteile Deiner Stimme zu wecken. Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Ein bestimmtes Maß an Lampenfieber ist völlig normal. Du schreibst jedoch von sehr starkem Lampenfieber, so dass Du am ganzen Körper zitterst und Du Angst hast, ohnmächtig zu werden. Ferndiagnosen sind zwar heikel, alles was Du schreibst lässt jedoch darauf schließen, dass Du nicht bloßes Lampenfieber, sondern Auftrittsangst hast. Was ist der Unterschied? Während Lampenfieber Dir beim Singen vor Publikum den nötigen Kick gibt und alle Ressourcen mobilisiert für Deine Bestleistung, führt Auftrittsangst zum Gegenteil: sie lähmt und blockiert, und verhindert damit, dass Du Dein Bestes geben kannst. Hinzu kommt noch die Angst vor der Angst. Ein Teufelskreis.

Es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, wie Du mit normalem Lampenfieber umgehen kannst. Eine ausgeprägte Auftrittsangst lässt sich jedoch nicht so schnell in den Griff bekommen. Ich weiß, wovon ich rede. Jahrelang habe ich selbst unter Auftrittssangst gelitten, in der Annahme, es handle sich einfach um normales "Lampenfieber". Nach wie vor empfinden es viele als peinlich, über ihre Ängste zu sprechen. Über dem Thema liegt der Mantel des Schweigens.

Um Deine Frage nach Beruhigungsmitteln zu beantworten: Ja, es gibt tatsächlich Tabletten, die die Angst reduzieren helfen. Allerdings löst Du damit das Problem nur scheinbar: Kurzfristig, für den einen Auftritt, ist alles bestens; langfristig besteht die Gefahr, von den Tabletten abhängig zu werden. Die Angst wird nicht aufgelöst, sondern lediglich übertüncht.

Ein spezieller Zweig der Medizin, die Musikermedizin, hat sich intensiv mit dem Phänomen Auftrittsangst bzw. Bühnenangst (stage fright) beschäftigt. Der einzig sinnvolle Weg, aus dem Teufelskreis herauszukommen und die Angst zu besiegen, ist eine Therapie. Bitte wende Dich einfach vertrauensvoll an einen Therapeuten oder eine Therapeutin, der/die erfahren ist in der Therapie von Angststörungen. Falls sich dabei zeigen sollte, dass Du doch nur Lampenfieber hast - umso besser!

...zur Antwort

Hallo! Es kann viele Gründe geben, weswegen Deine Stimme weg ist. Offenbar hast Du Deine Stimme arg strapaziert. Ferndiagnosen via Internet sind jedoch heikel. Solltest Du tatsächlich gar nicht mehr sprechen können, gehe bitte sofort zum HNO-Arzt! HNO-Ärzte sind die Experten, wenn es um die Stimme geht. Falls Deine Stimme lediglich heiser oder rau klingt, warte zwei, drei Tage ab. Wenn die Beschwerden in dieser Zeit nicht merklich nachlassen und sich der stimmliche Zustand nicht deutlich bessert, dann gehe zum HNO-Arzt. Sicher ist sicher. In jedem Fall schone Deine Stimme jetzt, indem Du sie nicht weiter belastest. Das bedeutet:

  • wenig bis gar nicht sprechen, erst recht nicht rumbrüllen (Stimmruhe)
  • viel trinken (Wasser, Tee, verdünnte Säfte), gerade bei den jetzigen Temperaturen
  • ausreichend schlafen
  • Halspastillen ohne Menthol lutschen, z.B. Isla-Moos, Emser Salz, Salbeibonbons, GeloRevoice.

Ich wünsche Dir gute Besserung!

...zur Antwort

Hallo! Niemand hier kann verlässlich sagen, ob Du im Stimmbruch bist oder nicht, zumal, wenn Du so wenig Zusatzinformationen gibst. Ferndiagnosen via Internet sind immer heikel. Wenn Du es genau wissen willst, gehe einfach zu einem Facharzt. HNO-Ärzte und Phoniater sind Experten, wenn es um die Stimme geht.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Stimme fast immer in der Zeit zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr von "Knabe" hin zu "Mann" wechselt. Wie alt bist Du? Die erste Phase des Stimmwechsels dauert etwa ein halbes Jahr. Die Stimme wird oft kräftiger als vorher, verliert jedoch an Höhe. Die zweite, akute Phase dauert meist nicht viel länger als drei bis sechs Monate. In dieser Phase klingt die Stimme oft rau, auch behaucht und sie kippelt - trifft das auf Dich zu? In der dritten Phase festigt sich die neue, tiefe Stimme allmählich, der Stimmklang wird (wieder) klarer. Diese Phase dauert ein bis drei Jahre.

Wenn Du im Stimmwechsel bist, solltest Du die Stimme tendenziell schonen: vermeide es, lautstark beim Sport die eigene Mannschaft anzufeuern oder auf Rockkonzerten mitzugrölen. Das kann die empflindliche Stimme durchaus schädigen. Im übrigen: Fachleute bezeichnen den Stimmbruch auch als Mutation, Jungs im Stimmbruch sind also tatsächlich Mutanten - interessant, oder?

...zur Antwort

Hallo! Ein bestimmtes Maß an Lampenfieber ist völlig normal. Solange Du nicht Wochen zuvor schlecht schläfst, am ganzen Körper zitterst und Dir beim Gedanken ans Vorsingen speiübel wird, ist alles in Ordnung. Lampenfieber ist eine absolut gesunde Reaktion Deines Körpers. Sie zeigt, dass Dir die Situation, vor anderen zu singen, nicht egal ist. Lampenfieber stellt Dir Energie bereit für außergewöhnliche Situationen. Wie wäre es, wenn Du diese Energie nutzt, wenn Du singst? Hier ein paar Techniken und Methoden, um Dich sicherer zu fühlen beim Vorsingen. Sicherlich ist auch etwas für Dich dabei:

  • Gut geübt ist schon halb gewonnen - je sicherer Du Dich fühlst, je überzeugter Du von Dir bist, desto besser.
  • Spiele Dein Vorsingen im Kopf mehrmals durch und genieße dabei unbedingt den Applaus! Visualisiere Dir die Situation so genau wie möglich, wie Du singst und Spaß dabei hast.
  • Probiere nicht, den anderen gefallen zu wollen oder sonst irgendwelchen Anforderungen zu genügen. Singe zu allererst für Dich selbst, zu Deiner eigenen Freude.
  • Mache Entspannungsübungen (Progressive Muskelentspannung, konzentrative Entspannung, Autogenes Training)
  • Vor dem Vorsingen: tief und ruhig atmen. Lege eine Hand auf Deine Bauchdecke und spüre, wie sie sich wie von selbst beim Einatmen nach außen (vorn) wölbt und beim Ausatmen wieder zurückgeht.
  • Bekämpfe Lampenfieber nicht, sondern nimm es in Kauf (dann beherrscht es Dich viel weniger!)
  • Schau nicht direkt in die Gesichter der Zuhörer, blicke entweder auf einen Punkt an der gegenüberliegenden Wand oder lasse Deinen Blick nur über die Stirn Deiner Zuhörer schweifen.

Zusätzlich kannst Du Dir einfach vorstellen, dass Du imaginäre Unterstützer, gute Freunde, Helfer hinter Dir stehen hast, die Dir "den Rücken stärken", die Dir "Rückenwind" geben, auf dem Du kraftvoll und frei dahinsegeln kannst. Habe Mut!

...zur Antwort

Hallo! Das sind mehrere Fragen auf einmal, also der Reihe nach.

Kann der Gesang durch mehr singen besser werden?

Durch ausschließlich "viel singen" wirst Du nicht automatisch "besser singen". Warum ist das so? Wir alle haben ein mentales Konzept, wie Singen für uns funktioniert. Ähnlich wie wir beim Laufen nicht darüber nachdenken, welche Muskeln wir in welcher Reihenfolge aktivieren müssen, um ein Bein vor das andere zu setzen, so denken wir auch kaum darüber nach, wie wir unsere Stimme beim Singen benutzen. Dieses mentale Konzept von "Singen" ist also hauptsächlich unbewusst. Um besser zu singen, ist es notwendig, dieses unbewusste Konzept bewusst zu machen: Wie genau singe ich? Was genau tue ich, wenn ich singe? Indem Du einfach über Jahre täglich eine Stunde singst, lernst Du nicht automatisch, besser zu singen. Im Gegenteil. Wenn Du oft und viel singst, stabilisierst Du damit lediglich Dein aktuelles mentales Konzept. Um das mentale Konzept zu verändern, reicht es also nicht, viel zu singen. Vielmehr ist es notwendig, Neues auszuprobieren und das mentale Konzept von Singen gezielt zu verändern.

Ist Singen eine Frage des Talents?

Ja und nein. Einerseits kann grundsätzlich jeder, der über eine Stimme verfügt, singen bzw. singen lernen. Denn die Stimme ist keine ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern eine flexible, veränderliche Fähigkeit. Auf der anderen Seite gibt es natürlich besonders begabte, talentierte Menschen, denen singen leichter fällt als anderen. Das ist vollkommen normal. Aus meiner Sicht ist jedoch das mitgebrachte "Talent" weit überschätzt. Es gibt beispielsweise unglaublich begabte Sänger, die kaum üben und deren enormes Talent schlicht verkümmert. Umgekehrt gibt es zahlreiche Sänger, die ihr eher durchschnittliches Talent durch eisernen Willen, größtmögliche Motivation, Disziplin und Fleiß kompensieren - und dadurch die Begabten, Talentieren schnell überholen.

Wie kannst Du am besten lernen zu screamen?

Screamen - auch mit der günstigsten Technik - beansprucht die Stimme arg. Bitte nimm das nicht auf die leichte Schulter! Screamen kann Deiner Stimme dauerhaften Schaden zufügen. Wie immer gilt aber auch hier: Screamen ist okay, sofern Du weißt, wie! Erstens: mit günstiger Technik, zweitens: nicht zu lange, drittens: mit ausreichend langen Pausen zwischendurch für die stimmliche Erholung.

Wie kannst Du eine günstige Stimmtechnik erlernen?

Die Antwort wird Dir sicher nicht gefallen. Für eine effektive Stimmarbeit ist professionelles Feedback von außen unerlässlich. Individuelles Feedback bekommst Du nicht in Lehrvideos, in Ratgeberbüchern oder hier bei gutefrage.net. Mit Screaming ist nicht zu spaßen! Schlimmstenfalls trainierst Du Dir im Selbststudium eine Technik an, die der Stimme schadet. Wenn Du ernsthaft daran interessiert bist, professionell zu screamen, dann nimm Gesangsunterricht bei einem Vocal Coach. Wenn Du es wirklich willst, bist auch bereit, Geld dafür auszugeben. Vocal Coaches geben Dir professionelles Feedback. Sie zeigen Dir Strategien, wie Du das Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Sie zeigen Dir auch geeignete Übungen, wie Du es schaffst, ausdauernd zu singen, ohne die Stimme über Gebühr zu belasten. Also, worauf wartest Du?

...zur Antwort

Ja, beim Summen schwingen auch die Stimmlippen im Kehlkopf. Die Fachleute sagen: "Mmmh" ist stimmhaft. Bei stimmhaften Lauten schwingen die Stimmlippen im Kehlkopf, bei stimmlosen gibt es keine Schwingung. Wenn Du künftig wissen willst, ob ein Laut stimmhaft ist oder nicht, mache einfach folgendes Experiment. Lege vorsichtig Deine Hand an oder neben den Kehlkopf und nimm wahr, ob Du Vibrationen spürst. Wenn Du magst, probiere es gleich aus: Sprich zuerst ein langes Zzzz (wie im Wort Ziege). Sicherlich bemerkst Du dabei keinerlei Vibrationen? Der z-Laut ist also stimmlos. Nun sprich ein langes Nnnn (wie im Wort Name). Was spürst Du dabei? Sicherlich merkst Du deutliche Vibrationen? Das Nnnn ist also - ebenso wie das Mmmh - stimmhaft. Dieses Experiment kannst du mit allen Lauten machen und erfährst so, ob die Laute jeweils stimmhaft oder stimmlos sind.

...zur Antwort

Hallo! Niemand kann genau sagen, wann genau der Stimmbruch bei Dir vorbei sein wird. Wenn Du es genau wissen willst, gehe einfach zu einem Facharzt. HNO-Ärzte und Phoniater sind Experten, wenn es um die Stimme geht. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Stimme fast immer in der Zeit zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr von "Knabe" hin zu "Mann" wechselt. Mit 14 Jahren liegst Du also genau in dieser Zeitspanne. Vielleicht hilft es Dir zu wissen, dass der Stimmbruch in drei Phasen verläuft?

Die erste Phase dauert etwa ein halbes Jahr. Die Stimme wird oft kräftiger als vorher, verliert jedoch an Höhe. Die zweite, akute Phase dauert meist nicht viel länger als drei bis sechs Monate. In dieser Phase klingt die Stimme oft rau, auch behaucht und sie kippelt - das ist der eigentliche "Stimmbruch". Vermutlich bist Du durch die akute Phase bereits durch. In der dritten Phase festigt sich die neue, tiefe Stimme allmählich, der Stimmklang wird (wieder) klarer. Diese Phase dauert ein bis drei Jahre. Gesangslehrer können Dir helfen, die neue Männerstimme zu stabilisieren.

Wenn Du im Stimmwechsel bist, solltest Du die Stimme tendenziell schonen: vermeide es, lautstark beim Sport die eigene Mannschaft anzufeuern oder auf Rockkonzerten mitzugrölen. Das kann die empflindliche Stimme durchaus schädigen. Im übrigen: Fachleute bezeichnen den Stimmbruch auch als Mutation, Jungs im Stimmbruch sind also - ganz ohne Startrek - tatsächlich Mutanten. Interessant, oder?

...zur Antwort

Hallo! Stimme ist keine angeborene, ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern vielmehr eine veränderliche, trainierbare Fähigkeit. Auch wenn viele bisweilen das Gegenteil behaupten: Singen kann man lernen. Wenn Du ernsthaft daran interessiert bist, dann nimm Gesangsunterricht. Gesangslehrer geben Dir professionelles Feedback. Gesangslehrer zeigen Dir Strategien, wie Du das Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Gesangslehrer besorgen Noten für Dich, sie begleiten Dich am Klavier und natürlich zeigen sie Dir natürlich auch geeignete Übungen. Vermutlich wirst Du kein Starsänger, kein Stimmgott. Definitiv jedoch kannst Du Dein Singen verändern und verbessern. Wie weit Du auf diesem Weg der Stimmveränderung vorankommst, hängt unter anderem davon ab, wie viel Musikalität Du mitbringst, wie gut Deine Selbstwahrnehmung ist und wie motiviert und fleißig Du bist. Natürlich ist auch ein guter Gesangslehrer bzw. Voice Coach wichtig. Entweder Du meldest Dich an einer Musikschule an oder Du nimmst Stunden bei einem Privatlehrer. Informiere Dich einfach im Internet. Einige Lehrer bieten übrigens "Schnupperstunden" oder günstige Paketpreise an. Studenten an Musikhochschulen unterrichten Übungsschüler manchmal sogar gratis. Also, worauf wartest Du?

...zur Antwort

Hallo! Es ist erstaunlich, wie viele vermeintliche "Experten" Antworten geben, die definitiv falsch sind. Mädchen kommen sehr wohl in einen Stimmbruch. Jedoch veräuft der Stimmwechsel bei Mädchen meist wesentlich unauffälliger als bei Jungs. Es kann also durchaus sein, dass Deine Stimme beginnt, sich von "Mädchen" hin zu "Frau" zu entwickeln. Ferndiagnosen via Internet sind jedoch heikel. Ohne Dich je gesehen und gehört zu haben kann niemand verlässlich sagen, was mit Deiner Stimme los ist. Wenn Du es genau wissen willst, dann wende Dich an einen erfahrenen Gesangslehrer. Gesangslehrer beraten Dich ausführlich und zeigen Dir Strategien, wie Du Deinen Stimmumfang nach oben erweitern kannst. Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Niemand kann im voraus sagen, wie lange Du brauchst um ein bestimmtes Level beim Singen zu erreichen. Zunächst solltest Du Dir darüber klar werden: Was genau ist Dein Ziel? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Du von Dir sagst "ich kann es"? Nachdem Dein gesanglicher "Ist-Zustand" (A) und dein gesanglicher "Soll-Zustand" (B) analysiert sind, kann ein Gesangspädagoge zwar Prognosen abgeben, wie lange Du etwa brauchst, um von A nach B zu gelangen. Aber Vorsicht: Selbst die erfahrensten Pädagogen liegen oft meilenweit daneben. Es gibt zahlreiche Sänger, denen eine große Karriere prophezeit wurde, die es jedoch in ihrem Beruf nie zu etwas gebracht haben. Umgekehrt wurde und wird vielen Sängern bei der Aufnahmeprüfung an einer Hochschule gesagt, dass das garantiert nichts werde mit einer Gesangskarriere. Einige dieser Sänger singen jetzt jedoch auf den großen Bühnen der Welt!

Warum ist es so schwierig, die gesangliche Entwicklung vorauszusagen? Ganz einfach: Die persönliche gesangliche Entwicklung hängt von zahlreichen unterschiedlichen Faktoren ab, beispielsweise:

  • Talent und Begabung
  • Persönlichkeitsstruktur
  • Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung
  • Wille und Motivation
  • Fleiß und Übepensum
  • Glück, Zufall

Diese Faktoren bedingen einander und sind so komplex miteinander vernetzt, dass selbst die besten Gesangslehrer die gesangliche Entwicklung eines Menschen über Jahre nicht verlässlich prognostizieren können.

...zur Antwort

Hallo! Es gibt viele Wege zu lernen sich besser und "schlauer" auszudrücken. Zu allererst natürlich: Lesen, lesen und nochmals lesen! Außerdem: Sprach- und Rhetorikkurse besuchen, gute Filme ansehen, Hörbücher hören, Gedichte rezitieren, deutsche Lieder singen, Sprachspiele spielen, sich in Sprichwörter verlieben.

Es ist wichtig, in verschiedenen Situationen angemessen kommunizieren zu können. Denn was in der einen Situation absolut "schlau" daherkommt, kann in einer anderen vollkommen daneben sein. Deshalb entwickle einen Sinn für die verschiedenen stilistischen Ebenen der Sprache: Dialekt, Umgangssprache, Standardsprache.

Wenn Du liest, so lies hochwertige Literatur: gute Romane, Gedichte. Im Theater bekommst Du ein Gefühl, wie dramatisch Sprache sein kann. Außerdem lies in Wochen- und Tageszeitungen, was es Neues gibt in der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Sphäre. Der schöne Nebeneffekt: Lesen sorgt nicht nur für eine geschliffene Sprache, sondern bildet auch!

Um weiter voranzukommen in Deinem persönlichen Projekt, können Sprechtrainings- und Rhetorikkurse viel bringen. An Universitäten und Volkshochschulen gibt es zahlreiche Rhetorik-Angebote. In Seminaren kannst Du Strategien erlernen, wie Du zum Beispiel auf den Punkt genau formulierst und so professioneller, souveräner, überzeugender wirkst. Hilfreich auch: Witze erzählen! Dabei lernst Du es, Deine zuhörer auf die Folter zu spannen und im richtigen Moment die Pointe zu patzieren.

Nimm hin und wieder Lexika zur Hand, blättere im Duden. Schaffe Dir ein Synonym-Wörterbuch an. Abonniere den Duden-Newsletter. Wenn Du an Grammatik interessiert bist, wirst Du auch an den Büchern von Bastian Sick Gefallen finden: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod!" Wolf Schneider ist Experte, wenn es um gutes Deutsch geht: "Deutsch für Profis - Wege zum guten Stil". Um Schlagfertigkeit und Spontaneität zu trainieren, sind Spiele wie Activity oder Tabu perfekt.

Du siehst: Sprache und Sprechen sind ein weites Feld. Es lohnt sich, dieses Feld zu erforschen! Viel Spaß und Erfolg beim "schlauen" Sprechen!

...zur Antwort

Hallo! Ja, Du kannst lernen, höher zu singen. Denn die Stimme ist keine ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern in erster Linie eine Fähigkeit. Und Fähigkeiten lassen sich schließlich trainieren, oder? In jedem Fall solltest Du Dir aber darüber im Klaren sein, dass jeder Mensch eine bestimmte Stimmlage hat. Ein Mann mit einer tiefen Stimmlage heißt Bass, ein Mann mit einer hohen Stimmlage Tenor. Männer mit einer mittleren Stimmlage sind Baritone. Töne in der bequemen Mittellage eines Tenors sind für einen Bass bereits sehr hoch; umgekehrt ist ein tiefer Ton für den Tenor für einen Bass absolut bequeme Mittellage. Deine Stimmlage ist Deine Stimmlage - Du kannst sie nicht verändern. Was Du jedoch kannst: Im Rahmen Deiner gegebenen Stimmlage einige hohe Töne hinzugewinnen. Falls Du ernsthaft daran interessiert bist, den Umfang Deiner Stimme nach oben zu erweitern, dann nimm Gesangsunterricht. Gesangslehrer zeigen Dir Strategien, wie Du das Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Das Schöne daran: Du entdeckst nicht nur Deine Stimme vielleicht ganz neu, die Beschäftigung mit der eigenen Stimme macht auch noch gehörig Spaß!

...zur Antwort

Hallo! Um gut zu singen, ist in erster Linie Deine Gesangstechnik entscheidend. Die Technik, wie Du Deine Stimme beim Singen benutzt, kannst Du optimieren. Gesangslehrer zeigen Dir Strategien, wie Du beispielsweise weniger rau, stattdessen weicher und geschmeidiger singen kannst. Ähnlich wie Sportler brauchen auch Sänger ein "Warm-up". Dieses Warm-up heißt Einsingen. Dazu gehören beispielsweise Wahrnehmungsübungen, Dehnungs- und Lockerungsübungen und natürlich spezielle Atem- und Stimmübungen.

Vollkommen unabhängig von Gesangstechnik und Einsingen gibt es eine Reihe von Tipps, was Du unmittelbar vor dem Singen tun kannst, damit es der Stimme gut geht. Diese Do´s und Dont´s werden unter dem Begriff Stimmhygiene zusammengefasst: 1) Nimm ausreichend Flüssigkeit zu Dir, trinke mindestens zwei Liter am Tag! 2) Keine Zigaretten, kein Alkohol! 3) Vermeide extrem scharfes Essen, extrem heiße oder kalte Getränke! 4) Kein Fishermen´s Friend! Wenn Du Bonbons lutschst, bevorzuge milde Produkte ohne Menthol, wie Isla-Moos, Emser Salz oder Salbeibonbons! 5) Keine Schokolade unmittelbar vor dem Singen! Vermeide Süßes und Verschleimendes wie Bananen oder Milchprodukte. 6) Achte generell auf ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung!

Leider gibt es kein Zaubermittel, wie Du die Stimme vor einem Auftritt "ölen" kannst, um nachher automatisch besser zu singen. Ausreichend schlafen, auf Alkohol verzichten und hin und wieder Salbeibonbons lutschen macht aus einer rauen Stimme noch lange keine geschmeidige. Wenn Du Deine Stimme wirklich optimieren willst, dann wende Dich an einen erfahrenen Gesangslehrer. Sie zeigen Dir Übungen zum Einsingen und Strategien, wie Du Deine Gesangstechnik gezielt verbessern kannst. Viel Spaß, viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Dass Du Dich noch nicht traust, ist vollkommen normal. Schließlich zeigst Du, wenn Du singst, sehr viel von Dir selbst. Vor anderen zu singen, ist nicht immer leicht. Die gute Nachricht aber lautet: Du kannst tatsächlich lernen, Schritt für Schritt, selbstbewusster zu werden und Deine Stimme vor anderen zu zeigen. Die weniger gute Nachricht: Ohne Unterricht wirst Du das nicht hinbekommen. Warum ist so?

Für eine effektive Stimmarbeit ist professionelles Feedback von außen unerlässlich. Individuelles Feedback kannst Du Dir nicht in Lehrvideos anschauen oder aus Ratgeberbüchern herauslesen. Auch Gesangstipps hier bei gutefrage.net bringen Dich nicht wirklich weiter. Schlimmstenfalls trainierst Du Dir eine Stimmtechnik an, die mehr schadet als nützt. Was also tun?

Wenn Du ernsthaft daran interessiert bist, Dein Singen zu verbessern, dann nimm Gesangsunterricht. Ich weiß, momentan traust Du Dich noch nicht. Ich kann Dir jedoch versichern: Gesangslehrer wissen, dass Stimme und Singen etwas ganz Persönliches sind und gehen sehr sensibel mit ihren Schülern um. Sie geben Dir professionelles Feedback und zeigen Dir Strategien, wie Du das Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Gesangslehrer besorgen Noten für Dich, sie begleiten Dich am Klavier und natürlich zeigen sie Dir auch geeignete Übungen für Deine Stimme. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an. Also, lege los! Habe Mut! Worauf wartest Du?

...zur Antwort

Hallo! Ferndiagnosen via Internet sind heikel. Ohne Dich je gesehen und gehört zu haben, kann niemand genau sagen, ob Du bereits durch die Phase des Stimmbruchs durch bist oder nicht. Nach allem, was Du schreibst, scheinst Du die akute Phase des Stimmbruchs bereits hinter Dir zu haben. Wenn Du es genau wissen willst, gehe einfach zu einem Facharzt. HNO-Ärzte und Phoniater sind Experten, wenn es um die Stimme geht. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Stimme fast immer in der Zeit zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr von "Knabe" hin zu "Mann" wechselt. Normalerweise ist der Stimmbruch deutlich zu hören: Die Stimme klingt während des Stimmwechsels zunehmend instabil, hauchig, brüchig, sie kippelt. Binnen weniger Monate wird die Stimme meist deutlich tiefer. Die akute Phase des Stimmwechsels dauert übrigens meist nicht viel länger als 3 bis 6 Monate. Danach stabilisiert sich die neue Männerstimme.

...zur Antwort

Hallo! Stimme und Persönlichkeit hängen eng miteinander zusammen. Unsere Persönlichkeit spiegelt sich in der Stimme; die Stimme zeigt viel von unserer Persönlichkeit. Du schreibst, Du bist sehr schüchtern, redest total leise? Vielleicht probierst Du also mal aus, Stunden bei einem Stimm- und Sprechtrainer zu nehmen? Stimmtrainer können Dir helfen, souveräner mit der eigenen Stimme umzugehen - so dass Du sicherer, selbstbewusster klingst.

Eine Übung kannst Du bereits jetzt ausprobieren: Nimm Dir eine Viertelstunde Zeit, nur für Dich, ganz allein. Schließ die Tür, stelle Dich in die Mitte des Raums und beginne einfach genüsslich zu summen, in angenehmer Tonlage, mache dazu Kaubewegungen, denke einfach an Dein Lieblingsessen, so dass Dir das Wasser im Munde zusammenläuft. Genieße das Summen, so, als ob die Stimme von allein kommt, in bequemer Lautstärke. Die Kaubewegungen dürfen dabei groß und ausladend sein. Zusätzlich kannst Du Dein Gesicht leicht massieren. Wenn Du das etwa eine Minute gemacht hast: wie klingt die Stimme jetzt? Sicherlich tiefer als sonst, oder? Nun lege Deine Hände auf Deine Brust und spüre, was Du spürst. Sicherlich nimmst Du Vibrationen im Brustkorb wahr? Genau das ist der legendäre "Brustton der Überzeugung". Viele Sprechtrainer sagen dazu auch "Eigenton"! In diesem Eigentonbereich fühlt sich die Stimme am wohlsten. Verliebe Dich einfach weiter in diese Vibrationen in Deinem Brustkorb und verstärke sie. Und staune, wie leicht Dir das fällt...

Je öfter Du diese Übung wiederholst, umso leichter wirst Du den Eigenton auch in den Alltag integrieren können. Ich bin mir sicher, dass Du den Eigenton bereits jetzt häufig anschlägst. Und zwar immer dann, wenn Du beim Telefonieren einem Freund am anderen Ende der Leitung signalisierst: "Ich verstehe Dich" oder "Ich bin noch dran". Wie die meisten Menschen sagst Du sicherlich einfach "mmh". Dieses unaufwändige, entspannte "mmh" sprichst Du höchstwahrscheinlich in Deinem Eigentonbereich. Also genieße dieses "mmh" und zelebriere es. So hast Du die Chance, die tiefen, kräftigen Anteile Deiner Stimme zu wecken. Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Die gute Nachricht: Die Stimme ist trainierbar. Du kannst Dein Singen tatsächlich verbessern. Die weniger gute Nachricht: Ohne Unterricht wirst Du das nicht hinbekommen. Durch ausschließlich "viel singen" wirst Du nicht automatisch "besser singen". Warum ist so?

Für eine effektive Stimmarbeit ist professionelles Feedback von außen unerlässlich. Individuelles Feedback - das liegt in der Natur der Sache - kannst Du Dir nicht in Lehrvideos anschauen oder aus Ratgeberbüchern herauslesen. Singen lernen via Youtube-Channel wird nichts bringen. Schlimmstenfalls trainierst Du Dir eine Stimmtechnik an, die mehr schadet als nützt. Was also tun?

Wenn Du ernsthaft daran interessiert bist, Dein Singen zu verbessern, dann nimm Gesangsunterricht. Gesangslehrer geben Dir professionelles Feedback. Gesangslehrer zeigen Dir Strategien, wie Du das Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Gesangslehrer besorgen Noten für Dich, sie begleiten Dich am Klavier und natürlich zeigen sie Dir auch geeignete Übungen für Deine Stimme. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an. Also, worauf wartest Du?

...zur Antwort

Hallo! Die höchste Stimmlage ist Sopran. Sopranistinnen, die besonders hoch singen können, werden manchmal auch als "hoher Sopran" bezeichnet. Die tiefste Stimmlage heißt Bass. Ein Bass, der besonders tief singen kann bzw. besonders dunkel klingt, wird oft auch "schwarzer Bass" oder italienisch "basso profondo" genannt.

...zur Antwort

Hallo! Der Stimmbruch bei Jungs ist eine dramatische Veränderung in ziemlich kurzer Zeit. Die Stimme kann binnen weniger Monate komplett anders klingen. Wenn Du im Stimmwechsel bist, solltest Du die Stimme tendenziell schonen. Singen ist erlaubt, jedoch weder zu lange, noch zu hoch oder zu laut. Die akute Phase des Stimmwechsels dauert übrigens meist nicht viel länger als 3 bis 6 Monate. Durch diese Phase bist Du offenbar so gut wie durch. Jetzt stabilisiert sich die neue Männerstimme. Dass Du nach dem Stimmwechsel automatisch besser singst, ist falsch. Die Stimme klingt zwar tiefer, dunkler - das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig "schöner".

...zur Antwort

Hallo Musikfreundin! Genaugenommen ist es nicht die Stimme, die rück- oder vorverlagert ist, sondern die Artikulation. Was genau bedeutet das? Die Stimme entsteht im Kehlkopf. Der Kehlkopf kann entweder hoch stehen (z. B. beim kräftigen Schlucken) oder tief (z. B. beim intensiven Einatmen) - nicht aber vor- oder rückverlagert sein. Was vor- oder rückverlagert sein kann, ist der Ort der Artikulation im Mund- und Rachenraum, die sog. Artikulationsstelle.

Dazu ein Experiment: Lege einmal den Kopf in den Nacken, der Mund steht dabei weit offen, die Zunge fällt in den Rachen - nun singe einmal auf dem Vokal /a/ fünf Töne rauf und runter. Wie fühlt sich das an? Wie hört es sich an? Wo spürst Du Resonanzen? Vermutlich klingt die Stimme eher dumpf, undeutlich, dunkel? Nun beuge den gesamten Oberkörper leicht nach vorn, auch leicht den Kopf, so dass Du auf den Boden siehst. Singe nun wieder fünf Töne rauf und runter. Wie fühlt sich das an? Wie hört es sich an? Vermutlich wirst Du feststellen, dass die Zunge beim Nachvornbeugen automatisch etwas nach vorne fällt, richtig? Die Zungenspitze hat dabei leichten Kontakt zu den unteren Schneidezähnen. Bei der ersten Variante (Kopf in Nacken) ist die Artikulation deutlich rückverlagert, bei der zweiten Varianten (nach vorn Beugen) ist der Ort der Artikulation viel weiter vorn. Und genau das ist es, was Gesangslehrer meinen, wenn sie von "vorne singen" sprechen.

Es gibt zahlreiche Strategien, die Stimme "nach vorn zu bringen". Die hellen Vokale wie /i/ und /e/ und /ü/ und /ö/ sind als Vorderzungenvokale dazu besonders gut eeignet. In jedem Fall sollte die Zungenspitze bei allen Vokalen immer leichten Kontakt mit den unteren Schneidezähnen haben, der mittlere Zungenrücken ist so gehoben, dass die Form etwa einer "Sprungschanze" im Mundraum entsteht. Die Stimme lässt sich aber nicht (allein) via Tipps im Internet verändern. Um wirklich erfolgreich die Stimme "nach vorn" zu bringen, ist qualifiziertes Feedback von außen wichtig. Nimm einfach Gesangsunterricht bei einem erfahrenen Gesangspädagogen. Gute Lehrer können Dir viele Strategien zeigen, wie Du Deine Stimme optimieren kannst. Es lohnt sich!

...zur Antwort

Hallo! Ein bestimmtes Maß an Lampenfieber ist völlig normal. Es zeigt, dass Dir die Situation, vor anderen zu singen, nicht egal ist. Lampenfieber ist eine absolut gesunde Reaktion Deines Körpers. Es stellt Dir Energie bereit für außergewöhnliche Situationen. Wie wäre es, wenn Du diese Energie nutzt für den Auftritt heute? Hier ein paar Techniken und Methoden. Sicherlich ist auch etwas für Dich dabei:

  • Spiele Dein Vorsingen im Kopf mehrmals durch und genieße dabei unbedingt den Applaus! Visualisiere Dir die Situation so genau wie möglich, wie Du singst und Spaß dabei hast.
  • Probiere nicht, den anderen gefallen zu wollen oder sonst irgendwelchen Anforderungen zu genügen. Singe zu allererst für Dich selbst, zu Deiner eigenen Freude.
  • Mache Entspannungsübungen (Progressive Muskelentspannung, konzentrative Entspannung, Autogenes Training)
  • Vor dem Vorsingen: tief und ruhig atmen. Lege eine Hand auf Deine Bauchdecke und spüre, wie sie sich wie von selbst beim Einatmen nach außen (vorn) wölbt und beim Ausatmen wieder zurückgeht.
  • Bekämpfe Lampenfieber nicht, sondern nimm es in Kauf (dann beherrscht es Dich viel weniger!)
  • Defokussierter Blick: schau nicht direkt in die Gesichter der anderen Chrosänger, blicke entweder auf einen Punkt an der gegenüberliegenden Wand oder lasse Deinen Blick nur über die Stirn Deiner Zuhörer schweifen.

Zusätzlich kannst Du Dir einfach vorstellen, dass Du imaginäre Unterstützer, gute Freunde, Helfer hinter Dir stehen hast, die Dir "den Rücken stärken", die Dir "Rückenwind" geben, auf dem Du kraftvoll und frei dahinsegeln kannst... Viel Erfolg heute!

...zur Antwort

Hallo! Wenn Du Dir beim Singen die Ohren zuhältst, hörst Du fast ausschließlich den Schall, der direkt in Deinem Körper über Knochen und Gewebe ins Mittelohr geleitet wird, den sog. Knochenschall. Das ist keinesfalls Deine "tatsächliche" Stimme, wie sie andere hören. Wenn Du singst, ohne Dir die Ohren zuzuhalten, hörst Du zusätzlich zum Knochenschall auch noch den Schall, der über die Luftleitung direkt an Dein Ohr gelangt, den sog. Luftschall. Selbst das ist jedoch noch nicht die Stimme, wie sie andere von Dir kennen.

Während Du selbst beim Singen eine Kombination von Knochen- und Luftschall hörst, hören die anderen von Dir nämlich ausschließlich den Schall über die Luft. Dazu zwei Experimente: 1. Sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte Dir die Ohren zu. Beim zweiten Mal hörst Du Dich dumpfer an, oder? Das liegt daran, dass Du fast ausschließlich Deinen Knochenschall wahrnimmst. 2. Sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte die Hände mit den Handflächen zu Dir zeigend etwa 5-10 cm direkt vor Deinen Mund. Beim zweiten Mal klingt die Stimme irgendwie heller, brillanter, oder? Das liegt daran, dass die Hände die hohen Frequenzen zu Dir zurückschicken, also Richtung Ohren reflektieren.

Wie also kannst Du Deine "tatsächliche" Stimme wahrnehmen? Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie Deine Stimme "wirklich" klingt, solltest Du sie mit einem guten Mikro aufnehmen. Eine technisch hochqualitative Aufnahme vermittelt Dir einen ziemlich guten Eindruck davon, wie andere Deine Stimme hören. Viel Spaß!

...zur Antwort

Hallo Sansay! Ähnlich wie sich Dein Äußeres, Dein Gesicht, Dein Körper verändert, so verändert sich auch Deine Stimme - nicht nur während des Stimmbruchs, sondern Dein ganzes Leben lang! Die Stimme altert, reift, verändert sich. Mit 24 klingst Du anders als jetzt mit 14 Jahren, und mit 44 wieder anders als mit 24. Natürlich hast Du selbst auch Einfluss auf Deine stimmliche Entwicklung. Da Stimme keine von Geburt an festgelegte, ein für allemal feststehende Eigenschaft ist, sondern eine flexible, veränderliche Fähigkeit, kannst Du Deine Stimme tatsächlich selbst trainieren! Gesangslehrer, Stimm- und Sprechtrainer und Logopäden beweisen tagtäglich tausendfach, dass stimmliche Veränderungsarbeit möglich ist.

...zur Antwort

Hallo! Das sind viele Fragen auf einmal. Also der Reihe nach.

Ändert sich die Stimme immer?

Deine Stimme unterliegt zahlreichen äußeren und inneren Einflüssen. Morgens nach dem Aufstehen wird Deine Stimme womöglich etwas verschlafener klingen als tagsüber? Sicherlich klingt sie nach einer durchzechten Nacht anders als sonst? Sicherlich macht es einen Unterschied, ob Du gesund oder erkältet bist? Und wir alle hören an der Stimme, ob jemand eher gut drauf ist oder nicht. Am Telefon fragen wir: "Du klingst so komisch, was ist los?" Du siehst: Die Stimme ist kein absolut unveränderliches körperliches Merkmal, sie ist immer eine Art "Abdruck" Deiner momentanen körperlich-seelischen Verfassung und unterliegt im Alltag starken Schwankungen. Aber nicht nur im alltäglichen Leben verändert sich die Stimme. Ähnlich wie sich Dein Äußeres, Dein Gesicht, Dein Körper verändert, so entwickelt sich auch Deine Stimme - und zwar Dein ganzes Leben lang! Die Stimme altert, reift, verändert sich. Mit 18 klingst Du anders als mit 38 Jahren, und mit 38 wieder anders als mit 58. Natürlich hast Du selbst auch Einfluss auf Deine stimmliche Entwicklung. Da Stimme keine von Geburt an festgelegte, ein für allemal feststehende Eigenschaft ist, sondern eine flexible, veränderliche Fähigkeit, kannst Du Deine Stimme tatsächlich selbst trainieren! Gesangslehrer, Stimm- und Sprechtrainer und Logopäden beweisen tagtäglich tausendfach, dass stimmliche Veränderungsarbeit möglich ist.

Aufgenommen hört sich Deine Stimme komisch an?

Das ist vollkommen normal. Zum einen: Du hörst Dich selbst anders als andere Dich hören. Das liegt daran, dass die Schallwellen, die im Kehlkopf entstehen, direkt in Deinem Körper über Knochen und Gewebe an das Ohr geleitet werden. Diesen "Knochenschall" hörst nur Du selbst! Zum Knochenschall kommt der Schall aus der Luft, den Du über das Außenohr aufnimmst. Alle anderen kennen von Dir nur den "Luftschall". Du selbst hörst eine Kombination aus Knochen- und Luftschall. Außerdem werden die Frequenzen im stimmlichen Klangspektrum unterschiedlich stark abgestrahlt. Tiefe Frequenzen breiten sich recht gleichmäßig um Dich herum aus, während hohe Frequenzen hauptsächlich nach vorn abgestrahlt werden. Wenn Du hinter einer sprechenden Person stehst, wird dessen Stimme eher dumpfer/dunkler klingen als wenn Du dieser Person direkt gegenüber sitzt. Zum anderen: Wenn Du Dich aufnimmst, dann ist die Qualität des Mikrofons entscheidend. Zur Qualität der Aufnahmetechnik (Mikrofon) kommt natürlich noch die Qualität der Wiedergabetechnik (Lautsprecher, Kopfhörer) hinzu. Je nachdem, ob Du Deine Stimme auf dem PC (via Lautsprecher) anhörst oder über die HiFi-Anlage oder über Kopfhörer, klingt die Stimme entsprechend anders. Die Raumakustik tut ihr übriges. Kann es also womöglich sein, dass sich Deine Stimme aufgenommen gar nicht komisch anhört, sondern lediglich ungewohnt?

Sollte man die Stimme - wie beim Sport - aufwärmen?

Wenn Du singst, bist Du Dein eigenes Instrument. Dein Körper ist Deine Stimme. Um in einen fürs Singen günstigen körperlichen und mentalen Zustand zu kommen, ist ein Warm-up sinnvoll. Ein solches Warm-up wird auch "Einsingen" genannt. Dazu gehören beispielsweise Dehnungs- und Lockerungsübungen, Wahrnehmungs- und Konzentrationsübungen und natürlich diverse Stimmübungen. Wenn Du interessiert bist, Deine Stimme näher kennen zu lernen, dann nimm einfach Unterricht. Gesangslehrer zeigen Dir nicht nur Einsingeübungen. Gesangslehrer können Dir sagen, wo Deine Stärken und wo Deine Schwächen liegen. Gesangslehrer besorgen Noten für Dich, sie begleiten Dich am Klavier. Aber das wichtigste: Gesangslehrer können Dir konkrete Strategien zeigen, wie Du dein Singen gezielt verbessern kannst. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an. Studenten an Musikhochschulen unterrichten Übungsschüler manchmal sogar gratis. Stimme lohnt sich! Also, worauf wartest Du?

...zur Antwort

Hallo! Bei Jungs ist der Stimmwechsel meist sehr deutlich zu hören. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Die Stimme klingt während des Stimmwechsels zunehmend instabil, hauchig, brüchig, sie kippelt. Binnen weniger Monate wird die Stimme meist deutlich tiefer. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die Stimme fast immer in der Zeit zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr von "Knabe" hin zu "Mann" wechselt. Wenn Du im Stimmwechsel bist, solltest Du die Stimme tendenziell schonen: vermeide es, lautstark die eigene Mannschaft anzufeuern oder auf Rockkonzerten mitzugrölen. Das kann die empflindliche Stimme durchaus schädigen. Die akute Phase des Stimmwechsels dauert übrigens meist nicht viel länger als 3 bis 6 Monate. Danach stabilisiert sich die neue Männerstimme.

...zur Antwort

Hallo! Auch Mädchen haben einen Stimmbruch - oder besser: Stimmwechsel. Bei Mädchen verläuft der Stimmwechsel - verglichen mit dem Stimmwechsel bei Jungs - jedoch eher unspektakulär: die Stimme entwickelt sich allmählich von "Mädchen" zu "Frau", der Klang wird runder, voller, manchmal auch etwas tiefer. Die schlechte Nachricht: Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Deine alte Mädchenstimme wirst Du nicht zurückbekommen. Die gute Nachricht: Ähnlich wie ein Sprinter seine Lauftechnik oder eine Eiskunstläuferin ihre Pirouetten optimiert, kannst Du auch Deine Stimme trainieren! Die Stimme ist keine ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern eine ziemlich flexible, variable Fähigkeit. Ohne professionelles Feedback von außen wirst Du jedoch kaum Fortschritte erzielen. Singen lässt sich nicht via Internet-Tipps oder Youtube-Videos lernen. Wenn Du ernsthaft an Deiner Stimme und Deinem Singen arbeiten willst, dann nimm Gesangsunterricht. Vielleicht kannst Du ja auch mit einem der drei Instrumente, die Du spielst - vorübergehend - pausieren und stattdessen Gesangsstunden nehmen? Wäre das nicht eine Möglichkeit?

...zur Antwort

Hallo! Gern würde ich Dir eine genaue Antwort geben, Ferndiagnosen im Internet sind jedoch heikel. Ohne Dich gehört und gesehen zu haben, kann niemand verlässlich sagen, warum Du andauernd husten musst. Es kann an der Erkältung vor einem Monat liegen, muss aber nicht. Je nachdem, wie stark Du unter den Beschwerden leidest, besuche bitte einen Arzt. Fachärzte für Stimme sind HNO-Ärzte und Phoniater. Sie können eine Diagnose stellen und verlässlich sagen, was mit Deiner Stimme los ist. In jedem Fall machst Du nichts falsch, wenn Du einige stimmhygienische Tipps beachtest: 1) viel trinken, 2) ausreichend schlafen, 3) ausgewogen ernähren, 4) viel bewegen, 5) dauerhaften Stress vermeiden, 6) Pastillen wie Emser Salz, Isla-Moos, Ipalat, GeloRevoice lutschen. In diesem Sinne: gute Besserung!

...zur Antwort

Hallo! Glücklicherweise ist die Stimme keine angeborene, ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern eine ziemlich flexible, trainierbare Fähigkeit. Du kannst Deine Stimme also tatsächlich verändern! Im Unterricht lernst Du Strategien, wie Du Deine Stimme optimieren kannst - so dass sie sich wohler fühlt. Eine solche koordinierte Stimme klingt dann in den Ohren der Hörer auch "schöner". Vielleicht probierst Du es einfach mal aus und nimmst ein paar Gesangsstunden?

...zur Antwort

Hallo! Während des Stimmbruchs grundsätzlich singen zu vermeiden - davon halte ich nichts. Es ist durchaus erlaubt, während des Stimmbruchs - oder besser Stimmwechsels - zu singen - die Frage ist, wie! Da der Stimmwechsel eine kritische Phase in der Entwicklung Deiner Stimme ist, solltest Du die Stimme nicht über Gebühr belasten. Singe weder zu lange, noch zu hoch, noch zu laut. Auch wenn es bei den EM-Fußballspielen schwer fällt: vermeide lautstarke Fangesänge, Jubelschreie und Torrufe. Vermeide raues, gepresstes Singen, das kann die empflindliche Stimme durchaus schädigen.

...zur Antwort

Hallo! Stöbere ein wenig im Netz. Bei www.thomann.de gibt es Mikrofone in allen Preisklassen. Lies Dir die Beschreibungen und Kundenbewertungen genau durch und entscheide Dich für eines. Um ein Audio-Interface wirst Du kaum herumkommen. Viel Spaß bei Deinen Sprachaufnahmen!

...zur Antwort

Hallo! Die anderen Kommentatoren scheinen nicht richtig gelesen zu haben. Deine Stimme wird während des Stimmbruchs tiefer. Logisch, das weißt Du selbst. Dich interessiert aber offenbar, ob die Stimme auch nach dem Stimmbruch weiter tiefer wird - richtig? Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Ich versuche es trotzdem. Die Höhe der Stimme lässt sich vergleichsweise leicht trainieren. Durch Übungen kannst Du lernen, höher zu singen. Verantwortlich dafür ist ein Muskel namens M. cricothyreodieus, der die Stimmlippen im Kehlkopf spannt. Die Tiefe allerdings ist ziemlich genau festgelegt - und zwar durch die Länge und Masse der Stimmlippen selbst (M. vocalis). Ähnlich wie sich Dein Gesicht und Dein Körper im Laufe Deines Lebens ändern werden, so wird sich auch die Stimme nach dem Stimmwechsel weiter entwickeln. Sie wird sicherlich reifer, runder, männlicher werden - jedoch kaum an Tiefe gewinnen.

...zur Antwort

Hallo Anne! Um einen Einblick in die Partituren oder Klavierauszüge von Opern zu bekommen, solltest Du Dir diese Buchstabenfolge merken: IMSLP! Diese Abkürzung steht für International Music Score Library Project. Gib einfach in eine Suchmaschine "imslp" und beispielsweise "la cenerentola" oder "le nozze di figaro" ein - und Du bekommst die jeweilige Oper als PDF-Datei zum gratis Download angeboten. So kannst Du die entsprechende Partie in Ruhe am Computer checken, gegebenenfalls einige Arien oder Ensembles ausdrucken. Wenn Du jedoch intensiv eine ganze Rolle studierst, empfehle ich Dir, einen Klavierauszug zu kaufen. Achte auf den Unterschied zwischen Partitur und Klavierauszug. Für Sänger und Sängerinnen ist ein Klavierauszug vollkommen ausreichend, Partituren benötigen allenfalls Dirigenten oder Korrepetitoren. Gebrauchte Noten gibt es im übrigen günstig in Antiquariaten und im Internet. Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Leider kann Dir niemand verlässlich sagen, was mit Deiner Stimme los ist. Ferndiagnosen via Internet sind unseriös. Bitte wende Dich an einen Arzt. Experten in Sachen Stimme sind HNO-Ärzte bzw. Phoniater. Sie können Dich untersuchen, eine genaue Diagnose stellen und Dir gegebenfalls etwas verschreiben. Es gibt Produkte, die die Symptome lindern und den Genesungsprozess beschleunigen. Aber selbst der beste Arzt wird Dir keine Garantie geben können, dass Du binnen zwei Tagen wieder gesund wirst. Was Du unabhängig von einer ärztlichen Diagnose tun kannst: Lege eine Pause ein. Sprich wenig oder gar nicht, schlafe ausreichend, trinke viel, lutsche Salbeibonbons. Gute Besserung!

...zur Antwort

Hallo Sansay! Ich habe eine gute und eine etwas weniger gute Nachricht für Dich.

Zuerst die weniger gute Nachricht: Vermutlich hast Du gerade die akute Phase des Stimmbruchs hinter Dich gebracht. Damit ist der Stimmwechsel aber noch nicht komplett abgeschlossen. Nach der akuten Phase mit kippelnder, brüchiger Stimme gibt es noch eine weitere, in der sich die neue Männerstimme stabilisiert. Diese Phase dauert ein bis drei Jahre! Wenn Du in dieser sensiblen Phase viel Punk singst, setzt Du Deine Stimme aufs Spiel. So schwer es Dir fällt - lass bitte Punk und Alternative-Rock vorerst sein!

Jetzt die gute Nachricht: Natürlich kannst Du trotzdem an Deiner Stimme arbeiten und Deinen Gesang verbessern! Wenn Du ernsthaft daran interessiert bist, dann nimm einfach Gesangsunterricht! Ratschläge im Internet nutzen wenig - schlimmstenfalls schaden sie sogar. Und durch ausschließlich "viel singen" wirst Du nicht automatisch "besser singen". Für eine effektive stimmliche Veränderungsarbeit ist professionelles Feedback von außen unerlässlich. Und dieses Feedback bekommst von einem erfahrenen Vocal Coach bzw. Gesangslehrer.

Gesangslehrer helfen Dir, die neue Männerstimme zu stabilisieren. Sie zeigen Dir Techniken, wie Du singen kannst, ohne die Stimme über Gebühr zu belasten. Gesangslehrer besorgen Noten für Dich, sie begleiten Dich am Klavier oder Keyboard und natürlich zeigen sie Dir auch geeignete Warm-up-Übungen für Deine Stimme. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an. Also, worauf wartest Du?

...zur Antwort

Hallo! Ferndiagnosen via Internet sind unseriös. Ohne Dich jemals gehört und gesehen zu haben, kann Dir niemand verlässlich sagen, warum Du so schnell Halsschmerzen bekommst beim Singen. Gründe kann es viele geben: Stimmbruch, ungünstige Gesangstechnik, Stimmstörung. Wenn Du genau wissen willst, was mit Deiner Stimme los ist, dann wende Dich an einen HNO-Arzt/Phoniater, einen Gesangslehrer oder Logopäden/Stimmtherapeuten. HNO-Ärzte sind die medizinischen Experten, Gesangslehrer die pädagogischen Experten und Logopäden die therapeutischen Experten in Sachen Stimme. Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Ähnlich wie sich Dein Äußeres, Dein Gesicht, Dein Körper verändert, so verändert sich auch Deine Stimme - und zwar Dein ganzes Leben lang! Mit 34 wirst Du anders klingen als jetzt mit 14, und mit 54 wieder anders als mit 34. Die Stimme altert, reift, verändert sich. Unabhängig von dieser ganz allmählichen stimmlichen Alterung im Laufe des gesamten Lebens gibt es auch relativ abrupte Veränderungen. Eine solche Veränderung ist der Stimmbruch - oder besser: Stimmwechsel. Was wenige wissen: auch die Stimme von Mädchen verändert sich in der Pubertät - wenn auch meist wesentlich unspektakulärer als bei Jungs. Die Stimme entwickelt sich dabei von "Mädchen" zu "Frau". Die Frauenstimme klingt gegenüber der Mädchenstimme tatsächlich meist etwas runder, wärmer und voller...

...zur Antwort

Hallo! Eine gute Idee, an Deiner Stimme zu arbeiten. Stimme lohnt sich. Wenn Du Dein Sprechen und Deine Stimme veränderst, veränderst Du auch Deine Wirkung auf andere Menschen. Es gibt Profis, die Dir beim Verändern der Sprechstimme helfen können: Sprechtrainer, Sprecherzieher, Logopäden. Als Stimmexperten geben sie Dir konkrete Strategien an die Hand, wie genau Du Deine Stimme und Dein Sprechen optimieren kannst. Vielleicht probierst Du das einfach mal aus? Zusätzlich kannst Du Dir auch einen Ratgeber zum Thema kaufen. Es gibt zahlreiche empfehlenswerte Bücher, wie Du dein Sprechen verbessern kannst. All das aber ersetzt in keinem Fall individuellen Unterricht bei einem qualifizierten Logopäden, Sprecherzieher oder Stimmtrainer. Viel Spaß, viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Hier einige Tipps, die mir bei intensiver stimmlicher Belastung helfen:

  • Gib bei Proben nicht Vollgas, sondern schone Deine Stimme, indem Du etwas leiser singst (markierst) oder die Melodie oktavierst (also eine Oktave tiefer singst).
  • Achte auf genügend Regeneration zwischen den Proben und Aufführungen. Gönne der Stimme Ruhe, das heißt: wenig reden, vor allem nicht gegen starken Lärm ansprechen (Kneipe, Baustelle, Straßenverkehr). Gepresstes Flüstern und Räuspern vermeiden.
  • Achte generell auf Balance im Leben: genügend trinken (Wasser, Tee), ausreichend schlafen, ausgewogene Ernährung, viel Bewegung
  • keine Zigaretten, Alkohol in Maßen
  • vor jeder Probe, vor jedem Konzert die Stimme gut aufwärmen (einsingen)
  • für Menschen, die viel sprechen oder singen müssen, gibt es zahlreiche Mittel in der Apotheke. Empfehlenswert für die stimmliche Regeneration sind Produkte ohne Menthol: Salbeibonbons, Isla-Moos-Pastillen, Emser Salz. Auch Ipalat, GeloRevoice.

Viel Erfolg bei allem, was in der kommenden Woche ansteht!

...zur Antwort

Hallo! Du schreibst, Du singst unheimlich gerne. Wie also kommst Du auf den Gedanken, dass Du es nicht kannst? Na klar kannst Du singen - die Frage ist nicht ob, sondern lediglich wie Du singst! Um zu erfahren, wie gut Du singst, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. Möglichkeit: Du kannst Deine Familie und Deine Freunde fragen, wie sie Deine Stimme und Dein Singen einschätzen. Freunde und Familienangehörige sind jedoch keine Gesangsexperten und wollen Dich nicht verletzen. Höchstwahrscheinlich bekommst Du also aus Deinem Familien- und Freundeskreis kein objektives, ehrliches Feedback.
  2. Möglichkeit: Du stellst (anonym) ein Video bei YouTube ein und bittest die User um deren Meinung. Aber auch die User sind in der Mehrzahl keine Gesangsexperten. Außerdem tummeln sich im Schutz der Anonymität viele Leute, die einfach Spaß daran haben, zu provozieren, zu stänkern und Menschen abzuqualifizieren. Auch bei YouTube bekommst Du also keine objektive Einschätzung Deiner gesanglichen Leistung.
  3. Möglichkeit: Du gehst zu einem professionellen Gesangslehrer und bittest um Feedback. Das kostet natürlich etwas, dafür bekommst Du eine fachlich qualifizierte Antwort auf Deine Frage. Gesangslehrer können Dir sagen, wo Deine Stärken und wo Deine Schwächen liegen. Gesangslehrer können Dich stimmlich beraten. Gesangslehrer helfen Dir, geeignete Lieder zu finden, besorgen entsprechende Noten. Gesangslehrer begleiten Dich am Klavier. Aber das wichtigste: Gesangslehrer können Dir konkrete Strategien zeigen, wie Du dein Singen gezielt verbessern kannst. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an. Studenten an Musikhochschulen unterrichten Übungsschüler manchmal sogar gratis. Viel Erfolg! Viel Spaß!
...zur Antwort

Hallo! Staatliche Musikhochschulen verlangen (bislang) keine Studiengebühren, lediglich mit den halbjährlichen Semestergebühren musst Du rechnen. Wie hoch diese sind, erfährst Du auf den jeweiligen Internetseiten der Hochschulen. Einmal angefangen, solltest Du Dir in jedem Fall nicht zu viel Zeit lassen - denn als Langzeit-Student kann es tatsächlich sein, dass Du Studiengebühren zahlen musst...

...zur Antwort

Hallo! Es gibt viele Tipps und Tricks, was man tun oder lassen sollte, um die Stimme zu schonen. Fachleute bezeichnen diese Do´s und Dont´s als "Stimmhygiene". Call-Center-Agents sind "Voice Worker" - sie sind in ihrem Beruf in besonderem Maße auf ihre Stimme angewiesen. Um die Stimme dauerhaft leistungsfähig und gesund zu erhalten, sollten Voice Worker folgende stimmhygienischen Tipps beachten.

  • Nimm Unterricht bei einem professionellen Stimm- und Sprechtrainer. In einem Seminar oder im Einzelunterricht lernst du Strategien kennen, wie Du Stimme und Sprechen optimieren kannst. Mit einer guten Sprechtechnik hältst Du besser durch, ohne heiser zu werden.
  • Besonders wichtig für Vielsprecher: sprich weder zu hoch noch zu tief. Sprechtrainer zeigen Dir die ideale Sprechstimmlage (Indifferenzlage, Eigenton).
  • Rauchen schadet den sensiblen Schleimhäuten der oberen und unteren Luftwege sowie der Stimmlippen und sollte daher vermieden werden!
  • Der Genuss hochprozentiger Alkoholika sollte ebenso vermieden werden!
  • Vermeide häufiges Räuspern! Wenn Du ein Räusper-Bedürfnis verspürst, so hüstele stattdessen leicht oder summe die kleine Schleimhautstörung auf Stimmlippenebene einfach weg!
  • Vermeide, wenn möglich, gegen starken Lärm anzusprechen, z. B. im Bus, auf lauten Straßen oder Baustellen!
  • Bei starker stimmlicher Belastung, z. B. beim Telefonieren, entspanne regelmäßig die Muskulatur der Sprechorgane mit den im Sprechtraining erlernten Übungen, trinke regelmäßig einen Schluck Wasser!
  • Gegen Mundtrockenheit hilft das Essen von Äpfeln
  • Beim Lutschen von Bonbons, besonders bei Erkältungen, solltest Du unbedingt milde Produkte ohne Menthol bevorzugen, z. B. Isla-Moos-Pastillen, Emser Salz oder Salbei-Bonbons!
  • Solltest Du länger als drei Tage heiser sein, gehe bitte unbedingt zum HNO-Arzt!
  • Bei Heiserkeit nicht flüstern, sondern ggf. schweigen (Stimmruhe)!
  • Gleiches gilt bei Stimmlosigkeit: Schweige unbedingt (absolute Stimmruhe) und suche unverzüglich einen HNO-Arzt auf!
  • Treibe ein wenig Sport, bevorzugt Ausdauersport, denn jedes Körpertraining ist indirekt auch Stimmtraining!
  • Achte generell auf Balance in Deinem Leben. Ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, ausreichend Schlaf.
...zur Antwort

Bin ich im 'Stimmbruch'? ( SEHR WICHTIG )

Ich bin 13 (bald 14) und ein ein Mädchen. Und ich kein seit ca. 1 Monat nicht mehr schreien ( also den richtig hohen 'mädchen Kreichton' ... ). Ich kann es einfach nicht mehr, es passiert nur dann wenn ich mich mal richtig erschrecke, dann passiert das Automatich ... aber dann tut das total weh und hält nur für ein paar sekunden an, und in meinem Hals fühle ich dann das sich da irgendwas kleines ausdehnt ( irgenwie ecklig) . Und wenn ich aus Spaß mal mit einem hohen ton rede ( den ich noch hinkriege) tut mein Hals irgendwie weh und kratz . Ich habe mal meinen Mitschüler gefragt der von sowas eigentlich immer Ahnung hat und der hat gemeint, das es bei Mädchen auch sowas wie einen Stimmbruch gibt, bloß das er nicht so stark wie bei den Jungs ist ... und die Stimme höher anstatt tiefer geht. Stimmt das wirklich ? Und wenn ja wieso kann ich dann nicht mehr schreien ? Ist das überhaupt normal ? Bitte hilft mir, ich weiß es klingt komisch aber es ist mir sehr wichtig zu schreien, zu hause wenn ich manschmal alles raus lassen will schreie ich einfach und das hilft, ohne mein schreien fühle ich mich einfach nicht mehr frei, ich fühle mich bedrückt, als ob irgendwas aus mir raus will.. ( der schrei sozusagen) . Ich weiß es klingt komisch aber ich weiß auch nicht wieso ich so fühle ... meine stimme ist mir sehr wichtig, und da ich gerade die hohen töne lerne zu treffen ist das auch voll blöd für mich . Und bitte spart euch den satz : 'Geh zum Artzt!' :) Danke schonmal :) Falls ihr noch Fragen habt dann fragt ruhig :D

P.s der richtig hohe ton fehlt mir UNBESCHREIBLICH SEHR :(

...zur Frage

Hallo! Gern würde ich Dir helfen, Ferndiagnosen via Internet sind jedoch heikel. Ohne Dich gehört und gesehen zu haben, kann niemand verlässlich sagen, was mit Deiner Stimme los ist und warum Du nicht mehr so hoch kreischen kannst. Alles, was Du schreibst, deutet jedoch darauf hin, dass Du tatsächlich im Stimmbruch - oder besser: Stimmwechsel - bist. Die Stimme entwickelt sich von "Mädchen" hin zu "Frau". Verglichen mit dem Stimmwechsel bei Jungs passiert das eher unmerklich. In jedem Fall ist der Stimmwechsel - auch bei Mädels - eine kritische, sensible Phase; Du solltest Deine Stimme daher nicht über Gebühr belasten. Das heißt: weder zu lange, noch zu laut, noch zu hoch singen - und erst recht nicht ständig schreien und kreischen! Das kann die empflindliche Stimme durchaus schädigen. Vielleicht hast Du Lust, mal auszuprobieren, wie es ist, wenn Du rufst statt schreist? Ich weiß, das wird vermutlich nicht so viel Spaß machen, aber vielleicht kannst Du auch dabei all das rauslassen, was raus muss, und Dich befreit fühlen? In jedem Fall belastet Rufen die Stimme nicht so sehr wie Schreien.

...zur Antwort

Hallo! Eine Lehrerin mit Piepsstimme wird sicher ebensowenig ernst genommen wie ein nuschelnder Anwalt oder ein stotternder Moderator. Warum sollte das bei Polizisten anders sein? Viele Menschen sind in ihrem Beruf in besonderem Maße auf Ihre Stimme angewiesen. Solche "Voice Worker" sind nicht nur Schauspieler, Sportreporter, Lehrer, Call-Center-Agents oder Nachrichtensprecher. Je nachdem, in welchem Bereich sie arbeiten, können auch Polizisten einen stimm- und sprechintensiven Job haben. Wenn Polizisten in ihrer Rolle als staatliche Ordnungshüter ernst genommen werden wollen, ist es hilfreich, wenn sie souverän wirken und sich durchsetzen können - auch stimmlich.

...zur Antwort

Hallo! Lass Dir kein X für ein U vormachen. Deine vier Fragezeichen sind mehr als berechtigt. Es gibt in der Gesangspädagogik zahlreiche blumige Ausdrücke, wie die Stimme funktioniert und was man möglichst tun oder lassen sollte, damit man besser singt. Für den Laien wirken solche blumigen Ausdrücke zunächst ziemlich befremdlich. "Aus dem Bauch singen" ist eine bildhafte Vorstellung, die zwar vielen Sängern helfen mag, aber nichts mit der physiologischen Realität zu tun hat. Natürlich entsteht der Stimmklang im Kehlkopf - wo sonst? Die Redewendung "Aus dem Bauch singen" bezieht sich weniger auf die Stimmgebung als auf die Atmung. Erwiesenermaßen ist es günstig, "in den Bauch zu atmen". Was genau bedeutet "Bauchatmung"? Wenn das Zwerchfell - unser Haupteinatemmuskel - sich senkt, entsteht zum einen ein Unterdruck in den Lungen. Die Folge: die Lungen füllen sich mit Luft, wir atmen ein. Zum anderen ensteht aber auch ein Überdruck im Bauchraum. Organe wie Magen, Darm und Leber etc. müssen ausweichen. In der Folge wölbt sich die Bauchdecke nach außen. Weil diese Bewegung der Bauchdecke deutlich sichtbar ist, heißt diese Atmung "Bauchatmung".

...zur Antwort

Hallo! Gern würde ich Dir helfen, Ferndiagnosen via Internet sind jedoch unseriös. Falls die Beschwerden nicht nachlassen, gehe einfach zum Facharzt. Experten in Sachen Stimme sind HNO-Ärzte und Phoniater. Sie können Dich untersuchen und verlässlich sagen, was mit Deinem Kehlkopf los ist. Liebe Grüße und gute Besserung!

...zur Antwort

Hallo! Ja, Stimmen lassen sich verändern! Genau genommen gibt es "weiche, leise" Stimmen ebensowenig wie es per se "laute" oder "coole" Stimmen gibt. Die Stimme ist keine angeborene, ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern eine flexible, trainierbare Fähigkeit! Wenn Du daran interessiert bist, neue Seiten an Deiner Stimme zu entdecken, dann nimm einfach Unterricht. Profis in Sachen Stimme sind zum Beispiel Sprecherzieher, Stimmtrainer oder Gesangslehrer. Das Schöne: beim Stimm- und Sprechtraining oder Gesangsunterricht lernst Du nicht nur Deine Stimme neu kennen, sondern auch Dich selbst. Und wer weiß, vielleicht sind diese neuen Seiten auch rauer, kräftiger als Du es bis jetzt von Dir kennst? Sei neugierig!

...zur Antwort

Hallo! Ultimative "Tricks", wie Du hohe Töne triffst, gibt es nicht. Erst recht nicht kannst Du das in Internetforen lernen. Mit dem Singen ist es ähnlich wie im Hochleistungssport - es bedarf eines gezielten und angeleiteten Trainings. Niemand käme auf den Gedanken, Skifahren oder Tennisspielen im Internet zu lernen. Selbst Anfänger haben einen Trainer. Genauso ist es beim Singen. Wenn Du also ernsthaft daran interessiert bist, Deine Stimme und Dein Singen zu verbessern, dann nimm Unterricht. Gesangslehrer geben Dir professionelles Feedback und zeigen Dir Strategien, wie Du hohe Töne singen lernst. Sicher findest Du einen Lehrer in Deiner Region. Viel Erfolg! Viel Spaß!

...zur Antwort

Hallo! Das ist ganz und gar kein komischer Gedankengang, sondern eine absolut interessante Frage! Deine Stimme ist einzigartig, wie Dein Fingerabdruck. Während Dein Fingerabdruck Dein gesamtes Leben lang gleich bleibt, ist die Stimme jedoch - in Grenzen - veränderbar. Das klingt vielleicht erst einmal widersprüchlich, bei genauerer Betrachtung ist es jedoch ganz einfach. Dein Fingerbadruck ist angeboren, er ist ein unveränderliches körperliches Merkmal. Die anatomischen Voraussetzungen für Deine Stimme - Lungen, Brustkorb, Kehlkopf, Rachen, Zunge, Kiefer etc. - sind ebenso angeboren. Die Art und Weise jedoch, wie Du Deine Stimme benutzt, ist nicht angeboren, sondern erlernt. Dass Du die Stimme hast, die Du hast, liegt also an Genen und Umwelt. Im Gegensatz zum Fingerbadruck ist Deine Stimme also keine absolut unveränderliche, feststehende Eigenschaft, sondern eine veränderliche, trainierbare Fähigkeit. Die anatomischen Voraussetzungen für Stimme sind angeboren - wie genau Du Deine Stimme benutzt, ist erlernt.

...zur Antwort

Hallo! Eine gute Frage, die jedoch schon oft gestellt wurde. Du hast recht: Dass Deine Stimme aufgenommen anders klingt als gewohnt, ist vollkommen normal. Das kennt jeder. Zum einen hat das zu tun mit der Wahrnehmung Deiner eigenen Stimme, zum anderen mit der Qualität der Aufnahme- und Wiedergabetechnik.

Zum ersten: Du hörst Dich selbst anders als andere Dich hören. Das liegt daran, dass Du Dich über Deine Knochen und Gewebe hörst. Die Schallwellen, die im Kehlkopf entstehen, werden direkt in Deinem Körper über Knochen und Gewebe an das Ohr geleitet. Diesen "Knochenschall" hörst nur Du selbst! Zum Knochenschall kommt der Schall aus der Luft, den Du über das Außenohr aufnimmst. Alle anderen kennen von Dir nur den "Luftschall". Du selbst hörst eine Kombination aus Knochen- und Luftschall. Außerdem werden die Frequenzen im stimmlichen Klangspektrum unterschiedlich stark abgestrahlt. Tiefe Frequenzen breiten sich recht gleichmäßig um Dich herum aus, während hohe Frequenzen hauptsächlich nach vorn abgestrahlt werden. Wenn Du hinter einer sprechenden Person stehst, wird dessen Stimme eher dumpfer/dunkler klingen als wenn Du dieser Person direkt gegenüber sitzt.

Dazu zwei Experimente: 1. sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte Dir die Ohren zu. Beim zweiten Mal hörst Du Dich dumpfer an, oder? Das liegt daran, dass Du fast ausschließlich Deinen Knochenschall wahrnimmst. 2. sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte die Hände mit den Handflächen zu Dir zeigend etwa 10 cm direkt vor Deinen Mund. Beim zweiten Mal klingt die Stimme irgendwie heller, brillanter, oder? Das liegt daran, dass die Hände die hohen Frequenzen zu Dir zurückschicken, also Richtung Ohren reflektieren.

Zum zweiten: Wenn Du Dich aufnimmst, dann ist die Qualität des Mikrofons entscheidend. Zur Qualität der Aufnahmetechnik (Mikrofon) kommt natürlich noch die Qualität der Wiedergabetechnik (Lautsprecher, Kopfhörer) hinzu. Je nachdem, ob Du Deine Stimme auf dem PC (via Lautsprecher) anhörst oder über die HiFi-Anlage oder über Kopfhörer, klingt die Stimme entsprechend anders. Die Raumakustik tut ihr übriges...

...zur Antwort

Hallo! Interessante, schöne Frage, auf die die Antwort nur Ja! lauten kann. Wenn Stimmen individuell sind, so einzigartig wie unser Fingerabdruck, dann gibt es tatsächlich nicht nur über 7.000.000.000 Menschen, sondern auch über 7.000.000.000 verschiedene Stimmen auf unserem Globus. Wie eng Stimme und individuelle Persönlichkeit miteinander zusammenhängen, zeigt bereits die Herkunft des Wortes. "Person" rührt vom lateinischen "per-sonare" her - was soviel bedeutet wie "hindurch-klingen". Wenn wir also unsere Stimme benutzen, dann tönen wir mit ihrer Hilfe unsere Individualität nach außen. Durch unsere Stimme scheint unsere Persönlichkeit durch. Mit ihr zeigen wir einen Teil von uns selbst. Jeder Mensch für sich. 7 Milliarden Mal auf der Welt. Toll, oder?

...zur Antwort

Hallo! Dass Deine Stimme nach dem Training etwas tiefer klingt, ist normal. Der Grund: unsere Muskeln haben nach Anstrengung die Tendenz sich zu entspannen - nicht nur der Bizeps, auch der Musculus vocalis, unser "Stimmmuskel" im Innern des Kehlkopfs. Und eine entspannte Kehlkopfmuskulatur sorgt für eine entspannte, tief klingende Stimme. Du kannst das beispielsweise vergleichen mit einer Gitarrensaite: wenn Du an den Wirbeln drehst und die Spannung der Saite erhöhst, klingt die Saite höher. Wenn die Spannung dagegen nachlässt, klingt sie tiefer. Das gleiche Prinzip gilt für unsere Muskulatur. Im übrigen gibt es eine Entspannungstechnik, die sich genau dieses Prinzip zunutze gemacht hat: die so genannte Progressive Muskelrelaxiation bzw. Progressive Muskelentspannung. Dabei spannst Du für ein paar Sekunden bestimmte Muskeln Deines Körpers maximal an, pausierst einige Sekunden, spannst an, pausierst einige Sekunden... Das machst Du der Reihe nach mit allen Körperpartien: Füße, Beine, Gesäß, Arme, Hände, Gesicht... Am Ende fühlt sich der Körper meist wohlig-entspannt an. Eine wunderbare und effektive Methode.

...zur Antwort

Hallo! Eine interessante Frage! Um die Frage anschaulich zu beantworten, hilft vielleicht ein Vergleich: Jeder Mensch sieht einzigartig aus. Die Gesichtszüge sind sehr individuell: Nase, Wangen, Mund, Stirn, Haare, Ohren. Nun stelle Dir vor, dass auch Mundraum, Lippen, Zunge, Zähne, die Nasenhöhle, der Rachen ganz individuell beschaffen sind. Ebenso die Länge und Dicke der Stimmlippen im Kehlkopf. Wenn Du das weißt, weißt Du auch, warum Stimmen so individuell klingen. Ähnlich wie es einen einzigartigen Fingerabdruck (finger print) gibt, so gibt es auch einen individuellen "Stimmabdruck" (voice print) eines jeden Menschen. Natürlich können wir unsere Stimme und unser Sprechen verändern, Schauspieler und Imitatoren zeigen eindrucksvoll, wie facettenreich wir unsere Stimme einsetzen können. Selbst der beste Imitator jedoch schafft es nicht, zu hundert Prozent wie das Original zu klingen. Stimme ist tatsächlich einzigartig. Dieser unverwechselbare Stimmklang eines Menschen wird häufig auch als Timbre bezeichnet.

...zur Antwort

Hallo! Du schreibst, dass die Stimme bei hohen Tönen "abkratzt", dass die Töne wackelig sind und sich schief anhören? Ganz offensichtlich verfügst Du noch nicht über eine ausgereifte Stimmtechnik. Was da hilft, ist Gesangsunterricht. Sicherlich kannst Du auch ohne Gesangsunterricht lernen höher zu singen - das ist aber riskant. Wenn Du komplett ohne Anleitung übst, kannst Du Dir Fehler antrainieren. Für eine effektive Stimmarbeit ist professionelles Feedback von außen unerlässlich.

Singen ist wie Hochleistungssport - es bedarf eines gezielten und angeleiteten Trainings. Egal, ob Fußball, Tennis, Boxen oder Leichtathletik, selbst Anfänger haben einen Trainer. Warum sollte das beim Singen anders sein? Wenn Du ernsthaft daran interessiert bist, Dein Singen zu optimieren, dann wirst Du auch bereit sein, Unterricht zu nehmen. Gesangslehrer geben Dir professionelles Feedback, sie zeigen Dir Strategien, wie genau Du höher singen kannst, ohne die Stimme zu belasten. Außerdem: Gesangslehrer begleiten Dich am Klavier, sie besorgen Dir Noten, sie bereiten Dich gezielt auf Auftritte vor, sie können Dich stimmlich beraten und Dich bei Deiner sängerischen Entwicklung unterstützen. Ziemlich viele Vorteile, oder?

Also, wenn Du Lust darauf hast, im Gesangsunterricht neue Seiten an Deiner Stimme zu entdecken, dann melde Dich einfach an einer Musikschule an oder google nach einem Gesangslehrer, Gesangspädagogen oder Vocal Coach in Deiner Region. Auf der Seite des Bundes Deutscher Gesangspädagogen (BDG) findest Du auch ein Verzeichnis mit qualifizierten Gesangspädagogen im gesamten deutschsprachigen Raum. Einige Lehrer bieten übrigens günstige "Schnupperstunden" an; Studenten an Musikhochschulen unterrichten Übungsschüler manchmal sogar gratis.

Viel Spaß, viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Eine gute Frage. Andere hören Dich tatsächlich anders als Du Dich selbst hörst - jedoch nicht komplett anders. Warum? Das liegt daran, dass Du Dich über Deine Knochen und Gewebe hörst. Die Schallwellen, die im Kehlkopf entstehen, werden direkt in Deinem Körper über Knochen und Gewebe an das Ohr geleitet. Diesen "Knochenschall" hörst nur Du selbst! Zum Knochenschall kommt der Schall aus der Luft, den Du über das Außenohr aufnimmst. Alle anderen kennen von Dir nur den "Luftschall". Du selbst hörst eine Kombination aus Knochen- und Luftschall. Knochen leiten besonders gut tiefe Frequenzen. Daher erlebst Du Deine Stimme vermutlich dunkler oder tiefer als sie tatsächlich "draußen" klingt...

...zur Antwort

Hallo! Solange Du keine Angst auf der Bühne hast, die Dich lähmt und beim Singen behindert, ist alles okay. Ein bestimmtes Maß an Lampenfieber ist völlig normal - schließlich bedeutet Aufgeregtsein auch Respekt vor der Vorsinge-Situation! Lampenfieber zeigt, dass es Dir nicht gleichgültig ist, wie Du singst. Also nutze diese positive Aufregungsenergie einfach für Deine Performance! Hier ein paar Techniken und Methoden, die mir helfen, mit Aufregung, Nervosität und Lampenfieber-Energie konstruktiv umzugehen. Sicherlich ist auch etwas für Dich dabei:

  • den Auftritt optimal vorbereiten: Gesangsunterricht plus üben und üben!
  • guten Freunden vorsingen, den Auftritt in der Familie üben
  • den Erfolg immer wieder visualisieren, d.h. den Auftritt mehrmals mental "durchspielen" und dabei unbedingt den Applaus genießen!
  • Entspannungsübungen (Progressive Muskelentspannung, konzentrative Entspannung, Autogenes Training)
  • Feldenkrais-Methode, F. M. Alexander-Technik oder Yoga vor dem Auftritt: tief und ruhig atmen, auch im Liegen
  • Lampenfieber nicht bekämpfen, sondern in Kauf nehmen (dann beherrscht es Dich viel weniger!)
  • defokussierter Blick: nicht direkt in Gesichter im Publikum schauen, sondern nur über deren Stirn den Blick schweifen lassen
  • im Vorfeld das Gefühl internalisieren und bei Auftritten abrufen, dass Du imaginäre Unterstützer, gute Freunde, Helfer hinter Dir stehen hast, die Dir "den Rücken stärken", die Dir "Rückenwind" geben, auf dem Du kraftvoll und frei dahinsegeln kannst...

Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Das Wichtigste, um Opernsänger zu werden, ist tasächlich Deine Stimme. Gehe deswegen unbedingt zu einem Gesangslehrer und bitte ihn um eine Einschätzung. Gesangslehrer können Dich optimal beraten. Denn in jedem Fall ist es eine große Herausforderung, die Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule zu bestehen. Schließlich bewerben sich jedes Jahr meist hunderte Interessenten um nur eine Handvoll Studienplätze. Klavier ist übrigens Pflichtnebenfach. Du solltest zur Aufnahmeprüfung einfache klassische Stücke spielen können. Außerdem sind Kenntnisse in Musiktheorie und Gehörbildung wichtig. All das wird geprüft. Eine Aufnahmeprüfung ist nicht im Nebenbei erledigt, sondern verlangt intensive Vorbereitung.

...zur Antwort

Hallo! Eine gute Frage, die jedoch schon oft gestellt wurde. Dass Deine Stimme aufgenommen anders klingt als gewohnt, ist vollkommen normal! Zum einen hat das zu tun mit der Wahrnehmung Deiner eigenen Stimme, zum anderen mit der Qualität der Aufnahme- und Wiedergabetechnik.

Zum ersten: Du hörst Dich selbst anders als andere Dich hören. Das liegt daran, dass Du Dich über Deine Knochen und Gewebe hörst. Die Schallwellen, die im Kehlkopf entstehen, werden direkt in Deinem Körper über Knochen und Gewebe an das Ohr geleitet. Diesen "Knochenschall" hörst nur Du selbst! Zum Knochenschall kommt der Schall aus der Luft, den Du über das Außenohr aufnimmst. Alle anderen kennen von Dir nur den "Luftschall". Du selbst hörst eine Kombination aus Knochen- und Luftschall. Außerdem werden die Frequenzen im stimmlichen Klangspektrum unterschiedlich stark abgestrahlt. Tiefe Frequenzen breiten sich recht gleichmäßig um Dich herum aus, während hohe Frequenzen hauptsächlich nach vorn abgestrahlt werden. Wenn Du hinter einer sprechenden Person stehst, wird dessen Stimme eher dumpfer/dunkler klingen als wenn Du dieser Person direkt gegenüber sitzt. Zwei Experimente: 1. sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte Dir die Ohren zu. Beim zweiten Mal hörst Du Dich dumpfer an, oder? Das liegt daran, dass Du fast ausschließlich Deinen Knochenschall wahrnimmst. 2. sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte die Hände mit den Handflächen zu Dir zeigend etwa 10 cm direkt vor Deinen Mund. Beim zweiten Mal klingt die Stimme irgendwie heller, brillanter, oder? Das liegt daran, dass die Hände die hohen Frequenzen zu Dir zurückschicken, also Richtung Ohren reflektieren.

Zum zweiten: Wenn Du Dich aufnimmst, dann ist die Aufnahmequalität des Mikrofons entscheidend. Zur Qualität der Aufnahmetechnik (Mikrofon) kommt natürlich noch die Qualität der Wiedergabetechnik (Lautsprecher, Kopfhörer) hinzu. Je nachdem, ob Du Deine Stimme auf dem PC (via Lautsprecher) anhörst oder über die HiFi-Anlage oder über Kopfhörer, klingt die Stimme entsprechend anders. Die Raumakustik tut ihr übriges...

Vielleicht klingt Deine aufgenommene Stimme also gar nicht blöd, wie Du schreibst, sondern lediglich ungewohnt?

...zur Antwort

Hallo! Du bekommst in der Schule eine Eins fürs Singen und fragst, ob Du singen kannst? Na klar kannst du das! Die Frage ist doch nicht, ob Du singen kannst, sondern lediglich wie Du singst. Um das herauszufinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. Möglichkeit: Du kannst Deine Familie und Deine Freunde fragen, wie sie Deine Stimme und Dein Singen einschätzen. Freunde und Familienangehörige sind jedoch a) keine Gesangsexperten und wollen Dich b) nicht verletzen. Höchstwahrscheinlich bekommst Du also aus Deinem Familien- und Freundeskreis kein objektives, ehrliches Feedback.
  2. Möglichkeit: Du stellst ein Video bei YouTube ein und bittest die User um deren Meinung. Aber auch die User sind in der Mehrzahl keine Gesangsexperten. Außerdem tummeln sich im Schutz der Anonymität viele Leute, die einfach Spaß daran haben, zu provozieren, zu stänkern und Menschen abzuqualifizieren. Auch bei YouTube bekommst Du also keine objektive Einschätzung Deiner gesanglichen Leistung. Ein Shitstorm ist so ziemlich das Gegenteil von objektivem, ausgewogenem Feedback.
  3. Möglichkeit: Du gehst zu einem professionellen Gesangslehrer und bittest um Feedback. Das kostet natürlich etwas, dafür bekommst Du eine fachlich qualifizierte Antwort auf Deine Frage. Gesangslehrer können Dir sagen, wo Deine Stärken und wo Deine Schwächen liegen. Gesangslehrer können Dich stimmlich beraten. Gesangslehrer helfen Dir, geeignete Lieder zu finden, besorgen entsprechende Noten. Gesangslehrer begleiten Dich am Klavier. Aber das wichtigste: Gesangslehrer können Dir konkrete Strategien zeigen, wie Du dein Singen gezielt verbessern kannst.

Deswegen: Nimm Unterricht! Ein Verzeichnis studierter Gesangslehrer im gesamten deutschsprachigen Raum gibt es auf der Seite des Bundes Deutscher Gesangspädagogen. Sicher findest Du einen Lehrer in Deiner Region. Viel Erfolg! Viel Spaß!

...zur Antwort

Hallo! "Knötchen" sind eher unwahrscheinlich. Alles, was Du schreibst, lässt auf einen Stimmbruch schließen. Ferndiagnosen via Internet sind jedoch heikel. Wenn Du im Stimmbruch - oder besser Stimmwechsel - bist, solltest Du die Stimme tendenziell schonen. Vermeide es zu schreien oder beim Sport lautstark die Mannschaft anzufeuern. Singen ist aus meiner Sicht erlaubt - jedoch weder zu laut, noch zu hoch, noch zu lange! Wenn Du´s ganz genau wissen willst, dann wende Dich an einen Stimmprofi. HNO-Ärzte können Deine Stimme untersuchen, Gesangslehrer zeigen Dir Strategien, wie Du leicht und mühelos singen kannst, ohne die Stimme zu belasten. Liebe Grüße!

...zur Antwort

Hallo! Keiner hört Dich so, wie Du Dich selbst hörst! Du hörst Dich selbst anders als andere Dich hören. Warum ist das so?

Wenn Du sprichst oder singst, nimmst Du Deine Stimme auch über Knochen und Gewebe wahr. Die Schallwellen, die im Kehlkopf entstehen, werden direkt in Deinem Körper über Knochen und Gewebe an das Ohr geleitet. Diesen "Knochenschall" hörst nur Du selbst! Zum Knochenschall kommt der Schall aus der Luft, den Du über das Außenohr aufnimmst. Alle anderen kennen von Dir nur den "Luftschall". Du selbst hörst eine Kombination aus Knochen- und Luftschall. Außerdem werden die Frequenzen im stimmlichen Klangspektrum unterschiedlich stark abgestrahlt. Tiefe Frequenzen breiten sich recht gleichmäßig um Dich herum aus, während hohe Frequenzen hauptsächlich nach vorn abgestrahlt werden. Wenn Du hinter einer sprechenden Person stehst, wird dessen Stimme eher dumpfer/dunkler klingen als wenn Du dieser Person direkt gegenüber sitzt.

Zwei Experimente: 1. singe eine kurze Melodie erst ganz normal, beim zweiten Mal halte Dir die Ohren zu. Beim zweiten Mal hörst Du Dich dumpfer an, oder? Das liegt daran, dass Du fast ausschließlich Deinen Knochenschall wahrnimmst. 2. singe die Melodie noch einmal - erst ganz normal, beim zweiten Mal halte die Hände mit den Handflächen zu Dir zeigend etwa 10 cm direkt vor Deinen Mund. Beim zweiten Mal klingt die Stimme irgendwie heller, brillanter, oder? Das liegt daran, dass die Hände die hohen Frequenzen zu Dir zurückschicken, also Richtung Ohren reflektieren.

Wenn Du einen Eindruck davon bekommen willst, wie andere Menschen Deine Stimme wahrnehmen, dann nimm Dein Singen einfach auf. Aber aufgepasst! Wenn Du Dich aufnimmst, dann ist die Aufnahmequalität des Mikrofons entscheidend. Zur Qualität der Aufnahmetechnik (Mikrofon) kommt natürlich noch die Qualität der Wiedergabetechnik (Lautsprecher, Kopfhörer) hinzu. Je nachdem, ob Du Deine Stimme auf dem PC (via Lautsprecher) anhörst oder über die HiFi-Anlage oder über Kopfhörer, klingt die Stimme entsprechend anders. In jedem Fall bekommst Du so einen ziemlich guten Eindruck von Deiner Stimme - so wie sie "draußen" klingt.

Liebe Grüße, Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Sicherlich kannst Du auch für Dich allein Strategien entwickeln, wie Du höher singen lernst - das ist jedoch riskant. Singen ist wie Hochleistungssport - es bedarf eines gezielten und angeleiteten Trainings. Egal, ob Fußball, Tennis, Boxen oder Leichtathletik, selbst Anfänger haben einen Trainer. Genauso ist es beim Singen. Wenn Du also ernsthaft Deine Stimme verändern willst, dann nimm Gesangsunterricht. Vermutlich bist Du gerade in der Phase des Stimmwechsels? Vielleicht hast Du gar keine hohe Sopranstimme? Gesangslehrer geben Dir professionelles Feedback! Sie zeigen Dir Strategien, wie genau Du Deine Stimme gezielt verbessern und Du höher, leichter und müheloser singen kannst. Ein Verzeichnis qualifizierter Gesangslehrer im gesamten deutschsprachigen Raum gibt es auf der Seite des Bundes Deutscher Gesangspädagogen: www.bdg-online.org. Sicher findest Du einen Lehrer in Deiner Region. Viel Erfolg! Viel Spaß!

...zur Antwort

Hallo! Ferndiagnosen via Internet sind unseriös. Ohne Dich je gesehen und Deine Stimme gehört zu haben, kann niemand verlässlich sagen, was mit deiner Stimme los ist. Wende Dich einfach an einen HNO-Arzt oder Phoniater. Das sind die Experten, wenn es um Gesundheit und Krankheit der Stimme geht. Soviel ist klar: Heiße Milch mit Honig mag zwar schmecken, hilft aber nicht gegen eine rauhe Stimme ;-)

...zur Antwort

Hallo! Wenn Du ernsthaft Dein Singen verbessern willst, dann nimm Gesangsunterricht. Gesangslehrer geben Dir professionelles Feedback, sie zeigen Dir Strategien, wie genau Du Deine Stimme gezielt verbessern und Du leichter und müheloser singen kannst und dabei auch sicherer wirst. Sie können Dir sagen, welche Stimmlage Du hast, wo Deine Stärken und Deine Schwächen liegen, woran Du weiter arbeiten solltest. Ein Verzeichnis qualifizierter Gesangslehrer im gesamten deutschsprachigen Raum gibt es auf der Seite des Bundes Deutscher Gesangspädagogen: www.bdg-online.org. Sicher findest Du einen Lehrer in Deiner Region. Viel Erfolg! Viel Spaß!

...zur Antwort

Hallo! Angeblich machen Körpersprache (also Gestik, Mimik) 55 Prozent unserer Kommunikation aus, Stimmklang und Sprechweise 38 Prozent und der reine Inhalt, also die gesprochenen Wörter, nur sieben Prozent. Das ist jedoch ein Mythos. Albert Mehrabian hat diese "7-38-55-Regel" vor einem halben Jahrhundert entwickelt. Leider wurden seine Forschungsergebnisse immer wieder missgedeutet. Natürlich hat der Volksmund recht: "Der Ton macht die Musik". Dass eine erfolgreiche Kommunikation grundsätzlich zu 38 Prozent vom Stimmklang abhängt, ist jedoch schlicht falsch. Richtig ist: Deine Stimme und die Art und Weise, wie Du sprichst, sind mit dafür verantwortlich, wie Du bei Deinem Gesprächspartner ankommst. Es lohnt sich also in jedem Fall, Deine Stimme zu trainieren. Denn das ist das Schöne: Deine Stimme ist keine angeborene, unveränderliche Eigenschaft, sondern eine trainierbare, flexible Fähigkeit! Wenn Du ernsthaft interessiert bist, an Deiner Stimme zu arbeiten, dann wende Dich an einen guten Stimmtrainer, Sprecherzieher und/oder Rhetoriktrainer. Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo Adjany! Deine Stimme und Dein Sprechen sind keine angeborenen und ein für allemal feststehenden Eigenschaften, sondern vielmehr flexible, trainierbare Fähigkeiten. Schauspieler, Sänger oder Synchronsprecher sind der beste Beweis dafür, dass man seine Stimme, den Klang verändern und sein Sprechen optimieren kann. Nimm einfach Unterricht bei einem Sprecherzieher, Logopäden oder Stimmtrainer. Das sind die Experten, wenn es um stimmliche Veränderungsarbeit geht. Sie können Dir helfen, tiefer, entschlossener und akzentfreier zu sprechen.

Eine Übung kannst Du bereits jetzt ausprobieren: Beginne einfach genüsslich zu summen, in angenehmer Tonlage, mache dazu Kaubewegungen, denke einfach an Dein Lieblingsessen, so dass Dir das Wasser im Munde zusammenläuft. Genieße das Summen, so, als ob die Stimme von allein kommt, in bequemer Lautstärke, eher leise als laut. Die Kaubewegungen dürfen dabei groß und ausladend sein. Zusätzlich kannst Du Dein Gesicht leicht massieren. Wenn Du das etwa eine Minute gemacht hast: wie klingt die Stimme jetzt? Sicherlich tiefer als sonst, oder? Nun lege Deine Hände auf Deine Brust und spüre, was Du spürst. Sicherlich nimmst Du Vibrationen im Brustkorb wahr? Genau das ist der legendäre "Brustton der Überzeugung". Viele Sprechtrainer sagen dazu auch "Eigenton"! In diesem Eigentonbereich fühlt sich die Stimme am wohlsten. Verliebe Dich einfach weiter in diese Vibrationen in Deinem Brustkorb und verstärke sie. Und staune, wie leicht Dir das fällt...

Je öfter Du diese Übung wiederholst, umso leichter wirst Du den Eigenton auch in den Alltag integrieren können. Ich bin mir sicher, dass Du den Eigenton bereits jetzt häufig anschlägst. Und zwar immer dann, wenn Du beim Telefonieren einem Freund am anderen Ende der Leitung signalisierst: "Ich verstehe Dich" oder "Ich bin noch dran". Wie die meisten Menschen sagst Du sicherlich einfach "mmh". Dieses unaufwändige, entspannte "mmh" sprichst Du höchstwahrscheinlich in Deinem Eigentonbereich. Also genieße dieses "mmh" und zelebriere es. So hast Du die Chance, die tiefen Anteile Deiner Stimme zu wecken. Viel Erfolg! Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Synchronfirmen arbeiten fast ausschließlich mit ausgebildeten Sprechern zusammen. Die meisten Synchronsprecher sind gelernte Schauspieler. Denn Schauspieler haben in ihrem Studium gelernt, geschriebene Texte so zu sprechen, dass sie nicht vorgelesen, sondern "echt" klingen - so als ob ihnen das, was sie sagen, gerade erst einfällt. Diese "direkte" Ansprechhaltung ist für das Synchronsprechen enorm wichtig - schließlich sollen die Texte ja nicht aufgesagt oder abgelesen, sondern frisch und lebendig klingen.

Natürlich gibt es in der Synchronszene auch Quereinsteiger - aber nur wenige. Die großen Synchronfirmen buchen oft Sprecher, mit denen sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Mache Dir also nicht zuviel Hoffnung. Für Neulinge ist in der Branche wenig Platz. Wenn Du ernsthaftes Interesse hast, als Synchronsprecher zu arbeiten, dann hole Dir qualifiziertes Feedback von einem professionellen Sprechtrainer mit Erfahrung im Synchronbereich. Ein Sprecher oder Sprechtrainer kann Dich individuell beraten. Hier erfährst Du mehr über den Sprecher-Beruf und mögliche Ausbildungswege: http://www.sprecher.info/sprecherausbildung.

Unabhängig davon kannst Du natürlich in einem Praktikum Synchron-Luft schnuppern. So bekommst Du einen ersten Eindruck, wie die Branche wirklich funktioniert und kannst bestimmt dem einen oder anderen Sprecher über die Schulter schauen. Große Synchronfirmen gibt es in Berlin, München, Hamburg und Köln. Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo! Sicherlich die meisten kennen das, was Du beschreibst: unmittelbar nach dem Aufstehen knarrt die Stimme etwas, sie ist vielleicht etwas rauher und tiefer als sonst. Das ist vollkommen normal. Körper und Stimme müssen frühmorgens erst einmal in die Gänge kommen. Über Nacht hat sich der Organismus nämlich erholt, die Muskeln haben sich entspannt. Ähnlich wie das Gesicht, besonders die Augenpartie, am Morgen manchmal etwas "verquollen" aussehen kann, so sind auch die Schleimhäute im Kehlkopf morgens etwas dicker, geschwollener als sonst. Das Resultat ist eine tiefere, knarrende Stimme. Alkohol und Zigaretten am Vorabend können den Effekt verstärken. Wenn Du die Stimme gezielt aufwärmen willst, dann empfehle ich Dir stimmliche Morgengymnastik:

  1. Nach dem Aufstehen: Gähnen, Dehnen, Räkeln, Strecken
  2. Unter der Dusche: Lippenflattern (brrrrrrrrrrrrrrr)
  3. Beim Anblick des morgendlichen Brötchens: Summen (mmmmmhh) und dabei genüsslich Kauen (Kaustimme)

Viel Spaß!

...zur Antwort

Hallo! Die Antwort lautet: Jein. Viel singen trainiert zwar die Stimme. Die Frage ist jedoch, wie Du singst und wie Du die Stimme trainierst. Ausschließlich durch "viel singen" schaffst Du es nicht, "besser zu singen". Warum ist das so?

Wir alle haben ein mentales Konzept, wie Singen für uns funktioniert. Ähnlich wie wir beim Laufen nicht darüber nachdenken, welche Muskeln wir in welcher Reihenfolge aktivieren müssen, um ein Bein vor das andere zu setzen, so denken wir auch kaum darüber nach, wie wir unsere Stimme beim Singen benutzen. Dieses mentale Konzept von "Singen" ist also hauptsächlich unbewusst.

Um besser zu singen, ist es notwendig, dieses unbewusste Konzept bewusst zu machen: Wie genau singe ich? Was genau tue ich, wenn ich singe? Indem Du einfach viel singst, lernst Du nicht automatisch, besser zu singen. Im Gegenteil. Wenn Du oft und viel singst, stabilisierst Du damit lediglich Dein aktuelles mentales Konzept.

Um das mentale Konzept zu verändern, ist es notwendig, Neues auszuprobieren. Dabei kann ein Gesangslehrer helfen. Er stellt gezielte Fragen und gibt Übungsimpulse, die das mentale Konzept verändern können. Das Neue gilt es dann, in dein bisheriges mentales Konzept zu integrieren - nach dem Motto: das Schlechte wirf weg, das Gute behalte!

In diesem Sinne: viel Spaß beim Singen, beim verändern Deines mentalen Konzepts von Stimme!

Liebe Grüße Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Ich spiele, spreche und singe regelmäßig auf Bühnen. Hier ein paar Techniken und Methoden, die mir geholfen haben. Sicherlich ist auch etwas für Dich dabei:

  • den Auftritt optimal vorbereiten: Gesangsunterricht plus üben und üben!
  • guten Freunden vorsingen, den Auftritt in der Familie üben
  • den Erfolg immer wieder visualisieren, d.h. den Auftritt mehrmals mental "durchspielen" und dabei unbedingt den Applaus genießen!
  • Entspannungsübungen (Progressive Muskelentspannung, konzentrative Entspannung, Autogenes Training)
  • Feldenkrais-Methode, F. M. Alexander-Technik oder Yoga
  • vor dem Auftritt: tief und ruhig atmen, auch im Liegen
  • Lampenfieber nicht bekämpfen, sondern in Kauf nehmen (dann beherrscht es Dich viel weniger!)
  • defokussierter Blick: nicht direkt in Gesichter im Publikum schauen, sondern nur über deren Stirn den Blick schweifen lassen
  • im Vorfeld das Gefühl internalisieren und bei Auftritten abrufen, dass Du imaginäre Unterstützer, gute Freunde, Helfer hinter Dir stehen hast, die Dir "den Rücken stärken", die Dir "Rückenwind" geben, auf dem Du kraftvoll und frei dahinsegeln kannst...

Viel Erfolg! Liebe Grüße, Frederik

...zur Antwort

Hallo! Wenn Du ernsthaft an Deiner Stimme und Deinem Singen arbeiten willst, dann nimm Gesangsunterricht. Wenn andere Kommentatoren meinen, man könne nicht an seiner Stimme arbeiten, dann haben sie schlicht unrecht. Stimme ist keine feststehende, angeborene Eigenschaft, sondern eine flexible und trainierbare Fähigkeit. Gute Gesangslehrer können Dir Strategien zeigen, wie Du Dein Singen optimieren kannst. Viel Spaß! Liebe Grüße, Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Stimme ist keine angeborene, ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern vielmehr eine trainierbare Fähigkeit. Wenn Du wissen willst, wie Du tiefer sprechen lernen kannst, dann wende Dich an einen Logopäden oder Sprecherzieher. Das sind Profis, wenn es um Stimme geht. Sie können Dir konkrete Strategien zeigen, wie Du das volle Potenzial Deiner Stimme freilegst.

Eine Übung kannst Du bereits jetzt ausprobieren: Beginne einfach genüsslich zu summen, in angenehmer Tonlage, mache dazu Kaubewegungen, denke einfach an Dein Lieblingsessen, so dass Dir das Wasser im Munde zusammenläuft. Genieße das Summen, so, als ob die Stimme von allein kommt, in bequemer Lautstärke, eher leise als laut. Die Kaubewegungen dürfen dabei groß und ausladend sein. Zusätzlich kannst Du Dein Gesicht leicht massieren. Wenn Du das etwa eine Minute gemacht hast: wie klingt die Stimme jetzt? Sicherlich tiefer als sonst, oder? Nun lege Deine Hände auf Deine Brust und spüre, was Du spürst. Sicherlich nimmst Du Vibrationen im Brustkorb wahr? Genau das ist der legendäre "Brustton der Überzeugung". Viele Sprechtrainer sagen dazu auch "Eigenton". In diesem Eigentonbereich fühlt sich die Stimme am wohlsten. Verliebe Dich einfach weiter in diese Vibrationen in Deinem Brustkorb und verstärke sie. Und staune, wie leicht Dir das fällt...

Ganz wichtig: Wenn Du forcierst, dann ist das tiefe Sprechen tatsächlich "tierisch anstrengend". Deswegen: übe ganz entspannt, ohne Erfolgsdruck. Es geht nicht darum die Stimme irgendwie zu verstellen, sondern stattdessen die bislang verschütteten tiefen Anteile in Deiner Stimme zuzulassen. Je öfter Du diese Übung wiederholst, umso leichter wirst Du den Eigenton auch in den Alltag integrieren können. Also genieße dieses "mmh" und zelebriere es. Vielleicht gleich beim nächsten Weihnachtsessen? Liebe Grüße, Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Stimme ist keine angeborene, ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern vielmehr eine trainierbare Fähigkeit. Du kannst also Deine Stimme tatsächlich - in Grenzen - verändern. Wenn Du wissen willst, wie das geht, dann wende Dich an einen Stimmtrainer oder Sprecherzieher. Das sind Profis, wenn es um Stimme geht. Sie können Dir konkrete Strategien zeigen, wie Du das volle Potenzial Deiner Stimme freilegst.

Eine Übung kannst Du bereits jetzt ausprobieren: Beginne einfach genüsslich zu summen, in angenehmer Tonlage, mache dazu Kaubewegungen, denke einfach an Dein Lieblingsessen, so dass Dir das Wasser im Munde zusammenläuft. Genieße das Summen, so, als ob die Stimme von allein kommt, in bequemer Lautstärke, eher leise als laut. Die Kaubewegungen dürfen dabei groß und ausladend sein. Zusätzlich kannst Du Dein Gesicht leicht massieren. Wenn Du das etwa eine Minute gemacht hast: wie klingt die Stimme jetzt? Sicherlich tiefer als sonst, oder? Nun lege Deine Hände auf Deine Brust und spüre, was Du spürst. Sicherlich nimmst Du Vibrationen im Brustkorb wahr? Genau das ist der legendäre "Brustton der Überzeugung". Viele Sprechtrainer sagen dazu auch "Eigenton"! In diesem Eigentonbereich fühlt sich die Stimme am wohlsten. Verliebe Dich einfach weiter in diese Vibrationen in Deinem Brustkorb und verstärke sie. Und staune, wie leicht Dir das fällt...

Je öfter Du diese Übung wiederholst, umso leichter wirst Du den Eigenton auch in den Alltag integrieren können. Also genieße dieses "mmh" und zelebriere es. So hast Du die Chance, die tiefen Anteile Deiner Stimme zu wecken. Viel Erfolg! Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Ferndiagnosen via Internet sind unseriös. Ohne Dich je gehört und gesehen zu haben, kann niemand verlässlich sagen, ob Du lediglich heiser oder tatsächlich im Stimmbruch bist.

In der Regel wechselt die Stimme von "Knabe" zu "Mann" in der Zeit zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr. Diese Wandlung ist vergleichweise leicht wahrnehmbar: die Stimme klingt zunehmend instabil, hauchig, brüchig, sie kippelt. Innerhalb weniger Monate wird die Stimme meist deutlich tiefer.

Wenn Du´s ganz genau wissen willst, dann wende Dich an einen Stimmprofi, z.B. Gesangslehrer, Logopäden, HNO-Ärzte. Stimmprofis können helfen, die neue Männerstimme zu stabilisieren.

...zur Antwort

Hallo! Du kannst Deine Stimme optimieren. Denn Stimme ist keine feststehende, angeborene Eigenschaft, sondern eine flexible, veränderbare Fähigkeit. Die Grenzen stimmlicher Veränderung sind lediglich durch die anatomische "Hardware" festgelegt: Größe, Form und Beschaffenheit von Kehlkopf, Stimmlippen, Mund- und Rachenraum. Um Deine sängerische Performance zu verbessern, kommt es nun darauf an, wie intelligent Du mit der Hardware umgehst und welche Programme Du installierst. Die "Software" kannst Du von guten Gesangslehrern bekommen: Wahrnehmung, Körperhaltung, Atemtechnik, Resonanzstrategien, musikalischer Stil und vieles mehr. Das besondere bei der Stimm-Software ist jedoch, dass Du sie selbst nicht nur installierst, sondern auch - zusammen mit Deinem Lehrer - programmierst. Gesangsunterricht ist empfehlenswert, wenn Du lernen willst, effizient auf dem Instrument Stimme zu spielen! Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Installieren der passenden "Stimm-Software". Es lohnt sich! Liebe Grüße, Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Du hast keine dünne Stimme, sondern benutzt Deine Stimme auf eine Weise, die sie dünn klingen lässt. Das ist ein bedeutender Unterschied! Das Schöne: Stimme ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine flexible, veränderbare Fähigkeit! Wenn Du wissen willst, wie genau Du Deine Stimme kräftigen kannst, dann gehe zu einem guten Sprecherzieher oder Stimmtrainer. Das sind Profis in Sachen Stimme.

Ein Tipp vorab: Grundsätzlich ist es für die Stimme besser zu rufen statt zu schreien. Beim Schreien klingt die Stimme eher hoch und flach, oftmals forciert, die Lippen sind breitgezogen, der Kehlkopf rutscht dabei nach oben. Beim Rufen hingegen bleibt der Kehlkopf in einer entspannt tiefen Position, der Klang der Stimme ist eher dunkel und tief, die Lippen sind entspannt. Probiere es einfach aus. Schreie einmal mit breiter Mundöffnung "Eeey!", danach rufe mit entspannt gerundeten Lippen "Hoo!". Bei welcher Variante fühlt sich die Stimme wohler?

Liebe Grüße Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Eine gute Frage! Du hast sie Dir bereits selbst beantwortet. Du hörst Dich selbst anders als andere Dich hören. Warum ist das so?

Das liegt daran, dass Du Dich über Deine Knochen und Gewebe hörst. Die Schallwellen, die im Kehlkopf entstehen, werden direkt in Deinem Körper über Knochen und Gewebe an das Ohr geleitet. Diesen "Knochenschall" hörst nur Du selbst! Zum Knochenschall kommt der Schall aus der Luft, den Du über das Außenohr aufnimmst. Alle anderen kennen von Dir nur den "Luftschall". Du selbst hörst eine Kombination aus Knochen- und Luftschall. Außerdem werden die Frequenzen im stimmlichen Klangspektrum unterschiedlich stark abgestrahlt. Tiefe Frequenzen breiten sich recht gleichmäßig um Dich herum aus, während hohe Frequenzen hauptsächlich nach vorn abgestrahlt werden. Wenn Du hinter einer sprechenden Person stehst, wird dessen Stimme eher dumpfer/dunkler klingen als wenn Du dieser Person direkt gegenüber sitzt. Zwei Experimente: 1. sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte Dir die Ohren zu. Beim zweiten Mal hörst Du Dich dumpfer an, oder? Das liegt daran, dass Du fast ausschließlich Deinen Knochenschall wahrnimmst. 2. sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte die Hände mit den Handflächen zu Dir zeigend etwa 10 cm direkt vor Deinen Mund. Beim zweiten Mal klingt die Stimme irgendwie heller, brillanter, oder? Das liegt daran, dass die Hände die hohen Frequenzen zu Dir zurückschicken, also Richtung Ohren reflektieren.

Wenn Du einen Eindruck davon bekommen willst, wie andere Menschen Deine Stimme wahrnehmen, dann nimm Dein Sprechen einfach auf. Aber aufgepasst! Wenn Du Dich aufnimmst, dann ist die Aufnahmequalität des Mikrofons entscheidend. Zur Qualität der Aufnahmetechnik (Mikrofon) kommt natürlich noch die Qualität der Wiedergabetechnik (Lautsprecher, Kopfhörer) hinzu. Je nachdem, ob Du Deine Stimme auf dem PC (via Lautsprecher) anhörst oder über die HiFi-Anlage oder über Kopfhörer, klingt die Stimme entsprechend anders. In jedem Fall bekommst Du so einen ziemlich guten Eindruck von Deiner Stimme - so wie sie "draußen" klingt.

Liebe Grüße, Frederik.

...zur Antwort

Hallo! Es spricht vieles dafür, dass Du im Stimmbruch bist. Ohne Dich je gehört und gesehen zu haben, kann jedoch niemand verlässlich sagen, ob Du tatsächlich im Stimmbruch bist. Ferndiagnosen via Internet sind unseriös.

In der Regel wechselt die Stimme von "Knabe" zu "Mann" in der Zeit zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr. Diese Wandlung ist vergleichweise leicht wahrnehmbar: die Stimme klingt zunehmend instabil, hauchig, brüchig, sie kippelt. Beim Singen überschlägt sie sich. Innerhalb weniger Monate wird die Stimme meist deutlich tiefer. Wenn Du im Stimmbruch - oder besser Stimmwechsel - bist, solltest Du die Stimme tendenziell schonen. Vermeide es zu schreien oder beim Sport lautstark die Mannschaft anzufeuern. Singen ist aus meiner Sicht erlaubt - jedoch weder zu laut, noch zu hoch, noch zu lange.

Wenn Du´s ganz genau wissen willst, dann wende Dich an einen Stimmprofi, z.B. Gesangslehrer, Logopäden, HNO-Ärzte. Stimmprofis können helfen, die neue Männerstimme zu stabilisieren. Übrigens: Der Stimmwechsel heißt in Fachkreisen auch Mutation. Wenn Du Stimmbruch bist, bist Du also tatsächlich ein Mutant - und das ganz ohne Star Trek...

...zur Antwort

Hallo! Wenn andere Kommentatoren behaupten, Mädchen hätten keinen Stimmbruch, dann ist das falsch. Mädchen haben sehr wohl einen Stimmbruch, auch wenn er verglichen mit dem Stimmwechsel bei Jungs eher unspektakulär verläuft. Es kann sehr wohl sein, dass Du Dich mitten in der Stimmmutationsphase befindest.

Ohne Dich aber je gehört zu haben, kann niemand verlässlich sagen, was mit Deiner Stimme los ist und warum Du oft nicht mehr so hoch singen kannst wie früher. Wenn Du es genau wissen willst, gehe einfach zu einem Stimmarzt (HNO-Arzt oder Phoniater). Das sind die Experten, wenn es um Stimme und Stimmprobleme geht.

Falls Du tatsächlich im Stimmwechsel bist, dann belaste Deine Stimme nicht zu stark. Singe weder zu laut, noch zu hoch oder zu lange. Erfahrene Gesangslehrer können helfen, Deine neue Frauenstimme zu entdecken und behutsam zu trainieren.

Liebe Grüße Frederik

...zur Antwort

Hallo! Stimme ist keine angeborene, ein für allemal feststehende Eigenschaft, sondern vielmehr eine trainierbare Fähigkeit. Du kannst also Deine Stimme - in Grenzen - schulen. Schauspieler, Stimmimitatoren und Synchronsprecher zeigen tagtäglich, wie flexibel man mit dem Instrument Stimme umgehen kann. Stimmtrainer und Sprecherzieher können Dir helfen, die Stimme zu kräftigen. Als Stimmprofis zeigen sie Dir konkrete Strategien, wie Du das volle Potenzial Deiner Stimme freilegen kannst. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das bringt unheimlich viel und macht unheimlich viel Spaß! Liebe Grüße, Frederik.

...zur Antwort